Während dem Studium sind wir schon mit einigen Störungsbildern in Kontakt getreten und haben uns auch vielseitig damit beschäftigt. In der ersten Aufgabe werde ich mich auf genau fünf verschiedene Störungsbilder beziehen und dazu jeweils zwei geeignete altersadäquate Interventionen nennen und diese begründen. In der zweiten Aufgabe werde ich auf die ursächlichen Probleme der sensorischen Integration eingehen, die als mögliche Auslöser für diese fünf Störungen in Frage kommen könnten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1.0 verschiedene Störungsbilder
1.1 hyperkinetische Störung
1.2 Störung des propriozeptiven und vestibulären Systems
1.3 Störung der Handlungsplanung
1.4 Koordinationsstörung
1.5 taktile Unterempfindlichkeit
2.0 ursächliche Probleme der sensorischen Integration
2.1 Sauerstoffmangel
2.2 Drogenkonsum
2.3 mangelnde Reizangebote
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, fünf ausgewählte Störungsbilder im pädiatrischen Kontext zu analysieren, passende ergotherapeutische Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen und die zugrunde liegenden Ursachen im Bereich der sensorischen Integration kritisch zu hinterfragen.
- Analyse der hyperkinetischen Störung und Aufmerksamkeitsdefiziten
- Therapeutische Strategien bei Störungen der propriozeptiven und vestibulären Wahrnehmung
- Umgang mit Störungen der Handlungsplanung sowie Koordinationsdefiziten
- Interventionen bei taktiler Unterempfindlichkeit
- Ursachenforschung: Einfluss von Sauerstoffmangel, Drogenkonsum und Reizmangel auf die kindliche Entwicklung
Auszug aus dem Buch
1.2 Störung des propriozeptiven und vestibulären Systems (Suche nach propriozeptiven und vestibulären Reizen)
„Er tobt lieber ungebremst herum, klettert überall hoch und springt wieder herunter. In einer Turnhalle mit glattem Fußboden nimmt er Anlauf, lässt sich mit Wucht fallen und liebt es, auf den Knien über den Boden zu schlittern. Mitunter rennt er auf die aufgestellte Weichbodenmatte zu und springt wiederholt mit aller Kraft dagegen. Durch diese starke Stimulation versucht er, seinen Körper besser zu spüren.“ -> Kinder mit dieser Störung, sind ständig in Bewegung. Sie sind sich über ihren eigenen Körper nicht bewusst: die Kinder suchen zum Teil nach extremer propriozeptiver, aber auch vestibulärer Stimulation. Sie zeigen meist keine Angst, sind sehr waghalsig und können häufig die eventuellen Folgen ihres Tuns nicht abschätzen.
Ergotherapeutische Intervention 1: In der Therapie könnte man Philipp zum Beispiel Trampolin springen lassen. Während der Übung wäre es auch möglich Sprünge einzubauen, bei denen er sich auf den Po fallen lassen soll und danach wieder versuchen sollte aufzustehen und weiter zu springen. Dies soll dann im Wechsel folgen, einmal hoch springen und einmal in den Sitz springen. (Wiederholungen: 3x 10 mit eingebauten Pausen von ca. 1 Minute). Je nach Fähigkeiten, könnte man diese Übung auch anpassen, indem man entweder die Pausen verkürzt/ verlängert, die Wiederholungen minimiert oder erhöht oder den Sitz nicht so oft mit einbringt/ öfter mit einbringt. Diese Übung wird durchgeführt, um den propriozeptiven Reiz zu spüren und die Körperwahrnehmung zu fördern.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, fünf spezifische Störungsbilder zu identifizieren und diese durch geeignete ergotherapeutische Interventionen sowie mögliche ursächliche Faktoren der sensorischen Integration zu beleuchten.
1.0 verschiedene Störungsbilder: In diesem Kapitel werden fünf pädiatrische Störungsbilder – von der hyperkinetischen Störung bis zur taktilen Unterempfindlichkeit – detailliert beschrieben und mit praktischen therapeutischen Übungen ergänzt.
2.0 ursächliche Probleme der sensorischen Integration: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Hintergründen von Wahrnehmungsstörungen und untersucht äußere Einflüsse wie Sauerstoffmangel, Drogenkonsum und Reizmangel als mögliche Ursachen.
Schlüsselwörter
Ergotherapie, Pädiatrie, sensorische Integration, hyperkinetische Störung, propriozeption, vestibuläres System, Handlungsplanung, Koordinationsstörung, taktile Unterempfindlichkeit, Wahrnehmungsstörung, Kindesentwicklung, Entwicklungsförderung, Frühkindliche Störungen, Reizsuche, Aufmerksamkeitsdefizit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit ergotherapeutischen Ansätzen bei pädiatrischen Störungsbildern und analysiert deren mögliche entwicklungsgeschichtliche Ursachen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der praktischen Intervention bei hyperkinetischen Störungen, sensorischen Integrationsstörungen, Koordinationsschwierigkeiten und taktilen Defiziten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist, zu jeder der untersuchten Störungen zwei altersgerechte und begründete ergotherapeutische Maßnahmen zu entwickeln und diese theoretisch mit den Ursachen der sensorischen Integration zu verknüpfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fallbezogenen Analyse, bei der klinische Beobachtungen (zitiert nach dem Fallbeispiel Philipp) mit ergotherapeutischen Interventionsstrategien kombiniert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden fünf spezifische Störungen detailliert definiert, durch Zitate veranschaulicht und mit jeweils zwei konkreten, praxisnahen Übungen für die Therapie angereichert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ergotherapie, Pädiatrie, Sensorische Integration, Propriozeption, Vestibuläre Reize und Wahrnehmungsstörung.
Welcher Stellenwert kommt der sensorischen Integration zu?
Sie dient als theoretische Basis, um zu erklären, warum bestimmte äußere Faktoren wie Sauerstoffmangel während der Geburt die spätere Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes beeinträchtigen können.
Warum wird im Beispiel Philipp auf die taktile Unterempfindlichkeit eingegangen?
Da das Kind Schwierigkeiten mit feinmotorischen Abläufen wie dem Schleifebinden zeigt, dient dies als Indikator für eine mangelhafte taktile Reizverarbeitung, die gezielt stimuliert werden muss.
- Arbeit zitieren
- Caroline Kiefer (Autor:in), 2019, Ergotherapeutische Interventionen in der Pädiatrie. Fallbearbeitung zu dem Fall "Philipp, ein unruhiges, unkonzentriertes Kind", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1360225