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Der Panegyrikus des jüngeren Plinius auf den Kaiser Trajan

Eine Lobrede als politisches Programm?

Titre: Der Panegyrikus des jüngeren Plinius auf den Kaiser Trajan

Dossier / Travail , 2009 , 11 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nicole Kumpfmüller (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Am ersten September des Jahres 100 n. Chr. tritt der Senator Gaius Plinius Caecilius Secundus, kurz Plinius der Jüngere, im Alter von 38 Jahren das Amt des Suffektkonsulats an und krönt somit seine außergewöhnliche und bemerkenswerte Ämterlaufbahn. Aus diesem Anlass hielt er, dem Brauch entsprechend und im Namen des Staates, an seinem ersten Amtstag vor dem vollständig versammelten Senat von Rom und dem ebenfalls anwesenden Kaiser Marcus Ulpius Trajanus eine Dankesrede, die uns als Panegyrikus überliefert ist.
Um ein Grundverständnis der literarischen Gattung „Panegyrikus“ zu schaffen, soll eine kurze Definition hilfreich sein: in der Spätantike wird der Panegyrikus als eine Lobrede auf den Kaiser bezeichnet. Dabei sollte man dennoch unterscheiden, dass der Begriff Panegyrikus nicht jeden Text lobenden Inhalts integriert, sondern ihn auf das Lob gesellschaftlicher Instanzen (z.B. Städte) festlegt. Lobreden können oft auch Tadelreden sein, da sie das Gegenbild darstellen, um das Ideal zu verdeutlichen. Auf diese Weise verurteilt auch Plinius mit dem Lob an Trajan den ehemaligen Kaiser Titus Flavius Domitianus.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

2.1 PANEGYRIKUS DES PLINIUS AUF DEN KAISER TRAJAN

2.1.1 Redesituation

2.1.2 Inhalt und Aufbau

2.2 FUNKTION

2.2.1 Der Panegyrikus als persönliche Mission?

2.2.2 Der Panegyrikus als aktuelle Herrschaftsdarstellung und Zukunftsprogramm

2.2.3 Plinius’ Absichten

3. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Panegyrikus des Plinius auf Kaiser Trajan, um zu klären, ob es sich dabei primär um ein politisches Instrument der Senatsopposition oder um kaiserliche Propaganda handelte, und welche persönlichen Ziele der Autor mit seiner Rede verfolgte.

  • Historische Einordnung des Panegyrikus in die Regierungszeit Trajans.
  • Analyse der rhetorischen Strategien und der literarischen Form der Dankesrede.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Senat und Kaiser.
  • Bewertung der Funktion der Rede als politischer Wegweiser für künftige Herrscher.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Redesituation

Während der Regierungszeit Trajans, Januar 98 bis 117 n. Chr., übernahmen im Jahre 100 zwei nachgerückte Konsuln das Amt des Suffektkonsuls. Normalerweise wurden römische Magistrate für die Dauer eines Jahres gewählt. Wenn jedoch ein Magistrat schon vor Ende seiner Amtszeit ausschied oder sogar starb, musste ein Suffektkonsul gewählt werden. Das heißt, ihre Amtszeit betrug nicht länger als vom 1. September bis zum 31. Oktober des Jahres 100, um dann wieder einem neuen Paar für die letzten zwei Monate des Jahres den Weg frei zu machen.

Nun verlangt ein Senatsbeschluss, dass einer der beiden Konsuln eine Rede in Form einer Danksagung, gratiarum actio, vor dem vollständig versammelten Senat vorträgt, indem er gute Kaiser lobt, und schlechte hingegen darauf aufmerksam macht, was sie eigentlich leisten sollten. Es gab schon zahlreiche Prozess- und Senatsreden des Plinius, in denen er seine tiefgründigen rhetorischen Fähigkeiten mit Erfolg einsetzen konnte und die auch veröffentlicht wurden. Die Bestätigung dafür, dass Plinius auch diese Rede gelungen war, zeigt sich in seiner weiteren Laufbahn als Mitglied des kaiserlichen consilium (Ratsversammlung) und seiner Sonderstatthalterschaft.

Vor allem die von Plinius gewählte Form des Panegyrikus, die er an drei aufeinander folgenden Tagen aus seiner Schrift vorgetragenen hatte, fand großen Beifall. Erstmals gab es in Rom eine Lobrede mit literarischem Anspruch und im Umfang eines ganzen Buches, welches dem regierenden Kaiser gewidmet ist. Außerdem ist der Panegyrikus, im Gegensatz zu seinen vielen Prozess- und Senatsreden, nicht nur veröffentlicht worden, sondern auch in seiner erweiterten Form, welche Plinius unmittelbar nach seinem Vortrag im Jahre 101 in schriftlicher und überarbeiteter Form publizierte, erhalten geblieben. Bei dieser Überarbeitung begrenzte Plinius sich nicht nur auf seine eigene Meinung, sondern fragte nach Kritik, indem er zum einen die Rede im Freundeskreis vortrug und zum anderen auch in Form von Briefen, indem der den Text verschickte. Jedoch kann aus dem uns erhaltenen Text nicht mehr auf das Ausmaß der im Nachhinein hinzugefügten Ergänzungen geschlossen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die historische Person Plinius der Jüngere und Definition der Gattung Panegyrikus im Kontext der römischen Rhetorik.

2. HAUPTTEIL: Detaillierte Analyse der Redesituation, des inhaltlichen Aufbaus sowie der funktionalen Absichten hinter der Lobrede des Plinius.

2.1 PANEGYRIKUS DES PLINIUS AUF DEN KAISER TRAJAN: Untersuchung der historischen Rahmenbedingungen des Vortrags und der strukturellen Gliederung des Textes.

2.1.1 Redesituation: Darstellung der politischen Umstände im Jahr 100 n. Chr. und der Erwartungen an den Konsul als Redner vor dem Senat.

2.1.2 Inhalt und Aufbau: Analyse der thematischen Sektionen der Rede, von der Einleitung über Trajans Werdegang bis hin zum Schlussgebet.

2.2 FUNKTION: Untersuchung der politisch-strategischen Ziele, die Plinius mit seiner Rede verfolgte.

2.2.1 Der Panegyrikus als persönliche Mission?: Diskussion der Frage, ob Plinius als freier Akteur oder als bloßer Vertreter des Senats handelte.

2.2.2 Der Panegyrikus als aktuelle Herrschaftsdarstellung und Zukunftsprogramm: Erläuterung der Bedeutung der Rede als normatives Instrument und Vorbild für künftige Generationen.

2.2.3 Plinius’ Absichten: Synthese der politischen Absichten, insbesondere der Funktion als Fürstenspiegel und Mittel zur Legitimierung des Prinzips.

3. SCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Frage nach propagandistischer Absicht versus politischem Programm.

Schlüsselwörter

Plinius der Jüngere, Panegyrikus, Kaiser Trajan, Römischer Senat, Rhetorik, Herrschaftsdarstellung, Gratiarum actio, Fürstenspiegel, Prinziptat, Senatsopposition, Politische Kommunikation, Propaganda, Römische Geschichte, Literaturanalyse, Suffektkonsul.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Panegyrikus des Plinius, eine bedeutende Lobrede auf Kaiser Trajan, um deren politische Bedeutung und Funktion im Kontext der römischen Kaiserzeit zu bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Im Zentrum stehen die Gattungsdefinition des Panegyrikus, die historische Redesituation im Jahr 100 n. Chr. sowie die wechselseitige Kommunikation zwischen Senat und Kaiser.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob die Lobrede als Instrument kaiserlicher Propaganda oder als politisches Programm der Senatsopposition einzustufen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine quellenkritische Analyse, wobei der Panegyrikus selbst sowie zeitgenössische Briefe des Plinius zur Interpretation herangezogen werden.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des strukturellen Aufbaus der Rede, die Analyse der persönlichen Rolle des Plinius als Konsul sowie die Bedeutung der Lobrede als Zukunftsrichtlinie für Herrscher.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Namen des Autors und des Kaisers vor allem "Herrschaftsdarstellung", "politische Kommunikation", "rhetorische Strategie" und "Prinzip der Machtlegitimation".

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Überarbeitung des Textes durch Plinius bei?

Die Arbeit betont, dass Plinius den Text nach dem mündlichen Vortrag in schriftlicher Form publizierte und dabei gezielt stilistische und inhaltliche Anpassungen vornahm, um den Text als literarisches Werk und politisches Dokument zu festigen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Plinius im Spannungsfeld zwischen Senat und Kaiser?

Es wird aufgezeigt, dass Plinius zwar eine vom Senat vorgegebene Pflicht erfüllte, dabei aber rhetorisch und inhaltlich gestaltend eingriff, um eine Brücke zwischen der Senatsaristokratie und dem Kaiser zu bauen.

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Résumé des informations

Titre
Der Panegyrikus des jüngeren Plinius auf den Kaiser Trajan
Sous-titre
Eine Lobrede als politisches Programm?
Université
LMU Munich
Cours
Proseminar
Note
1,3
Auteur
Nicole Kumpfmüller (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
11
N° de catalogue
V136051
ISBN (ebook)
9783640445622
ISBN (Livre)
9783640445318
Langue
allemand
mots-clé
Panegyrikus Plinius Kaiser Trajan Eine Lobrede Programm
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicole Kumpfmüller (Auteur), 2009, Der Panegyrikus des jüngeren Plinius auf den Kaiser Trajan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136051
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Extrait de  11  pages
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