Einsatz von digitalen Medien im Virtuellen Museum


Diplomarbeit, 2002

140 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1.1 Ziel
1.2 Struktur der Arbeit

2. STATE OF THE ART
2.1 Definitionsversuch Virtuelles Museum
2.2 Analyse der Onlineauftritte von Kunstmuseen
2.2.1 Hamburger Bahnhof – Berlin
2.2.2 Eremitage – Sankt Petersburg
2.2.3 Louvre – Paris
2.2.4 Van Gogh Museum – Amsterdam
2.2.5 Virtuelles Kunstmuseum – Basel
2.3 Weitere Konzepte
2.4 Vergleich und Zusammenfassung

3. TECHNISCHE GRUNDLAGEN
3.1 HTML
3.2 XML
3.3 PDF
3.4 Grafikformate
3.5 Audioformate
3.6 Videoformate
3.7 Streamingformate
3.8 QuickTime VR
3.9 Flash - Shockwave
3.10 VRML
3.11 Weitere Formate und Techniken
3.11.1 Java Applets

4. LEITFADEN – VIRTUELLES MUSEUM
4.1 Zieldefinition
4.1.1 Erfolgskriterien
4.1.2 Checkliste Zieldefinition:
4.2 Umfeldanalyse
4.2.1 Benutzergruppen
4.2.2 Datenmaterial
4.2.3 Technische Infrastruktur
4.2.4 Personelle Infrastruktur
4.2.5 Konkurrenzangebote
4.2.6 Checkliste Umfeld:
4.3 Informationsarchitektur
4.3.1 Benutzergruppen
4.3.2 Datenanforderungen
4.3.3 Datengliederung
4.3.4 Datenzugriff
4.3.5 Content Tree
4.3.6 Medienzuordnung
4.3.7 Checkliste Informationsarchitektur:
4.4 Navigationskonzept
4.4.1 Navigationsunterstützende Elemente
4.4.2 Zugangsmöglichkeiten
4.4.3 Checkliste Navigation:
4.5 Designkonzept
4.5.1 Corporate Design Richtlinien
4.5.2 Typografie
4.5.3 Farbe
4.5.4 Logo
4.5.5 Gestaltungskonsistenz
4.5.6 Checkliste Design:
4.6 Technikkonzept
4.6.1 Ist– Sollabgleich
4.6.2 Systemausstattung der Zielgruppe
4.6.3 Checkliste Technik:
4.7 Publizieren und Wartung der Website
4.7.1 Erreichbarkeitskriterien
4.7.2 Suchmaschineneintrag
4.7.3 Wartung
4.7.4 Checkliste Launch und Wartung:
4.8 Literatur

5. KONZEPT – WWW.BAUHAUS.MUSEUM
5.1 Zieldefinition
5.2 Umfeldanalyse Bauhaus
5.2.1 Benutzergruppen
5.2.2 Corporate Design Vorgaben
5.2.3 Datenmaterialien
5.2.4 Technische und personelle Infrastruktur
5.2.5 Konkurrenzanalyse
5.3 Informationsarchitektur
5.3.1 Datengliederung
5.3.2 Datenzugriff
5.3.3 Content Tree
5.3.4 Medienzuordnung
5.4 Navigationskonzept
5.5 Designkonzept
5.5.1 Scribble
5.5.2 Rohlayout
5.5.3 Reinlayout
5.5.4 Styleguide
5.6 Technikkonzept

6. UMSETZUNG – WWW.BAUHAUS.MUSEUM
6.1 HTML
6.2 QuickTime VR
6.3 Virtueller Rundgang

7. ABSCHLUSSBEMERKUNG

ANHANG
Weitere Definitionsansätze „Virtuelles Museum“
Kriterienkatalog für die Usability Analyse
Analyse der einzelnen Museen
Hamburger Bahnhof
Eremitage
Louvre
Van Gogh Museum
Virtuelles Kunstmuseum Basel
Glossar
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Erklärung zur Urheberschaft

1. EINLEITUNG

Wann waren Sie das letzte Mal im Museum? Vielleicht erinnern Sie sich an ein bestimmtes Kunstobjekt oder an eine besonders interessante Radierung, an ein Bild oder aber Sie erinnern sich an den Einsatz von audio-visuellen Medien. Hier ist nicht die Audiotour gemeint, die man sich umhängt und die zu bestimmten Bildern und Objekten Hintergrundinformationen anbietet. Gemeint sind die unscheinbaren Computerterminals, die durch vielfältige Informationen neue Themenbereiche eröffnen und näher bringen, so zum Beispiel ein Interview mit dem Künstler, der etwas zur Entstehungsgeschichte seines Werkes erzählt. Das Museum heute, muss mit einer Vielzahl der unterschiedlichsten Freizeitangebote konkurrieren. Um wieder mehr Menschen für das Museum zu interessieren, müssen sich die Museologen und Kunstpädagogen neue Konzepte überlegen. Ein möglicher Ansatz ist der Einsatz von digitalen Medien im Museum wie zum Beispiel Audioguides, interaktive Computerterminals, 3D Modelle und Videos. Diese Medien werden in verschiedenster Form eingesetzt und sollen dem Betrachter - durch die Möglichkeit der Interaktion - das Museum und vor allem dessen Inhalte näher bringen. Neben dem Einsatz von digitalen Medien im Museum, hat inzwischen fast jedes bekannte Museum eine Internetpräsenz.

Das Medium Internet wird benutzt um „[...] das traditionelle, im physischen [Sch-01]

Raum verhaftete Museum um eine digitale Dimension [...] zu erweitern“.

Auf den Museumswebseiten werden neue Ausstellungen und Öffnungszeiten angekündigt und es wird, um den Museumsbesucher, mit verschiedensten Informations-, Kommunikationsund Bildungsangeboten geworben. In den letzten Jahren steigerte sich die Anzahl der Museen, die durch unterschiedliche Medienangebote, wie zum Beispiel durch virtuelle Rundgänge, Bestandsdatenbanken oder ein umfangreiches Bildungsangebot auf sich aufmerksam machen und sich zum Teil selbst als „Virtuelles Museum“ bezeichnen.

1.1 Ziel

Ziel dieser Diplomarbeit ist es aufzuzeigen, welche Medien und Techniken derzeit im Internet für die Realisierung von Museumswebseiten (Kunstmuseen) verwendet werden. Im Vorfeld dieser Analyse werden die Begrifflichkeiten Virtuell und Museum diskutiert und eine eigene Begriffsdefinition für ein „Virtuelles Museum“ entwickelt. Ziel der Usability Analyse ist es, Stärken und Schwächen der Internetpräsentationen aufzuzeigen und daraus einen Anforderungskatalog für ein ideales Virtuelles Museum zu entwickeln . Im Anschluss an diese Untersuchungen gilt es die folgenden Fragen beantworten zu können:

- Was steht hinter dem Begriff „Virtuelles Museum“?
- Welche Beispiele gibt es für Virtuelle Museen im Internet?
- Gibt es unterschiedliche Ausrichtungen von virtuellen Museen?
- Welche Anforderungen werden an ein ideales virtuelles Museum gestellt?
- Welche Techniken werden zur Umsetzung verwendet?

