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"Horribilicribrifax" von Andreas Gryphius

Liebeskonzepte und Rolle der christlichen Werte

Titre: "Horribilicribrifax" von Andreas Gryphius

Dossier / Travail , 2009 , 9 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Rebecca Lehmann (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe … diese drei. Am größten jedoch unter ihnen ist immer noch die Liebe.” ¹
Allein dieses Zitat aus dem Korinthenbrief veranschaulicht, welcher der christlichen Werte die höchste Bedeutung im Leben der Menschen haben sollte - die Liebe.
Auch in Andreas Gryphius’ barocken Lustspiel „Horribilicribrifax“ wird der Stellenwert der Liebe für den Leser anhand diverser Liebeskonstellationen erkennbar.

Extrait


Gliederung

1. Einleitung

2. Das erste Liebeskonzept:

Daradiridatumtarides und Selene – eine Liebesaffäre?

3. Das zweite Liebeskonzept:

Palladius und Coelestina – Liebe, wie sie sein sollte!

4. Welche christlichen Werte spielen eine Rolle?

4.1 Die christlichen Werte bei Palladius und Coelestina

4.2 Die christlichen Werte bei Daradiridatumtarides & Selene

5. Fazit

6. Literatur und weitere Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Liebeskonzepte in Andreas Gryphius’ Barock-Lustspiel „Horribilicribrifax“ und analysiert, inwiefern christliche Werte in diesen Beziehungsgeflechten eine Rolle spielen oder durch die Charaktere verkörpert werden.

  • Analyse der antithetischen Liebeskonzepte zwischen zwei Hauptpaaren
  • Kontrastierung von Schein und Sein in barocken Beziehungen
  • Untersuchung von Tugendhaftigkeit gegenüber Eigennutz
  • Einordnung der Paarkonstellationen in das christliche Wertegefüge
  • Kritik des Autors an gesellschaftlichen Normen und Sprachmengerei

Auszug aus dem Buch

3. Palladius und Coelestina – Liebe, wie sie sein sollte!

Ein ganz anderes Liebeskonzept wird durch Palladius und Coelestina repräsentiert.

Palladius ist ein ehrenwerter junger Mann, der – im Gegensatz zu Daradiridatumtarides – den Frauen ohne arglistigen Hintergedanken entgegentritt. Überdies ist er eher genügsam und möchte seinen gehobenen Status nicht ausnutzen, was die Aussage: „Mein Stand ist mir um keiner anderen Ursachen willen angenehm/ als dass ich vermeine/ in und durch denselben meiner Werthen mehr und angenehmere Dienste zu leisten.“ (S.83/6-9) bestätigt.

Palladius ist unsterblich in die beliebte Coelestina verliebt, obgleich er seine Zukunft zunächst an der Seite von Eudoxia glaubt.

Coelestina ist eine schöne und sittsame Frau, die von dem männlichen Geschlecht hoch umworben ist. Obwohl sie schon oft einen reichen Mann hätte heiraten können, glaubt sie an die wahre Liebe und hofft inständig, dass sich Palladius in sie verlieben kann. Allerdings ist sie nicht adelig und sich dessen wohl bewusst, deswegen befürchtet sie auch – nach Palladius’ Beförderung zum Marschall – diesem nicht mehr gerecht werden zu können, obwohl ihr Materielles bedeutungslos erscheint: „Was sagst du von dem Mareschall? Ich liebe nicht seinen Stand/ sein Gut/ sein Geschlecht/ sondern nur ihn allein! ach/ dass er der aermeste auff der gantzen Welt waere/ und ich die groesseste Princessin/ so koent ich ja vielleicht Mittel finden ihn zu meiner Liebe zu bewegen.“ (S.81/17-21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verankert die Bedeutung der Liebe anhand des Korintherbriefes und stellt die Relevanz von Liebeskonstellationen für Gryphius' Glaubens- und Moralanschauung dar.

