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Die feministische Linguistik und ihr Einsatz in der Sekundarstufe II

Titre: Die feministische Linguistik und ihr Einsatz in der Sekundarstufe II

Dossier / Travail , 2009 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Hansen (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der feministischen Linguistik. Dieses Thema bezieht sich nicht nur auf linguistische Fachkreise, sondern auch auf den Sprachgebrauch der Öffentlichkeit. Spätestens seit den 1970er Jahren stellt sich die Frage, ob die deutsche Sprache „frauenfeindlich“ ist.
Nach einem historischen Überblick über die feministische Sprachwissenschaft soll herausgestellt werden, was genau an der Sprache und ihrem Gebrauch kritisiert wird. Anschließend werden Möglichkeiten zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs analysiert. Gibt es hier wirklich keine Diskriminierung mehr?
Die eigene Sprache zu reflektieren ist eine wichtige Kompetenz, um Sprachbewusstsein zu erlangen. So soll im zweiten Teil der Arbeit, die didaktische Komponente des Themas betrachtet werden. Es wird herausgestellt, wie der Schulunterricht der Sekundarstufe II die Aspekte der feministischen Sprachkritik aufgreift. Zum einen bezieht sich dies auf die feministische Linguistik als Unterrichtsthema. Zum anderen soll die Diskussion um den koedukativen Unterricht in seiner Entwicklung ab Mitte der 1950er Jahre beschrieben und vor dem Hintergrund der feministischen Sprachwissenschaft als Unterrichtsform diskutiert werden. Es wird schwerpunktmäßig darum gehen, welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten diese Form des Unterrichtens stellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Themen der feministischen Sprachkritik

3. Sexismus in der deutschen Sprache

3.1 Das Generische Maskulinum

4. Sprachwandel durch die Vermeidung des sexistischen Sprachgebrauchs

5. Didaktische Modelle zur feministischen Sprachkritik im Deutschen

5.1 Sprachkritik als Unterrichtsthema

5.2. Lehrwerkanalyse

5.3. Koedukativer Deutschunterricht

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die feministische Linguistik im Kontext des Sprachgebrauchs und des gesellschaftlichen Bewusstseins, mit einem besonderen Fokus auf deren didaktische Implementierung im Schulunterricht der Sekundarstufe II. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie sexistische Sprachstrukturen identifiziert werden können und welche Möglichkeiten und Schwierigkeiten eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik sowie die Form des koedukativen Unterrichts mit sich bringen.

  • Historische Einordnung der feministischen Sprachkritik
  • Kritik am Generischen Maskulinum und an Sprachnormen
  • Möglichkeiten der Sprachveränderung und geschlechtergerechter Formulierungen
  • Analyse didaktischer Ansätze zur Reflexion über Sprache im Unterricht
  • Diskussion zur Koedukation vor dem Hintergrund feministischer Linguistik

Auszug aus dem Buch

3. Sexismus in der deutschen Sprache

Um Gewalt in irgendeiner Weise ausüben zu können, muss ein Machtverhältnis, das heißt eine hierarchische Ordnung zwischen dem Mächtigen und dem Unterdrückten herrschen.

In der deutschen Sprache ist diese Macht die Dominanz des Männlichen. Die Frau wird hingegen auf Grund ihrer Geschlechtszugehörigkeit durch sprachliche Äußerungen diskriminiert.

So facettenreich die Strukturen der Sprache selbst sind, so vielfältig kann die maskuline Überlegenheit in der Sprache erforscht werden. Diese Aufgabe gehört zum großen Forschungsgebiet „Sexismus in der Sprache“ der feministischen Linguistik.

Sprache ist sexistisch, wenn sie Frauen und ihre Leistung ignoriert, wenn sie Frauen nur in Abhängigkeit von und Unterordnung zu Männern beschreibt, wenn sie Frauen nur in stereotypen Rollen zeigt und ihnen so über das Stereotyp hinausgehende Interessen und Fähigkeiten abspricht, und wenn sie Frauen durch herablassende Sprache demütigt und lächerlich macht.

Auch hier machten Key und Lakoff den Anfang mit Beschreibungen zu Asymmetrien in der Sprache (Key) oder der Untersuchung einer eigenen Lexikologie der Frau (Lakoff). Luise F. Pusch ist zu diesem Thema für den deutschsprachigen Raum eine der führenden Linguistinnen. Unter anderem ihr Werk Das Deutsche als Männersprache behandelt und kritisiert das generische Maskulinum, das einen Hauptkritikpunkt der feministischen Linguistinnen darstellt und im Folgenden behandelt werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der feministischen Linguistik ein, erläutert die Relevanz der Sprachreflexion für die Öffentlichkeit und skizziert die didaktische Zielsetzung der Arbeit.

2. Entstehung und Themen der feministischen Sprachkritik: Dieses Kapitel verortet die feministische Linguistik historisch in der Neuen Frauenbewegung der späten 1960er Jahre und benennt die zentralen Forschungsfelder sowie die Forderung nach sozialem Wandel durch Sprache.

