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Das Gerokreuz und seine Rückenaushöhlung

Título: Das Gerokreuz und seine Rückenaushöhlung

Trabajo Escrito , 2009 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Julia Schmierer (Autor)

Arte - Arquitectura / Historia de la arquitectura, conservación de monumentos
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Inhaltsangabe:

Diese Hausarbeit beinhaltet neben einer detaillierten Beschreibung des Gerokreuzes, seiner Farbfassung, der Datierungsfrage und des ursprünglichen Standortes, insbesondere Begründungen für die Rückenaushöhlung. Dabei sprechen der Wunderbericht Thietmar von Merseburgs, die allgemeine Entstehungsursache der Monumentalskulptur und einige Reliquiendepositorien in ottonischen Kruzifixen für eine einstige Reliquienaufbewahrung im Gerokreuz. Dagegen sprechen jedoch die Ergebnisse der Restauration, die Einschätzung eines Restaurators und Handwerkers und die Entstehung von Großskulpturen. Im Fazit wird dann eine Schlussfolgerung bezüglich der Ursache der Rückenaushöhlung gezogen.

Einleitung:

Über kaum einen mittelalterlichen Kruzifixus gibt es eine so umfangreiche Literatur wie über das Großkruzifix Gerokreuz, das sich im Kölner Dom befindet.
Allerdings weisen die unterschiedlichen Publikationen der dendrochronologischen Untersuchungser¬gebnisse, der Restaurationsbefunde sowie die der Kunsthistoriker sowohl ungeklärte Fragen, wie zum Beispiel Herkunft und Name des Bildhauers, als auch zahlreiche Uneinigkeiten untereinander auf. So variieren die Angaben etwa bezüglich des genauen Entstehungszeitpunktes, der Vorbilder sowie des einstigen Standortes. Insbesondere über den Zweck der Rückenaushöhlung des gekreuzigten Jesus finden sich verschiedene Erklärungsversuche.
Im Folgenden möchte ich – im Anschluss an die Beschreibung des Gerokreuzes – diese differierenden Aussagen gegenüberstellen und argumentativ eine Schlussfolgerung ziehen.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II.

1 Beschreibung des Gerokreuzes

1.1 Formale Beschreibung

1.2 Aktuelle Farbfassung

1.3 Rückseite

1.3.1 Kreuzrückseite

1.3.2 Korpusrückseite

1.4 Datierung

1.5 Standort

2. Begründungen für die Rückenaushöhlung

2.1 Argumente für Reliquienaufbewahrung

2.1.1 Wunderbericht Thietmar von Merseburgs

2.1.2 Entstehungsursache der Monumentalskulptur

2.1.3 Reliquiendepositorien ottonischer Kruzifixe

2.2 Argumente gegen Reliquienaufbewahrung

2.2.1 Ergebnisse der Restauration

2.2.2 Einschätzung von Restaurator Stefan Heterich

2.2.3 Entstehung der Großskulptur

III. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das berühmte Gerokreuz im Kölner Dom, mit einem spezifischen Fokus auf die kontrovers diskutierte Rückenaushöhlung. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob diese Aushöhlung primär als Reliquienbehälter (Reliquiar) oder als rein technisch-handwerkliche Maßnahme zur Vermeidung von Spannungsrissen im Holz diente.

  • Detaillierte formale und materialtechnische Analyse des Gerokreuzes.
  • Gegenüberstellung historischer Quellen (Wunderberichte) und restauratorischer Befunde.
  • Untersuchung von Vergleichsbeispielen ottonischer Kruzifixe.
  • Diskussion der kunsthistorischen Bedeutung von Monumentalskulpturen im Mittelalter.
  • Kritische Würdigung der Argumente für und gegen eine Reliquienfunktion.

Auszug aus dem Buch

1.1 Formale Beschreibung

Die Bezeichnung Kruzifix, die sich vom lateinischen `cruci affixus` ableitet, hat die Bedeutung `der an das Kreuz Geschlagene´. Die lebensgroße Jesusfigur des so genannten Gerokreuzes, die an ein flaches Bretterkreuz geschlagen ist, misst von den Füßen bis zum Kopf 187,0 cm, hat eine Spannbreite von 166,0 cm und eine maximale Tiefe von 33,0 cm (Kopf). Die ungefähr 40,0 cm breiten Balkenbretter des 265,0 cm hohen und 198,0 cm breiten Kreuzes werden vom Korpus nicht ganz verdeckt, sondern ragen hinter der Skulptur deutlich hervor. Besonders deutlich wird dies – bedingt durch die asymmetrische Links-wölbung des Leibes – an der rechten Seite des Jesuskorpus sowie am horizontalen Kreuzbrett, das durch die dünngliedrigen Arme kaum verdeckt wird.

Im Schnittpunkt des Bretterkreuzes befindet sich ein Nimbus mit dem Durchmesser 50,5 cm, der den Kopf Christi hinterfängt. Am oberen Ende des vertikalen Kreuzbalkens ist der 20,0 cm hohe und 49,0 cm breite Titulus angefügt, der die Aufschrift „INRI“ mit gotischen Minuskeln trägt. Zwischen den Füßen des Hängenden und dem Kreuz wurde ein Suppedaneum angebracht, das wie Skulptur, Kreuz und Titulus aus Eichenholz gearbeitet wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsgeschichte des Gerokreuzes ein und präzisiert die Fragestellung bezüglich des Zwecks der Rückenaushöhlung.

II.: Einleitender Abschnitt ohne eigene Überschrift, der den Übergang zur Beschreibung des Objekts markiert.

1 Beschreibung des Gerokreuzes: Detaillierte visuelle und technische Beschreibung der Skulptur, inklusive der aktuellen Farbfassung und des historischen Standorts.

2. Begründungen für die Rückenaushöhlung: Hauptteil, der die verschiedenen wissenschaftlichen Argumente zur Funktion der Aushöhlung systematisch gegeneinander abwägt.

III. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Indizien, wobei die technische Notwendigkeit (Spannungsrissvermeidung) als plausibler als die reine Reliquienfunktion eingestuft wird.

Schlüsselwörter

Gerokreuz, Kölner Dom, Rückenaushöhlung, Reliquiar, Ottonische Kunst, Monumentalskulptur, dendrochronologische Untersuchung, Holzkreuz, Restaurierung, Reliquienverehrung, Spalt am Haupt, Kruzifix, Mittelalter, Spannungsrisse, Bildhauerkunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gerokreuz im Kölner Dom, eines der bedeutendsten Monumentalkruzifixe der ottonischen Zeit, mit einem Fokus auf die rätselhafte Aushöhlung an der Rückseite der Christusfigur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die formale Beschreibung der Skulptur, den historischen Kontext der Datierung und die verschiedenen kunsthistorischen Thesen zur Funktion der Aushöhlung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die wissenschaftliche Debatte darüber zu klären, ob die Aushöhlung dazu diente, Reliquien aufzunehmen, oder ob sie handwerklich notwendig war, um Risse im Holz zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Auswertung historischer Quellen (wie die Chronik des Thietmar von Merseburg) mit modernen restauratorischen Befunden, naturwissenschaftlichen Untersuchungen (Dendrochronologie) und vergleichenden Stilanalysen anderer zeitgenössischer Skulpturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Argumente für eine Reliquienaufbewahrung (unter Berücksichtigung von Wunderberichten) und Argumente dagegen, welche sich vor allem auf restauratorische Analysen und materialkundliche Aspekte stützen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gerokreuz, Reliquiar, ottonische Monumentalskulptur, Rückenaushöhlung und restauratorische Befunde.

Was besagt die These von Keller und Belting?

Diese Forscher plädierten für den Bezug von Reliquie und Großkruzifix, da die Funktion als Reliquiar die Anfänge monumentaler Skulpturen in Deutschland christlich legitimiert haben könnte.

Warum wird die Theorie der Reliquienaufbewahrung im Fazit kritisch betrachtet?

Die Autorin argumentiert, dass die restauratorischen Untersuchungen keine klaren Beweise (wie Befestigungsspuren oder entsprechende Kammern) für eine sichere Reliquienaufbewahrung liefern und technische Faktoren überzeugender wirken.

Welche Rolle spielt die Materialbeschaffenheit für die Aushöhlung?

Die Autorin stützt sich auf Einschätzungen, wonach das Aushöhlen des Holzkerns im noch feuchten Zustand eine bewährte Methode war, um Spannungen abzubauen und Rissbildungen in den massiven Teilen der Skulptur zu verhindern.

Gab es im Gerokreuz tatsächlich Reliquien?

Es konnten keine zeitgenössischen Reliquien oder Beschriftungen im Gerokreuz gefunden werden, was im deutlichen Kontrast zu anderen bekannten ottonischen Kruzifixen steht, bei denen entsprechende Reliquienkammern nachgewiesen wurden.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Gerokreuz und seine Rückenaushöhlung
Universidad
University of Augsburg  (Kunstgeschichte)
Curso
Die romanischen Kirchen Kölns
Calificación
1,3
Autor
Julia Schmierer (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
23
No. de catálogo
V135729
ISBN (Ebook)
9783640449576
ISBN (Libro)
9783640449811
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gerokreuz Rückenaushöhlung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Schmierer (Autor), 2009, Das Gerokreuz und seine Rückenaushöhlung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135729
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