Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulpädagogik

Welche Normen sind speziell für die Unterrichtsinteraktion von Bedeutung? Werte- und Normvermittlung in der Schule

Titel: Welche Normen sind speziell für die Unterrichtsinteraktion von Bedeutung? Werte- und Normvermittlung in der Schule

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Paula Fischer (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Fokussieren möchte ich mich in meiner Arbeit auf die Normvermittlung. Ich möchte darstellen, in welcher Form sie maßgeblich die Unterrichtsinteraktion beeinflusst. Einleitend lege ich den Unterschied zwischen Werten und Normen dar. Anschließend werde ich genauer auf die Aspekte der Normvermittlung eingehen und die normgebenden Instanzen vorstellen.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit soll die Normvermittlung stehen, die für den alltäglichen Schulunterricht unabdingbar ist. Weiter möchte ich verschiedene Maßnahmen aufzeigen, die eine Interaktionsordnung innerhalb einer Schulklasse herstellen können. Darauf aufbauend werde ich im folgenden Teil das hier liegende Störungspotenzial, welches schulischer Unterricht generell aufzeigt, näher beleuchten. So kommt es in Verbindung mit Normvorgaben und der Erwartung von normkonformen Verhalten immer wieder zu potenzierten Fehlverhalten und bewussten Widersetzen durch einzelne oder mehrere Schüler:innen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterscheidung von Werten und Normen

3. Normvermittlung

3.1 Institutionelle Normvorgaben

3.2 Lehrkraft als Ressource für Normen

4. Normen der Unterrichtsinteraktion

4.1 Interaktion im Klassenraum

4.2 Mechanismen der Interaktionsordnung

5. Störungspotenzial und Herausforderungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Werten und Normen für die Unterrichtsinteraktion. Im Fokus steht die Frage, wie durch explizite und implizite Normvermittlung sowie durch den Einsatz von Routinen und Ritualen eine geordnete Lernumgebung geschaffen werden kann, die das Störungspotenzial minimiert und das soziale Miteinander im Klassenzimmer fördert.

  • Grundlegende Unterscheidung zwischen Werten und Normen im schulischen Kontext.
  • Die Rolle der Schule als normgebende Institution und der Lehrkraft als zentrale Ressource.
  • Analyse von Interaktionsmechanismen und der Bedeutung von Routinen und Ritualen.
  • Herausforderungen durch Störungspotenziale und Sanktionierung in der Unterrichtsinteraktion.

Auszug aus dem Buch

3.2 Lehrkraft als Ressource für Normen

Der pädagogische und didaktische Raum einer Lehrkraft für die Vermittlung von Normen ist das Klassenzimmer. Er bietet den zentralen Handlungsraum in der Interaktion zwischen Lehrkraft und Schüler*innen. Neben der Vermittlung von Wissen und Fachkompetenzen findet hier die eigentliche Vermittlung von Normen und Standards statt. Dies geschieht jedoch selten explizit, sondern vielmehr implizit, zum Beispiel durch die Rückmeldung des Lehrers zu einem Schülerbeitrag. Da die Lehrkraft als sozial hoch geschätzte Instanz eine zentrale Rolle innehat, vorrangig über das Rederecht verfügt und die Interaktionen im Klassenzimmer anleitet, sorgt sie ebenso für die Vermittlung von normativen Ansprüchen.

Der institutionelle Handlungsrahmen der Schule erzeugt allerdings Beschränkungen, die von der Lehrkraft nicht aufzuheben sind. So ist die Lehrkraft in ihrer professionellen Tätigkeit angehalten die allgemeinen schulischen Normen im Unterricht durchzusetzen (Thiel, 2016). Demonstrativ müssen sie sich als Vertreter der schulischen Normen bekennen und mit ihrem fordernden und auch sanktionierenden Wirken immer für die gegebenen Normen der Schule einstehen (Loer, 2016). Durch die Anwendung der schulischen Normen bestätigt die Lehrkraft gewissermaßen ihre Profession. Aus pädagogischer Perspektive versucht die Lehrkraft, auch mit ihrem vorbildhaften Charakter, mit dem Vermitteln von Werte- und Normwissen ein normkonformes Handeln bei den Schüler*innen herauszubilden (Eisenmann, 2012). Mit Direktiven und klaren Regeln für normkonformes Verhalten kann die Lehrkraft den Unterrichtsablauf strukturieren und somit deutlich machen, wie es gemacht werden soll. Die Anweisungen werden dabei implizit oder explizit an die Schüler*innen gerichtet. Im Zusammenhang mit der impliziten Normvermittlung können immer wieder Schwierigkeiten auftreten, die so besondere Anforderungen an das pädagogische und didaktische Handeln einer Lehrkraft stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Komplexität der sozialen Rahmung von Schule ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Normvermittlung in der Unterrichtsinteraktion zu beleuchten.

