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Einfluss von Zigarettenrauchen und Abstinenz auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei schizophrenen Patienten

Title: Einfluss von Zigarettenrauchen und Abstinenz auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei schizophrenen Patienten

Term Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nikolay Ivanov (Author)

Medicine - Neurology, Psychiatry, Addiction
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Titel der Arbeit: Einfluß von Zigarettenrauchen und Abstinenz auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei schizophrenen Patienten

Rauchen verschlechtert bei Gesunden die Kognition. Allerdings führt ein Entzug zu einer stärkeren Beeinträchtigung von Wahrnehmung, Lernen und Denken. Inhalation von Nikotinspray wirkt sich bei gesunden abstineneten Rauchern positiv kognitiv aus.
Schizophrene rauchen häufiger als Gesunde, weil kognitiv verbessernd, Verringerung von Negativsymptomen und Reduktion von extrapyramidalen Nebenwirkungen. Bei einer Abstinenz könnte sich die Kognition der Patienten verschlechtern.
Problematik der Risikos: Einerseits führt Rauchen zu einer Verbesserung der Kognition bei Schizophrenen, andererseits aber zu verschiedenen Folgeerkrankungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Schizophrenie: Krankheitsbild

1.2. P50 und der α 7 - Nikotinrezeptor

1.3. Einfluss des Rauchens auf Schizophreniepatienten

2. Material und Methoden

2.1. Einschlusskriterien

2.2. Suchstrategie

3. Ergebnisse

3.1. Suchergebnisse

3.2. Studiencharakteristika

3.3. Unerwünschte Wirkungen

3.4. Interessenkonflikte

4. Diskussion

4.1. Hauptergebnisse

4.2. Stärken und Schwächen

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht systematisch den Einfluss von Nikotinkonsum und Nikotinabstinenz auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei schizophrenen Patienten, um den Wirkungsmechanismus zu verstehen und therapeutische Ansätze wie Nikotinrezeptoragonisten zu evaluieren.

  • Kognitive Defizite bei schizophrenen Erkrankungen
  • Neurobiologische Rolle des α-7-Nikotinrezeptors
  • Nikotin als Form der Selbstmedikation
  • Einfluss von Tabakabstinenz auf die Kognition
  • Zukunftsperspektiven der pharmakologischen Behandlung

Auszug aus dem Buch

1.2. P50 und der α 7 - Nikotinrezeptor

Das „gating“, d.h. die Verarbeitung von präattentiver Information, ist bei schizophrenen Erkrankungen schon vor Ausbruch der Erkrankung gestört. Patienten mit schizophrenen Erkrankungen sind also im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen in ihrer Fähigkeit eingeschränkt, relevante von irrelevanten sensorischen Stimuli zu unterscheiden. Diese gestörte Informationsfilterung, die zu einer subjektiv empfundenen Reizüberflutung führt, äußert sich in eine gestörte Wahrnehmung ihrer Umgebung und Halluzinationen (4,5).

Akustisch evozierte Potenziale dienen als experimentelle Methode, um die präattentive Informationsverarbeitung zu messen. In dieser Hinsicht weisen Schizophrene ein Defizit auf (4, 5, 7). P50 ist ein Maß für die sensorische Informationsverarbeitung. Elektrophysiologisch wird 50 ms nach einem Stimulus das ereigniskorrelierte Potential gemessen. Bei 2 nacheinander dargebotenen Stimuli kommt es zu einer Suppression des Potentials. In verschiedenen Studien konnte eine verminderte Suppression der P50 bei Schizophreniepatienten gezeigt werden (4), da sie nicht in der Lage sind, im Gegensatz zu Gesunden den zweiten von zwei Hörstimuli zu filtern. Zurückzuführen ist die gestörte Informationsverarbeitung bei Schizophreniekranken auf eine Desensitivierung von Nikotinrezeptoren, insbesondere der α- 7- Nikotin-Rezeptorsubtypen im Hippokampus (5).

