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Gesundheitsselbsthilfegruppen

Title: Gesundheitsselbsthilfegruppen

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian Mallmann (Author)

Health - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Gesundheitssysteme westlicher Industriegesellschaften werden zunehmend mit zwei Problemen konfrontiert.
Auf der einen Seite wächst der Bedarf an medizinischer Versorgung aufgrund eines Wandels der Morbiditätsstruktur. Es kommt hinzu, dass die Leistungsfähigkeit der primärsozialen Netzwerke wie z.B. Familie und Nachbarschaft weiter abnimmt.
Auf der anderen Seite stehen den Gesundheitssystemen u.a. durch den Anstieg der Behandlungskosten zunehmend weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung. Zur Bewältigung können auf der einen Seite die Reorganisation und qualitative Verbesserung der Versorgung sowie ihrer Finanzierung und auf der anderen Seite die Senkung des Bedarfs an medizinischen Leistungen genannt werden.
Die Selbsthilfe hat sich vor allem in den letzten Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung entwickelt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung Betroffener außerhalb des professionellen Dienstleistungssektors. Sie kann durch ihre Stärkung von Eigenverantwortung und Teilhabe der Betroffenen eine Reduktion der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen bewirken. Ebenso leistet sie psychologische Unterstützungen, die in diesem Ausmaß nicht vom professionellen System getragen werden können.

Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe und ihrer besonderer Merkmale. Neben der Arbeitsweise werden die überregionalen verbandlichen Strukturen der Selbsthilfe in Deutschland vorgestellt und deren Zusammenhänge erläutert. Nach allgemeinen Erläuterungen wird anhand einer Studie speziell die Informiertheit der Bevölkerung dargestellt, um Aktivierungspotentiale für das Engagement in Selbsthilfegruppen aufzuzeigen.
Eine zweite Studie zeigt den aktuellen Stand der Kooperationen zwischen Selbsthilfegruppen und Ärzten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. SELBSTHILFE

2.1 Gesundheitliche Selbsthilfe

2.2 Merkmale und Arbeitsweise von Gesundheitsselbsthilfegruppen

2.3 Motive zur Teilnahme und Arbeit in Gesundheitsselbsthilfegruppen

2.4 Moderne Formen der Gesundheitsselbsthilfe

3. STRUKTUREN DER SELBSTHILFE IN DEUTSCHLAND

3.1 Selbsthilfeorganisationen

3.2 Selbsthilfeverbände

3.3 Selbsthilfekontaktstellen

3.4 Förderung der Gesundheitsselbsthilfe

3.5 Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 c SGB V

4. AUSGEWÄHLTE EMPIRISCHE STUDIEN

4.1 Beteiligung und Informiertheit in Deutschland

4.1.1 Methodisches Vorgehen

4.2 Kooperationen von Ärzten und Selbsthilfegruppen

4.2.1 Methodisches Vorgehen

4.2.2 Ergebnisse der Befragung

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesundheitsbezogene Selbsthilfe als ergänzenden Bestandteil der medizinischen Versorgung, analysiert deren organisatorische Strukturen in Deutschland und beleuchtet anhand empirischer Studien das Partizipationsverhalten der Bevölkerung sowie den aktuellen Stand der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Selbsthilfegruppen.

  • Grundlagen und Arbeitsweise von Gesundheitsselbsthilfegruppen
  • Überregionale verbandliche Strukturen der Selbsthilfe
  • Finanzielle und institutionelle Förderung gemäß § 20 c SGB V
  • Empirische Untersuchung zur Informiertheit und Beteiligung in Deutschland
  • Analyse von Kooperationsformen zwischen Ärzten und Selbsthilfegruppen

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Ergebnisse der Befragung

Generelles Interesse an der Kooperation mit Ärzten zeigten über 70 % der befragten Gruppen, wobei die Gruppen mit gesundheits- oder suchtbezogenen Themenbereich die Mehrheit ausmachten. Selbsthilfegruppen psychisch Kranker zeigten ein deutlich geringeres Interesse.50

Mit Blick auf die letzten zwölf Monate des Befragungszeitraums gaben die befragten Gruppen die in Tabelle 3 gezeigten Antworten im Bezug auf die Intensität der Kontakte mit Ärzten. Demnach haben nur 26 % der Selbsthilfegruppen engen Kontakt zu Ärzten. Positiv ist zu bemerken, dass 54% bzw. 43% der Selbsthilfegruppen folglich unregelmäßigen Kontakt zu Ärzten haben.

