Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Tema: Política exterior de Alemania

Chinas Imperium, Deutschlands Hegemonie? Die Neue Seidenstraße und die Abstimmung der Bundesrepublik mit ihren europäischen Partnern

Título: Chinas Imperium, Deutschlands Hegemonie? Die Neue Seidenstraße und die Abstimmung der Bundesrepublik mit ihren europäischen Partnern

Tesis (Bachelor) , 2023 , 74 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Christian Wallerer (Autor)

Política - Tema: Política exterior de Alemania
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Arbeit untersucht, wie stark die Bundesrepublik ihre politischen Reaktionen auf das von der Volksrepublik China initiierte Projekt der Belt and Road Initiative (BRI) mit den europäischen Partnern (auf Unions- und Staatenebene) abstimmte. Unter Berücksichtigung von Primärdaten werden vier Fälle (Chinas Wirken in Drittmärkten, Chinas Gründung der AIIB, Chinas Diplomatie in Europa und Chinas Investitionsstrategie) analysiert und die jeweilige deutsche Vorgehensweise mit den Konzepten der Kooperation, Hegemonie und des Imperialismus diskutiert. Als Ergebnis wird festgehalten, dass die Bundesrepublik anfänglich wenig Koordinationsbemühungen vornahm, diese jedoch im Verlauf der Zeit immer stärker wurden, so dass man von einer Europäisierung der deutschen Chinapolitik sprechen kann.

Deutschlands "langer Weg nach Westen" schien mit dem Voranschreiten des europäischen Integrationsprojekts an einem Ende angekommen. Aber als sich deutsche und europäische Interessen während der Eurokrise widersprachen, entschied sich Berlin gegen Europa. Dieser "europapolitische Sündenfall" prüfte das deutsche Selbstverständnis. Für Kundnani und Wirtensohn stellte sich die Frage: War dies Vorbote einer "postwestlichen deutschen Außenpolitik?" Besonders relevant ist dies mit Blick auf China. Mochte auch eine Zweckehe mit der Volksrepublik wirtschaftlich äußerst rentabel sein, so war der "Berlin-Beijing nexus" ein Prüfstein für die Vision, die der damalige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (2018) als "Weltpolitikfähigkeit" der EU bezeichnete. Wenn sich Deutschland von chinapolitischen Partikularinteressen leiten lässt, so wäre dies mutmaßlich der Sargnagel für den Versuch, die strategische Autonomie der EU von bloßer Rhetorik in politische Praxis zu überführen. Andererseits könnte deutsche Führungsverantwortung dafür sorgen, dass Europa in der weltpolitischen Großmachtdiplomatie wieder auftaucht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand

2.1 Deutsche Reaktion auf BRI

2.2 Europäische Reaktion auf BRI

2.3 Koordination der Reaktionen

3 Theoretischer Rahmen

3.1 Kooperation

3.2 Hegemonie

3.3 Imperialismus

3.4 Theoretische Implikationen

4 Methodische Überlegungen

5 Belt and Road: eine Fallauswahl

6 Die Bestimmung des Koordinationsgrads

6.1 Fall 1: Chinas Wirken in Drittmärkten

6.2 Fall 2: Gründung der AIIB

6.3 Fall 3: Chinas Diplomatie in Europa

6.4 Fall 4: Chinas Investitionsstrategie

6.5 Vergleich und Schlussfolgerungen

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Grad der Abstimmung der deutschen Chinapolitik mit den europäischen Partnern im Kontext der chinesischen Belt and Road Initiative (BRI) zwischen 2013 und 2021, um zu beurteilen, ob Berlin agierte als treibende Kraft oder als blockierender Akteur agierte.

  • Analyse der deutsch-chinesischen Beziehungen unter dem Einfluss der Neuen Seidenstraße.
  • Entwicklung eines theoretischen Rahmens basierend auf Kooperation, Hegemonie und Imperialismus.
  • Empirische Untersuchung anhand von vier Fallbeispielen: Drittmärkte, AIIB, Diplomatie in Europa und Investitionspolitik.
  • Bewertung der Abstimmungsleistung Deutschlands gegenüber EU-Organen und anderen Mitgliedstaaten.
  • Diskussion der strategischen Autonomie der EU im Systemwettbewerb mit China.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kooperation

