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Möglichkeiten zur Vermeidung der Zinsabzugsbeschränkung nach § 8a KStG

Titre: Möglichkeiten zur Vermeidung der Zinsabzugsbeschränkung nach § 8a KStG

Thèse de Bachelor , 2009 , 33 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Ruslana Pedchenko (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 hat der Gesetzgeber die Zinsschranke eingeführt, durch die die Begrenzung des Abzuges von Fremdfinanzierungsaufwendungen neu gestaltet worden ist. Seitdem fallen alle Zinsaufwendungen eines Unternehmens unter die Zinsschrankenregelung, wobei bisherig geltende gesetzliche Vorschrift des § 8a KStG den Abzug der Finanzierungskosten für Kapitalgesellschaften nur auf Gesellschafter-fremdfinanzierung einschränkt.
Folgende Ziele sollen mit der Unternehmensteuerreform 2008 verwirklicht werden:
- Erhöhung der Standortattraktivität Deutschlands;
- Gestaltungsmöglichkeit für die Fremdkapitalkosten soll eingeschränkt sein;
- generelle Finanzierungs- und Rechtsformneutralität;
- Anstieg der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

So wird ab dem Veranlagungszeitraum 2008 die nominale Ertragssteuerbelastung auf Ebene der Körperschaften infolge des Gesetzes von 38,65 % auf 29, 825 % reduziert, da der Körperschaftsteuersatz von 25 % auf 15 % herabgesetzt und die Gewerbesteuermesszahl von 5 % auf einheitlich 3,5 % gesenkt worden ist. Als Gegenfinanzierungsmaßnahme wurde die Zinsschrankenregelung als Ersatz für die bisherige Gesellschafterfremdfinanzierung nach § 8a KStG a. F. eingeführt.
Die Regelung der Zinsschranke erlaubt für alle Rechtsformen einen begrenzten Zinsabzug in Höhe von 30 % des Schuldzinsüberhangs zwischen Zinsertrag und Zinsaufwand (EBITDA). Die Zinsschranke findet generell keine Anwendung, wenn der Schuldzinsüberhang weniger als 1 Mio. EUR beträgt oder das Unternehmen nur anteilig oder gar nicht einem Konzern einzubeziehen ist.
Des Weiteren darf keine schädliche Gesellschafterfremdfinanzierung vorliegen und die Eigenkapitalquote des Betriebes darf unter Berücksichtigung einer Toleranzgrenze nicht niedriger als die des Konzerns sein.
Ziel der vorgelegten Bachelorarbeit ist es, die Gestaltungsmöglichkeiten für die steuerlichen Folgen der eingeführten Zinsschrankenregelung darzustellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Ausnahmetatbestände des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG

2.1 Die Freigrenze

2.2 Konzernklausel

2.3 Escape–Klausel

3. Gestaltungsgrundsätze zur Umgehung der Zinsschranke

3.1.Darstellungen mit Hilfe der Ausnahmetatbestände

3.1.1 Die Erhöhung des Eigenkapitals

3.1.2 Die Mehrfachberücksichtigung der Freigrenze

3.1.3 Vermeidung der schädlichen Gesellschafter-fremdfinanzierung

3.1.3.1 Senkung des Beteiligungsanteils des finanzierenden Gesellschafters

3.1.3.2 Nichtüberschreiten der 10%-Grenze

3.1.4 Gründung einer Organschaft

3.1.5 Weitere Formen der Finanzierung

3.1.6 Formen der Kapitalüberlassung

3.1.7 Kündigung des Bankdarlehens

3.1.8 Kreditverlagerung ins Ausland

3.1.9 Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

3.1.10 Zweckgesellschaften

3.2 Möglichkeiten zur Einschränkung der Belastung durch die Zinsschranke

3.2.1 Einfluss auf EBITDA

3.2.1.1 Die Erhöhung der Abschreibungen

3.2.1.2 Die Aufdeckung stiller Reserven

3.2.1.3 Verlagerungen von Tochtergesellschaften ins Inland

3.2.2 Vermeidung der Zinsschranke durch variable Verzinsung

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen, um die durch die Unternehmenssteuerreform 2008 eingeführte Zinsschrankenregelung gemäß § 8a KStG i.V.m. § 4h EStG zu vermeiden oder deren Belastung zu mindern.

  • Analyse der gesetzlichen Ausnahmetatbestände (Freigrenze, Konzernklausel, Escape-Klausel).
  • Darstellung von Gestaltungsstrategien zur Umgehung der Zinsschranke, wie z.B. Eigenkapitalerhöhungen oder Umstrukturierungen.
  • Untersuchung der Möglichkeiten zur Beeinflussung der steuerlichen Bemessungsgrundlage (EBITDA).
  • Kritische Würdigung der praktischen Auswirkungen auf fremdfinanzierte Unternehmen in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Erhöhung des Eigenkapitals

Durch die Regelung des Eigenkapitalvergleichs, bei der die Eigenkapitalquote des Betriebs nicht schlechter ist als die des Konterns mit einer Toleranzschwelle von einem Prozent sein darf, kann es für die Unternehmen, die diese Grenze unterschreiten Sinn machen, das Eigenkapital zu erhöhen und somit die Zinsschrankenanwendung zu vermeiden. Das Eigenkapital kann durch die Einlagen aus Gesellschaftsmitteln (nominelle Kapitalerhöhung), Sacheinlagen (z.B. Einbringung von einzelnen Vermögenswerten oder gar Betrieben) sowie Ausgabe junger Aktien erhöht werden.