Das Ziel im zweiten Teil der Arbeit besteht in der Entwicklung eines Leitfadens für ein Virtuelles Museum. Der erstellte Leitfaden soll als Orientierung für die Konzeption und Umsetzung von Virtuellen Museen dienen und Verbindungsmöglichkeiten zwischen dem realen und dem virtuellen Museum aufzeigen. Auf Grundlage dieses Leitfadens soll dann ein eigenes Konzept für das Virtuelle Bauhaus Museum entwickelt und zum Teil implementiert werden.

Ziel dieser Diplomarbeit kann es nicht sein, alle Seiten zu beleuchten, die bei der Realisierung eines Virtuellen Museums ein Rolle spielen. So kann im Rahmen dieser Arbeit auf Finanzierungsund Urheberrechtsaspekte nur bedingt eingegangen werden.

1.2 Struktur der Arbeit

Im folgenden wird ein kurzer Überblick über die Gliederung der Diplomarbeit gegeben. Ausgangspunkt und Grundlage ist die Analyse von ausgewählten Onlineauftritten verschiedener Kunstmuseen. Dazu werden die Webseiten mit Hilfe eines eigenen Kriterienkataloges analysiert, dies umfasst eine genauere Betrachtung der allgemeinen, visuellen, inhaltlichen und technischen Merkmale. Aufbauend auf dieser Analyse wird ein Anforderungskatalog für ein „ideales“ Virtuelles Museum entwickelt. Im Anschluss daran folgt eine Zusammenfassung der verwendeten Internettechnologien und einige technische Ausführungen.

Im zweiten Teil der Arbeit steht zu Beginn die Erstellung eines Leitfadens für ein Virtuelles Museum. In diesem Leitfaden werden Herangehensweisen und mögliche Konzepte für das Festlegen der Informationsarchitektur, die Navigation und das Design vorgestellt. Dieses Konzept dient dann als Grundlage für die Umsetzung des Virtuellen Bauhaus Museums. Im folgenden Kapitel werden Teile der Implementierung des Prototypens und benutzte Technologien beschrieben. In der Zusammenfassung wird dann das erreichte Ziel dargestellt und bewertet, offene Fragen diskutiert und weitere Problemstellungen aufgezeigt.

2. STATE OF THE ART

In der heutigen Zeit hat fast jedes Museum und jede Galerie einen eigenen Internetauftritt. Viele Museen nutzen die Chance, sich mit Hilfe des Internets und der neuen Medien weltweit zu präsentieren und das Interesse der Besucher auf sich zu ziehen. Einige von Ihnen werben neben den allgemeinen Informationen, wie Öffnungszeiten, Inhalten, Ansprechpartnern auch mit virtuellen Touren, 3D Animationen und vielseitigen Interaktionsmöglichkeiten um den Internetnutzer. Gibt man in Suchmaschinen Begriffe wie „virtuelles Museum“, „digitales Museum“, „elektronisches Museum“ oder „imaginäres Museum“ ein, wird man mit einer Vielzahl von Links überflutet. Die Frage, die man sich hier immer wieder stellt: handelt es sich wirklich um „Virtuelle Museen“? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es zunächst einer genaueren Betrachtung der Begriffe „Museum“ und „Virtuell“.

2.1 Definitionsversuch Virtuelles Museum

Der Begriff Museum wird vom Griechischen „museion“ abgeleitet und bedeutet Ort für gelehrte Beschäftigung. In der Antike war das „museion“ ein Tempel, der den Musen, den Schutzgöttinnen der Künste und Wissenschaften geweiht war.

Das erste „museion“ im Sinne einer Bildungseinrichtung wurde um 290 v. Chr. in Alexandria von Ptolemäus I begründet. Neben Wohnräumen und einem Observatorium für astrologische Studien gehörte auch eine Bibliothek zu der Institution. Im Mittelalter wurden in Kirchen und Klöstern Manuskripte, Statuen und auch Beutestücke ausgestellt. In der Renaissance sammelten zahlreiche Fürstenhäuser Europas Kunstschätze und stellten diese in privaten Galerien aus. Reprä- sentation und Privatvergnügung standen hier im Vordergrund der Sammelleidenschaft. Erst mit dem 18. Jahrhundert wird die Bezeichnung Museum für ein Gebäude verwendet, in dem Sammlungen öffentlich ausgestellt werden. 1753 wurde das Britische Museum in London eröffnet. 1793 folgte der Louvre in Paris, der seine Kunstsammlung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte. Anfangs war das Museum noch eine Einrichtung, in der man verstreute Exponate an einer Stätte sammelte. Ab dem Ende des 19. Jahrhundert entwickelte sich die Institution Museum immer mehr zu einem Ort wissenschaftlichen Forschens. Es entstanden eine Reihe von unterschiedlichen Museumsarten, die sich mit speziellen wissenschaftlichen Bereichen beschäftigten, so zum Beispiel Kulturhistorische und Völkerkunde Museen, Naturgeschichtliche und Technische Museen, Kunstgewerbeund Kunstmuseen.[Vgl. Enc-02]

Im Laufe der Geschichte haben sich die Aufgaben und Inhalte, aber auch der Zweck von Museen stark verändert. In der Literatur findet man heute für die Institution Museum zahlreiche unterschiedliche Definitionen. So formuliert Waidacher treffend, dass es sich bei „Museum“ um keinen statischen sondern eher um einen dynamischen Begriff handelt.[Vgl. Wai-01] Im folgenden werden einige unterschiedliche Definitionen aus der Fachliteratur zur Klärung des Begriffes „Virtuelles Museum“ herangezogen.

Das International Council of Museums definiert den Begriff Museum wie folgt: „[...] a museum is a non-profit making, permanent institution in the service of society and of its development, and open to the public, which acquires, conserves, researches, communicates and exhibits, for purpose of study, education and enjoyment, material evidence of people and their environments“.[ICO-99] Der interessante Gedanke hier ist, dass das Museum im Dienste der Öffentlichkeit steht und dem Zwecke der Bildung und des Vergnügens dient.

Auch für den Begriff „virtuell“ findet man in der Literatur unterschiedliche Definitionen, wie zum Beispiel: „...eine Realität, die nicht physikalisch, sondern nur mit Hilfe des Computers - also scheinbar, existiert“[HEN-97] oder „[virtuell, latei- nisch], der Kraft oder Möglichkeit nach vorhanden; anlagemäßig; simuliert, künstlich und scheinbar“.[Bro-99]

Interessant und auch sehr unterschiedlich sind die Begriffsdefinitionen für das „Virtuelle Museum“. McKenzie spricht von einem „Virtuellen Museum“ als Sammlung elektronischer Artefakte und Informationen, folglich alles was digitalisiert werden kann. Er formuliert: „A virtual museum is a collection of electronic artefacts and information resources - virtually anything which can be digitised.

