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Über veränderte Versorgungsbedürfnisse und Kostenentwicklung im Gesundheitswesen der BRD

Title: Über veränderte Versorgungsbedürfnisse und Kostenentwicklung im Gesundheitswesen der BRD

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 7 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Petzold (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

In ihrer heutigen Form ist die deutsche Sozialversicherung den derzeitigen Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit, Globalisierung oder der Alterung der Gesellschaft kaum noch
länger gewachsen. Ein besonders umfangreiches „Problemfeld“ stellt hierbei das Gesundheitssystem dar.

Laut einer Formulierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahre 1948 hat Gesundheit prinzipiell den Rang eines Grundrechts. So heißt es, dass es ein fundamentales Recht eines jeden Menschen sei, Gesundheit auf höchstem erreichbarem Niveau zu genießen, unabhängig von Rasse, politischer und religiöser Überzeugung sowie ökonomischer und sozialer Stellung.

Lässt sich der Anspruch auf bestmögliche Gesundheit für den Einzelnen mit den bestehenden Strukturen auf lange Sicht auch weiterhin realisieren? In folgendem Text soll festgestellt werden, inwiefern sich die Versorgungsbedürfnisse in den letzten Jahrzehnten verändert haben und wo demnach die Ursachen für die Krise des deutschen
Gesundheitssystems zu finden sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Über veränderte Versorgungsbedürfnisse und Kostenentwicklung im Gesundheitswesen der BRD

1.1 Änderungen der Versorgungsbedürfnisse

1.2 Kostenanstieg und Entwicklungsprognosen

1.3 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die zunehmende Kostenentwicklung im deutschen Gesundheitswesen unter Berücksichtigung veränderter Versorgungsbedürfnisse und demografischer Einflüsse. Ziel ist es, die strukturellen Herausforderungen zu analysieren, denen sich das System infolge der Bevölkerungsalterung und der Veränderung des Krankheitspanoramas gegenüber sieht.

  • Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf das Gesundheitssystem
  • Veränderung des Krankheitspanoramas von Infektionskrankheiten zu Zivilisationskrankheiten
  • Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Langfristige Entwicklungsprognosen der Krankheitskosten
  • Notwendigkeit und Möglichkeiten struktureller Reformen des Gesundheitswesens

Auszug aus dem Buch

Änderungen der Versorgungsbedürfnisse

Das Spektrum der gesundheitlichen Risiken und Erkrankungen hat sich in den letzten Jahrzehnten von überwiegend infektiösen Erkrankungen hin zu mehr chronischen Leiden verlagert. Heute herrschen in der BRD so genannten „Zivilisationskrankheiten“ vor, deren Behandlung oft langwierig und kostspielig ist (vgl. Boeckh/Huster/Benz 2006, S. 296).

In der historischen Betrachtung wird deutlich, wie sich die Krankheitsrisiken in unserer Gesellschaft mit fortschreitender technischer und kultureller Entwicklung verschoben haben. Im Zuge des zivilisatorischen Fortschritts „hat sich in den letzten hundert Jahren das Krankheitspanorama, das die Häufigkeit einzelner Krankheiten und deren Bedeutung für die Sterblichkeit beschreibt, signifikant verändert“ (Boeckh/Huster/Benz 2006, S. 277). Im 19. Jahrhundert waren noch hauptsächlich Infektionskrankheiten (z.B. Tuberkulose, Diphtherie und Meningitis) und Seuchen (wie Pocken oder Cholera) Ursache für den Tod zahlreicher Menschen. Auch Mangelernährung sowie körperliche Überlastung trugen dazu bei, dass die mittlere Lebenserwartung zu dieser Zeit nur etwas über 40 Jahre betrug (vgl. Meyer 1999, S. 20). Durch verbesserte hygienische Bedingungen, Reihenimpfungen und die Entdeckung von Penicillin wurden diese Krankheiten dann zunehmend besser beherrschbar. Außerdem änderte sich die allgemeine gesellschaftliche Auffassung von Krankheit und Gesundheit gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit wachsender Ärztedichte und medizinischem Fortschritt: „wurden Gesundheitseinbußen in vorangegangenen Zeiten als gegeben hingenommen, wuchs nunmehr das Bestreben, sie auf irgendeine Weise medizinisch zu kompensieren“ (Meyer 1999, S. 22).