Der erste Typ bezieht sich auf Kooperation.9 Durch die Existenz von gemeinsamen Zielen beziehungsweise komplementären Eigeninteressen, die sich in langfristigen und geregelten Beziehungen festigen, kann Kooperation erreicht und mittels Institutionen gesteuert werden. So schreibt Keohane: „Intergovernmental cooperation takes place when the policies actually followed by one government are regarded by its partners as facilitating realization of their own objectives, as the result of a process of policy coordination.“ (Keohane 2005: 52, Hervorhebung im Original) Eine Haltung, bei der die eigenen Interessen gegen die Präferenzen anderer Staaten verfolgt werden, wird durch Reputationsverlust bestraft und ist deswegen in vielen Situationen nicht rational (ebd.: 6–10; Keohane: 71–78105; Schimmelfennig 2015: 90). Die weiteste Stufe von zwischenstaatlicher Kooperation ergibt sich für Keohane in der Logik eines Regimes. In Power and Independence wurden Regime noch recht vage als „the sets of governing arrangements that affect relationships of interdependence“ (Keohane/Nye 2001: 17) beschrieben. In After Hegemony bezieht sich Keohane auf die Definition von Stephen Krasner, in der Regime „as sets of implicit or explicit principles, norms, rules, and decision-making procedures around which actors' expectations converge in a given area of international relations“ bezeichnet werden (Krasner 1982: 187).10 Je nachdem, wie stark die Prinzipien, Normen, Regeln und Entscheidungsprozesse institutionalisiert und etwa durch internationale Organisationen verankert sind, nimmt die Regimequalität ab oder zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Abstimmungsgrad Deutschlands mit europäischen Partnern bei der BRI und verortet die Arbeit im Spannungsfeld zwischen deutsch-chinesischen Partikularinteressen und europäischer strategischer Autonomie.

2 Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über bestehende Studien zur deutschen und europäischen Chinapolitik und identifiziert eine Forschungslücke bezüglich der systematischen Untersuchung der deutsch-europäischen Abstimmung.

3 Theoretischer Rahmen: Hier werden die drei außenpolitischen Strategien – Kooperation, Hegemonie und Imperialismus – typologisiert, um das deutsche Verhalten analytisch einzuordnen.

4 Methodische Überlegungen: Es wird das Vorgehen dargestellt, wie die Koordination anhand qualitativer Analyse und inhaltlicher Indikatoren aus Primärquellen methodisch operationalisiert wird.

5 Belt and Road: eine Fallauswahl: Dieses Kapitel grenzt den Untersuchungsgegenstand ein und strukturiert die Analyse entlang der drei Phasen der BRI von 2013 bis 2021.

6 Die Bestimmung des Koordinationsgrads: Im Hauptteil werden die vier gewählten Fallbeispiele (Drittmärkte, AIIB, Diplomatie, Investitionen) detailliert analysiert und die deutsch-europäische Abstimmung innerhalb der drei Phasen bewertet.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, indem es die Abstimmung insgesamt als stark einstuft, und verweist auf Limitationen der Arbeit sowie Potenziale für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Belt and Road Initiative (BRI), Deutschland, Europäische Union, Koordination, Außenpolitik, Hegemonie, Kooperation, Imperialismus, strategische Autonomie, Investitionspolitik, Konnektivität, internationale Institutionen, China, deutsch-europäische Beziehungen, Weltpolitikfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie stark Deutschland sich bei seiner Chinapolitik im Kontext der BRI mit seinen europäischen Partnern abgestimmt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentral sind die deutsche und europäische Chinapolitik, die Einordnung in neorealistische sowie institutionalistische Theorien und die Analyse von Abstimmungsprozessen auf europäischer Ebene.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie stark war die Abstimmung Deutschlands mit den europäischen Partnern hinsichtlich der chinesischen Belt and Road Initiative?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt eine qualitative Analyse zum Einsatz, die sich auf Primärquellen und Sekundärliteratur stützt, um das Verhalten entlang der Typologie Kooperation, Hegemonie und Imperialismus zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden vier Fallbeispiele (Drittmärkte, AIIB, Diplomatie in Europa, Investitionspolitik) in drei zeitlichen Phasen analysiert, um den Koordinationsgrad zu bestimmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Belt and Road Initiative, strategische Autonomie, Koordination, deutsch-europäische Abstimmung und Außenpolitik.

Warum war die Zusammenarbeit bei der AIIB für Deutschland besonders?

Der Beitritt war ein prägnantes Fallbeispiel für ein Spannungsfeld zwischen nationalen wirtschaftlichen Interessen und der europäischen Abstimmung, da Deutschland als einer der ersten europäischen Staaten beigetreten ist.

Welchen Einfluss hatte der "Anachronismus" in der dritten Phase?

In Phase 3 wurde der bilaterale Einsatz für das CAI-Abkommen angesichts der veränderten Wahrnehmung Chinas durch die EU-Partner teilweise als unkoordiniert und im Widerspruch zum gemeinschaftlichen Gesamtkonsens wahrgenommen.

Final del extracto de 74 páginas  - subir

Detalles

Título
Chinas Imperium, Deutschlands Hegemonie? Die Neue Seidenstraße und die Abstimmung der Bundesrepublik mit ihren europäischen Partnern
Universidad
Technical University of Darmstadt
Calificación
2,7
Autor
Christian Wallerer (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
74
No. de catálogo
V1357593
ISBN (PDF)
9783346873156
ISBN (Libro)
9783346873163
Idioma
Alemán
Etiqueta
chinas imperium deutschlands hegemonie neue seidenstraße abstimmung bundesrepublik partnern
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Wallerer (Autor), 2023, Chinas Imperium, Deutschlands Hegemonie? Die Neue Seidenstraße und die Abstimmung der Bundesrepublik mit ihren europäischen Partnern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1357593
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  74  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint