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Zu "Luxe, calme et volupté" von Henri Matisse

Title: Zu "Luxe, calme et volupté" von Henri Matisse

Term Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Kristin Müller-Wenzel (Author)

Art - Art Theory, General
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Die von der akademischen Salonausstellungsjury abgelehnten Künstler, wie Pierre‐Auguste Renoir, Claude
Monet und Paul Cézanne, organisierten 1874 eine eigene Ausstellung. Auf dieser wurde der Begriff des
Impressionismus geprägt, denn das Gemälde "Impression. Aufgehende Sonne" von Monet verleidete eine
Kritiker die Ausstellung abwertend die "Ausstellung der Impressionisten“ zu nennen.
Diese Künstler legten ihren Schwerpunkt auf die Farben, Formen und das Licht‐Schatten‐Spiel und weiniger
auf den gezeichneten Gegenstand. Dabei machten sie sich die neusten Erkenntnisse der
Wahrnehmungspsychologie1 zu nutzen. Die Neuerungen in ihrer Technik bestand darin ihr Gemälde mit
flüchtigen Pinselstrichen zu zeichnen und damit das Auge anzuregen, das Bild wieder zusammen zusetzen.
Durch diese Technik war auch ein ausgeprägtes Licht‐Schatten‐Spiel möglich, dass kurzlebige Lichteffekte
entstehen ließ.
Eine Weiterentwicklung des Impressionismus ist der Pointelismus, der zwischen 1880 bis 1910 in Mode kam.
Sein Begründer war Georges Seurat. Der Pointelismus baut auf den erweiterten naturwissenschaftlichen
Erkenntnissen auf, dass die menschliche Netzhaut das Bild in kleinste Rasterpunkte aufteilt und es erst
wieder im Geiste zusammen setzt.
Seine Technik des Impressionismus geht soweit, dass anstelle farblicher Pinsel striche nur noch Punkte auf
die Leinwand aufgetragen wurden. Es fand auch kein vermischen der Farben mehr statt, weder auf die
Leinwand noch vor dem Auftrag. Durch diese Technik muss das Auge des Betrachters erst das Gemälde
wieder im Geiste verbinden. Paul Cézanne reduziert in "Mont Sainte‐ Victoire" die Natur auf einzelne
geometrische Flächen und Paul Gauguin, durch seine Tahiti‐Reisen inspiriert, setzt leuchtende Farben
nebeneinander. Die Maler stellen jetzt nicht mehr die Realität dar, sondern die Bilder in ihrer Seele. Diese
Unabhängigkeit von Gegenständen ist wegbereiten für die Kunst in 20. Jahrhundert.
Auch Henri Matisse versucht sich in der Gestaltungsart des Pintelismus, welches sich in seinem Werk "Luxe,
calme et volupte" zeigt.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben von Henri Matisses

3. Luxe, Calme e Volupté

3.1. Bildbeschreibung

3.2. Thematik

3.3 Die Technik

3.4. Die Vorstudien

3.5. Der Einfluss anderer Künstler auf das Werk

4. Kritik und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gemälde „Luxe, calme et volupté“ von Henri Matisse im Kontext seiner künstlerischen Entwicklung und Auseinandersetzung mit dem Neo-Impressionismus. Dabei wird analysiert, wie Matisse durch die gezielte Adaption und Neuinterpretation zeitgenössischer Theorien und motivischer Einflüsse einen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelte.

  • Historischer Kontext des Impressionismus und Pointillismus
  • Biografische Hintergründe von Henri Matisse
  • Detaillierte Analyse der Komposition, Technik und Thematik des Werkes
  • Vergleichende Untersuchung von Vorstudien und künstlerischen Vorbildern
  • Kritische Würdigung der zeitgenössischen Rezeption und des Werks im Schaffen des Künstlers

Auszug aus dem Buch

3.1. Bildbeschreibung

Auf den Gemälde ist eine Strandlandschaft mit Bergen im Hintergrund dargestellt. Die Strandlinie verläuft diagonal von rechts unten nach links oben. In dem sich an den Strand anschließenden Wasser befindet sich ein Segelboot, das das Wasser mit dem Strand verbindet. Die Bergkette im Hintergrund befindet sich in der oberen Hälfte des Bildes. "The composition is in fact already systematic, the line of the horizon dividing the painting in a Golden Section and that of the shoreline exactly bisecting the lower rectangel, with a pinie tree closing the ride-hand side of the work" (Elderfield 1978: 36). Im Vordergrund befinden sich sieben Personen, darunter zwei bekleidete, und an der rechten Seite ein Pinienbaum, der das Bild senkrecht abgrenzt. "Bei ihm vereinen sich in perfekter Komposition die weichen Linien der Hügel mit der gewundenen Diagonale, die den Strand begrenzt und den strikten Kontrapunkt zum vertikalen rechten Baum bildet" (Neret 1996: 25).

Die bekleideten Personen stellen Frau Matisse und ihren Sohn da. Amelie Matisse sitzt in der linken unteren Ecke des Bildes, sie trägt ein blau-grünes Kleid und einen Hut Thre Beine sind nah an den Körper heran gezogen und beide Hände hat sie in den Schoß gelegt. An ihre Füße grenzt eine Picknickdecke, auf der sich drei Tassen mit Untersetzer, ein Teller mit Obst und eine Kaffeekanne befinden. Außerdem sitzen um die Decke noch drei Aktfiguren. Die drei Frauen befinden sich jeweils auf einer kleinen blau-grünen Decke und nehmen verschiedene sitzende bzw. liegende Posen ein. Die Aktfigur an der gegenüberliegende Seite der Picknickdecke ist in Rückenansicht dargestellt, sie schaut zu der Frau die rechts neben ihr steht auf. Diese Figur steht auf einer weiß-grünen Decken und fasst mit der linken Hand sich Haar über den Kopf zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Ursprünge des Impressionismus und Pointillismus und ordnet Henri Matisse in den Übergang zur modernen Kunst des 20. Jahrhunderts ein.

2. Das Leben von Henri Matisses: Dieser Abschnitt beschreibt den biografischen Werdegang des Künstlers, von seinen frühen Jahren und Studienversuchen bis hin zur Ausbildung in Paris und der Findung seines eigenen Stils.

3. Luxe, Calme e Volupté: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Werk, unterteilt in formale Bildbeschreibung, thematische Einordnung, technische Analyse, Betrachtung von Vorstudien und Einflüssen anderer Künstler.

4. Kritik und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die zeitgenössische Kritik am Werk und bewertet die Bedeutung des Gemäldes für die künstlerische Entwicklung von Matisse im Hinblick auf den Neo-Impressionismus.

Schlüsselwörter

Henri Matisse, Luxe, calme et volupté, Pointillismus, Neo-Impressionismus, Paul Signac, Paul Cézanne, Bildanalyse, Kunstgeschichte, Maltechnik, Farbkontrast, Stilleben, Landschaftsmalerei, Moderne, Salon d'Automne, Künstlerische Inspiration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Gemälde „Luxe, calme et volupté“ von Henri Matisse und untersucht dessen Bedeutung als Schlüsselwerk in der künstlerischen Entwicklung des Malers.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Neo-Impressionismus, die biografische Entwicklung von Matisse, formale Bildanalysen und den Einfluss bedeutender Künstlerkollegen auf das Werk.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Matisse die pointillistische Technik und motivische Anleihen nutzte, um sich von Vorbildern zu lösen und eine eigene künstlerische Identität zu formen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische Analyse, die formale Bildbetrachtung, vergleichende Quellenarbeit sowie die Auswertung zeitgenössischer Kritiken kombiniert.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil widmet sich intensiv dem Gemälde „Luxe, calme et volupté“, indem er dessen Komposition, die pointillistische Technik und die verschiedenen inspirierenden Einflüsse, wie z.B. von Cézanne oder Cross, detailliert darlegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Pointillismus, Farbzerlegung, Kontrast, künstlerische Inspiration, Moderne und die spezifische Ästhetik von Henri Matisse.

Wie unterschied sich Matisses Technik in diesem Werk von der Theorie Signacs?

Matisse nutzte die groben Pinselstriche des Pointillismus, lockerte die strengen Mosaikstrukturen jedoch durch feine, lineare Akzente auf, um das Bild lebendiger und individueller zu gestalten.

Welche Bedeutung hatte das Gedicht von Baudelaire für das Gemälde?

Der Titel des Gemäldes wurde direkt aus dem Gedicht „L’Invitation au voyage“ von Charles Baudelaire entlehnt, was den Wunsch nach einer romantischen, idealisierten Darstellung unterstreicht.

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Details

Title
Zu "Luxe, calme et volupté" von Henri Matisse
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
M.A. Kristin Müller-Wenzel (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V136060
ISBN (eBook)
9783640446377
ISBN (Book)
9783640446643
Language
German
Tags
Luxe Henri Matisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Kristin Müller-Wenzel (Author), 2005, Zu "Luxe, calme et volupté" von Henri Matisse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136060
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