Marketing besitzt in der Musikwirtschaft einen enorm hohen Stellenwert. Daher wird
im Folgenden zunächst auf den Marketingbegriff und anschließend auf das Musikkünstlermarketing
eingegangen.
In der Wissenschaft findet sich keine eindeutige Definition was unter Marketing zu
verstehen ist. So beschreibt Meffert Marketing als die Planung, Koordination und
Kontrolle aller auf aktuelle und potenzielle Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten
(vgl. Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2008, S.11). Armstrong und Kotler hingegen
definieren Marketing als einen gesellschaftlichen und betrieblichen Prozess bei
dem Personen und Gruppen durch das Schaffen und den Austausch von Werten mit dem anderen erhalten was sie benötigen und wollen (vgl. Meffert/
Burmann/Kirchgeorg 2008, S.11).
Es lässt sich feststellen, dass unter dem Begriff Marketing alle Unternehmenstätigkeiten
zu verstehen sind, welche dem Unternehmen helfen seine Produkte und/oder
Leistungen markt- und/oder bedarfsorientiert auszurichten und somit zu verkaufen
(Mombree, 2007, S.4).
Man unterscheidet vier Kernbereiche von Marketing-Instrumenten, welche sich aus
der Produkt- und Programmgestaltung, der Preispolitik, der Kommunikationspolitik
und der Distributionspolitik zusammensetzen – die Kernbereiche ergeben den so
genannten Marketing-Mix (Gensch/Stöckler/Tschmuck 2007, S.209).
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2. Marketing in der Musikbranche
2.1. Der Begriff des Marketing
2.2. Das Musikkünstlermarketing
2.2.1. Der Begriff des Musikkünstlermarketing
2.2.2. Die Instrumente des Musikkünstlermarketing
3. Das A&R-Management
3.1. Die Aufgaben des A&R-Management
3.2. Die Künstlerakquisation
3.3. Die Gestaltung der Künstleridentität
3.4. Die Positionierung am Musikmarkt
3.5. Die Produktion des Musikproduktes
3.6. Die Vermarktung von Musikkünstlern
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die vielseitigen Aufgaben und Besonderheiten des Künstlermarketings in der Musikbranche vor dem Hintergrund eines radikalen Branchenumbruchs darzustellen und Strategien für eine erfolgreiche Vermarktung zu analysieren.
- Marketinggrundlagen und -instrumente in der Musikindustrie
- Die zentrale Rolle des A&R-Managements (Artist&Repertoire)
- Strategien zur Identitätsgestaltung und Marktpositionierung von Künstlern
- Herausforderungen durch Digitalisierung und digitale Piraterie
- Entwicklungsperspektiven für Musikunternehmen im Internetzeitalter
Auszug aus dem Buch
3.1. Die Aufgaben des A&R-Management
Das A&R-Management (Artist&Repertoire-Management) spielt im Rahmen des Musikmarketing eine entscheidende Rolle. Die Hauptaufgabe liegt dabei in der Akquisition von Künstlern (Wirtz 2009, S.526). Des Weiteren gilt es die Künstler unter Vertrag zu nehmen, ihr Image aufzubauen, sie u.U. musikalisch zu beraten, ein Musikrepertoire auszuwählen, sie beim Produktionsprozess zu unterstützen, sie zu vermarkten und sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten (Gebesmair 2008, S.124). Diese Aufgaben werden i.d.R. von einer eigens hierfür errichteten Abteilungen des Musikunternehmens wahrgenommen, wobei sich die Funktionen in nationales und internationales A&R unterteilen lassen (Wirtz 2009, S.528-529). Die Aufgabe des internationalen A&R besteht hauptsächlich darin das Musikprodukt an den Inlandsmarkt anzupassen und ausländischer Künstler während ihres Aufenthaltes im Inland zu betreuen (Wirtz 2009, S.528-529). Die Aufgabe des nationales A&R ist es, lokale Künstler zu beschaffen und entwickeln (Wirtz 2009, S.529). Zusätzlich lässt sich das A&R in ein aktives (auch: synthetisches) A&R und ein passives (auch: organisches) A&R unterscheiden (Baumgarth 2004, S.29-30). Beim aktiven A&R steuert das A&R-Management den gesamten Musikerstellungsprozess (Baumgarth 2009, S.29). Beim passiven A&R liegt die kreative Führung hingegen beim Künstler selbst (Baumgarth 2004, S.29). Im Folgenden werden einige ausgewählte Bereiche des A&R-Management dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in den radikalen Wandel der Musikbranche durch Digitalisierung und veränderte Konsumgewohnheiten ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Marketing in der Musikbranche: Es werden die theoretischen Grundlagen des Marketings erläutert und auf die spezifischen Instrumente des Musikkünstlermarketings angewendet.
3. Das A&R-Management: Dieses Kapitel beleuchtet die Kernprozesse von der Entdeckung und Identitätsbildung bis zur Vermarktung von Künstlern durch die A&R-Abteilungen.
4. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die aktuelle Marktsituation und entwickelt Zukunftsperspektiven, insbesondere hinsichtlich neuer Preismodelle und der Nutzung des Internets.
Schlüsselwörter
Musikwirtschaft, Künstlermarketing, A&R-Management, Musikbranche, Marketing-Mix, Künstleridentität, Digitalisierung, Musikprodukt, Preispolitik, Distributionspolitik, Promotion, Musikmarke, Produktgestaltung, Internet, Digitale Piraterie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Aufgaben und besonderen Herausforderungen des Künstlermarketings innerhalb der Musikbranche, die sich aufgrund des digitalen Wandels in einem radikalen Umbruch befindet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören das grundlegende Musikmarketing, die vielfältigen Aufgaben des A&R-Managements sowie strategische Ansätze zur Künstlervermarktung und Marktpositionierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Prozesse des Künstlermarketings sowie die Rolle des A&R-Managements darzustellen und Verbesserungsvorschläge für Musikunternehmen im aktuellen Marktumfeld aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Fachpublikationen und theoretischer Modelle aus dem Bereich des Medienmanagements und der Musikökonomie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst das Marketing in der Musikbranche definiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse des A&R-Managements, inklusive Künstlerakquise, Identitätsbildung und Vermarktungsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Künstlermarketing, A&R-Management, digitale Transformation, Musikmarkt und Künstleridentität geprägt.
Welche Rolle spielt die digitale Piraterie für die Argumentation?
Die digitale Piraterie wird als einer der Hauptgründe für den Umbruch der Branche genannt, der Musikunternehmen dazu zwingt, ihre Geschäftsmodelle und Preisstrategien zu überdenken.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Internets für neue Künstler?
Das Internet wird als essenziell für die Zukunft der Branche angesehen, da es sowohl der effizienten Trendbeobachtung und Künstlerakquise dient als auch als günstiges „Versuchslabor“ für neue Inhalte fungiert.
- Citar trabajo
- Danijel Lazar (Autor), 2009, Aufgaben und Besonderheiten des Künstlermarketings, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135466