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"Motivated Reasoning" in der Klimadebatte. Einfluss auf die Aufnahme und Rezeption von Informationen

Title: "Motivated Reasoning" in der Klimadebatte. Einfluss auf die Aufnahme und Rezeption von Informationen

Term Paper (Advanced seminar) , 2023 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Paul Volkert (Author)

Communications - Specialized communication
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt die Forschungsfrage, inwiefern sich das Phänomen des Motivated Reasoning im Zusammenhang mit der Debatte um den anthropogenen Klimawandel beobachten lässt. Außerdem wird diskutiert, wie sich starke Voreinstellungen zum Thema Klimawandel auf die Informationsaufnahme von Individuen ausüben und welche Rolle sie bei der Rezeption von neuen Informationen spielen.

Diese Hausarbeit beinhaltet eine Auswahl von zehn Studien, die das Phänomen des Motivated Reasoning beobachtet und erforscht haben. Einige der Studien beziehen sich konkret auf das Themenfeld des Klimawandels. Obwohl sich Wissenschaftler über den Einfluss des Menschen auf die Erderwärmung einig sind, gibt es immer noch Menschen, die sich von Fakten abwenden und den Zusammenhang zwischen menschlichen Entwicklungen und der Veränderung des Klimas leugnen. Wie im späteren Teil dieser Arbeit beschrieben, hat motiviertes Denken einen starken Einfluss auf die Rezeption von Informationen und daher vermuten die folgenden Studien eine Korrelation zwischen der Leugnung des anthropogenen Kimawandels und der motivationsgeleitenden Denkweise von Klimawandelleugnern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Theoretische Grundlagen

Motivated Reasoning

Motivated Reasoning in Bezug auf den Klimawandel

Methodische Herangehensweise

Analyse

Der Zusammenhang von Bildung und Motivated Reasoning

Der Einfluss von parteiisch motiviertem Denken auf Motivated Reasoning

Motivated Reasoning und Moral

Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Motivated Reasoning" (motiviertes Denken) im Kontext der Klimadebatte, insbesondere wie Voreinstellungen und Identität die Informationsrezeption beeinflussen und zur Polarisierung innerhalb der Gesellschaft beitragen.

  • Psychologische Grundlagen und Mechanismen des motivierten Denkens
  • Einfluss von Bildung, wissenschaftlicher Kompetenz und Ideologie auf die Informationsbewertung
  • Die Rolle parteiischer Identitäten und Framing bei der Leugnung des Klimawandels
  • Potenziale und Grenzen der Wissenschaftskommunikation zur Minderung von kognitiven Verzerrungen
  • Zusammenhang zwischen moralischen Überzeugungen und der "Objektivitätsillusion"

Auszug aus dem Buch

Motivated Reasoning

Das Phänomen wurde im Laufe der Zeit von vielen Wissenschaftlern beleuchtet, ein Artikel kommt allerdings in fast allen Theorieteilen von Motivated Reasoning Studien vor. Die Arbeit von Ziva Kunda aus dem Jahre 1990 mit dem Titel: „The case for Motivated Reasoning“ zählt zu einer der wichtigsten Grundlagen für moderne Studien zu diesem Thema. Motivated Reasoning ist ein psychologisches Phänomen in der Kognitionswissenschaft und der Sozialpsychologie und beschreibt eine emotionale Voreingenommenheit durch Motive und Überzeugungen, welche die Schlussfolgerungen von Individuen beeinflussen.

Nach Kunda lassen sich die Phänomene des Motivated Reasoning in zwei Hauptkategorien einteilen. „Die untersuchten Phänomene des motivierten Denkens lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: diejenigen, bei denen das Motiv darin besteht, zu einer genauen Schlussfolgerung zu gelangen, wie auch immer diese aussehen mag, und diejenigen, bei denen das Motiv darin besteht, zu einer bestimmten, gerichteten Schlussfolgerung zu gelangen“ (Kunda 1990; S.1).

Wenn Menschen den Anspruch hegen, genau zu argumentieren, wenden sie höhere kognitive Ressourcen auf, um auf eine genaue Schlussfolgerung zu kommen. Komplexe Informationen werden demnach genauer betrachtet und analysiert. Anders ist die Informationsverarbeitung bei gerichteten Denkprozessen. Laut Kunda scheint es den Menschen nicht freizustehen, das zu schlussfolgern, was sie wollen, nur weil sie es wollen. Menschen mit einer starken Motivation versuchen zu einer Schlussfolgerung zu gelangen, die mit ihren Voreinstellungen kongruent ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie starkes motiviertes Denken die Wahrnehmung des Klimawandels beeinflusst, und identifiziert das Ziel, diesen Effekt anhand von zehn ausgewählten Studien zu analysieren.

Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Mechanismen des Motivated Reasoning sowie dessen spezifische Rolle bei der Ablehnung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel durch verschiedene gesellschaftliche Gruppen.

Methodische Herangehensweise: Hier wird der Prozess der Literaturrecherche beschrieben, bei dem anhand definierter Kriterien und Datenbanken zehn relevante Studien für ein fundiertes Literature-Review ausgewählt wurden.

Analyse: Dieser Abschnitt untersucht den Einfluss von Faktoren wie Bildungsgrad, parteiischer Identität und Moral auf das Phänomen des Motivated Reasoning und stellt die teilweise konträren Befunde der ausgewählten Studien gegenüber.

Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, beleuchtet die Uneinigkeit in der Studienlandschaft bezüglich des Bildungsfaktors und identifiziert zukünftigen Forschungsbedarf für eine wirksamere Wissenschaftskommunikation.

Schlüsselwörter

Motivated Reasoning, Klimawandel, confirmation bias, parteiisch motiviertes Denken, Wissenschaftskommunikation, Polarisierung, Identitätsschutz, Objektivitätsillusion, Klimawandelleugner, anthropogener Klimawandel, Meinungsbildung, kognitive Verzerrungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das psychologische Phänomen des "Motivated Reasoning" im Kontext der gesellschaftlichen Klimadebatte, wobei untersucht wird, wie Menschen Informationen filtern, interpretieren oder ignorieren, um ihre bestehenden Überzeugungen zu stützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Sozialpsychologie und Klimakommunikation, speziell der Frage, wie kognitive Dispositionen, politisches Framing und die soziale Identität die Akzeptanz wissenschaftlicher Fakten beeinflussen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwiefern sich das Phänomen des motivierten Denkens im Zusammenhang mit dem anthropogenen Klimawandel beobachten lässt und welche Rolle Voreinstellungen des Individuums bei der Informationsrezeption spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt ein strukturiertes Literature-Review durch. Dafür wurden zehn einschlägige wissenschaftliche Studien systematisch ausgewählt, analysiert und syntheseorientiert in einem "Code-Buch" zusammengefasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Phänomen, gefolgt von einer detaillierten Analyse, die den Einfluss von Bildung, politischer Parteizugehörigkeit/Ideologie und moralischen Überzeugungen auf das motivierte Denken untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Motivated Reasoning, Klimawandel, confirmation bias, parteiisch motiviertes Denken, Wissenschaftskommunikation, Polarisierung und Identitätsschutz.

Warum gibt es in der Forschung widersprüchliche Ergebnisse zum Bildungsgrad?

Die Arbeit identifiziert unterschiedliche Studiendesigns, Stichprobengrößen und Messmethoden als Ursache dafür, dass einige Studien einen Zusammenhang zwischen hoher Bildung und stärkerem motiviertem Denken sehen, während andere diese Korrelation nicht stützen können.

Welche Rolle spielen politische Eliten bei der Entwicklung von Leugnungstendenzen?

Strategische Kommunikation (Framing) durch Eliten kann Identitäten von Wählern ansprechen und durch parteiische Agenda die Ablehnung wissenschaftlicher Fakten verstärken, was insbesondere im US-Parteiensystem beobachtet wird.

Inwieweit lässt sich das motivierte Denken durch Zahlen und Daten entschärfen?

Laut der Arbeit reicht die bloße Bereitstellung von Fakten oft nicht aus, da hoch motivierte Individuen diese Informationen so interpretieren, dass sie ihre Vorurteile bestätigen, anstatt sie zu korrigieren.

Sind die Ergebnisse aus den USA auf Europa übertragbar?

Der Autor weist darauf hin, dass die Ergebnisse aufgrund der spezifischen politischen Struktur in den USA nur bedingt auf Länder wie Deutschland anwendbar sind, die ein diverseres Parteien- und Medienspektrum aufweisen.

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Details

Title
"Motivated Reasoning" in der Klimadebatte. Einfluss auf die Aufnahme und Rezeption von Informationen
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Technikzukünfte (ITZ))
Course
Aktuelle Fragen der Wissenschaftskommunikation
Grade
2,0
Author
Paul Volkert (Author)
Publication Year
2023
Pages
20
Catalog Number
V1356592
ISBN (PDF)
9783346874511
ISBN (Book)
9783346874528
Language
German
Tags
Literatur Literatur Review Klimawandel Klimadebatte Motivated reasoning Gerichtetes Denken Framing Literature-Review Sammelband Analyse Erderwärmung confirmation bias
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Volkert (Author), 2023, "Motivated Reasoning" in der Klimadebatte. Einfluss auf die Aufnahme und Rezeption von Informationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356592
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