Die Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg - Aktueller Stand


Studienarbeit, 2009
13 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zum Handlungsbedarf:

2. Begriffsdefinition:

3. Zur Region
3.1. Regionale Abgrenzung
3.2. Ausgangssituation in der Region Berlin-Brandenburg:
3.3. SWOT-Matrix der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg
3.4. Handlungsfelder
3.5. Aktueller Stand in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg:

4. Fazit und Ausblick:

Quellen:

1. Zum Handlungsbedarf:

Die Gesundheitsbranche steht in praktisch all ihren Bereichen vor tief greifenden Umbrüchen. Diese können einerseits als Herausforderung, andererseits als Chance für grundlegende Veränderungen aufgegriffen werden. Der demographische und sozioökonomische Wandel führt zu einer immer älter werdenden Bevölkerung. Damit einhergehend zu einer höheren Nachfrage nach gesundheitlichen Leistungen, aber auch gleichzeitig zu einem steigenden Gesundheitsbewusstsein der jüngeren Generation und erhöhter Bereitschaft, mehr Geld für gesundheitserhaltende, sowie gesundheitsfördernde Leistungen auszugeben. Die staatlichen Rahmenbedingungen für die Gesundheit werden sich, bedingt durch die verändernden Eigentümerverhältnisse weg von der öffentlichen Hand hin zu privaten Unternehmen und Investoren, neu strukturieren müssen. Die bisher bestehenden Finanzierungssysteme des Gesundheitswesens werden zukünftig ihre Funktion den neuen Rahmenbedingungen anpassen und der Wettbewerb wird sich aufgrund von außen in den Markt drängender Akteure verschärfen. Das Selbstbewusstsein und vor allem das Informationsbedürfnis der potentiellen Patienten wächst und verändert damit auch das Verhältnis gegenüber den Anbietern gesundheitlicher Dienstleistungen. Transparenz, Qualität und Aufklärung werden zukünftig enorm an Bedeutung gewinnen.[1]

Im Zusammenhang mit dem rasant steigenden medizin-technischen Fortschritt werden der deutschen Gesundheitsbranche überdurchschnittliche Wachstums- und Beschäftigungspotentiale prognostiziert.[2] Dies führt dazu, dass Gesundheit nicht mehr ausschließlich als Kostenfaktor, sondern immer mehr als ein Motor für Investitionen in die Zukunft und in neue aussichtsreiche Wirtschaftsfelder wahrgenommen wird. Innerhalb der letzten Jahre ist der Begriff der Gesundheitsregion immer mehr in den Vordergrund gerückt.

Zahlreiche Städte und Regionen versuchen sich als Gesundheitsregion zu profilieren und haben dementsprechend die Gesundheitsbranche als regionalen Wirtschaftsfaktor und -motor identifiziert und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitswirtschaft ergriffen.

Eine besondere Rolle kommt dabei dem Regionalmanagement zu. Dieses identifiziert vorhandene endogene und exogene Potentiale, sowie Schwächen der Region und hilft, die regionalen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammenzuführen und gemeinsam mit ihnen ein Leitbild und eine Identität für die Region zu entwickeln. Des Weiteren unterstützt sie die Netzwerkbildung und Kooperation in der Region, um vorhandene Synergien effektiv auszunutzen und Probleme gezielt anzugehen.

2. Begriffsdefinition:

Gesundheit:

Nach der Welt-Gesundheits-Organisation ist Gesundheit wie folgt definiert:

Gesundheit wird definiert als ein Zustand des vollkommenen körperlichen, sozialen und geistigen Wohlbefindens und nicht nur des Freiseins von Krankheiten und Gebrechen (Definition: 1946) [3]

Gesundheit als Fähigkeit des Individuums, die eigenen Gesundheitspotenziale auszuschöpfen und auf die Herausforderungen der Umwelt zu reagieren (Definition:1986) [4]

Diese Sichtweise von Gesundheit orientiert sich am vom israelisch-amerikanischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky formulierten Kohärenzgefühl:

„Das Kohärenzgefühl ist eine globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmaß man ein durchdringendes, dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, dass die Stimuli, die sich im Verlauf des Lebens aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind; einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen; diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen.“ [5]

Dabei sind für das persönliche Wohlbefinden unter anderem folgende Faktoren von Bedeutung: Anerkennung, Verfügbarkeit von Ressourcen, Transparenz und Kommunikation.

Diese Faktoren werden jedoch in hohem Maße von Umweltfaktoren und Faktoren der Region bestimmt und müssen daher erforscht, bewertet und genutzt werden. Dies wird durch eine koordinierte und kooperative Arbeit qualifizierter Akteure erreicht. [6]

Gesundheitswirtschaft:

Grundsätzlich wird unter Gesundheitswirtschaft die Erstellung von Gütern und Dienstleistungen zum Erhalt oder Wiederherstellung der Gesundheit verstanden.

Die traditionelle Gliederung des Gesundheitswesens unterscheidet die stationäre Versorgung in Krankenhäusern und die ambulante Versorgung überwiegend durch niedergelassene Ärzte, die ergänzt wird durch nicht ärztliche Gesundheitsleistungen in den Bereichen Pflege, Therapie und Arzneimittelversorgung. [7]

Region:

Region ist das Gebiet eines großflächigen, weitgehend miteinander verflochtenen Lebens- und Wirtschaftsraumes, welcher sich i.d.R. durch eine eigene Kultur, Geschichte und Identität auszeichnet. Eine Region kann sowohl geografisch durch Landesgrenzen wie auch durch politische Strukturen und Funktionsräume definiert sein. [8]

Gesundheitsregion:

Für den Begriff Gesundheitsregion existiert keine allgemein gültige Definition. Die bestehenden Ansätze konzentrieren sich zumeist auf einen oder mehrere von drei Schwerpunktbereichen in der Gesundheitswirtschaft. So ist die Rede von einer Gesundheitsregion, wenn bspw. Cluster in der Biotechnologie vorliegen, es eine breite Ausstattung an Kliniken und Forschungseinrichtungen gibt oder sich der Tourismus in einer Region besonders auf Wellness und Rehabilitation konzentriert. Allen gemeinsam ist jedoch, dass ihnen immer eine Einheit gesundheitsfördernder Faktoren für Bürger und Gäste zu Grunde liegt, welche entsprechende Einrichtungen, Organisationsformen und Akteure braucht. [9]

In der Regel werden bei der Profilierung der Gesundheitsregion bestimmte Strategieansätze verfolgt. [10] Diese lassen sich unterscheiden in:

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg - Aktueller Stand
Hochschule
Fachhochschule Eberswalde  (Wirtschaft)
Veranstaltung
Regionalmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V136084
ISBN (eBook)
9783640446414
ISBN (Buch)
9783640446674
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit bietet einen Überblick über den aktuellen Stand und die Entwicklungen in der Gesundheitsregion Berlin. Es werden Stärken und Schwächen aufgezeigt, sowie Akteure und Netzwerke vorgestellt.
Schlagworte
Gesundheitsregion, Berlin-Brandenburg, Aktueller, Stand
Arbeit zitieren
Philipp Dase (Autor), 2009, Die Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg - Aktueller Stand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136084

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