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Zum Identitätsbegriff

Title: Zum Identitätsbegriff

Essay , 2007 , 4 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Johannes-Christian Schmücker (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Das hier vorliegende Essay ist, im Sinne des Begriffs, der Versuch den soziologischen Begriff der Identität, sowohl im historischen Kontext als auch in einem aktuellen Rahmen darzustellen, wobei die Sonderformen der Identitätsbetrachtung wie Autismus, Schizophrenie und die Zwillingsforschung aufgrund ihrer Ausnahmestellung nicht beachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung des Identitätsbegriffs

2.1 Antike Ansätze und Naturphilosophie

2.2 Renaissance und Romantik

3. Psychoanalytische und sozialpsychologische Perspektiven

3.1 Sigmund Freud und die Massenpsychologie

3.2 George Herbert Mead und das soziale Selbst

3.3 Erik H. Erikson und die psychosoziale Entwicklung

3.4 Lothar Krappmann und die balancierende Identität

4. Fazit und aktuelle Identitätskonzepte

Zielsetzung und Themen

Das Ziel dieses Essays ist es, den soziologischen Begriff der Identität ausgehend von seiner historischen Wurzelbildung bis hin zu modernen theoretischen Ansätzen fundiert darzustellen und dessen Wandel im Kontext menschlicher Entwicklungsphasen zu analysieren.

  • Historische Herleitung des Identitätsbegriffs von der Antike bis zur Romantik
  • Psychoanalytische Ansätze zur Ich-Findung und Massenpsychologie nach Sigmund Freud
  • Sozialpsychologische Modelle der Identitätsentwicklung bei George Herbert Mead
  • Stufenmodelle und das Konzept der balancierenden Identität bei Erikson und Krappmann
  • Die Bedeutung von Abgrenzung und Anpassung in der Identitätsfindung des Jugendalters

Auszug aus dem Buch

Die Theorie des George Herbert Mead

Ein weiterer zentraler Autor für die Entwicklung des modernen Identitätsbegriffes war George Herbert Mead (1863-1931). Er entwickelte, ähnlich wie Freud, die Begriffe des I, Me und Self, jedoch hatten diese Begriffe im Gegensatz zu Freud leicht differenzierte Bedeutungen. Das I repräsentierte für Mead das subjektive Ich oder die personale Identität, die als Urheber der eigenen Handlungen und Gedanken auch spontane Triebe in sich vereint. Im Gegensatz dazu repräsentierte das Me, oder auch die soziale Identität, für Mead die objektive Komponente des Individuums, die sowohl von der Außenwelt als auch vom I wahrgenommen werden, das das Individuum aus Sicht der Anderen zeigt.

Aus der Wechselwirkung dieser beiden Komponenten entwickelte sich nach Mead die Ich-Identität beziehungsweise das Self, was somit die wahre Identität des Individuums repräsentierte. Die Voraussetzungen, die zur Entwicklung des I, Me und Self von Nöten sind, unterteilte Mead in zwei unterschiedliche Formen, die sich beide meist im Kleinkind- beziehungsweise Kindesalter vollziehen. Die erste Form war für Mead das sogenannte Play, das heißt das spielen des Kleinkindes ohne genormte Regeln oder wechselnde Rollen. Die zweite Form war für Mead das Game also ein Spiel, bei dem vorgegebene Regeln eingehalten werden und die Rollen der beteiligten Mitspieler bekannt und verinnerlicht sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel definiert den Rahmen des Essays und grenzt das Thema ein, indem es auf die historische Entwicklung und soziologische Bedeutung des Identitätsbegriffs verweist.

2. Historische Entwicklung des Identitätsbegriffs: Hier wird der Weg von den archaischen Vorstellungen über die antike Philosophie bis hin zum romantischen Doppelgängermotiv nachgezeichnet.

3. Psychoanalytische und sozialpsychologische Perspektiven: In diesem zentralen Teil werden die Theorien von Freud, Mead, Erikson und Krappmann detailliert gegenübergestellt.

4. Fazit und aktuelle Identitätskonzepte: Dieses Kapitel zieht eine Bilanz der theoretischen Ansätze und diskutiert, wie Identitätsfindung heute durch ein Wechselspiel aus Anpassung und Abgrenzung erfolgt.

Schlüsselwörter

Identität, Soziologie, Individualität, Ich-Entwicklung, Psychoanalyse, Psychosoziale Entwicklung, Soziales Selbst, Balancierende Identität, Identitätsfindung, Jugendphase, Sozialisationsforschung, Rolle, Selbstwahrnehmung, Massenpsychologie, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den soziologischen Begriff der Identität und dessen historische sowie theoretische Entwicklung im Kontext verschiedener wissenschaftlicher Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die historische Philosophie, psychoanalytische Ansätze der Massenpsychologie, die sozialpsychologische Rollentheorie sowie moderne Identitätskonzepte der Sozialisationsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Wandel des Identitätsbegriffs verständlich darzustellen und aufzuzeigen, wie Identität durch das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft geformt wird.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden verwendet?

Der Autor greift auf die Theorien bedeutender Denker wie Sigmund Freud, George Herbert Mead, Erik H. Erikson und Lothar Krappmann zurück.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch und systematisch die verschiedenen Entwicklungsphasen des Begriffs, von der antiken Identitätsauffassung bis zur modernen Theorie der balancierenden Identität.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Identitätsfindung, soziale Identität, Selbstkonzept und die Wechselwirkung zwischen dem Individuum und gesellschaftlichen Anforderungen.

Was versteht Mead unter der Unterscheidung von "Play" und "Game"?

Mead unterscheidet beim kindlichen Lernen zwischen dem freien, regelbefreiten Spiel (Play) und dem strukturierten Spiel mit festen Rollenerwartungen und sozialen Normen (Game).

Warum ist das Konzept der "balancierenden Identität" von Krappmann für heutige Identitätskonzepte relevant?

Es beschreibt die notwendige Dynamik eines Individuums, Erwartungen der Umwelt zu erfüllen und sich gleichzeitig als eigenständige Persönlichkeit in sozialen Systemen abzugrenzen.

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Details

Title
Zum Identitätsbegriff
College
Dresden Technical University
Grade
1,3
Author
Johannes-Christian Schmücker (Author)
Publication Year
2007
Pages
4
Catalog Number
V135815
ISBN (eBook)
9783640454440
ISBN (Book)
9783640453856
Language
German
Tags
Identitätsbegriff
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes-Christian Schmücker (Author), 2007, Zum Identitätsbegriff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135815
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