Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Antifeminismus im Rechtspopulismus am Beispiel der AfD. Ideologie oder politisches Kalkül?

Titel: Antifeminismus im Rechtspopulismus am Beispiel der AfD. Ideologie oder politisches Kalkül?

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maria Luisa Kuzmic (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Antifeminismen nutzt die AfD und kann der Antifeminismus als Teil der rechtspopulistischen Partei AfD gesehen werden, oder dient er nur dem Verfolgen eines politischen Ziels? Diese Frage soll durch die Bearbeitung der einzelnen Kapitel beantwortet werden.

Zunächst soll der Begriff Antifeminismus geklärt werden. Die anschließenden Kapitel widmen sich dem Themenbereich der Ideologie und der Klärung, ob der Rechtspopulismus eine Ideologie ist. Dem folgt eine Analyse der Antifeminismen in der AfD. Die aus den einzelnen Kapiteln erlangten Erkenntnisse werden schließlich im Fazit zur Klärung der gestellten Frage genutzt.

In Kai Arzheimers Definition der Ideologien treffen fast alle Punkte auf die heutigen rechtspopulistischen Parteien, hier der AfD, zu. Allerdings kann kein System von Werten, Ideen und Überzeugungen ausgemacht werden. Vielmehr ändern sich die Werte, Ideen und Überzeugungen teilweise und passen sich der gegenwärtigen Umwelt an. Ergo kann der Antifeminismus nicht Teil einer nach der Definition Arzheimers nicht vorhandenen Ideologie des Rechtspopulismus sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Antifeminismus

3 Ideologie

3.1 Ideologie im Rechtspopulismus

3.2 Zwischenfazit. Rechtspopulismus – eine Ideologie?

4 Verortung der Rollenbilder, des Familienbildes, des Geschlechts, der Sexualität im Parteienprogramm der AfD

4.1 Familienpolitik/Familialismus

4.2 Frauenquote, Rollenbilder und Frauen in der AfD

4.3 Gender

4.4 Frühsexualisierung

4.5 Abtreibung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Antifeminismus als integraler Bestandteil der rechtspopulistischen Ideologie der AfD betrachtet werden kann oder ob er gezielt als politisches Instrument zur Mobilisierung eingesetzt wird.

  • Ideologieverständnis im Rechtspopulismus
  • Darstellung traditioneller Rollenbilder und Familienpolitik in der AfD
  • Analyse antifeministischer Diskurse und deren Funktion
  • Verhältnis von Geschlechterpolitik und politischer Strategie
  • Rolle der AfD als parlamentarische Akteurin im Geschlechterdiskurs

Auszug aus dem Buch

4.2 Frauenquote, Rollenbilder und Frauen* in der AfD

Folgt man den Aussagen der AfD in der Familienpolitik, ergibt sich ein Bild von einer Frau*, die mit einem Mann* mehrere Kinder bekommt, die in ihrer Rolle als Mutter *und Hausfrau* ihre Erfüllung findet und zuhause bleibt, solange die Kinder klein sind. Daneben können Frauen* nach dem Selbstverständnis der AfD ebenso einen anderen Lebensweg gehen. Wer Karriere machen möchte, muss es alleine schaffen, denn eine Gleichstellung gibt es bereits laut Björn Höcke (AfD). Er äußert sich auf die Frage in seinem Buch:

„Aber wie steht es um die beklagte gesellschaftliche Vorrangstellung der Männer und die soziale Benachteiligung der Frauen?“ „Ein Großteil davon ist frei erfunden. Niemals hatten Frauen so viel Entfaltungsmöglichkeiten wie heute“ (Höcke/Henning 2019: 111)

Er untermalt Gesagtes mit seiner Wahrnehmung des heutigen Feminismus, der sich gegen die Familie richte, nicht gegen die Männer* (ebd.). Dennoch ist die AfD im Deutschen Parlament mit lediglich elf Frauen* vertreten, die teils wichtige Positionen innehaben. Demgegenüber steht eine dominante Anzahl von männlichen* Abgeordneten*. Nach Beatrix von Storch, soll sich diese geschlechtsspezifische Verteilung nicht durch die Frauenquote ändern:

„Gleichberechtigung heißt gleiche Rechte. Die haben wir. Gleichstellung heißt gleiche Ergebnisse durch die Diskriminierung Einzelner, Männer, zu Gunsten einer Gruppe – Frauen. Quoten sind leistungsfeindlich, diskriminierend und widersprechen dem Demokratieprinzip. Darum lehnen wir sie strikt ab. Quoten für die Besetzung von Vorständen und Listen schränken den politischen Wettbewerb massiv ein und sind ein drastischer Eingriff in die Wahlfreiheit von Delegierten, Mitgliedern und Wählern. Sie sind ein Ausdruck radikal-feministischer Ideologie.“ (Storch von 2020, zit. nach AfD 2022a: o. S.)

