Das Ziel der Hausarbeit ist es, der Frage nachzugehen, inwieweit der sogenannte „National-Champion“-Ansatz eine angemessene Strategie darstellt, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern.
Das Fortschreiten der Globalisierung, die Energiewende und der Aufstieg Chinas zu einer bedeutsame Wirtschaftsmacht führt dazu, dass die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen zunehmend bedroht wird. Dies stellt die Politik in Deutschland und der Europäischen Union vor große Herausforderungen.
Um ein gemeinsames Verständnis für die Thematik zu bekommen, werden im ersten Kapital dieser Hausarbeit verschiedene thematischen Begriffe erklärt und voneinander abgegrenzt. Im zweiten Kapitel wird dann zu der Thematik des „Nationalen-Champion“-Ansatzes hingeleitet und diese Strategie erklärt. Anschließend werden die verschieden Potentiale und Risiken solcher Strategien erläutert. Im dritten Kapitel folgt dann ein Ausblick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition und theoretische Einordnung
2.1 Strukturpolitik
2.2 Technologiepolitik
2.3 Industriepolitik
3 Der „Nationale-Champion“-Ansatz
3.1 Potentiale
3.2 Risiken
3.3 Blick in die Zukunft
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht, inwieweit der „Nationale-Champion“-Ansatz eine geeignete Strategie für Regierungen darstellt, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen angesichts zunehmender Globalisierung und Herausforderungen wie dem Aufstieg Chinas zu sichern.
- Grundlagen der Struktur-, Technologie- und Industriepolitik
- Charakterisierung des historischen „Nationale-Champion“-Ansatzes
- Analyse der ökonomischen Potenziale am Beispiel von Airbus
- Betrachtung von Risiken wie Wettbewerbsverzerrung und Rent-Seeking
- Ausblick auf moderne industriepolitische Strategien (Industriestrategie 2030)
Auszug aus dem Buch
3 Der „Nationale-Champion“-Ansatz
Die Strategie des Staates in Sachen Technologiepolitik ist nicht gleichbleibend, sondern verändert sich im Laufe der Zeit. Nach Freeman/ Soate kann die Technologiepolitik in zwei wesentliche Ausprägungen eingeteilt werden. Eine dieser Ausprägungen, kann als der „National-Champion“-Ansatz bezeichnet werden.
Dieser Ansatz wurde zwischen dem zweiten Weltkrieg und den 60iger- bzw. 70iger-Jahren verfolgt. Zentrale Charakterisierungen sind nach Freeman/Soete: die wirtschaftliche Machbarkeit steht nicht im Vordergrund, sondern die potenzielle technische Errungenschaft, Projekte sind auf wenigen Akteuren beschränkt, zentrale Kontrolle obliegt dem Staat, geringer Austausch von Ergebnissen nach außen.
Als Beispiel für Bereiche, die den „Nationalen-Champion“-Ansatz verfolgen, waren Luftfahrt, Kernkraft und Verteidigung. Dadurch wurden Projekte vorangetrieben, wie beispielsweise das Manhattan-Projekt, Apollo-Programm oder die Entwicklung der Concorde. Die Strategie des „Nationale- Champion“-Ansatzes wurde vom „nationalen Innovation System (NIS) abgelöst, worauf im Rahmen dieser Hausarbeit nicht weiter eingegangen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung legt die Problemstellung durch Globalisierung und den Aufstieg Chinas dar und definiert das Ziel der Arbeit, den „Nationale-Champion“-Ansatz als Strategie zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu bewerten.
2 Definition und theoretische Einordnung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem die Begriffe Strukturpolitik, Technologiepolitik und Industriepolitik definiert und voneinander abgegrenzt werden.
3 Der „Nationale-Champion“-Ansatz: Das Hauptkapitel analysiert das Konzept des „Nationale-Champion“-Ansatzes, diskutiert dessen historische Bedeutung, wirtschaftliche Potenziale am Beispiel Airbus sowie systemische Risiken und gibt abschließend einen Ausblick auf aktuelle industriepolitische Bestrebungen.
4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zu den Definitionen, den aufgezeigten Potenzialen und Risiken sowie der Zukunftsperspektive der Industriepolitik noch einmal zusammen.
Schlüsselwörter
Nationale-Champion-Ansatz, Strukturpolitik, Technologiepolitik, Industriepolitik, Wettbewerbsfähigkeit, Subventionen, Airbus, Staatliche Kontrolle, Innovationsförderung, Fusionskontrolle, Rent-Seeking, Korruptionsrisiko, Industriestrategie 2030, EU-Wettbewerbspolitik, Globale Marktstellung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den „Nationale-Champion“-Ansatz als staatliches Instrument zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen in einem globalisierten Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt die theoretische Einordnung der Industriepolitik sowie die praktische Anwendung, Potenziale und Gefahren von „Nationalen Champions“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit die gezielte staatliche Förderung großer Nationaler Champions eine angemessene Antwort auf internationalen Wettbewerbsdruck bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich von politischen Konzepten sowie Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine detaillierte Analyse der Stärken und Schwächen des „Nationale-Champion“-Ansatzes und einen Ausblick auf die deutsche „Industriestrategie 2030“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Industriepolitik, Wettbewerbsfähigkeit, Staatliche Intervention und der „Nationale-Champion“-Ansatz.
Warum wird das Beispiel Airbus in der Arbeit so prominent hervorgehoben?
Airbus dient als zentrales Fallbeispiel für eine staatlich geförderte Erfolgsgeschichte zur Etablierung eines globalen Akteurs im Wettbewerb mit den USA.
Welche Bedenken äußern Kritiker bezüglich des „Nationale-Champion“-Ansatzes?
Kritisiert werden insbesondere drohende Wettbewerbsverzerrungen, die potenzielle Benachteiligung kleinerer Unternehmen und ein erhöhtes Korruptionsrisiko durch Rent-Seeking.
- Citation du texte
- Alex Czycholl (Auteur), 2021, Der „Nationale Champion“-Ansatz. Technologiepolitische Potenziale und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1360134