The collection may include paintings, drawings, photographs, diagrams, graphs, recordings, video segments, newspaper articles, transcripts of interviews, numerical databases and a host of other items which may be saved on the virtual museum's file server. It may also offer pointers to great resources around the world relevant to the museum's main focus.“.[McK-94]

Schweibenz hingegen entwickelt den Ansatz, dass ein „Virtuelles Museum“ nur sinnvoll ist, wenn ein informeller Mehrwert für den Benutzer entsteht.

Laut Schweibenz beinhaltet ein „Virtuelles Museum“ die „[...] Verbin - dung digitaler Objekte und Informationen sowie Interaktionsmöglichkeiten für die Benutzer. Die Möglichkeit der Interaktion beruht auf der Möglichkeit des Zugangs. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Zugang nicht allein technischer Zugang über das Internet bedeutet, sondern auch inhaltlicher Zugang durch entsprechende Erschließung und Aufbereitung. [...] dass Zugang zu Museumsinformation im Internet nur Sinn macht, wenn ein informationeller Mehrwert erzeugt wird.“.[Sch-01]

Die Britannica Online beschreibt ein virtuelles Museum als „[…]a collection of digitally recorded images, sound files, text documents, and other data of historical, scientific, or cultural interest that are accessed through electronic media. A virtual museum does not house actual objects and therefore lacks the permanence and unique qualities of a museum in the institutional definition of the term.“.[Bri-02]

Diese Definition spricht den „Mangel“ eines „Virtuellen Museums“ an, es beinhaltet keine wirklichen (realen) Objekte und somit fehlt ihm die Beständigkeit und die einmalige Qualität eines Museums.

Neben den hier angeführten Definitionen finden sich in der einschlägigen Literatur und im Internet noch viele andere Ansätze. Einige von Ihnen sind im Anhang zusammengetragen.

In Auswertung aller Ansätze und in Anlehnung an die Definition von Schweibenz , betrachte ich das „Virtuelle Museum“ als eine Sammlung von digitalen Materialien verschiedenster Art. Dieses umfangreiche Angebot von museumsrelevanten Ressourcen muss Zeit und Ort unabhängig nutzbar sein. Das Virtuelle Museum im Netz kann ein reales Pendant haben, darf aber nicht zur Kopie herabgestuft werden. Informationsgehalt, Benutzerfreundlichkeit und informeller Mehrwert bilden die Eckpfeiler eines Virtuellen Museums unter Ausnutzung der vielseitigen Möglichkeiten des Internets.

"Am Ende der Entwicklung vom traditionellen zum virtuellen Museum könnte das virtuelle Weltmuseum als Realisierung des Museums ohne Wände nach Andre Malraux stehen."[Sch-01]

2.2 Analyse der Onlineauftritte von Kunstmuseen

Anders als vor ein paar Jahren gibt es inzwischen viele Museen und Galerien, die im Internet Informationen und Inhalte anbieten und die Chance nutzen, sich dem Publikum weltweit zu präsentieren.

Wenn man bei Suchmaschinen wie Google oder Yahoo Begriffe wie virtuell, cyber, digital in Verbindung mit Museum oder Galerie eingibt, erhält man eine lange Liste mit Links, die auf Angebote von Museen verweisen. Zusätzlich gibt es viele Portalseiten, die zahlreiche Hinweise, Links zu Museen und Informationen rund um die Thematik "Virtuelles Museum" anbieten, wie zum Beispiel:

- Deutsches Historisches Museum http://www.dhm.de/links.html#virtuell
- International Council of Museum http://icom.museum/vlmp/lists.html
- The National Virtual Museum http://www.24hourmuseum.org.uk/
- Museumsland.com http://www.museumland.com/index.html
- Musedoma - Topleveldomain .museum http://index.museum/

Bei der Recherche im Internet stößt man immer wieder auf Websites weltweit bekannter Kunstmuseen, wie den Louvre in Paris, das Metropolitan in New York oder die Eremitage in Stankt Petersburg. Auch und gerade wegen ihres Bekanntheitsgrades sind die großen Kunstmuseen verpflichtet, sich im Internet zu prä- sentieren. An die Umsetzung dieser Webauftritte wird ein hoher technischer Anspruch gestellt und viel Know-how benötigt. Eine Kooperation zwischen Museen und Multimediaagenturen oder Softwarefirmen ist somit unabdingbar.

Interessant und mitentscheidend für die Auswahl, der im folgenden analysierten Kunstmuseen, waren die verwendeten Techniken, wie QuickTime VR Panoramen, 3D Objekte, Applets, 3D Animationen oder Flash. Zudem war für die Entscheidung, welcher Museumstyp, auch noch persönliches Interesse an der Bildenden Kunst ausschlaggebend. Nach unzähligen Stunden auf verschiedenen Museumsseiten fiel die Entscheidung auf fünf repräsentative Beispiele – die Website des Louvre, der Eremitage, des Hamburger Bahnhofs (als Bestandteil der Staatlichen Museen zu Berlin), des Baseler Kunstmuseums und die des Van Gogh Museums. Die getroffene Auswahl stellt keine qualitative Aussage über Inhalt oder Design der Webauftritte dar.

Natürlich gibt es neben den vorgestellten Webpräsenzen weitere spannende Konzepte und sehenswerte Ideen, die an geeigneter Stelle aufgezeigt werden. Die ausgewählten Webseiten wurden nach einem zuvor entwickelten Kriterienkatalog untersucht. Grundlage und Inspiration für den Katalog waren unter anderem die [Usa-02] Internetseiten www.usableweb.com [Nie-02] , das Buch von Jakob Nielsen „Homepage Usability“ sowie die praxisorientierte Studie „Museum und [Bau-01] Internet“ von Thomas Bauer denen Teilen. Der Kriterienkatalog besteht aus vier verschiedenen Teilen.

Im allgemeinen Teil werden folgende Merkmale untersucht:

- URL (Namensgebung), Keywords (Auswahl der Schlüsselwörter),
- Sprachangebot (Inhaltsangebot für verschiedene Sprachen),
- Fenstertitel (Formulierung),
- Bildschirmdarstellung (Optimierung) und
- Werbung (Eigenund /oder Fremdwerbung).

Im Designund Navigationsteil werden:

- Corporate Design (verwendete Farben, Schriften),
- Bildschirmgliederung (Verteilung Grafik, Text, Navigation),
- Sitemap (navigationsunterstützende Elemente),
- Navigationskonzept, Navigationselemente (Aufbau und Einsatz) und
- Hilfefunktion und Kontrollmöglichkeiten des Nutzers analysiert.

Im inhaltlichen Teil des Kataloges spielen:

- Menüaufbau (Strukturierung),
- Besucher- Werbekonzept (Gesamtdarstellung der Website),
- technischorganisatorische Angaben (Informationen) und
- zusätzliche Serviceangebote eine Rolle.

Im technischen Teil stehen:

- Seitenaufbau (technische Umsetzung),
- Suchfunktion,
- zusätzliche Software (Plug-In) und
- verwendete Technologien im Vordergrund.

Da im Internet immer öfter Client-Server Techniken zum Einsatz kommen, ist es oft schwer hinter die Kulissen zu schauen. Im technischen Teil können somit nur Technologien untersucht werden, die für den Client (Benutzer) sichtbar sind. Im Anhang befindet sich der Kriterienkatalog mit ergänzender Beschreibung und die Analyse der fünf Museen in tabellarischer Form. Nach der Untersuchung erfolgt ein Vergleich der Webseiten und eine Zusammenfassung in der die Vorund Nachteile der Umsetzung aufgezeigt werden.

2.2.1 Hamburger Bahnhof – Berlin

Seit 1996 präsentiert sich die Sammlung für Gegenwartskunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Hamburger Bahnhof. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen unter anderem künstlerische Arbeiten von Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Cy Twombly und Anselm Kiefer. „Als innovative Institution will der Hamburger Bahnhof alle Aspekte der gegenwärtigen Kunst erfassen und legt daher auch besonderen Wert auf die Darstellung von neuen Medien, Alltagskul- tur, Diskussionen.“[Hah-00]

Die Webseite des Museums für Gegenwart, Hamburger Bahnhof, ist Bestandteil des Internetauftrittes der Staatlichen Museen zu Berlin, den man unter der Adresse www.smpk.de findet. Dieses „Portal“ bietet neben dem Zugang zu den einzelnen Museen auch verschiedene Serviceangebote an. Auffallend ist, dass die Webseiten der einzelnen Museen einem Corporate Design folgen, ausgenommen davon ist die Portalseite mit ihrem Angebot. Dieses einheitliche Corporate Design kann Nachteile haben, insbesondere wenn die eigene Identität der Museen untergeht, was sich gut am Beispiel des Hamburger Bahnhofs zeigen lässt. Zugriff auf das Internetangebot des Hamburger Bahnhofs erlangt der Nutzer über die Adresse www.hamburger-bahnhof.de, über die SMPK Seiten oder durch Keywords wie „Museum für Gegenwart“ oder „Hamburger Bahnhof“ . Das Angebot, das sich hinter www.smb.spk-berlin.de/hbf (für den Nutzer nicht nachvollziehbar und schlecht merkbar) und www.hamburger-bahnhof.de verbirgt, ist nicht konsistent. Sinnvoll wäre hier ein Abgleich der Inhalte unter der Adresse www.hamburger-bahnhof.de. Im folgenden wird der Auftritt des Hamburger Bahnhofs (www.smb.spk-berlin.de/hbf) untersucht, da dies das Angebot der SMPK ist. Vor der eigentlichen Homepage ist ein Splash Screen positioniert.

Ein Splash Screen ist eine „inhaltslose“ Seite. Sie soll den Benutzer in eine bestimmte Gefühlswelt versetzen und dient ausschließlich Imagezwecken. Das Logo der Staatlichen Museen zu Berlin, der Schriftzug inklusive Tagline „Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart“ und die Fotos demonstrieren dem Besucher, wo er sich befindet. Eine gefühlsmäßige Einstimmung, bedingt durch das Screendesign und die Auswahl der Farben erfolgt kaum. Hier zeigen sich besonders eindrucksvoll die Nachteile des einheitlichen Corporate Designs. Bei einem Museum für Gegenwartskunst, das aktuelle Kunst ausstellt und sich als "innovative Institution" bezeichnet, erwartet man ein moderneres, experimentelles Design – Eines das reizt und provoziert.

Die Webseiten zeichnen sich durch gute Ladezeiten aus und sind optimiert für 800x600 Pixel - das Seitenlayout passt sich zudem flexibel an die Fenstergröße an. Die Begriffe des Fenstertitels „Sammlung — Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart – Berlin“ sind zwar sinnvoll gewählt, aber in der falschen Reihenfolge. Für die Suchmaschinen leichter auffindbar wäre ein Titel wie „Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin“, zumal der Fenstertitel auch als Vorschlag für das „Bookmarken“ der Webseite auf Nutzerseite dient. Auf den Besucher wirkt das Design der Webseite durch die Farbgebung (Pastelltöne) eher zurückhaltend, nüchtern und schlicht. Als Navigationskonzept wird ein etwas abgewandeltes klassisches Randstreifenkonzept (siehe Abb. 2) verwendet, das heißt links oben am Rand die einzelnen Menüpunkte daneben der Schriftzug des Museums, rechts das Logo des SMPK und Serviceangebote, die für die gesamten SMPK Seiten gelten. Der Benutzer wird bei der Navigation durch Alt Tags bei Grafiken und das Hervorheben von aktiven Menüpunkten unterstützt. Trotz der fehlenden Sitemap findet sich der Nutzer gut zurecht, was auch an dem begrenzten Umfang der Präsentation liegt. Neben den technischorganisatorischen Informationen (u.a. Öffnungszeiten, Verkehrsanbindung und Eintrittspreisen) werden Teile der Sammlung und die Geschichte des Hamburger Bahnhof kurz präsentiert. Auf der Ebene des Hamburger Bahnhofs ist das Besucher- Werbekonzept eindeutig auf kurze und einfache Information ausgelegt. Der Besucher bekommt lediglich eine Einführung in die Sammlung. Hintergrundinformationen zu Teilen der Sammlung, Servicesowie Bildungsangebote werden nicht angeboten. Von der technischen Seite betrachtet, wird HTML erweitert mit CSS, Javascript und integrierten Grafiken verwendet. Zum Betrachten der Seiten wird keine weitere Software benötigt, was gute Ladezeiten verspricht und damit auch dem Nutzer zu Gute kommt. Ein interessanter Ansatz ist der Rundgang durch die unterschiedlichen Museumsseiten. Der „Virtuelle Hamburger Bahnhof “ bleibt weit hinter dem Original zurück – da macht es mehr Spaß das reale Museum zu besuchen. Die Möglichkeiten des Internets wie zum Beispiel Informationsverknüpfung wurden nicht genutzt – es entsteht kein Mehrwert für den Besucher ganz zu schweigen von dem Eindruck eines virtuellen Museums.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hamburger Bahnhof – Berlin www.smpk.de/hbf

Die Internetpräsentation ist Teil des Webangebotes der Staatlichen Museen zu Berlin. Der Schwerpunkt des Besucher- Werbekonzeptes liegt auf Information. Die Möglichkeiten des Internets werden nicht ausgeschöpft, es entsteht kein Mehrwert für den Benutzer ganz zu schweigen von dem Eindruck eines Virtuellen Museums.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 – Splash Screen

1. Fenstertitel - falsche Reihenfolge, besser “Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin”
2. URL – unklar, schlecht zu merken, Topleveldomain .de, besser Domain www.hamburgerbahnhof.de
3. SMPK Logo - ist auf allen Seiten plaziert, dient als Link zur Portalseite
4. Schriftzug „Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart“ erscheint auf jeder Webseite - übernimmt die Funktion eines Logos
5. Sprachauswahl - Deutsch, Englisch, Webinhalte konstant

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 – Homepage

Die Informationsvermittlung erfolgt primär über Text, das Verhältnis Text und Grafik ist ca. 2:1. Als Navigationskonzept wird das „Turned L“ Konzept umgesetzt, was dem Besucher einen einfachen Zugang zu den Informationen ermöglicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 – Bildschirmaufteilung

Technische Besonderheiten

Interessant ist der Ansatz des Museumsrundgangs, der dem Besucher einen schnelllen Überblick zu allen Museen des SMPKs verschafft.

2.2.2 Eremitage – Sankt Petersburg

Die Eremitage in St. Petersburg ist eines der bekanntesten und größten Kunstmuseen der Welt. Die Sammlung der Eremitage wurde durch Katarina die Große 1764 begründet und von den nachfolgenden Zaren erweitert. In über 300 Sälen in fünf verschiedenen Gebäuden werden Teile der über drei Millionen Exponate umfassenden Sammlung, inklusive dem Fundus präsentiert. Die Sammlung umfasst Kulturund Kunstdokumente der Antike, italienische, niederländische, spanische, französische und deutsche Malerei. Neben Werken von da Vinci, Raphael, Titian, Rubens und Rembrandt sind auch Picasso und Matisse vertreten.

Das Internetangebot der virtuellen Eremitage erreicht der Nutzer über die Adresse www.hermitage.ru (für den Nutzer gut merkbar) oder durch Keywords wie „state hermitage“, „russian art museum“ oder „ peter the great“. Der Fenstertitel „The State Hermitage Museum, St. Petersburg, Russia – Powered by IBM “ ist eindeutig zu lang und Werbung hat an dieser Stelle nichts zu suchen, zumal diese vom Nutzer oft nicht wahrgenommen wird. Zweckmäßig sind Fenstertitel mit maximal 64 Zeichen oder 7 Wörtern.[Vgl. Nie-02]

Der Vorschlag für einen prägnanteren Fenstertitel wäre „Hermitage, State Museum St. Petersburg – Russia“. Wie zuvor bei den Webseiten des Hamburger Bahnhof ist vor der Homepage ein Splash Screen (siehe Abb. 4) platziert. Der eigentliche Sinn dieser vorgeschalteten Seite ist die Sprachauswahl. Die Homepage zeichnet sich durch gute Ladezeiten aus. Die Webseiten sind optimiert für 1024x768 Pixel und das Seitenlayout passt sich flexibel an die Fenstergröße an. Bei kleineren Bildschirmauflösungen (zum Beispiel 800x600 Pixel) muss der Nutzer vertikal scrollen. Durch das immer wiederkehrende IBM Logo wird bei dem Besucher die Erwartungshaltung geweckt, dass hier die neuesten Technologien zum Einsatz kommen, was sich im Verlauf des Besuches auch bestätigt. Das Corporate Design ist konstant mit Ausnahme des Shopangebotes, welches sich aber an das Design anlehnt. Weiß ist die dominierende Farbe der Internetpräsenz und vermittelt Reinheit, Klarheit und Präzision. Vom Aufbau unterscheiden sich die Homepage, die Strukturund Inhaltsseite kaum voneinander. Navigationselemente und Inhalte werden an gleicher Stelle platziert. Bei der Orientierung auf den Internetseiten wird der Besucher durch eine umfangreiche Hilfefunktion unterstützt. Ferner werden eine Suchfunktion, eine textbasierte Sitemap und unterschiedliche Navigationshilfen, wie zum Beispiel Alt Tags (bei den Grafiken) und Links (gut erkennbar durch die Unterstreichung) angeboten. Neben den notwendigen technischorganisatorischen Informationen werden unter anderem Sammlungshighlights, einzelne Ausstellungen und die Geschichte der Eremitage präsentiert. Der Besucher kann verschiedene Angebote, wie zum Beispiel den Kalender (Vorund Rückblick auf Ausstellungen), den Shop und das Bildungsangebot nutzen oder einen Virtuellen Rundgang durch die Eremitage machen. Bei dem Besucher- Werbekonzept steht Marketing im Vordergrund, zusätzlich untermauert mit zahlreichen Serviceund Bildungsangeboten. Der technische Aufwand, der hinter dieser Internetpräsenz steht, ist ernorm. An dieser Stelle zeigt sich was eine gute Zusammenarbeit zwischen Museen und Softwarefirmen leisten kann. Zum Betrachten der Seiten insbesondere der „Digital Collection“ oder der „Virtual Visit“ wird als zusätzliche Software QuickTime und Java benötigt. Besonders interessant sind die verwendeten IBM Technologien: Hotmedia images, QBIC Search, Zoom View. Ähnlich wie in der realen Eremitage ist das Angebot an Objekten und Informationen erschlagend. Der Besucher kann sich gezielt und umfassend über einzelne Objekte, Künstler und Epochen informieren. Er wird dabei unterstützt durch 3D Animationen oder fotorealistische Darstellungen der Räumlichkeiten. Es stellt sich die Frage, ob die Form und der Umfang der Darstellung angemessen für ein Virtuelles Museum ist (weniger ist manchmal mehr).

Eremitage — Stankt Petersburg www.hermitage.ru

Der Benutzer bekommt umfassende Informationen zu den einzelnen Sammlungen und deren Inhalte angeboten. Die Informationsdarstellung wird durch Multimediaelemente unterstützt. Neben Information steht Bildung im Mittelpunkt der Internetpräsenz. Dies ist ein gelungenes Beispiel für die Kooperation zwischen Museum und Softwarefirma.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 – Splash Screen

1. Fenstertitel - zu lang, besser „Hermitage, State Museum St. Petersburg - Russia“
2. URL - eindeutig, gut nachvollziehbarer Name, Topleveldomain .ru
3. Logo - gut plaziert, integriert in einer Grafik, erscheint auf jeder Webseite
4. Tagline - in den zwei angebotenen Sprachen
5. Sprachauswahl - Russisch, Englisch, Webinhalte konstant
6. IBM Logo - Fremdwerbung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5 – Homepage

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6 – Bildschirmaufteilung

Das Verhältnis Text und Grafik ist ausgeglichen (ca. 1:1). Dem Besucher wird auf der Hompepage ein gut strukturierter Einblick in das Angebot gewährt. Der Einleitungstext beinhaltet die Selbstdartsellung der Eremitage.

Technische Besonderheiten

Zum Betrachten der Seiten insbesondere für die „Digital Collection“ und die „Virtual Tour“ wird zusätzlich ein QuickTime und Java Plug-In benötigt. Interessant sind die verwendeten IBM Technologien: „Hotmedia images“, „QBIC Search“ und „Zoom View“. Ausführungen zu diesen Techniken gibt es unter dem Link „About this site“.

2.2.3 Louvre – Paris

Der Louvre in Paris, das nationale Kunstmuseum von Frankreich wurde 1793 eröffnet und ist durch seine erstklassige Kunstsammlung weltbekannt. Die Sammlungen des Museums sind in sieben Verwaltungsabteilungen aufgeteilt so zum Beispiel: die Sektion für ägyptische Altertümer, die Abteilung für orientalische Altertümer, weitere Sektionen beherbergen griechische, römische und etruskische Altertümer. Die Gemäldeabteilung, eine der bekanntesten der Welt, umfasst viele tausend Arbeiten verschiedenster europäischer Kunstrichtungen so zum Beispiel Werke von Leonardo da Vinci, Titian, El Greco, Goya, Rubens, Rembrandt und Dürer.