Demnach vertreten Frauen* in der AfD einen Antigleichstellungsstandpunkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die AfD als europakritische Partei vor und führt in die Fragestellung ein, ob Antifeminismus ein zentrales ideologisches Element der Partei oder ein kalkuliertes politisches Werkzeug ist.

2 Antifeminismus: Dieses Kapitel definiert Antifeminismus historisch sowie in der modernen gesellschaftlichen Debatte und verortet ihn im rechten politischen Spektrum.

3 Ideologie: Hier wird der Ideologiebegriff theoretisch hergeleitet und ein Versuch unternommen, den Rechtspopulismus – unter Einbeziehung von Fachliteratur – als Ideologiekonstrukt zu bewerten.

4 Verortung der Rollenbilder, des Familienbildes, des Geschlechts, der Sexualität im Parteienprogramm der AfD: Die Analyse untersucht die konkrete Programmatik der AfD hinsichtlich Familienpolitik, Frauenbild, Gender-Diskurs sowie Themen wie Abtreibung und Sexualpädagogik.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Antifeminismus zwar keine eigene Ideologie des Rechtspopulismus bildet, aber als essenzielles politisches Instrument fungiert, um Traditionen zu betonen und Wählergruppen zu mobilisieren.

Schlüsselwörter

AfD, Rechtspopulismus, Antifeminismus, Ideologie, Geschlechterrollen, Familienpolitik, Gleichstellung, Genderforschung, Frühsexualisierung, Wahlverhalten, politisches Kalkül, Nationalismus, Tradition, Diskurs, gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem Antifeminismus und der rechtspopulistischen Ideologie am Beispiel der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ideologienanalyse, der familienpolitischen Programmatik, dem AfD-spezifischen Verständnis von Geschlechterrollen sowie der Ablehnung von Genderforschung und Sexualpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Antifeminismus ein inhärenter Bestandteil der rechtspopulistischen Ideologie der AfD ist oder lediglich als gezieltes politisches Werkzeug dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise, indem sie das AfD-Parteiprogramm, öffentliche Äußerungen von Parteimitgliedern und einschlägige wissenschaftliche Literatur zur Ideologietheorie und zum Rechtspopulismus kombiniert.

Was sind die Kernpunkte im Hauptteil der Untersuchung?

Im Hauptteil wird zunächst der theoretische Ideologiebegriff geklärt, bevor die AfD-Programmatik in Bezug auf Familienideale, das Frauenbild und die explizite Ablehnung von "Gender-Ideologie" detailliert analysiert wird.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Antifeminismus, Rechtspopulismus, Rollenbilder, Familienpolitik, Diskurs und die strategische Nutzung von Feindbildern.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Frauen innerhalb der AfD?

Die Analyse zeigt, dass auch prominente AfD-Politikerinnen dezidiert antifeministische Positionen vertreten, insbesondere bei Themen wie der Frauenquote, um so eine traditionelle, auf der Kernfamilie basierende gesellschaftliche Ordnung zu propagieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin hinsichtlich des Antifeminismus als politisches Kalkül?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Antifeminismus zwar keine in sich geschlossene Ideologie darstellt, jedoch als effektives "Werkzeug" fungiert, um Ängste zu schüren, sich vom politischen Establishment abzugrenzen und gezielt Wählerschichten zu binden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antifeminismus im Rechtspopulismus am Beispiel der AfD. Ideologie oder politisches Kalkül?
Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,0
Autor
Maria Luisa Kuzmic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1360035
ISBN (PDF)
9783346879240
ISBN (Buch)
9783346879257
Sprache
Deutsch
Schlagworte
antifeminismus rechtspopulismus beispiel ideologie kalkül
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Luisa Kuzmic (Autor:in), 2022, Antifeminismus im Rechtspopulismus am Beispiel der AfD. Ideologie oder politisches Kalkül?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1360035
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum