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Universalbanken im Wandel

Strategische Ausrichtung am Privatkundengeschäft

Title: Universalbanken im Wandel

Diploma Thesis , 2009 , 82 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dennis Kirck (Author)

Business economics - General
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Summary Excerpt Details

Die Struktur der Bankenlandschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Umbruchsituation. Sowohl die Ausgangssituation als auch die Perspektive der Banken hat sich nachhaltig verändert. Banken ohne Wettbewerbsvorteile können sich diesem Wandel nur schwer anpassen und haben deshalb versucht, ihre strukturellen Defizite durch risikointensivere Eigengeschäfte auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten zu kompensieren. Auch traditionelle europäische Universalbanken mit grundsätzlich breit diversifiziertem Leistungs- und Kundenspektrum entkoppelten daher zunehmend ihre Geschäftstätigkeit vom eigentlichen Kundengeschäft. Die Folgen dieser Entwicklung wurden durch die US-Subprime-Hypothekenkrise offensichtlich.

Ziel dieser Arbeit ist es, zu verdeutlichen, dass der Gesamterfolg einer Universalbank in engem Bezug zum Erfolg im Privatkundengeschäft steht. Ferner werden erfolgsversprechende Strategien und Geschäftsmodelle identifiziert, die eine optimale Nutzung der Ertragspotenziale des Privatkundengeschäfts gewährleisten.

Hierfür werden in Kapitel 1 zunächst die Begriffe „Strategie“ und „Geschäftsmodell“ definiert und voneinander abgegrenzt.
Am Beispiel des deutschen Universalbanksystems werden in Kapitel 2 die unterschiedlichen Universalbankformen sowie die direkten Wettbewerber im Privatkundengeschäft vorgestellt. Es wird erörtert, welche Relevanz das Privatkundengeschäft zum gegenwärtigen Zeitpunkt in deutschen Großbanken, Sparkassen und Volksbanken hat und in welcher Art und Weise sich der Wandel der Umwelt- und Umfeldfaktoren auf die etablierten Teilnehmer am deutschen Finanzdienstleistungsmarkt auswirkt.
In Kapitel 3 rücken die existenzielle Bedeutung, die Chancen und die Risiken des Privatkundengeschäfts für Universalbanken in den Fokus. Es werden Strategien vorgestellt, die zur Margen-Optimierung im Privatkundengeschäft führen. Im Anschluss werden Geschäftsmodelle identifiziert, die den Ansprüchen der Privatkunden und damit letztlich auch den Ansprüchen der Bankenaufsicht sowie der Anteilseigner entsprechen.
In Kapitel 4 werden die Erkenntnisse aus den vorangegangen Abschnitten hinsichtlich der Relevanz für die Praxis überprüft. Als Beispiel dient hierfür die privatkundenorientierte Universalbank Banco Santander, die bereits gegenwärtig die theoretisch erarbeiteten Erkenntnisse in die Praxis umsetzt.
In Kapitel 5 erfolgt letztlich ein abschließendes Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Begriffliche Abgrenzungen