An die Stelle von Infektionen, Mangelernährung und Folgen körperlicher Überlastung sind im 20. Jahrhundert „die chronisch-degenerativen Krankheitsfolgen von Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- und Tumorerkrankungen sowie psychische Störungen getreten“ (Boeckh/Huster/Benz 2006, S. 277).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über veränderte Versorgungsbedürfnisse und Kostenentwicklung im Gesundheitswesen der BRD: Einleitend wird der historische Kontext der deutschen Sozialversicherung sowie die aktuelle Problematik der Finanzierung vor dem Hintergrund sich wandelnder Bedürfnisse skizziert.

1.1 Änderungen der Versorgungsbedürfnisse: Dieses Kapitel erläutert den epidemiologischen Wandel von akuten Infektionskrankheiten hin zu chronisch-degenerativen Zivilisationskrankheiten und dessen Auswirkungen auf die Dauer und Kosten der Behandlung.

1.2 Kostenanstieg und Entwicklungsprognosen: Hier werden der Einfluss des demografischen Wandels, die sinkende Fertilität und die steigende Lebenserwartung auf die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens unter Verwendung statistischer Prognosen analysiert.

1.3 Schlussbetrachtungen: Das abschließende Kapitel diskutiert die Notwendigkeit grundlegender Strukturreformen und betont, dass eine erfolgreiche Reform nur durch die Mitwirkung aller gesellschaftlichen Akteure gelingen kann.

Schlüsselwörter

Gesundheitswesen, Sozialversicherung, Versorgungsbedürfnisse, Zivilisationskrankheiten, demografischer Wandel, Lebenserwartung, Krankheitskosten, Finanzierungsprobleme, Krankenversicherung, Strukturreform, Altersstruktur, Multimorbidität, Prävention, medizinischer Fortschritt, Gesundheitsökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die zunehmende Kostenentwicklung im deutschen Gesundheitswesen unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der veränderten Krankheitsstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der epidemiologische Wandel zu chronischen Krankheiten, die demografische Alterung der Bevölkerung, die Prognosen für die Krankheitskosten bis 2050 sowie die Suche nach Wegen zur Strukturreform.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, darzulegen, warum das Gesundheitssystem unter Druck steht und welche Faktoren – wie etwa die Zunahme von Multimorbidität bei älteren Menschen – die Kosten treiben.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu Kostenentwicklungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Wandel des Krankheitspanoramas beschrieben, gefolgt von einer detaillierten Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen Bevölkerungsalterung und steigenden Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wesentliche Begriffe sind Gesundheitswesen, demografischer Wandel, Zivilisationskrankheiten, Krankheitskosten und Strukturreform.

Welche Rolle spielt die Lebenserwartung für die Kostenentwicklung?

Durch die steigende Lebenserwartung nimmt die Zahl älterer Menschen zu, die häufiger an chronischen, behandlungsintensiven Krankheiten leiden, was den Finanzierungsdruck auf das System signifikant erhöht.

Warum haben bisherige Reformen oft keine langfristige Kostenentlastung gebracht?

Die Arbeit stellt fest, dass bisherige Maßnahmen das grundlegende Problem der systemischen Strukturen nicht lösen konnten und lediglich zu wiederholten Beitragssatzsteigerungen in der gesetzlichen Krankenversicherung führten.

Was wird unter „Zivilisationskrankheiten“ verstanden?

Dabei handelt es sich primär um chronisch-degenerative Krankheitsfolgen, wie Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen, die oft langwierige, dauerhafte Behandlungen erfordern.

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Details

Title
Über veränderte Versorgungsbedürfnisse und Kostenentwicklung im Gesundheitswesen der BRD
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
2,0
Author
Stefan Petzold (Author)
Publication Year
2007
Pages
7
Catalog Number
V135745
ISBN (eBook)
9783640432370
ISBN (Book)
9783640432400
Language
German
Tags
Gesundheit Gesundheitswesen Gesundheitssystem Krankenkasse Sozialversicherung Krankenversicherung Versorgungsbedürfnisse demografischer Wandel BRD Krankheit SGB V
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Petzold (Author), 2007, Über veränderte Versorgungsbedürfnisse und Kostenentwicklung im Gesundheitswesen der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135745
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