2. Das erste Liebeskonzept: Daradiridatumtarides und Selene – eine Liebesaffäre?: Das Kapitel beschreibt eine von Eigennutz und Lügen geprägte Beziehung, in der beide Akteure lediglich finanzielle Vorteile anstreben.

3. Das zweite Liebeskonzept: Palladius und Coelestina – Liebe, wie sie sein sollte!: Hier wird ein tugendhaftes Gegenmodell entworfen, das auf aufrichtiger Zuneigung basiert und sich über gesellschaftliche Standesschranken hinwegsetzt.

4. Welche christlichen Werte spielen eine Rolle?: Das Kapitel definiert christliche Tugenden und legt die theoretische Basis für die folgende Untersuchung der beiden Paare.

4.1 Die christlichen Werte bei Palladius und Coelestina: Es wird aufgezeigt, wie dieses Paar christliche Ideale wie Keuschheit, Ehrlichkeit und Nächstenliebe in ihrem Handeln verkörpert.

4.2 Die christlichen Werte bei Daradiridatumtarides & Selene: Die Untersuchung verdeutlicht das Fehlen christlicher Moral bei diesem Paar, das durch Egoismus und materielle Gier gekennzeichnet ist.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Gryphius durch die Gegenüberstellung der Paare ein klares moralisches Urteil über die barocke Gesellschaft und deren Werteverlust fällt.

6. Literatur und weitere Quellen: Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Andreas Gryphius, Horribilicribrifax, Liebeskonzepte, Barock, christliche Werte, Tugend, Schein und Sein, Palladius, Coelestina, Daradiridatumtarides, Selene, Moral, Ständeklausel, Sprachmengerei, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert zwei gegensätzliche Liebeskonzepte im barocken Lustspiel „Horribilicribrifax“ von Andreas Gryphius und setzt diese in Bezug zu christlichen Wertvorstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Themen Liebe, Moral, gesellschaftlicher Status sowie die Diskrepanz zwischen materiellem Streben und aufrichtiger Tugendhaftigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu zeigen, wie Gryphius durch unterschiedliche Liebesbeziehungen seine eigene Weltanschauung und Kritik an gesellschaftlichen Zuständen seiner Zeit zum Ausdruck bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Interpretation von Textstellen aus dem Werk und dem Abgleich mit zeitgenössischen moralischen sowie religiösen Werten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der beiden Paare (Palladius/Coelestina vs. Daradiridatumtarides/Selene) sowie eine explizite Analyse ihrer Übereinstimmung mit christlichen Werten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Barock, christliche Werte, Tugend, Literaturanalyse, Gryphius und das Spannungsfeld zwischen Schein und Sein charakterisieren.

Warum wird die Sprachmengerei in Bezug auf Daradiridatumtarides erwähnt?

Die Sprachmengerei dient als literarisches Mittel von Gryphius, um den prahlerischen Charakter des Daradiridatumtarides lächerlich zu machen und seine mangelnde Bildung zu entlarven.

Welche Rolle spielt die Ständeklausel in der Analyse?

Die Ständeklausel verdeutlicht den gesellschaftlichen Rahmen des Barock; ihr Bruch bei Palladius und Coelestina unterstreicht deren Aufrichtigkeit und den Vorrang wahrer Liebe gegenüber starren Konventionen.

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Résumé des informations

Titre
"Horribilicribrifax" von Andreas Gryphius
Sous-titre
Liebeskonzepte und Rolle der christlichen Werte
Université
University of Potsdam
Note
1.7
Auteur
Rebecca Lehmann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
9
N° de catalogue
V135510
ISBN (ebook)
9783640417704
ISBN (Livre)
9783640409914
Langue
allemand
mots-clé
Horribilicribrifax Andreas Gryphius Liebeskonzepte Rolle Werte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rebecca Lehmann (Auteur), 2009, "Horribilicribrifax" von Andreas Gryphius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135510
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