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Aussiedler und Spätaussiedler in der BRD

Title: Aussiedler und Spätaussiedler in der BRD

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Eugenie Riffel (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit in Deutschland lebenden Aussiedler. Es wird vor allem auf die alltäglichen Dinge im Leben dieser Migranten eingegangen. Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Auswanderung der Deutschen in die Gebiete Russland bis hin zur Einreise und Leben in Deutschland. Russlanddeutsche bzw. Aussiedler - "Wer sind sie?" und "Warum sind sie in Deutschland?"
Diese Frage stellen sich viele Einheimische. Jeder weiß, dass sie in Deutschland leben, aber keiner kennt ihre Geschichte und den Grund ihres Kommens. Oft sind sie nur die "Russen",
die aus irgendeinem Grund sofort nach ihrer Einreise Anspruch auf eine deutsche Staatsbürgerschaft haben. Ebenfalls bekommen sie alle Privilegien, die man in Deutschland bekommen kann. Oft gibt es Gerüchte, dass sie nach ihrer Einreise eine Menge Geld erhalten.
Keiner weiß, wofür sie es bekommen und wie viel es ist. Genau diese Gerüchte sind der Grund, weshalb es zwischen den Gruppen oft zu Konflikten kommt.
Mit meiner Seminararbeit möchte ich ihre Geschichte und zugleich auch ihre jetzige Lebenssituation verdeutlichen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Poltische und rechtliche Grundlagen eines Aussiedlers bzw. Spätaussiedlers

3. Geschichte der Russlanddeutschen bzw. Aussiedler

3.1 Geschichte ab dem Anfang der Einwanderung bis zur Machtergreifung Stalins

3.2 Geschichte ab dem 2. Weltkrieg bis 1990

4. Übersiedlung in die BRD

4.1 Ausreisegründe

4.2 Ausreisebedingungen vor der Übersiedlung

4.3 Aufnahme in die BRD

4.3.1 Leben im ersten Übergangswohnheim ( Friedland)

4.3.2 Leben im zweiten Übergangswohnheim

4.4 Lebens- und Wohnsituation nach dem Übergangswohnheim

4.4.1 Wohnbedingungen

4.4.2 Arbeit /Beschäftigung

4.4.2.1 Probleme der Arbeitslosigkeit

4.4.2.2 Ausbildungsförderungen

4.5 Integration

5. Beantwortung der Frage der Zugehörigkeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gegenwärtige Lebenssituation von Russlanddeutschen bzw. Aussiedlern in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen den Integrationsprozess beeinflussen und wie sich die Frage der Zugehörigkeit für diese Personengruppe angesichts ihrer spezifischen Migrationserfahrungen darstellt.

  • Historische Herleitung der Einwanderungsgeschichte der Russlanddeutschen.
  • Rechtliche Grundlagen und Aufnahmeverfahren für Spätaussiedler.
  • Herausforderungen der Wohn- und Arbeitssituation in der BRD.
  • Integrationsmaßnahmen und Bildungsförderung für Spätaussiedler.
  • Identitätsbildung und das Spannungsfeld der Zugehörigkeit zwischen den Kulturen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschichte ab dem Anfang der Einwanderung bis zur Machtergreifung Stalins

Die Geschichte der Russlanddeutschen beginnt schon ganz früh im 9./10. Jahrhundert. Während des Zeitraums machten sich mutige deutsche Forschungsreisende auf den Weg nach Russland. Etwas später im 12./13. Jahrhundert wanderten nochmals einige Deutsche, sogenannte Ritterdeutsche, die entweder Kaufleute oder Edelmänner waren, in die heutigen Gebiete von Estland, Lettland oder Litauen aus. Aus diesen Gebieten wanderten einige von ihnen noch weiter in die Stadt Moskau und ließen sich dort nieder. Die erste große Einwanderungswelle begann in der Regierungszeit des Zaren, Peter des Großen. "Die Hinwendung zu Europa unter Peter I. führte zu einem höheren Bedarf an Fachleuten, so dass eine Reihe von deutschen Handwerkern, Wissenschaftlern und Baumeistern, aber auch Offizieren angeworben wurde."6 Die sogenannten Technikdeutschen ließen sich in den großen Städten, wie Moskau oder St. Petersburg nieder. Der Zar wollte den Bildungsstand des russischen Nachwuchses verbessern und stellte deutschen Wissenschaftlern Lehrstühle an den Universitäten bereit.7 Durch die dritte und größte Gruppe, die Siedlerdeutschen, begann die 2. und 3. Einwanderungswelle. "Die Anwerbungspolitik, die ihren Niederschlag in einem besonderen russischen Ausländerrecht fand, nahm unter Katharina II. gesetzlich und verwaltungstechnisch geregelte Formen an. Die Berufungsmanifeste der Jahre 1762 und 1763 [siehe Anhang Nr. 1], die Ausländern außergewöhnliche Privilegien zusicherten, förderten den Zustrom unternehmerischer Kräfte aus den deutschen Territorialstaaten: Persönlich eingeladene Geistes- und Naturwissenschaftler sowie Naturforscher von Rang und Namen kamen ebenso ins Land wie Manufakturisten, Unternehmer aller Art, Kaufleute, Handwerker, Gewerbetreibende und Bauern."8 In den Mannifesten sicherte die Zarin Privilegien wie Religionsfreiheit, Befreiung von Militärdienst, Steuererlass bis zu 30 Jahren, Selbstverwaltung, Unterstützung bei der Umsiedlung, allgemeine finanzielle Unterstützung, Kredite mit einer Abbezahlung in 10 Jahren, 30 ha Acker pro Familie und Handwerker erhielten Freiheit von Handelszöllen. Jene ersten Siedler besiedelten entweder das Gebiet an der Wolga oder an dem Dnjepr. Gründe für ihre Ausreise waren aus wirtschaftlicher, politischer und religiöser Sicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Vorurteile und Wissenslücken der einheimischen Bevölkerung gegenüber Russlanddeutschen und definiert das Ziel der Arbeit, deren Geschichte und Lebenssituation aufzuzeigen.