Bei der Eigenkapitalerhöhung hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten für die Zuführung von Bargeld in Betracht gezogen und gesetzlich im § 4h Abs. 2 Satz 5 EStG festgestellt. Nach dieser gesetzlichen Regelung ist das Eigenkapital um Einlagen herabzusetzen, die innerhalb von sechs Monaten vor dem maßgeblichen Abschlussstichtag eingelegt und innerhalb von sechs Monaten nach dem Abschlussstichtag ausgeschüttet oder entnommen werden. Denkbar ist, die Jahresgrenze zu überschreiten und somit die Einlagen mit dem Eigenkapital zu saldieren.

Die Wahlrechte sind gemäß § 4h Abs. 2 EStG im Abschluss des Betriebs und im Konzernabschluss nach gleichen Rechnungslegungsstandards anzuwenden, um somit die Möglichkeiten einzuschränken. Zunächst wäre vorstellbar, dass die Wahlrechte auf den Betriebsebenen angewendet und auf den Konzernebenen nicht angewendet werden. Wichtig sind die Folgen, die sich durch Wahlrechte auf Betriebs- und Konzernebenen resultieren. Diese Folgen heben sich voneinander je nach angewendetem Rechnungslegungsstandard ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die steuerlichen Neuerungen durch die Unternehmenssteuerreform 2008 und die Zielsetzung der Arbeit.

2. Ausnahmetatbestände des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG: Erläuterung der gesetzlichen Voraussetzungen, unter denen die Zinsschrankenregelung nicht zur Anwendung kommt.

3. Gestaltungsgrundsätze zur Umgehung der Zinsschranke: Detaillierte Analyse praktischer Strategien zur Vermeidung der Abzugsbeschränkung und zur Optimierung der steuerlichen Situation.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Zinsschranke und der Effektivität der vorgestellten Anpassungsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Zinsschranke, Unternehmenssteuerreform 2008, § 8a KStG, § 4h EStG, Gesellschafterfremdfinanzierung, Eigenkapitalquote, EBITDA, Freigrenze, Konzernklausel, Escape-Klausel, Steuerplanung, Kapitalgesellschaft, Organschaft, Finanzierungskosten, Unternehmensbesteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die steuerliche Problematik der Zinsabzugsbeschränkung (Zinsschranke) nach § 8a KStG und zeigt auf, wie betroffene Unternehmen diese durch legale Gestaltungsmöglichkeiten umgehen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die gesetzlichen Ausnahmeregelungen, die strategische Gestaltung von Finanzierungsstrukturen sowie Methoden zur Beeinflussung der Bemessungsgrundlage (EBITDA).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten für Kapitalgesellschaften zu identifizieren und darzustellen, um die steuerlichen Folgen der Zinsschrankenregelung zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Analyse der gesetzlichen Regelungen sowie deren praktische Anwendung anhand von Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Ausnahmetatbestände (z.B. Freigrenze) und eine umfassende Sammlung von Gestaltungsgrundsätzen zur Vermeidung der Zinsschranke.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zinsschranke, Eigenkapitalquote, Gesellschafterfremdfinanzierung und steuerliches EBITDA charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Konzernklausel in dieser Untersuchung von üblichen Definitionen?

Die Arbeit betont den sogenannten "erweiterten Konzernbegriff", bei dem eine tatsächliche Fusion nicht maßgebend ist, sondern eine potenzielle Konzernzugehörigkeit unter IFRS/Handelsrechts-Standards.

Welchen Einfluss haben Abschreibungen auf die Zinsschranke?

Durch die Erhöhung des steuerlichen EBITDA mittels Abschreibungen vergrößert sich das zulässige Abzugsvolumen für Zinsaufwendungen.

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Résumé des informations

Titre
Möglichkeiten zur Vermeidung der Zinsabzugsbeschränkung nach § 8a KStG
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,7
Auteur
Ruslana Pedchenko (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
33
N° de catalogue
V135942
ISBN (ebook)
9783640433117
ISBN (Livre)
9783640433261
Langue
allemand
mots-clé
Möglichkeiten Vermeidung Zinsabzugsbeschränkung KStG
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ruslana Pedchenko (Auteur), 2009, Möglichkeiten zur Vermeidung der Zinsabzugsbeschränkung nach § 8a KStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135942
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Extrait de  33  pages
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