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Handelte es sich bei der NATO-Intervention im Kosovokrieg 1999 um einen gerechten Krieg?

Título: Handelte es sich bei der NATO-Intervention im Kosovokrieg 1999 um einen gerechten Krieg?

Trabajo , 2019 , 32 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Katarina Resch (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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In dieser Hausarbeit wird geklärt, ob es sich bei der Bombardierung beziehungsweise beim militärischen Vorgehen der NATO-Allianz im Kosovokrieg 1999, um einen gerechten Krieg nach der Lehre des gerechten Krieges gehandelt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Vorgehensweise

2. Die Lehre des gerechten Krieges

2.1 Entstehungsgeschichte der Lehre des gerechten Krieges

2.2 Heutige Form der Lehre des gerechten Krieges

2.3 Kriterien des gerechten Krieges

3. Ursachen und Hintergründe des Kosovokrieges

4. Untersuchung der Kriterien anhand der NATO-Intervention

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die NATO-Intervention im Kosovo im Jahr 1999 unter Anwendung der Kriterien des "gerechten Krieges" (bellum iustum), um zu bewerten, ob dieser militärische Einsatz ethisch und völkerrechtlich als gerechtfertigt eingestuft werden kann.

  • Historische Herleitung der Lehre des gerechten Krieges
  • Transformation der Kriegsethik in die Moderne
  • Analyse des Kosovokonflikts und seiner Genese
  • Ethische und rechtliche Prüfung der NATO-Maßnahmen (ius ad bellum und ius in bello)

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehungsgeschichte der Lehre des gerechten Krieges

Die Lehre des gerechten Krieges (bellum iustum) zeichnet sich durch eine lange Traditionsgeschichte aus, die weit in die Antike zurückverfolgt werden kann. Sie hat keinen einzelnen Theoretiker zur Grundlage. Vielmehr wurde sie im Laufe der Jahrhunderte von Gelehrten und Intellektuellen verändert und modifiziert. Im Mittelpunkt der Lehre des gerechten Krieges geht es vor allem „um die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion des Anspruchs, einen „gerechten Krieg“ zu führen“ (Kreis, 2006: 9). Den Anfang für die bellum iustum Tradition setze Marcus Tullius Cicero (106-43 vor Chr.). Der römische Staatsmann und Philosoph, der die griechische Philosophie zur Grundlage nahm, „was among the first thinkers to offer a systematic ethical project in which the concept of just war had a firm place“ (Stewart, 2017: 18). Demnach ist nach Cicero ein gerechter Krieg akzeptabel, wenn er auf einem gerechten Grund basiert, der causa iusta (vgl. Hinsch/Janssen, 2006: 52).

Zusätzlich müssen die Kriterien der intentio recta und forma iuris erfüllt sein. Durch die intentio recta wird gewährleistet, dass der gerechte Kriegsgrund -soweit er gegeben ist- nicht gänzlich andere Absichten und Ziele verfolgt (vgl. Münkler, 2006: 27). Des Weiteren kann ein Krieg als gerecht eingestuft werden, wenn dieser von einer rechtmäßigen Autorität, der forma iuris legitimiert werden kann (vgl. ebd.). Anschließend formuliert Cicero das Kriterium der aequitas, welches besagt, dass Krieg angemessen beziehungsweise verhältnismäßig sein muss. Damit meint er, „ein erlittenes kleines Unrecht nicht als Begründung für ein anzutuendes großes Unrecht herhalten darf“ (ebd.). Im römischen Imperium wurden Ciceros Überlegungen keine allzu große Aufmerksamkeit geschenkt, weil „[d]ie imperiale Ideologie [...] in Rom in den Augen seiner Bürger als rechtmäßige Hegemonialmacht der damals bekannten Welt erschien und Kriege gegen die „barbarischen“ Völker [...] als selbstverständlich betrachtet“ (Hinsch/Janssen, 2006: 53) wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Vorgehensweise: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Rechtmäßigkeit der NATO-Intervention im Kosovo anhand der Kriterien der Lehre des gerechten Krieges zu prüfen.

2. Die Lehre des gerechten Krieges: Dieses Kapitel erläutert die Tradition der bellum iustum-Lehre von der Antike bis zur Moderne und definiert die zentralen Kriterien des ius ad bellum und ius in bello.

3. Ursachen und Hintergründe des Kosovokrieges: Hier werden die historischen, ethnischen und politischen Konfliktlinien im Kosovo beschrieben, die zur Eskalation und zum Eingreifen der NATO führten.

4. Untersuchung der Kriterien anhand der NATO-Intervention: Das Kapitel wendet die Kriterien des gerechten Krieges systematisch auf die NATO-Operation "Allied Force" an und hinterfragt deren Legitimität.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die NATO-Intervention die Kriterien eines gerechten Krieges in wesentlichen Punkten nicht erfüllt hat.

Schlüsselwörter

Gerechter Krieg, bellum iustum, NATO, Kosovo, Intervention, Völkerrecht, Humanitäre Katastrophe, Verhältnismäßigkeit, Legitimität, ius ad bellum, ius in bello, Slobodan Milošević, Menschenrechte, Kriegsethik, Allied Force.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ethische und völkerrechtliche Vertretbarkeit der NATO-Militäroperationen während des Kosovokrieges im Jahr 1999.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der "Lehre vom gerechten Krieg" und deren Anwendung auf reale, moderne militärische Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Handeln der NATO im Kosovo nach den klassischen Kriterien des bellum iustum moralisch und rechtlich legitimiert war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung mittels Literaturanalyse, gefolgt von einer empirischen Untersuchung an konkreten Fallbeispielen und Ereignissen des Konflikts.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte der Kriegsethik und prüft anschließend die NATO-Intervention anhand der Kriterien ius ad bellum und ius in bello.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Kriegsethik, NATO-Intervention, Völkerrecht, Gerechter Krieg, Souveränität, Menschenrechtsschutz und Konfliktlösung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des UN-Mandats im Kosovokonflikt?

Der Autor stellt fest, dass ein explizites UN-Mandat fehlte, was die Rechtmäßigkeit des militärischen Vorgehens der NATO nach völkerrechtlichen Standards problematisch macht.

Welche Rolle spielten die zivilen Opfer für die Bewertung der Verhältnismäßigkeit?

Zivile Opfer und die Zerstörung ziviler Infrastruktur durch die NATO-Luftangriffe werden als deutliche Indikatoren für eine Verletzung des Verhältnismäßigkeitsprinzips gewertet.

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Detalles

Título
Handelte es sich bei der NATO-Intervention im Kosovokrieg 1999 um einen gerechten Krieg?
Universidad
University of Trier
Calificación
1,7
Autor
Katarina Resch (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
32
No. de catálogo
V1358502
ISBN (PDF)
9783346874634
ISBN (Libro)
9783346874641
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lehre des gerechten Krieges Kosovokrieg NATO Vereinte Nationen UN-Charta
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katarina Resch (Autor), 2019, Handelte es sich bei der NATO-Intervention im Kosovokrieg 1999 um einen gerechten Krieg?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358502
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