Im Unterschied zu den anderen Rezeptorsubtypen (α-2, - 3, -4, -5 und β- 2, -3, -4), die bei einer geringeren effektiven Nikotinkonzentration (EC50 = 1 μmol) aktiviert werden, wird der α 7 -Rezeptor erst bei einer (EC50 = 20 μmol) aktiviert. Schizophreniepatienten rauchen mehrere Zigaretten nacheinander und extrahieren mehr Nikotin, um neben den Rezeptoren mit hoher Nikotinaffinität auch die eine niedrigere Affinität aufweisende α-7 Rezeptoren zu aktivieren (4). Rauchen von Zigaretten normalisiert bei Schizophrenen das verminderte sensorische „gating“, das mittels P50 erfasst wird. Diese Normalisierung konnte auch bei nicht rauchenden Verwandten von Schizophreniekranken, die ebenfalls ein reduziertes P50 gating aufweisen, durch Gabe von Nikotinkaugummi gezeigt werden. Dies weist darauf hin, dass der α-7 Rezeptor im Zusammenhang mit der sensorischen Informationsverarbeitung steht (4, 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das Krankheitsbild der Schizophrenie, die neurobiologischen Grundlagen wie die Dopamin- und Glutamathypothese sowie die Relevanz des α-7-Nikotinrezeptors.

2. Material und Methoden: Definiert die Einschlusskriterien für randomisierte kontrollierte Studien und erläutert die systematische Suchstrategie in medizinischen Datenbanken.

3. Ergebnisse: Fasst die aus der Recherche identifizierten Studien zusammen und stellt deren methodische Charakteristika sowie klinische Resultate in tabellarischer Form dar.

4. Diskussion: Interpretiert die Hauptergebnisse hinsichtlich der kognitiven Leistungsfähigkeit und reflektiert kritisch über die Stärken und Schwächen der betrachteten Studien.

5. Zusammenfassung: Rekapituliert die zentralen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Nikotinkonsum, Schizophrenie und kognitiven Funktionen.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Nikotin, Kognition, α-7-Nikotinrezeptor, Sensorisches Gating, Nikotinabhängigkeit, Selbstmedikation, Tabakabstinenz, Neurokognition, Dopaminhypothese, Psychose, Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeitsdefizit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Zigarettenrauchen und der resultierenden Nikotinaufnahme bzw. -abstinenz auf die kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit einer Schizophrenie-Diagnose.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Neurobiologie der Schizophrenie, die Rolle von Nikotinrezeptoren bei der Informationsverarbeitung und die klinische Praxis des Rauchverhaltens bei Schizophreniepatienten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine systematische Übersicht über den aktuellen Forschungsstand zu den Auswirkungen von Nikotin auf kognitive Funktionen sowie die Evaluierung zukünftiger Behandlungsmöglichkeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um ein systematisches Review, bei dem medizinische Datenbanken (Medline/Pubmed, Med Pilot, EMBASE) nach randomisierten kontrollierten Studien durchsucht und ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Selektion der Studien, deren methodischer Aufbau, die beobachteten kognitiven Effekte, potenzielle Nebenwirkungen und mögliche Interessenkonflikte detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Schizophrenie, Nikotin, α-7-Nikotinrezeptor, kognitive Leistungsfähigkeit, sensorisches Gating und Selbstmedikation.

Welche Rolle spielt der α-7-Nikotinrezeptor?

Er gilt als entscheidende Zielstruktur für kognitive Operationen. Schizophreniepatienten könnten durch verstärkten Nikotinkonsum versuchen, diesen Rezeptor zu aktivieren, um kognitive Defizite zu lindern.

Warum wird Rauchen bei Schizophrenen als Selbstmedikation diskutiert?

Die Forschung legt nahe, dass der Nikotinkonsum kognitive Defizite und bestimmte Symptome der Schizophrenie mildern kann, was die hohe Prävalenz der Nikotinabhängigkeit in dieser Patientengruppe erklärt.

Führt Nikotinabstinenz zwangsläufig zu schlechteren Leistungen?

Die Auswertungen zeigen, dass Abstinenz häufig mit einer Verschlechterung kognitiver Leistungen einhergeht, wobei jedoch die gesundheitsschädigenden Folgen des Rauchens eine medizinische Intervention und Abstinenzempfehlungen unabdingbar machen.

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Details

Title
Einfluss von Zigarettenrauchen und Abstinenz auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei schizophrenen Patienten
College
Studies at the Charité - Universitätsmedizin Berlin  (Klinik für Psychiatrie der Medizinischen Fakultät der Charité)
Grade
1
Author
Nikolay Ivanov (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V135699
ISBN (eBook)
9783640433100
ISBN (Book)
9783640433254
Language
German
Tags
Einfluss Zigarettenrauchen Abstinenz Leistungsfähigkeit Patienten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nikolay Ivanov (Author), 2008, Einfluss von Zigarettenrauchen und Abstinenz auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei schizophrenen Patienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135699
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