2. Poltische und rechtliche Grundlagen eines Aussiedlers bzw. Spätaussiedlers: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere das Grundgesetz und das Bundesvertriebenengesetz, die den Status und die Aufnahme von Spätaussiedlern in der BRD regeln.

3. Geschichte der Russlanddeutschen bzw. Aussiedler: Der Abschnitt skizziert die historische Einwanderungswellen ab dem 9./10. Jahrhundert, die Bedeutung der Manifeste unter Katharina II. bis hin zu den Deportationen und Repressionen unter Stalin und der Zeit bis 1990.

4. Übersiedlung in die BRD: Hier werden die Motive für die Ausreise, die komplexen Aufnahmebedingungen, der Aufenthalt in Übergangswohnheimen und die Herausforderungen bei der sozialen und beruflichen Integration in Deutschland detailliert beschrieben.

5. Beantwortung der Frage der Zugehörigkeit: Das Fazit analysiert die schwierige Identitätsfindung junger Aussiedler, die zwischen ihrer Herkunft und der neuen Umgebung stehen, und diskutiert Integration als einen generationenübergreifenden Prozess.

Schlüsselwörter

Russlanddeutsche, Spätaussiedler, Migration, Integration, Bundesvertriebenengesetz, Identität, Umsiedlung, Arbeitsmarkt, Staatsangehörigkeit, Assimilation, Kulturaustausch, Aussiedlerstatus, Lebenssituation, Geschichte, Sozialhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Herkunft und der aktuellen Lebenssituation von Russlanddeutschen, die als Spätaussiedler in die Bundesrepublik Deutschland eingewandert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte, die rechtlichen Voraussetzungen für den Status als Spätaussiedler, der Integrationsprozess sowie die Identitätsfrage und soziale Integration in der neuen Heimat.

Welches ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Vorurteile durch Aufklärung über die historische Geschichte dieser Gruppe abzubauen und die heutige Lebensrealität von Spätaussiedlern transparent zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung bestehender gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie sozialwissenschaftlicher Berichte und Forschungsprojekte.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Etappen der russlanddeutschen Geschichte, den detaillierten Ablauf der Aufnahmeverfahren und die spezifischen Hürden bei der Arbeitsmarktintegration und Wohnsituation in Deutschland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Spätaussiedler, Integrationskurs, Bundesvertriebenengesetz, Identitätsfindung, Migration und gesellschaftliche Teilhabe.

Warum ist die Identitätsfrage für junge Aussiedler so komplex?

Junge Aussiedler erleben oft eine hybride Identität, da sie sich in ihrem Herkunftsland bereits als „fremd“ fühlten und in Deutschland ebenfalls auf Integrationsschwierigkeiten stoßen, was zu einem Gefühl des „Lebens zwischen zwei Welten“ führt.

Welche Rolle spielt die „Otto Benecke Stiftung“ in der Arbeit?

Die Stiftung wird als wichtige Organisation zur Unterstützung von (Spät-)Aussiedlern genannt, insbesondere bei der Förderung von Bildung und der Anerkennung von Studienabschlüssen.

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Details

Title
Aussiedler und Spätaussiedler in der BRD
College
University of Trier
Grade
1,7
Author
Eugenie Riffel (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V135551
ISBN (eBook)
9783640441747
ISBN (Book)
9783640441785
Language
German
Tags
Aussiedler Spätaussiedler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eugenie Riffel (Author), 2006, Aussiedler und Spätaussiedler in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135551
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