3. Sexismus in der deutschen Sprache: Hier wird die Dominanz des Männlichen in Sprachstrukturen als Ausdruck von Machtverhältnissen analysiert und der Begriff des Sexismus in der Sprache definiert.

3.1 Das Generische Maskulinum: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Kritik am generischen Maskulinum als androzentrischem Sprachgebrauch, der die Unsichtbarkeit von Frauen in der Sprache perpetuiert.

4. Sprachwandel durch die Vermeidung des sexistischen Sprachgebrauchs: Das Kapitel thematisiert Strategien zur sprachlichen Gleichstellung, wie die Movierung, neutrale Oberbegriffe und die Beidnennung, und diskutiert deren praktische Umsetzbarkeit sowie Problematiken.

5. Didaktische Modelle zur feministischen Sprachkritik im Deutschen: Hier werden Ansätze diskutiert, wie Sprachkritik und Reflexion über Sprache als zentrales Element in den Unterricht der Sekundarstufe II integriert werden können.

5.1 Sprachkritik als Unterrichtsthema: Dieser Teil beleuchtet die Bedeutung von Sprachbewusstsein und Metakommunikation als Bildungsziel und erörtert methodische Zugänge zum Thema im Schulunterricht.

5.2. Lehrwerkanalyse: In diesem Abschnitt werden ausgewählte Schulbücher hinsichtlich ihrer Darstellung von Geschlechterrollen und der Umsetzung geschlechtergerechter Sprache untersucht.

5.3. Koedukativer Deutschunterricht: Das Kapitel diskutiert die Koedukation als Unterrichtsform, deren Chancen und Schwierigkeiten vor dem Hintergrund feministischer Theorien über Geschlechtercharaktere und Chancengleichheit.

6. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer Balance zwischen sprachkritischem Engagement und soziologischer Betrachtung und unterstreicht die Rolle des Schulunterrichts bei der Sprachbewusstseinsbildung.

Schlüsselwörter

Feministische Sprachkritik, Linguistik, Generisches Maskulinum, Sexismus, Sprachwandel, Didaktik, Sekundarstufe II, Koedukation, Geschlechterrollen, Sprachbewusstsein, Sprachgebrauch, Sozialverhalten, Empowerment, Gleichberechtigung, Reflexion über Sprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der feministischen Linguistik und deren kritischer Auseinandersetzung mit Sexismus in der deutschen Sprache, sowie mit der praktischen Umsetzung dieser Themen im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Entstehung der feministischen Sprachkritik, die Kritik am generischen Maskulinum, Strategien zur sprachlichen Gleichstellung und die Didaktik der Sprachreflexion in der Sekundarstufe II.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Schülerinnen und Schüler für die Diskriminierungspotenziale von Sprache sensibilisiert und zu einem kritischen Sprachbewusstsein geführt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Studien zur feministischen Linguistik sowie einer exemplarischen Analyse von Schulbüchern und Unterrichtskonzepten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Sprachkritik (System- und Gebrauchskritik), eine Analyse des generischen Maskulinums und einen umfangreichen didaktischen Teil, der konkrete Modelle für den Deutschunterricht sowie die Diskussion um koedukative Unterrichtsformen umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind feministische Sprachkritik, generisches Maskulinum, Sprachwandel, didaktische Modelle, Koedukation und Sprachreflexion.

Welche Rolle spielt die Lehrwerkanalyse in dieser Arbeit?

Die Lehrwerkanalyse dient als praktisches Beispiel, um aufzuzeigen, inwieweit feministische Forderungen nach geschlechtergerechter Sprache bereits in den schulischen Alltag und das Lehrmaterial Einzug gehalten haben und wo weiterhin Stereotype reproduziert werden.

Wie bewertet der Autor die Diskussion um koedukativen Unterricht?

Der Autor stellt fest, dass die Forschungsergebnisse nicht einheitlich sind, plädiert jedoch tendenziell für die Koedukation als wertvolle Form der Reflexion, sofern diese aktiv zur Sensibilisierung für Sprachwirkung genutzt wird, statt lediglich geschlechtergetrennten Unterricht zu fördern.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des Sprachwandels?

Das Fazit betont, dass Sprachwandel ein langsamer, kontinuierlicher Prozess ist. Während die feministische Linguistik wichtige Anstöße gegeben hat, muss eine echte Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung über die reine sprachliche Anpassung hinausgehen und gemeinsam mit soziologischen Entwicklungen betrachtet werden.

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Résumé des informations

Titre
Die feministische Linguistik und ihr Einsatz in der Sekundarstufe II
Université
University of Wuppertal  (Philosophische Fakultät)
Cours
Öffentlicher Sprachgebrauch
Note
1,0
Auteur
Nadine Hansen (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
22
N° de catalogue
V135842
ISBN (ebook)
9783640463695
ISBN (Livre)
9783640460854
Langue
allemand
mots-clé
Linguistik Einsatz Sekundarstufe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nadine Hansen (Auteur), 2009, Die feministische Linguistik und ihr Einsatz in der Sekundarstufe II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135842
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Extrait de  22  pages
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