Den Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit bilden die Untersuchungsergebnisse des Schülers Paul sowie deren Interpretationen. Mittels der spezifischen Beobachtung sowie der eingesetzten Testverfahren kann ein für ihn individuelles, adäquates Förderangebot erstellt werden, welches adaptiv an seinen Entwicklungsstand angesetzt werden kann. Dadurch soll Paul seine Entwicklungsziele lukrativ und wirksamer erreichen.
In der Arbeit wird zunächst der Untersuchungsanlass formuliert, welcher die Sinnhaftigkeit der Begutachtung hervorbringt. Daraus lässt sich die Hauptfragestellung ableiten, welche der Anamnese zugrunde liegt und durch diagnostische Unterfragen präzisiert wird. Anschließend werden die Untersuchungsmetoden sowie die Untersuchungsergebnisse erläutert, wobei die Untersuchungsergebnisse in einer Interpretation münden. Zum Schluss werden gezielte (Förder-)Empfehlungen konzipiert, welche aus den Ergebnissen und Interpretationen der Begutachtung hervorgehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Untersuchungsanlass
3 Hauptfragestellung
4 Anamnese und Exploration
5 Diagnostische Unterfragen
6 Untersuchungsmethoden
6.1 Freie Beobachtung
6.2 Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation (SELLMO)
6.3 Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts (SESSKO)
6.4 Begründung der Untersuchungsmethoden
7 Untersuchungsergebnisse
7.1 Untersuchungsergebnisse der Beobachtungssituationen
7.2 Untersuchungsergebnisse der Testverfahren
7.2.1 Skalen zur Erfassung der Lern- und Leistungsmotivation (SELLMO)
7.2.2 Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts (SESSKO)
8 Interpretation der Ergebnisse
9 Stellungnahme
10 (Förder-)Empfehlungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, durch eine Einzelfallreflexion die komplexe Relation zwischen Diagnose und Förderung bei einem Schüler der zehnten Klasse aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Lern- und Leistungsverhalten durch motivationale Faktoren und das schulische Selbstkonzept beeinflusst wird, um daraus gezielte pädagogische Fördermaßnahmen abzuleiten.
- Analyse des Zusammenhangs von Lernmotivation und Selbstkonzept
- Einsatz diagnostischer Verfahren (SELLMO, SESSKO)
- Beobachtung und Interpretation maladaptiven Verhaltens
- Entwicklung und Evaluation individueller Fördermaßnahmen
Auszug aus dem Buch
3 Hauptfragestellung
Anknüpfend an den Untersuchungsanlass ergibt sich die Frage, ob eine Relation zwischen dem maladaptiven Verhalten von Paul in Lern- und Leistungssituationen und seiner Lern- und Leistungsmotivation besteht. Denn trotz der starken Differenzierung und Strukturierung der Lerngruppe schafft Paul es nur zeitlich begrenzt sich auf die Bearbeitung von Aufgaben einzulassen.
Die Lernmotivation bezieht sich auf den Willen, spezifische Inhalte oder Fähigkeiten zu erlernen, um damit bestimmte Ziele bzw. Zielzustände zu erreichen (vgl. Schiefele & Schaffner 2020, S. 165) und die Leistungsmotivation zielt darauf ab, die eigenen Zielsetzungen zu erreichen (vgl. Schlag 2013, S. 19).
Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwiefern Pauls Lern- und Leistungsmotivation von seinem Fähigkeitsselbstkonzept abhängt. Denn eine geringe bzw. vermeidende Lern- und Leistungsmotivation geht häufig mit einem niedrigen Fähigkeitsselbstkonzept einher.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Diagnose und Förderung im schulischen Kontext ein und erläutert die Zielsetzung der vorliegenden Einzelfallreflexion.
2 Untersuchungsanlass: Der Untersuchungsanlass beschreibt die aktuelle schulische Situation des Schülers Paul, insbesondere sein Lernsetting und die Notwendigkeit differenzierter Unterstützung.
3 Hauptfragestellung: Hier wird die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Schülers, seiner Motivation und seinem Selbstkonzept formuliert.
4 Anamnese und Exploration: Dieses Kapitel liefert den biografischen und familiären Hintergrund von Paul, der für das Verständnis seines Verhaltens zentral ist.
5 Diagnostische Unterfragen: Basierend auf der Hauptfragestellung werden spezifische Fragen abgeleitet, die den diagnostischen Prozess leiten.
6 Untersuchungsmethoden: Das Kapitel stellt die verwendeten diagnostischen Instrumente (Beobachtung, SELLMO, SESSKO) vor und begründet deren Auswahl.
7 Untersuchungsergebnisse: Die erhobenen Daten aus der freien Beobachtung und den standardisierten Testverfahren werden hier detailliert und transparent dargelegt.
8 Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden in diesem Kapitel in Bezug auf Pauls Lern- und Leistungssituation analysiert und interpretiert.
9 Stellungnahme: Die Verfasserin reflektiert die Ergebnisse kritisch und verbindet sie mit dem theoretischen Rahmen der Arbeit.
10 (Förder-)Empfehlungen: Abschließend werden konkrete pädagogische Förder- und Handlungsempfehlungen für den weiteren schulischen Werdegang von Paul formuliert.
Schlüsselwörter
Einzelfallreflexion, Diagnose, Förderung, Lernmotivation, Leistungsmotivation, Fähigkeitsselbstkonzept, maladaptives Verhalten, pädagogische Diagnostik, schulische Selbstwahrnehmung, Schülerförderung, Verhaltensauffälligkeiten, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Einzelfallreflexion eines Schülers der zehnten Klasse, um die Wechselwirkungen zwischen diagnostischen Erkenntnissen und pädagogischem Handeln in der Praxis aufzuzeigen.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Lern- und Leistungsmotivation, das schulische Fähigkeitsselbstkonzept sowie der Umgang mit maladaptivem Verhalten im inklusiven Unterricht.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die primäre Forschungsfrage untersucht, ob eine kausale Relation zwischen dem beobachteten maladaptiven Lernverhalten und der individuellen Leistungsmotivation sowie dem Selbstkonzept des Schülers besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus qualitativer freier Beobachtung sowie quantitativen standardisierten Fragebögen (SELLMO zur Lernmotivation und SESSKO zum Selbstkonzept) eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst neben der fundierten Anamnese und Exploration die Durchführung und Auswertung der diagnostischen Verfahren sowie die Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf Pauls Leistungsverhalten.
Was charakterisiert die Schlüsselwörter der Arbeit?
Die Begriffe betonen den Fokus auf Diagnose und Förderung als zentrale heilpädagogische Kompetenzen, die durch eine reflektierte Einzelfallbetrachtung in der Praxis angewandt werden.
Warum zeigt der Schüler oft ein vermeidendes Verhalten?
Das vermeidende Verhalten deutet, wie der Auswertung der Skalen zu entnehmen ist, auf eine Überforderung und ein geringes Selbstvertrauen in die eigenen mathematischen Kompetenzen hin.
Welchen Einfluss hat die Lehrkraft auf Paul?
Die Unterstützung durch die Lehrkraft sowie die Anwesenheit bestimmter Personen beeinflussen Pauls Lernbereitschaft signifikant, da er oft eine äußere Strukturierung benötigt, um Aufgaben erfolgreich zu beginnen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Einzelfallorientierte Praxishospitation. Untersuchung von maladaptivem Verhalten und Lernleistung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356127