Diese Hausarbeit entstand im Proseminar "Der Investiturstreit" im Sommersemester 2018 an der Universität Würzburg und beschäftigt sich mit den Schilderungen dieses Konflikts in den Schriften der beiden Chronisten Lampert von Hersfeld und Wido von Osnabrück. Untersucht wurden beide Quellen auf die Darstellung der Widersacher König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. in diesem Konflikt und die Argumente, mit welchen die Autoren der von ihnen jeweils unterstützten Seite die rechte Absicht einzuräumen versuchten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Falscher Papst oder gottloser König? – Die Meinung zweier Geistlicher im Investiturstreit
- Regnum gegen Sacerdotium - Der Investiturstreit
- Lampert von Hersfeld – Annales
- Wido von Osnabrück – Liber de Controversia inter Hildebrandum et Heinricum Imperatorem
- Gegen König oder Papst – Lampert und Wido im Vergleich
- Schluss
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit „Falscher Papst oder gottloser König? – Die Meinung zweier Geistlicher im Investiturstreit“ untersucht die Berichterstattung zeitgenössischer Gelehrter über den Konflikt zwischen König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. Dabei werden die Annalen des Mönchs Lampert von Hersfeld und die Streitschrift des Bischofs Wido von Osnabrück verglichen. Die Arbeit analysiert die Argumente und Methoden, die beide Autoren einsetzen, um ihre jeweilige Seite im Investiturstreit zu rechtfertigen.
- Der Investiturstreit als Konflikt zwischen weltlicher und geistlicher Macht
- Die Rolle des Papstes Gregor VII. und seine Reformbestrebungen
- Die Positionen von König Heinrich IV. und seine Reaktion auf Gregors Forderungen
- Die Argumente und Perspektiven von Lampert von Hersfeld und Wido von Osnabrück
- Die Auswirkungen des Investiturstreits auf Kirche und Königtum
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Diese Einleitung stellt die Thematik der Hausarbeit vor und erläutert die Quellen, die für die Untersuchung verwendet werden: Die Annalen des Mönchs Lampert von Hersfeld und die Streitschrift des Bischofs Wido von Osnabrück. Es wird auf die Bedeutung des Investiturstreits für die Geschichte von Kirche und Königtum hingewiesen und auf die wissenschaftliche Relevanz des Themas eingegangen.
Falscher Papst oder gottloser König? – Die Meinung zweier Geistlicher im Investiturstreit
Regnum gegen Sacerdotium - Der Investiturstreit
Dieser Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über den Investiturstreit, der als Konflikt zwischen weltlicher und geistlicher Macht im 11. Jahrhundert angesehen wird. Er stellt die zentralen Akteure – Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. – vor und erläutert die wichtigsten Ereignisse des Streits, darunter die Einführung des Dictatus Papae, die Reichssynode von Worms und die Exkommunikation Heinrichs IV. durch Gregor VII.
Lampert von Hersfeld – Annales
Dieser Abschnitt informiert über die Lebensgeschichte des Chronisten Lampert von Hersfeld und dessen Werk. Er erläutert den Inhalt der Annalen, mit besonderem Fokus auf die Zeit des Investiturstreits.
Wido von Osnabrück – Liber de Controversia inter Hildebrandum et Heinricum Imperatorem
Dieser Abschnitt stellt den Propst Wido von Osnabrück und sein Werk, den Liber de Controversia, vor. Er bietet eine Zusammenfassung des Inhalts der Streitschrift und beleuchtet die Position Widos im Investiturstreit.
Schlüsselwörter
Investiturstreit, Papst Gregor VII., König Heinrich IV., Lampert von Hersfeld, Annales, Wido von Osnabrück, Liber de Controversia, Kirchenreform, Kaisertum, Regnum, Sacerdotium, Exkommunikation, Reichssynode von Worms, Dictatus Papae, mittelalterliche Geschichte, Quellenkritik.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Kern des Investiturstreits?
Es war ein fundamentaler Konflikt im 11. Jahrhundert zwischen der weltlichen Macht (König Heinrich IV.) und der geistlichen Macht (Papst Gregor VII.) um das Recht der Einsetzung von Bischöfen.
Wer war Lampert von Hersfeld?
Lampert war ein Mönch und Chronist, dessen 'Annales' eine wichtige Quelle für den Investiturstreit darstellen, wobei er tendenziell eine kritische Haltung gegenüber Heinrich IV. einnahm.
Welche Position vertrat Wido von Osnabrück?
Wido verfasste die Streitschrift 'Liber de Controversia', in der er die Position des Königs Heinrich IV. verteidigte und Argumente gegen Papst Gregor VII. (Hildebrand) anführte.
Was ist das 'Dictatus Papae'?
Ein von Gregor VII. verfasstes Schriftstück, das den absoluten Vorrang des Papstes über alle weltlichen Herrscher und die gesamte Kirche festschrieb.
Wie versuchten die Chronisten ihre jeweilige Seite zu legitimieren?
Die Autoren nutzten historische Berichte, theologische Argumente und persönliche Diffamierungen der Gegenseite (z.B. 'falscher Papst' vs. 'gottloser König'), um die 'rechte Absicht' ihrer Partei zu beweisen.
- Citation du texte
- Oliver Kamm (Auteur), 2018, Falscher Papst oder gottloser König? Die Meinung zweier Geistlicher im Investiturstreit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356198