2. Unterscheidung von Werten und Normen: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Begrifflichkeiten und zeigt den engen Zusammenhang zwischen abstrakten Werten und konkreten Handlungsvorschriften auf.

3. Normvermittlung: Es wird analysiert, wie die Schule durch institutionelle Vorgaben und Lehrkräfte als Instanzen Normen vermittelt, um ein stabiles Arbeitsbündnis zu gewährleisten.

4. Normen der Unterrichtsinteraktion: Hier steht die soziale Dynamik im Klassenzimmer im Vordergrund, insbesondere die Interaktionsordnung und die Steuerung durch Routinen und Rituale.

5. Störungspotenzial und Herausforderungen: Dieses Kapitel thematisiert die Konflikte, die entstehen, wenn schulische Normen auf individuelle Bedürfnisse oder Gruppennormen der Schüler*innen treffen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die explizite und implizite Normvermittlung essenziell für die Strukturierung des Unterrichts ist und positiv zum gemeinsamen Lernen beiträgt.

Schlüsselwörter

Normvermittlung, Werte, Normen, Unterrichtsinteraktion, Schule, Klassenzimmer, Lehrkraft, Disziplinierung, Routinen, Rituale, Störungspotenzial, Sozialisation, Schulkultur, Erziehung, Lernumgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle, die Werte und Normen bei der Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülern im Unterricht spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Werten und Normen, die institutionelle Vermittlung dieser Standards sowie die Gestaltung einer geordneten Interaktion durch Rituale.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Normvermittlung den Unterricht strukturieren und soziale Ordnung schaffen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung aktueller pädagogischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf Unterrichtsinteraktionen, die Bedeutung von Routinen sowie die Herausforderungen, die bei Normüberschreitungen und Störungen entstehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Normvermittlung, Unterrichtsinteraktion, Routinen, Rituale und die pädagogische Rolle der Lehrkraft.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Werten und Normen?

Werte werden als allgemeine Vorstellungen des Wünschenswerten beschrieben, während Normen als konkrete, verhaltenswirksame Handlungsanweisungen definiert werden.

Welche Rolle spielen Klassenregeln beim Aushandeln von Ordnung?

Klassenregeln bieten die Möglichkeit zur Partizipation der Schüler, stehen jedoch oft in einem Spannungsfeld zwischen der Autorität der Lehrkraft und den Bedürfnissen der Klassengemeinschaft.

Warum sind Routinen und Rituale für den Unterricht wichtig?

Sie dienen der kognitiven Entlastung und machen das Verhalten der Interaktionspartner berechenbar, was den Unterricht stabilisiert und störaffällige Phasen minimiert.

Wie gehen Lehrkräfte mit normwidrigem Schülerverhalten um?

Wenn die interne Akzeptanz der Normen fehlt, greifen Lehrkräfte bei Verstößen oft zu reaktiven Disziplinierungsmaßnahmen, wobei das Ziel stets eine innere normkonforme Grundhaltung bleiben sollte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welche Normen sind speziell für die Unterrichtsinteraktion von Bedeutung? Werte- und Normvermittlung in der Schule
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Paula Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1358248
ISBN (PDF)
9783346872432
ISBN (Buch)
9783346872449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Werte normen unterrichtsinteraktion Werte- und Normvermittlung Standards normgebende Instanzen Interaktionsordnung Störungspotenzial schulische Normvorgaben normkonformes Verhalten Fehlverhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paula Fischer (Autor:in), 2022, Welche Normen sind speziell für die Unterrichtsinteraktion von Bedeutung? Werte- und Normvermittlung in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358248
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum