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Die Entwicklung von Bindungsverhalten und Bindungsstörungen aus der Sicht der Bindungstheorie

Title: Die Entwicklung von Bindungsverhalten und Bindungsstörungen aus der Sicht der Bindungstheorie

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Stefan Maschack (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Das Thema dieser Ausarbeitung ist die Entwicklung von Bindungsverhalten und Bindungsstörungen. Um sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, erscheint es mir sinnvoll, sich zunächst einmal einen Überblick über die Grundannahmen der Bindungstheorie zu verschaffen. Das werde ich im ersten Kapitel dieser Arbeit tun.
Im zweiten Kapitel befasse ich mich mit den Grundannahmen der Bindungstheorien, wie sie von John Bowlby und anderen formuliert worden sind.
Im dritten Teil befasse ich mit der Theorie der Bindungsstörungen, wobei die unterschiedlichen Ausprägungen von Bindungsverhalten im Vordergrund stehen.
Im vierten Abschnitt zeige ich anhand eines Fallbeispiels aus der Literatur eine Bindungstörungen und deren Folgen bei einem Jugendlichen auf.
Das Fünfte Kapitel schließlich beinhaltet schließlich ein Fazit dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Bindungstheoretischen Konzepte

2.1. Die Grundannahmen der Bindungstheorie

2.2. Das Konzept der Feinfühligkeit

2.3. Das Programm der kindlichen Bindungsqualität

2.4. Die Kategorien der kindlichen Bindungsqualität

2.5. Konzept der Bindungspräsentation

3. Theorie der Bindungsstörungen

3.1. Diagnose und Einteilung von Bindungsstörungen

3.1.1. Nicht feststellbares Bindungsverhalten

3.1.2. Undifferenziertes Bindungsverhalten

3.1.3. Übersteigertes Bindungsverhalten

3.1.4. Gehemmtes Bindungsverhalten

3.1.5. Aggressives Bindungsverhalten

3.1.6. Rollenumkehrung als Bindungsverhalten

4. Bindungsstörungen bei Jugendlichen

4.1. Fallbeispiel Dissozialität und Delinquenz

4.2. Bindungstheoretischer Erklärungsansatz des Verhaltens

5. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung von Bindungsverhalten sowie die Entstehung und Ausprägung von Bindungsstörungen aus bindungstheoretischer Perspektive zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie frühe Bindungserfahrungen das spätere Verhalten von Individuen motivieren und welche Konsequenzen Bindungsstörungen für Jugendliche haben können.

  • Grundlagen und zentrale Konzepte der Bindungstheorie
  • Methoden zur Erfassung der kindlichen Bindungsqualität
  • Klassifizierung und Symptomatik verschiedener Bindungsstörungen
  • Zusammenhang zwischen Bindungsstörungen und dissozialem Verhalten
  • Fallbasierte Analyse von Bindungsstörungen im Jugendalter

Auszug aus dem Buch

3.1.3. Übersteigertes Bindungsverhalten

Exzessives Klammern ist das Verhalten, das bei diesen Kindern auffällt. Nur die Nähe ihrer Bezugsperson vermag ihnen ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit vermitteln. Unbekannte Situationen und eine unbekannte Umgebung führen dazu, dass sofort die Nähe der Bezugsperson gesucht wird. Werden diese Kinder dann beispielsweise auf den Arm genommen und geherzt, bleibt immer noch eine Anspannung und Misstrauen. Eine Trennung von der Bezugsperson führt zum Weinen, Toben und Panikverhalten. Auch das Explorationsverhalten dieser Kinder leidet unter dieser Bindungsstörung.

„Diese Bindungsstörung beobachtet man bei Kindern, deren Mütter etwa an einer Angststörung mit extremen Verlustängsten leiden. Ihre Kinder müssen für sie eine sichere emotionale Basis sein, damit sie sich auf diese Weise selbst psychisch stabilisieren können“ (Brisch 2001, S.86).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Bindungsentwicklung ein und umreißt den Aufbau der Arbeit, die von theoretischen Grundlagen bis hin zur praktischen Fallanalyse reicht.