In der Erhebung wurden die Selbsthilfegruppen auch nach den Anliegen, mit welchen sie sich an die Ärzte wandten, befragt. Dabei näherten sich die Ergebnisse der beiden Regionen stark an. Zu den häufigsten Anliegen gegenüber den Ärzten zählen die Bitte um einen Vortrag, die Einladung zu einem Gruppentreffen, das Auslegen von Informationsmaterial über die Selbsthilfegruppen in der Arztpraxis und die Beratung bei konkreten medizinischen Fragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemlage in modernen Gesundheitssystemen und Einführung in die Bedeutung sowie das Ziel der Untersuchung gesundheitsbezogener Selbsthilfegruppen.

2. SELBSTHILFE: Definition der Selbsthilfe als bürgerschaftliches Engagement sowie detaillierte Erläuterung der Merkmale, Motive und modernen, internetbasierten Formen der Selbsthilfe.

3. STRUKTUREN DER SELBSTHILFE IN DEUTSCHLAND: Vorstellung der verschiedenen Organisationsformen, von Selbsthilfeorganisationen und Verbänden bis hin zu Kontaktstellen sowie deren rechtliche und finanzielle Förderung.

4. AUSGEWÄHLTE EMPIRISCHE STUDIEN: Empirische Analyse der gesellschaftlichen Beteiligung an Selbsthilfegruppen sowie detaillierte Untersuchung der Kooperationsbeziehungen zwischen Ärzten und Selbsthilfeinitiativen.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Studienergebnisse mit den theoretischen Ausführungen und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Kooperation im Gesundheitssystem.

Schlüsselwörter

Gesundheitsselbsthilfe, Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfekontaktstellen, Patientenbeteiligung, Gesundheitsökonomik, Kooperation, Ärzte, § 20 c SGB V, Krankheitsbewältigung, Empirische Studie, Gesundheitsversorgung, NAKOS, Sozialschicht, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle und Bedeutung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen im deutschen Gesundheitssystem sowie deren strukturelle Verankerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Merkmale der Selbsthilfe, die unterstützenden Organisationsstrukturen, Fördermöglichkeiten sowie die Zusammenarbeit mit dem professionellen Gesundheitssektor.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Darstellung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe, ihrer Strukturen und die Analyse des aktuellen Status der Kooperation zwischen Ärzten und Gruppen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten aus Gesundheitssurveys und Regionalstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Selbsthilfe, eine Darstellung der institutionellen Landschaft und die Analyse empirischer Erkenntnisse zu Beteiligung und Kooperation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Gesundheitsselbsthilfe, SGB V-Förderung, Patientenbeteiligung und interprofessionelle Kooperation.

Welche Rolle spielen Selbsthilfekontaktstellen?

Sie fungieren als professionelle Unterstützungseinrichtungen, die bei der Organisation von Selbsthilfegruppen helfen und die Vernetzung mit dem Gesundheitssystem fördern.

Wie hat sich die Einstellung von Ärzten zur Selbsthilfe entwickelt?

Empirische Vergleiche zeigen einen deutlichen positiven Wandel hin zu einer partnerschaftlichen Kooperation und gegenseitiger Anerkennung der jeweiligen Kompetenzen.

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Details

Title
Gesundheitsselbsthilfegruppen
College
University of Cologne  (Seminar für Sozialpolitik)
Grade
1,7
Author
Florian Mallmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V135786
ISBN (eBook)
9783640432387
ISBN (Book)
9783640432417
Language
German
Tags
Gesundheitsselbsthilfegruppen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Mallmann (Author), 2008, Gesundheitsselbsthilfegruppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135786
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