1.2.1 Definition des Strategieverständnisses

1.2.2 Arten von Strategien

1.2.3 Definition Geschäftsmodell

1.2.4 Der Unterschied von Strategie und Geschäftsmodell

2 Banken im Wandel

2.1 Bankensysteme im Wandel

2.2 Strategiewahlmöglichkeiten deutscher Banken

2.2.1 Arten von Spezialbanken

2.2.2 Near- und Non-Banks

2.2.3 Universalbanken

2.2.3.1 Kreditbanken

2.2.3.2 Sparkassen und Girozentralen

2.2.3.3 Genossenschaftsbanken und genossenschaftliche Zentralbanken

2.3 Abgrenzung des Finanzdienstleistungsmarktes

2.4 Unternehmensumweltanalyse deutscher Universalbanken

2.4.1 Die makroökonomischen Einflussfaktoren

2.4.2 Technologische Umwelt

2.4.3 Politisch-rechtliche Umwelt

2.4.4 Sozio-kuturelle Umwelt

2.5 Wettbewerbsumfeld der deutschen Universalbanken

2.5.1 Die potenziellen Neuanbieter

2.5.2 Verhandlungsmacht der Abnehmer

2.5.3 Substitutive Leistungen

2.5.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten

2.5.5 Grad der Rivalität unter den bestehenden Banken

3 Strategische Ausrichtung am Privatkundengeschäft

3.1 Strategische Geschäftsfelder von Universalbanken

3.2 Die generisch-funktionale Wertkette von Universalbanken

3.3 Die Bedeutung des Privatkundengeschäfts

3.4 Die Geschäftsfelder des Privatkundengeschäfts

3.5 Risiken im Privatkundengeschäft

3.6 Ansatzpunkte zur Gewinnoptimierung

3.6.1 Kostenführerschaft

3.6.2 Differenzierung

3.7 Identifikation erfolgsversprechender Geschäftsmodelle

3.7.1 Definition von Erfolg

3.7.2 Erfolgreiche Steuerung von Universalbanken mittels RORAC

3.7.3 Indikatoren zur Identifikation erfolgreicher Universalbanken

3.7.4 Erfolgsversprechende Geschäftsmodelle für Universalbanken

3.7.4.1 Das Geschäftsmodell des Local Player

3.7.4.2 Das Geschäftsmodell des Global Player

4 Die Banco Santander

4.1 Der konzeptionelle Aufbau der Banco Santander

4.2 Die strategische Ausrichtung der Banco Santander

4.3 Die Effizenzvorteile der Banco Santander

4.3.1 Effizienz durch das Management-Workflow-System

4.3.2 Effizienz durch die Konzernstruktur

4.3.3 Effizienz durch Erfahrungswerte

4.3.4 Vermeidung größenbedingter Nachteile

4.4 Die Erfolgskennzahlen der Banco Santander

4.4.1 Erfolg im Sinne des Shareholder-Value

4.4.2 Erfolg im Sinne der Bankenaufsicht

4.5 Schaffung von Kundennutzen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die entscheidende Bedeutung des Privatkundengeschäfts für den Gesamterfolg von Universalbanken aufzuzeigen und erfolgsversprechende Strategien sowie Geschäftsmodelle zu identifizieren, die eine optimale Nutzung der Ertragspotenziale gewährleisten.

  • Analyse der bankwirtschaftlichen Umbruchsituation und des Wettbewerbsumfelds
  • Definition und Abgrenzung von Strategien und Geschäftsmodellen in Banken
  • Untersuchung von Erfolgsfaktoren wie Kostenführerschaft und Differenzierung
  • Bewertung von Geschäftsmodellen (Local Player vs. Global Player) anhand der Banco Santander
  • Betrachtung von Effizienzsteigerung durch Technologie und Konzernstrukturen

Auszug aus dem Buch

3.6.1 Kostenführerschaft

Die Kostenführerschaft ergibt sich, indem eine Universalbank bei der Durchführung ihrer Wertaktivitäten niedrigere Gesamtkosten hat als ihre Konkurrenz. Die Voraussetzung für die Kostenführerschaft ist die Existenz signifikanter Kostensenkungspotenziale. Größendegressionseffekte haben Kostensenkungspotenzial. Es gibt statische (Economies of Scale und Kapazitätsauslastung) und dynamische Größendegressionseffekte (Economies of Learning). Die Abb. 5 veranschaulicht die Wirkung der Economies of Scale und des Learning als Komponenten der Erfahrungskurve.

Economies of Scale treten auf, wenn mit steigender Betriebsgröße Stückkosten langsamer wachsen als das Output-Niveau. Sinkende Stückkosten haben hierbei zur Bedingung, dass bei voller Kapazitätsauslastung die ausgeführte Wertaktivität in einem großen Betrieb rationeller ist oder aus einem unterproportionalen Anstieg der Gemeinkosten bei einer im Umfang wachsenden Wertaktivität resultiert. Economies of Scale können sich daher durch eine fixkostenintensivere Leistungserstellung ergeben. Dies begründet den Unterschied zwischen Economies of Scale und der verbesserten Kapazitätsauslastung. Durch eine verbesserte Kapazitätsauslastung erhöht sich das Output-Niveau, wodurch die durchschnittlichen Fixkosten gesenkt werden (Fixkostendegression). Economies of Learning verbessern hingegen die Durchführung von Prozessen und können im (kumulierten) Zeitverlauf bei gleichem Output-Niveau zu einer Stückkostenreduktion führen. Zu unterscheiden ist hierbei branchenweites oder unternehmenseigenes Lernen. Nur unternehmenseigenes Lernen schafft Kostenvorteile gegenüber den Wettbewerbern. Während Economies of Scale zu einer Bewegung auf der Durchschnittskostenkurve führen, verschieben dynamische Größendegressionseffekte die Durchschnittskostenkurve zum Ursprung hin.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Umbruchsituation der Bankenlandschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung des Privatkundengeschäfts für Universalbanken hervorzuheben.

2 Banken im Wandel: Hier werden die verschiedenen Bankensysteme, die strategischen Möglichkeiten deutscher Institute sowie das wettbewerbliche Umfeld im Finanzdienstleistungsmarkt analysiert.

3 Strategische Ausrichtung am Privatkundengeschäft: In diesem Kapitel werden Geschäftsfelder, Risiken, Möglichkeiten zur Gewinnoptimierung sowie erfolgsversprechende Geschäftsmodelle für Universalbanken theoretisch hergeleitet.

4 Die Banco Santander: Dieses Kapitel dient als praktische Fallstudie zur Veranschaulichung der theoretischen Erkenntnisse am Beispiel der strategischen Ausrichtung und Effizienzvorteile der Banco Santander.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass ein konsequent umgesetztes Geschäftsmodell für den langfristigen Erfolg im Privatkundengeschäft unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Universalbanken, Privatkundengeschäft, Geschäftsmodell, Strategie, Kostenführerschaft, Differenzierung, Banco Santander, RORAC, Effizienz, Wettbewerbsvorteil, Risikomanagement, Shareholder Value, Bankenaufsicht, Global Player, Local Player

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die strategische Neuausrichtung von Universalbanken mit einem spezifischen Fokus auf das Privatkundengeschäft als zentralen Erfolgsfaktor.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Strategien und Geschäftsmodellen, die Analyse des Wettbewerbsumfelds, Methoden zur Gewinnoptimierung sowie die praktische Anwendung an der Banco Santander.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu verdeutlichen, dass der Gesamterfolg einer Universalbank eng mit dem Erfolg im Privatkundengeschäft verknüpft ist und erfolgsversprechende Modelle für diesen Bereich zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, die durch eine Fallstudienanalyse der Banco Santander ergänzt wird, um theoretische Konzepte in die Praxis zu transferieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung von Geschäftsfeldstrategien, Risikomanagement in Banken sowie einer detaillierten Analyse der Banco Santander als globales Praxisbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Universalbanken, Privatkundengeschäft, Kostenführerschaft, Differenzierung und Shareholder Value.

Warum ist die Banco Santander ein zentrales Fallbeispiel?

Die Banco Santander wird als prominentes Beispiel für einen "Global Player" gewählt, der theoretische Erkenntnisse wie Trading-down und Effizienzsteigerung erfolgreich in die Praxis umsetzt.

Welche Rolle spielt die Informationstechnologie in dieser Untersuchung?

Die IT wird als entscheidendes Instrument zur Prozessstandardisierung und Effizienzsteigerung im Rahmen von Management-Workflow-Systemen dargestellt, insbesondere bei global agierenden Banken.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Local und Global Player?

Die Einteilung erfolgt basierend auf dem geografischen Fokus, der strategischen Ausrichtung und der Art, wie Wettbewerbsvorteile (Skaleneffekte vs. lokale Kundennähe) erzielt werden.

Welchen Einfluss haben Basel II-Vorschriften laut der Arbeit?

Basel II erhöht die Anforderungen an das Risikomanagement und führt dazu, dass Banken mit einem hohen Engagement im diversifizierten Privatkundengeschäft von regulatorischen Vorteilen profitieren können.

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Details

Title
Universalbanken im Wandel
Subtitle
Strategische Ausrichtung am Privatkundengeschäft
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Course
BWL insb. Finanzdienstleistungen
Grade
2,0
Author
Dennis Kirck (Author)
Publication Year
2009
Pages
82
Catalog Number
V135532
ISBN (eBook)
9783640466849
ISBN (Book)
9783640466733
Language
German
Tags
Universalbanken Wandel Strategische Ausrichtung Privatkundengeschäft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Kirck (Author), 2009, Universalbanken im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135532
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