2. Die Entwicklung der Bindungstheoretischen Konzepte: In diesem Kapitel werden die historischen Wurzeln der Bindungstheorie durch John Bowlby und Mary Ainsworth sowie grundlegende Konzepte wie Feinfühligkeit und Bindungsqualität detailliert erläutert.

3. Theorie der Bindungsstörungen: Das Kapitel bietet eine systematische Diagnose und Einteilung verschiedener Bindungsstörungen, von nicht feststellbarem bis hin zu aggressivem oder rollenumkehrendem Bindungsverhalten.

4. Bindungsstörungen bei Jugendlichen: Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird untersucht, wie Bindungsstörungen zu dissozialem und straffälligem Verhalten bei Jugendlichen beitragen können.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der Forschungsergebnisse und betont die Bedeutung von Konstanz und Feinfühligkeit in der frühen Kindheit für die spätere Persönlichkeitsentwicklung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, John Bowlby, Mary Ainsworth, Bindungsverhalten, Bindungsstörungen, Feinfühligkeit, Fremde Situation, Bindungsqualität, Explorationsverhalten, Bindungsrepräsentation, Dissozialität, Jugendhilfe, Entwicklungspsychologie, Kindeswohl, Beziehungsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Bindungstheorie und analysiert, wie Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit die Entwicklung des Individuums prägen und welche Auswirkungen Bindungsstörungen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth, die verschiedenen Kategorien der Bindungsqualität sowie die differenzierte Darstellung von Bindungsstörungen und deren Folgen im Jugendalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über Bindungstheorien zu vermitteln und durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis (Fallbeispiel) aufzuzeigen, wie nicht angepasstes Verhalten als Ausdruck unbefriedigter Bindungsbedürfnisse gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende bindungstheoretische Studien und Fachpublikationen, insbesondere von K.H. Brisch und M. Dornes, systematisch zusammenführt und zur Analyse von Verhaltensmustern heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Bindungskonzepte, Feinfühligkeit) und die klinische Betrachtung von Bindungsstörungen, abgerundet durch die Anwendung dieser Theorien auf ein Fallbeispiel zur Delinquenz im Jugendalter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bindungstheorie, Bindungsqualität, Feinfühligkeit, Bindungsstörungen, Explorationsverhalten und pädagogische Relevanz charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das "übersteigerte Bindungsverhalten" von anderen Formen?

Im Gegensatz zu vermeidenden Mustern zeichnet sich das übersteigerte Bindungsverhalten durch exzessives Klammern und eine ständige Suche nach Nähe zur Bezugsperson aus, selbst wenn diese präsent ist; das Kind nutzt die Mutter zur psychischen Selbststabilisierung.

Welche Rolle spielt die "Fremde Situation" in der Forschung?

Sie dient als standardisierte Beobachtungsmethode, um anhand der Reaktionen eines Kleinkindes bei Trennung und Wiedervereinigung mit der Mutter dessen spezifische Bindungsqualität zu klassifizieren.

Warum wird im Fallbeispiel P. von einer "Rollenumkehrung" gesprochen?

P. versucht durch sein Verhalten, eine Nähe zum abwesenden Vater zu kompensieren, wobei das kriminelle Handeln auch als verzweifelter Versuch gedeutet wird, unbefriedigte Bindungsbedürfnisse nach außen zu tragen und Aufmerksamkeit zu erzwingen.

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Details

Title
Die Entwicklung von Bindungsverhalten und Bindungsstörungen aus der Sicht der Bindungstheorie
College
University of Applied Sciences Bremen  (Soziale Arbeit)
Course
Entwicklungspsychologie
Grade
1
Author
Stefan Maschack (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V13606
ISBN (eBook)
9783638192170
ISBN (Book)
9783640861323
Language
German
Tags
Entwicklung Bindungsverhalten Bindungsstörungen Sicht Bindungstheorie Entwicklungspsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Maschack (Author), 2003, Die Entwicklung von Bindungsverhalten und Bindungsstörungen aus der Sicht der Bindungstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13606
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