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Der römische Limes

Beginn und weitere Entwicklung

Title: Der römische Limes

Term Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Fabian Hartl (Author)

World History - Early and Ancient History
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[...] Unter den Kaisern Vespasian (69-79), Titus (79-81) und Domitian (81-96 n. Chr.) wurden Rhein und Donau erneut überschritten und neue Kastelle errichtet. Im den Jahren 83 und 84 wurde ein Krieg gegen die Chatten, die am Mittelrhein lebten, geführt. Diese verfolgten aufgrund ihrer starken zahlenmäßigen Unterlegenheit eine Taktik der militärischen Nadelstiche mit plötzlichen Überfällen gegen die Römer. Die Römer stärkten ihre Position, indem sie über etwa 180 Kilometer Länge Schneisen (limites) in den Wald schlugen. Nach längeren Gefechten unterwarfen sich die Chatten und wurden Bündnispartner. Im Anschluss hieran gründete Domitian die Provinzen Germania inferior mit der Hauptstadt Köln und Germania superior mit der Hauptstadt Mainz. Dies zog den Aufbau der Verwaltung nach sich und im Rahmen dessen besonders die klare Abgrenzung der Provinzgrenzen. Dies beschleunigte den Bau des obergermanischen Limes, um die Grenze nicht nur vertraglich, sondern auch militärisch zu sichern. Dieser erste Abschnitt hatte eine Länge von etwa 130 Kilometern .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorgeschichte des Limes

2. Aufbau des Limes

3. Funktion und Weiterentwicklung

4. Aufbau der Gebäude am Limes

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der historischen Genese, dem strukturellen Aufbau sowie der strategischen Funktion des obergermanisch-raetischen Limes im antiken Rom. Die zentrale Fragestellung zielt darauf ab, wie sich die militärische Sicherung der Reichsgrenzen unter wechselnden Kaisern entwickelte und welche logistischen sowie architektonischen Maßnahmen den Grenzschutz prägten.

  • Historische Entwicklung der römischen Expansionspolitik und Grenzziehungen
  • Die bauliche Evolution des Limes in vier unterschiedlichen Phasen
  • Militärische Organisation und die Funktion des Limes als Überwachungs- und Zollgrenze
  • Architektonische Spezifikationen von Wachtürmen und Kastellanlagen

Auszug aus dem Buch

1. Vorgeschichte des Limes

Julius Caesar eroberte zwischen 58 und 51 v. Chr. Gallien und „dehnte damit den römischen Machtbereich nach Norden bis zum Rhein aus“1. Erste Versuche, sich jenseits des Rheins festzusetzen, wurden unter Kaiser Augustus (28 v. Chr.-14 n. Chr.) gemacht2. Ab etwa 11 v. Chr. gab es immer wieder Feldzüge in germanisches Land, wobei die Römer bis zur Elbe vordrangen. Sie eroberten zwar nur sehr wenig Land, schlossen aber viele Verträge mit germanischen Stämmen. Diese Feldzüge setzten sich fort, bis 9. n. Chr. die verheerende Niederlage Roms im Teutoburger Wald folgte, bei der Rom bis zu 20 000 Soldaten eingebüßt haben soll3. Nach dieser Niederlage und weiteren verlustreichen Kämpfen unter dem Feldherren Germanicus wurden die Germanenfeldzüge 16. n. Chr. abgebrochen4. Die Legionstruppen wurden aus dem Alpenvorland abgezogen, wo nur Hilfstruppen verblieben, da aufgrund von Verträgen mit dem Stamm der Hermunduren keine akute Gefahr bestand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorgeschichte des Limes: Dieses Kapitel beschreibt die frühen Expansionsversuche Roms ab Julius Caesar und die militärischen Entwicklungen bis zur Konsolidierung der Provinzgrenzen unter Domitian.

2. Aufbau des Limes: Hier wird der schrittweise Ausbau der Grenzanlagen von den achtziger Jahren des 1. Jahrhunderts bis zu den strukturellen Änderungen im 2. und 3. Jahrhundert detailliert dargestellt.

3. Funktion und Weiterentwicklung: Dieses Kapitel erläutert, dass der Limes primär der Überwachung und Zollkontrolle diente und identifiziert die vier spezifischen baulichen Entwicklungsphasen.

4. Aufbau der Gebäude am Limes: Hier werden die baulichen Merkmale von Wachtürmen sowie der Aufbau und die interne Struktur von Kastellen und Legionslagern erläutert.

Schlüsselwörter

Römischer Limes, Germanenfeldzüge, Grenzbefestigung, Kastell, Wachturm, obergermanisch-raetischer Limes, Legionen, Hilfstruppen, Provinzgrenzen, Reichsgrenze, Zollkontrolle, Antike, Militärarchitektur, Germania superior, Reichssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung und die bauliche sowie funktionale Entwicklung des römischen Limes als Grenze zwischen dem Römischen Reich und germanischen Gebieten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der historischen Chronologie der Grenzlegung, den vier Phasen der baulichen Erweiterung und der militärischen Infrastruktur am Limes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Limesstrategie von den ersten Sicherungsversuchen unter Augustus bis zur Krise am Limes im 3. Jahrhundert aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive historische Analyse unter Verwendung archäologischer Fachliteratur und historischer Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historische Vorgeschichte, der chronologische Ausbau der Grenzanlagen sowie die baulichen Spezifikationen von Kastellen und Türmen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie römischer Limes, Grenzsicherung, Kastellbau, Militärgeschichte und germanische Grenzgebiete zusammenfassen.

Warum war der Limes keine reine Verteidigungslinie gegen Invasionen?

Der Limes war aufgrund der schwachen Bauweise und geringen Besatzungsstärke primär für den Grenzverkehr, die Zollkontrolle und die Abwehr kleinerer Überfälle konzipiert.

Welche Bedeutung hatten die vier beschriebenen Bauphasen?

Die vier Phasen dokumentieren eine zunehmende Professionalisierung des Grenzschutzes: von einfachen Waldschneisen über Palisadenzäune und Steintürme bis hin zu massiven Hindernissen wie Wällen und Gräben.

Wie war die Innenbebauung eines römischen Kastells organisiert?

Die Bebauung folgte einem standardisierten Schema mit zentralem Stabsgebäude (Principia), Kommandantenhaus (Praetorium), Speichergebäuden (Horrea) und Mannschaftsbaracken.

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Details

Title
Der römische Limes
Subtitle
Beginn und weitere Entwicklung
College
Bielefeld University
Grade
1,0
Author
Fabian Hartl (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V135831
ISBN (eBook)
9783640444700
ISBN (Book)
9783640444762
Language
German
Tags
Limes Beginn Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Hartl (Author), 2009, Der römische Limes , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135831
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