Die Homepage des Louvre findet der Nutzer unter der URL www.louvre.fr (eindeutiger und gut nachvollziehbarer Name) oder durch die Eingabe von Schlüsselwörtern wie „Louvre Museum“, „Cyberlouvre“ oder „Mona Lisa“ bei Suchmaschinen. Der Fenstertitel „Louvre Official Website“ ist sehr komprimiert aber nicht informativ genug. Wörter wie „Official“ oder „Website“ haben im Fenstertitel nichts zu suchen, besser wäre ein Titel wie „Louvre - art museum - Paris“. Der Besucher wird durch eine kurze Flashanimation begrüßt, was sich natürlich auf die Ladezeiten auswirkt. Nach der Sprachauswahl (Auswahl zwischen Französisch, Englisch, Spanisch und Japanisch) wird der Nutzer durch die Tagline „Welcome at the Louvre“ in der entsprechenden Sprache begrüßt. Der Benutzer kommt ohne Umwege direkt auf die Homepage, welche für eine Bildschirmauflösung 800x600 Pixel optimiert ist. Das Corporate Design ist einheitlich, eine Ausnahme bilden hier die Angebote „Louvre.edu“ und „Shop Online“. Die Hauptfarben weiß, grau und türkis vermitteln Klarheit und Eleganz. Das Navigationskonzept entspricht dem „Turned L- Konzept“, es ist klar und übersichtlich gegliedert und auf der gesamten Webpräsentation gleichbleibend. Im Menüframe erfolgt eine inhaltliche Gliederung in „Palace & Museum“, „Activities“ und „Informations“. Die Navigation des Nutzers wird durch eine zusätzliche Pfadangabe (siehe Abb. 8) unterstützt. Ein Farbleitsystem wurde angewendet, aber die Fülle der verwendeten Farben für die einzelnen Menüunterpunkte ist eher verwirrend als unterstützend. Aufgrund der Fülle des Angebotes ist eine Sitemap angebracht um die Seitenstruktur transparenter zu gestalten. Die in Textform vorliegende Sitemap hilft leider kaum einen schnellen Überblick zu gewinnen. Auffallend ist auch, dass keine integrierte Suchfunktion vorhanden ist, die dem Nutzer die Chance gibt nach eigenen Kriterien und ohne Menüführung zu suchen. Das Besucher- Werbekonzept ist stark auf Information ausgerichtet. Der Besucher erhält die grundlegenden organisatorischen Informationen und bekommt Teile der verschiedenen Sammlungen präsentiert, erhält aber kaum Hintergrundinformationen zu den Werken, Künstlern und Epochen. Das Bildungsangebot beschränkt sich auf die Ankündigung von Seminaren und Vorträgen. Technisch interessant ist die „Virtual Tour“, die mit QuickTime VR realisiert wurde. Der Besucher kann zwischen neun unterschiedlichen Themenbereichen wählen und erhält durch die fotorealistische Darstellung einen guten Einblick in die Räumlichkeiten des Louvre. Leider gibt es nicht die Möglichkeit sich durch die Räume (durch die Szene) zu bewegen oder bestimmte Objekte (Bilder oder Statuen) anzuwählen um Hintergrundinformationen zu erhalten. Sinnvoll wäre eine Verknüpfung der Panoramen inklusive der gezeigten Objekte und einer Datenbank mit Hintergrundinformationen. Was auf diesen Webseiten fehlt ist der Mehrwert für den Besucher - die direkte Verknüpfung der Hintergrundinformationen mit dem Objekt. Die dargestellten Informationen sind kaum dienlich um sich zu einem bestimmten Thema zu informieren oder weiterzubilden.

Louvre — Paris www.louvre.fr

Die Website ist stark auf Information und Werbung für das reale Museum ausgerichtet. Der Benutzer kann sich mit den dargebotenen Informationen gut auf einen Museumsbesuch vorbereiten. Er erhält darüber hinaus kaum Informationen zum Werk oder Künstler, der informelle Mehrwert fehlt eindeutig.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7 – Homepage

1. Fenstertitel – nicht informativ, besser „Louvre – Art Museum – Paris”
2. URL - eindeutig, gut nachvollziehbarer Name, Topleveldomain .fr
3. Flashanimation - hier genutzt zur Eigenwerbung, Auswirkung auf die Ladezeiten
4. Logo - gut plaziert, erscheint auf jeder Webseite
5. externe Serviceangebote - Corporate Design ist nicht konsistent
6. Sprachauswahl - Französisch, Englisch, Spanisch, Japanisch; Webinhalte zum Teil nicht multilingual
7. Begrüßung - entsprechend der ausgewählten Sprache

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8 – Inhaltseite

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9 – Bildschirmaufteilung Hompepage

4 Bildschirmaufteilung Homepage

Die Anteile an Grafik-, Navigationsund Werbungselementen sind ungefähr gleich. Anwendung findet hier das „Turned L“ Konzept (siehe Abb. 8). Der Besucher wird beim Navigieren auf den Webseiten durch zusätzliche Pfadangaben unterstützt.

Technische Besonderheiten

Interessant ist die “Vitual Tour” durch die Räumlichkeiten des Louvre, die mit Quick- Time VR realisiert wurde. Die Panoramen werden für unterschiedliche Bandbreiten angeboten. Interessant wäre eine Verknüpfung der Panoramen untereinander und mit der Datenbank, die Detailinformationen zu Werk, Künstler und Geschichte anbietet.

2.2.4 Van Gogh Museum – Amsterdam

Das Van Gogh Museum in Amsterdam besitzt neben dem Kröller Müller Museum in Otterlo eine der umfangreichsten Sammlungen der Werke Van Goghs. Die Sammlung des Museums umfasst über 300 Bilder, 500 Zeichnungen und 700 Briefe an seinen Bruder Theo. Neben Van Goghs Werken wie „Schlafzimmer“,

„Stilleben mit Sonnenblumen“, „Kornfeld mit Krähen“ und Selbstporträts sind Arbeiten von Emile Bernard, Gauguin und Toulouse- Lautrec Teil der Dauerausstelllung.

Zugang zum virtuellen Van Gogh Museum erlangt der Nutzer über die URL www.vangoghmuseum.nl oder durch Keywords wie „Van Gogh“ oder „Vincent van Gogh“. Der Fenstertitel ist gut gewählt – „Van Gogh Museum“ – kurz und prägnant. Die Homepage ist für eine Auflösung 800x600 Pixel optimiert und baut sich innerhalb kürzester Zeit auf. Favorisierter Browser scheint der Internet Explorer zu sein, da es bei einigen Netscape Versionen zu Problemen mit dem verwendeten Javascript kommt, was zu Fehlern bei der Darstellung führt. Ohne Umwege gelangt der Besucher auf die Homepage, die einen gut strukturierten Ausblick auf Inhalt und Angebot der Seite bietet. Inhaltlich werden neben Hinweisen zu Öffnungszeiten und Adresse, Informationen über das Leben van Goghs, seine Werke und zu Künstlern seiner Epoche angeboten. Zusätzlich gibt es verschiedene Serviceangebote wie E-cards verschicken, eine „Virtual Tour “ und das Shopangebot. Das Corporate Design des Webauftrittes ist durchgängig. Eine Ausnahme bilden hier der Shop und die Seiten unter dem Menüpunkt "Architecture". Das Design wird von der Farbe Weiß und Blautönen dominiert, dies vermittelt den Eindruck von Klarheit, Reinheit und Präzision. Der Nutzer findet sich dank des klaren und gleichbleibenden Navigationskonzeptes gut zurecht und wird zusätzlich durch Pfadangaben unterstützt (siehe Abbildung). Weitere navigationsunterstützende Elemente sind zum Beispiel der Schriftzug (Logo) „Van Gogh Museum Amsterdam“, der den Nutzer immer auf die Homepage zurückführt oder das Hervorheben der aktivierten Menügrafiken. Eine Sitemap ist bei dieser klaren, transparenten Seitenstruktur und aufgrund des geringen Umfangs nicht nö- tig. Was man als Besucher dennoch vermisst ist eine Suchfunktion und ein Gästebuch. Interessant ist hier die Integration von Eigenwerbung „Van Gogh 150 Jahre“ – Ausstellungen 2003 in das Webangebot. Herausragend ist die „Virtual Tour“, die den Besucher das Potenzial eines virtuellen Museums erahnen lässt. Die Zugangssoftware dieser „Virtual Tour“ wird derzeit nur für die Windowsplattform angeboten. Der Besucher kann nach der Anmeldung entscheiden, ob er gemeinsam mit anderen Nutzern (weltweit) das Museum, das Leben und die Werke van Goghs erkunden will oder ob er lieber allein auf Erkundungstour geht. Interessant ist hier der Aspekt des gemeinsamen Museumsbesuches und der Möglichkeit des Austausches an „Ort und Stelle“ per Chat. Das Besucher- Werbekonzept beinhaltet Informations-, Marketingaber auch Bildungskomponenten. Die Internetpräsentation kommt den Anforderungen an einVirtuellen Museum sehr nahe. Die Möglichkeiten des Internets werden ausgeschöpft – so werden 3D Darstellungen der Ausstellungsräume, Grafiken und „begehbare“ (animierte) Bilder benutzt, um dem Besucher die Inhalte der Sammlung möglichst vielschichtig zu präsentieren. Der Besucher hat Lust im Museum zu verweilen, die virtuellen Räumlichkeiten zu erforschen und hinter die Kulissen zu schauen.

Van Gogh Museum — Amsterdam www.vangoghmuseum.nl

Die Internetpräsentation kommt einem virtuellen Museum sehr nahe. Die Möglichkeiten des Internets (u.a. 3D Darstellung, Verknüpfung der Informationsebenen) werden genutzt, um eine spannende Präsentation anzubieten. Der Besucher hat Lust im Museum zu verweilen, die virtuellen Räumlichkeiten zu entdecken und hinter die Kulissen zu schauen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10 – Homepage

1. Fenstertitel – gut gewählt und prägnant
2. URL – eindeutig, gut nachvollziehbarer Name, Topleveldomain .nl
3. Sprachauswahl – Niederländisch, Englisch, Webinhalte konstant
4. Logo – Grafik inkl. Schriftzug gut plaziert, erscheint auf jeder Webseite
5. Selbstporträt Van Goghs – guter Themeneinstieg
6. Eigenwerbung für eine kommende Ausstellung
7. Navigation über Javascript – zum Teil Probleme bei der Darstellung unter Netscape

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 11 – Inhaltsseite

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 12 – Bildschirmaufteilung Homepage

Die Homepage ist grafisch orientiert (siehe Abb. 10, 11). Es erfolgt eine Vermischung von Grafik und Navigation. Dem Besucher wird ein direkter Einblick in die Struktur und das Angebot gewährt.

Technische Besonderheiten

Herausragend ist die „Virtual Tour“, die hier umgesetzt wurde. Der Besucher erlebt in 3D Räumlichkeiten die virtuelle Sammlung. Spannend ist die Multiuserfunktionalität, das heißt ein gemeinsamer virtueller Museumsbesuch ist möglich.

2.2.5 Virtuelles Kunstmuseum – Basel

Das Kunstmuseum Basel beherbergt eine der ältesten, städtischen Kunstsammlungen Europas. Die Geschichte dieser öffentlichen Sammlung begann 1662, als die Stadt Basel die Privatsammlung von Amersbach, eine Sammlung von Kunst und kuriosen Objekten, erwarb.[Vgl. Jac-87] Die Sammelgebiete des Museums umfassen Kunstwerke aus dem 15. Jh. bis zur Gegenwart - von flämischer Malerei des 16./17. Jh. über deutsche Malerei des 18./19. Jh. bis hin zur abstrakten Kunst der Neuzeit.

Interessanterweise baut das Kunstmuseum Basel parallel zu seiner eigentlichen Webpräsenz ein virtuelles Museum auf. Zugriff auf das Virtuelle Kunstmuseum Basel erhält der Nutzer über die Adresse www.virtuell.kunstmuseumbasel.ch, über die Webseite des Kunstmuseums www.kunstmuseumbasel.ch oder durch Keywords wie „Virtuelles (Kunst)museum +Basel“. Der Fenstertitel „Virtuelles Kunstmuseum“ beinhaltet keinen Bezug auf die Örtlichkeit, was beim „Bookmarken“ der Seite unzureichend ist – besser wäre „Virtuelles Kunstmuseum Basel“. Die Webseiten wurden für die Bildschirmauflö- sung 800x600 Pixel optimiert. Das Design ist grafisch orientiert, trotzdem zeichnet sich die Website durch gute Ladezeiten aus. Unter dem Betriebssystem Linux kommt es bei den Hintergrundgrafiken zu Darstellungsproblemen. Ähnlich wie zuvor bei der Homepage des Van Gogh Museums bekommt der Benutzer ein direkten Einstieg in die Webseiten und kann zwischen den Menüpunkten Sammlung, Tour, Spiele und Impressum entscheiden. Das Corporate Design der Seite ist konsistent, verfolgt aber ein völlig anderes Konzept als die Webseiten des Kunstmuseums Basel. Das Design wird durch die Farbe Grau dominiert, was den Eindruck von Nüchternheit, Sachlichkeit und Eleganz erzeugt. Die Navigation entspricht dem klassischen „Turned L“ und ist klar strukturiert in die Hauptmenüpunkte Home, Sammlung, Rundgang und Spiele. Aufgrund der Übersichtlichkeit der Inhalte und der transparenten Seitenstruktur ist eine Sitemap nicht notwendig - trotz allem wäre eine Suchfunktion sinnvoll. Wie bei den Beispielen zuvor hat der Besucher keine Möglichkeit sich in einem Gästebuch zu artikulieren. Ein Museumsshop wurde zwar implementiert, aber es gibt keinerlei Verknüpfung von der Seite des Virtuellen Kunstmuseums Basel. Der Shop ist lediglich über die Hauptseiten des Kunstmuseums zu erreichen. Interessant ist der Ansatz des Virtuellen Rundgangs durch das Museum, welcher mit QuickTime VR Panoramen realisiert wurde. Der Besucher kann virtuell durch die einzelnen Etagen des Museums wandeln und einzelne Objekte anwählen. Die hier dargebotenen Informationen sind zu kurz und die Verknüpfungen zu den Künstlern und Epochen unzureichend. Der Schwerpunkt des Besucher- Werbekonzeptes liegt auf Information und Werbung. Der Besucher hat kaum die Chance, Informationen über die reale Ausstellung hinaus zu erhalten. Die Webseite hat gute Ansatzpunkte für ein Virtuelles Museum. Was eindeutig fehlt sind Aspekte, wie die direkte Verbindung der Objekte mit Hintergrundinformationen (Künstler, Epoche und Techniken) und Kommunikations- (Chat, Forum) und Bildungsangebote.

Virtuelles Kunstmuseum — Basel www.virtuell.kunstmuseum.ch

Das virtuelle Kunstmuseum Basel bietet klar strukturierte Informationen zu der Sammlung. Die Informationsdarstellung beschränkt sich auf kurze Beschreibung, weiterführende Informationen zu Werk und Künstler fehlen ganz. Der Schwerpunkt des Besucher- Werbekonzeptes liegt auf Information und Werbung für das reale Museum.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 13 – Homepage

1. Fenstertitel – nicht informativ, kein Bezug zur Örtlichkeit, besser „Virtuelles Kunstmuseum Basel“
2. URL – eindeutig, Bezug zur Hauptseite ist gegeben, Topleveldomain .ch
3. Schriftzug – gut plaziert, auf jeder Webseite als wiederkehrendes Element integriert
4. Menü – übersichtlich gestaltet

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 14 – Inhaltsseite

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 15 – Bildschirmaufteilung Homepage

Das Design ist grafisch orientiert (siehe auch Abb. 13, 14). Die Navigation erfolgt häufig über Grafiken (Icons oder Imagemaps). Als Navigationskonzept wird in abgewandelter Form das „Turned L“ Konzept verwendet (siehe Abb. 14).

Technische Besonderheiten

Interessant ist der Virtuelle Rundgang durch das Museum, der mit QTVR realisiert wurde. Der Besucher kann durch das Museum (QTVR Szene) wandeln und erhält durch Anwählen einzelner Objekte Informationen zu dem Werk und dessen Künstler. Bei der Orientierung wird der Besucher durch Grundrisse der einzelnen Etagen unterstützt.

2.3 Weitere Konzepte

Zahlreiche Kunsthistoriker, Architekten, Museologen und Künstler beschäftigen sich mit dem Thema „Virtuelles Museum“.

Ein aktuelles und spannendes Projekt, welches in der Zukunft bestimmt noch auf sich aufmerksam machen wird, ist „The Guggenheim Virtual Museum“. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird von der Firma „Asymptote Architects“ umgesetzt. Ziel des Virtuellen Guggenheim Museums ist es nicht nur Zugang zu den weltweit verteilten Guggenheim Museen und deren Serviceangeboten, Sammlungen und Archiven zu bieten, sondern dem virtuellen Besucher eine einzigartige Umgebung zum Experimentieren anzubieten. „The project will consist of naviga- ble three-dimensional spatial entities on the Internet as well as real-time interactive components installed at the various Guggenheim locations.“[Dru-02] Informationen zu dem Projekt findet man unter: www.guggenheim.org/exhibitions/virtual/virtual_museum.html

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16 – Homepage des Virtual Guggenheimmuseum

Ein interessantes Konzept verfolgt die „inoffizielle“ Website des Modern Art in San Francisco USA. Die sehr experimentellen, grafisch aufbereiteten und animierten Webseiten provozieren regelrecht, fordern die spielerische Herangehensweise des Besuchers heraus. Entdecken steht hier im Vordergrund. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, immer wieder spürt man neue Inhalte auf, die verschiedene Blickwinkel auf die präsentierte Kunst zulassen. Zu entdecken ist diese Website unter http://010101.sfmoma.org.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 17 – Homepage Modern Art San Francisco

Abgesehen von den zahlreichen internationalen Webseiten und Projekten macht auch die deutsche Website der Kunst – Ausstellungshalle Deutschland auf sich aufmerksam. Der interessante Ansatz ist die umfangreiche multimediale Prä- sentation von Wechselausstellungen (die Ausstellungshalle hat keine Daueraussstellung) auch der schon vergangenen. Neben angebotenen PDF Dokumenten (inhaltliche Zusammenfassung der Ausstellungen), Videofiles (u.a. Interviews mit Künstlern), einer Live Kamera (zu aktuellen Ausstellungen) und QTVR Panoramen (Räumlichkeiten) wird dem Besucher eine Kommunikationsplattform und ein umfangreiches Bildungsangebot präsentiert. Die dazugehörige URL ist www.kah-bonn.de.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 18 – Ausstellung „Der Prado zu Gast in Bonn“

Zusätzlich zu den vielen Kunstprojekten und Webseiten gibt es auch zahlreiche Konferenzen zu diesem Thema, als Beispiel hier die jährliche Konferenz „Museum and the Web“ - Informationen unter www.archimuse.com.

2.4 Vergleich und Zusammenfassung

Das „Virtuelle Museum“ steckt noch in den Kinderschuhen oder wie Schweibenz treffend formuliert, es „...ist under construction...“.[Sch-01] Oft ähneln die Internetauftritte der Kunstmuseen reinen Firmenpräsentationen. In erster Linie dienen diese Auftritte der Erweiterung des Besucherservices und der Öffentlichkeitsarbeit, das heißt sie nutzen das Medium Internet nur, um sich einem breiten Publikum (weltweit) zu präsentieren. Der Besucher kann das Angebot nutzen, um sich auf einen Museumsbesuch vorzubereiten. Selten aber hat er das Gefühl ein Museum besucht zu haben. Wie einige der zuvor präsentierten Konzepte zeigen, kann und soll das virtuelle Museum über eine reine Informationsseite hinausgehen. Interessant wird der „Virtuelle Museumsbesuch“ doch erst dann, wenn der Besucher einen informellen Mehrwert erhält und vom Potenzial des Internets profitieren kann. Viele Museen im Web orientieren sich noch zu stark am realen Museum – das „Virtuelle Museum“ darf nicht zur Kopie abgestempelt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 140 Seiten

Details

Titel
Einsatz von digitalen Medien im Virtuellen Museum
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin  (Wirtschaftswissenschaften II)
Note
1.0
Autor
Jahr
2002
Seiten
140
Katalognummer
V13607
ISBN (eBook)
9783638192187
Dateigröße
3007 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einsatz, Medien, Virtuellen, Museum
Arbeit zitieren
Sandra Arndt (Autor), 2002, Einsatz von digitalen Medien im Virtuellen Museum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13607

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Titel: Einsatz von digitalen Medien im Virtuellen Museum



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