In diesem Fachprojekt wurde ein Bewohner der Caritas Invita bei der Beschaffung eines Mofas begleitet. Die Punkte Sozialraumorientierung, Fahrtauglichkeit und Finanzierung wurden dabei besonders berücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Mein Arbeitsumfeld
1.2 Persönliche Beweggründe
1.3 Ziele
1.4 Kritische Erfolgsfaktoren
1.5 Rahmenbedingungen
1.6 Beteiligte Personen
2 Hauptteil - Beschreibung des Prozesses
2.1 Beschreibung der Schwerpunkte
2.2 Beschreibung der Methoden
2.3 Vorbereitungsphase - Teilschritte
2.3.1 Zeitplan
2.3.2 Zustimmung der Erwachsenenvertretung
2.3.3 Wohnungsauflösung
2.3.4 Integration in die fähigkeitsorientierte Aktivität
2.4 Durchführungsphase
2.4.1 Hindernisse
2.4.2 Verhalten im Straßenverkehr
2.4.3 Kauf des Mopeds
2.5 Implementierungsphase
2.5.1 Sozialraumorientierung - Sozialraumerweiterung
3 Reflexion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel des Projektes war die Unterstützung eines Klienten in einem vollbetreuten Wohnhaus bei der Realisierung seines Wunsches, einen Mopedroller zu erwerben, um seine Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Die Arbeit verfolgt dabei den Ansatz, durch Empowerment und individuelle Begleitung trotz gesundheitlicher Rückschläge die Selbstbestimmung des Klienten zu stärken und seine Sozialkontakte zu erhalten.
- Förderung der Mobilität durch Anschaffung eines Mopedrollers
- Stärkung der Selbstbestimmung und Autonomie des Klienten
- Einsatz von Empowerment-Methoden und Persönlicher Zukunftsplanung
- Bewältigung schwieriger Lebensphasen durch prozessorientierte Begleitung
- Erweiterung des Sozialraums und Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Verhalten im Straßenverkehr
Nach den genannten Schwierigkeiten und den erreichten Teilschritten, habe ich mit Hrn. G. ein Gespräch für die weitere Planung vereinbart. Dabei nannte mir der Kunde seine zeitlichen Vorstellungen und er zeigte mir voller Stolz seinen B-Führerschein. Er war der Meinung, dass er dadurch keinen Kurs besuchen müsste, denn er kann sich sofort einen Roller kaufen und damit fahren. Ich stimmte ihm zu und war kurz sprachlos! Da ich den Kunden nicht zum Kurs überreden wollte, machte ich ihm einen Gegenvorschlag. Ich sagte ihm, er kann sich selbstverständlich ein Moped kaufen, sofern er mit mir eine Radtour durch die Stadt macht und ich dabei seine Verkehrstauglichkeit kontrollieren kann. Ich erklärte ihm, dass sich das Verhalten im Straßenverkehr zu früher stark verändert hat und mir seine Sicherheit und Gesundheit sehr am Herzen liegt. Während der vereinbarten Radtour, bemerkte ich starke Unsicherheiten mit den Verkehrsregeln und eine Überforderung im Straßenverkehr.
Hr. G. hat aufgrund dieser Ausfahrt seine Schwächen selbst erkannt und zu mir gesagt, dass er den Kurs nun doch besuchen wird aber er nicht weiß, ob er die Prüfung schaffen würde.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt das Arbeitsumfeld in einem Wohnhaus der Caritas, die persönliche Ausgangslage des Klienten sowie die Zielsetzung des Projektes.
2 Hauptteil - Beschreibung des Prozesses: Dokumentiert den detaillierten Verlauf des Projektes, von der Vorbereitung und methodischen Planung bis hin zur praktischen Durchführung inklusive der Bewältigung gesundheitlicher Hindernisse.
3 Reflexion: Reflektiert den Lernprozess des Autors als Projektbegleiter sowie die durch das Projekt erzielten positiven Entwicklungen beim Klienten und im Team.
Schlüsselwörter
Empowerment, Sozialraumorientierung, Persönliche Zukunftsplanung, Selbstbestimmung, Alltagsbegleitung, Mobilität, Mopedroller, Teilhabe, psychische Gesundheit, Projektbericht, Biografiearbeit, Krisenbewältigung, Ressourcenorientierung, Sozialraumerweiterung, Menschen mit Behinderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Fachprojektbericht primär?
Der Bericht dokumentiert die Unterstützung eines Klienten mit Behinderung durch einen Alltagsbegleiter bei dem Ziel, einen Mopedroller zu erwerben, um eigenständige Mobilität und gesellschaftliche Kontakte zu sichern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind selbstbestimmte Lebensgestaltung, Empowerment von Menschen mit Behinderung, sozialräumliche Orientierung sowie der Umgang mit Krisen und gesundheitlichen Rückschlägen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel besteht darin, den Wunsch des Klienten nach einem Mopedroller zu ermöglichen und dabei seine Eigenständigkeit, Sicherheit im Straßenverkehr und soziale Teilhabe aktiv zu fördern.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Der Autor nutzt unter anderem das Empowerment-Konzept, das SONI-Schema für die Persönliche Zukunftsplanung, die agogische Diagnostik sowie handlungsorientierte Ansätze wie das Storytelling und die Nadelmethode zur Sozialraumanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Vorbereitung (Zeitplanung, Behördengänge), der Durchführung (praktisches Training, Bewältigung von Hindernissen wie Krankheit und Trauer) sowie der Implementierung vor Ort.
Welche Schlagworte charakterisieren dieses Projekt?
Besonders prägend sind die Begriffe Empowerment, Selbstbestimmung, Vertrauensbasis, prozessorientierte Begleitung und Ressourcenstärkung.
Wie wurde mit der psychischen Belastung des Klienten umgegangen?
Der Autor setzte auf Empathie, intensive Begleitung und Einbeziehung des Teams. Bei Trauerfällen wurde Biografiearbeit genutzt, um dem Klienten zu helfen, seine Emotionen zu verarbeiten und wieder Motivation zu finden.
Welche Rolle spielte die Fahrschule im Projekt?
Die Fahrschule fungierte als Partner, indem sie nicht nur den Kurs und die Lernapp sponserte, sondern auch spezielles Fahrtraining auf einem Übungsparcours ermöglichte, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2021, Sozialraumerweiterung im Alter. Fachprojekt zur Begleitung beim Kauf eines Mofas, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1356726