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Der Bezug zur Mayakultur in Asturias 'Leyenda de la tatuana'

Title: Der Bezug zur Mayakultur in Asturias 'Leyenda de la tatuana'

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Das Thema der folgenden Hausarbeit lautet: Der Bezug zur Mayakultur in Asturias „Leyenda de la tatuana“. Speziell werde ich auf die Frage eingehen, wie Asturias den Mayamythos1 in seiner Leyenda einsetzt. Da mir bei der Lektüre der Leyenda
aufgefallen ist, dass Asturias Elemente der alten Mythen der Maya in seine Leyenda einfließen lässt, interessiert mich, wie er das macht, das heißt, welche Elemente das sind, was er verändert oder weglässt und wie er mit Hilfe der alten Mythen etwas Neues schafft. Hierbei werde ich textanalytisch vorgehen.
Zunächst werde ich kurz vorstellen, wer Asturias war. Da er der Strömung des Magischen Realismus angehörte, werde ich erläutern, was genau der Magische Realismus ist, und wo er sich in der Leyenda wieder findet.
Danach vergleiche ich den alten Mayamythos mit der Leyenda de la tatuana. Konkret werde ich mich mit den Punkten: Der Kosmos; die vier Wege und der Baum beschäftigen, da es bei diesen Punkten die größten Ähnlichkeiten zum Mayamythos gibt.
Die Literaturforschung streitet sich darum, ob Asturias die Mayakultur in seinen Werken dokumentarisch abbildet, oder ob die Werke als eine poetische Neuschaffung einzuordnen sind. Einig ist man sich jedoch darüber, dass Asturias sich in einigen seiner Werke auf die Mayakultur bezieht.

1 Anm. Für die Schreibweise von „Mayamythos“ habe ich mehrer Optionen gefunden. Ich habe mich
für diese entschieden und werde sie auf den folgenden Seiten beibehalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Asturias

3. Der magische Realismus bei Asturias

4. Der Vergleich von Mayamyhtos und der Leyenda de la tatuana

4.1. Der Kosmos

4.2. Die vier Wege

4.3. Der Baum

5. Resümee

6.Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Miguel Ángel Asturias in seiner Erzählung "Leyenda de la tatuana" Elemente der Maya-Mythologie integriert, um eine neue, eigenständige literarische Wirklichkeit zu erschaffen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, auf welche Weise der Autor traditionelle Mythen modifiziert und in den Kontext des Magischen Realismus überführt.

  • Analyse des Magischen Realismus im Werk von Asturias
  • Vergleich der kosmologischen Vorstellungen der Maya mit der Erzählung
  • Untersuchung der Symbolik von Wegen und Farben
  • Betrachtung der Figur des Baumes als göttliche und menschliche Metapher
  • Untersuchung der Verbindung zwischen menschlicher Existenz und übernatürlicher Sphäre

Auszug aus dem Buch

4.1. Der Kosmos

In der Vorstellungswelt der Maya war der Kosmos in drei Bereiche unterteilt. Ganz oben befand sich das Himmelsgestirn, das dazu beschaffen war, das Wetter zu machen. Unter dem Himmelsgestirn befand sich die steinige Mittelwelt der Erde, deren Aufgabe es war, Früchte und Blüten hervorzubringen, und ganz unten lagen die dunklen Wasser der Unterwelt, die auch Xibalba genannt wurde. Bei Nacht wechselte Xibalba auf den Platz über der Erde und nahm dort die Position des Nachthimmels ein.

In der Leyenda de la tatuana schreibt Asturias lediglich über zwei Bereiche des Kosmos. Er betitelt sie aber weder als Mittel- noch als Unterwelt. Das alltägliche Leben spielt sich auf der Erde ab. Als jedoch der Händler bei einem Unwetter verunglückt, ist von einer Baumwurzel die Rede, die den Händler, wie eine große Hand in den Abgrund schleudert: „El Mercador cayó al pie de un árbol que partido por el rayo en ese mismo instante le tomó con las raíces como una mano que recoge una piedra y le arrojó al abismo.“ Abismo könnte in der Leyenda die Unterwelt meinen, es könnte aber auch die eher europäische Auffassung der Hölle vertreten. Wobei die Hölle ein eindeutig schlechter und grauenvoller Ort ist, wohingegen die Unterwelt der Maya das Gegenstück zur Mittelwelt darstellt, eben in dem Sinne, dass dort alles auf den Kopf gestellt ist, sozusagen spiegelverkehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Einsatz des Mayamythos bei Asturias zu untersuchen und textanalytisch zu beleuchten.

2. Asturias: Dieses Kapitel gibt einen biographischen Überblick über Miguel Ángel Asturias und seinen Weg als Schriftsteller unter dem Einfluss seiner indigenen Wurzeln und politischer Erfahrungen.

3. Der magische Realismus bei Asturias: Es wird definiert, wie das Zusammenspiel zwischen realistischen und magischen Elementen die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Übernatürlichem auflöst.

4. Der Vergleich von Mayamyhtos und der Leyenda de la tatuana: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Entsprechungen zwischen den alten Mythen der Maya und der literarischen Umsetzung in der Leyenda.

4.1. Der Kosmos: Hier wird die kosmologische Struktur der Maya mit der Darstellung des Abgrunds und der Weltordnung in Asturias' Werk verglichen.

4.2. Die vier Wege: Dieses Unterkapitel untersucht die symbolische Bedeutung der Himmelsrichtungen, Farben und Attribute im Vergleich zur Maya-Tradition.

4.3. Der Baum: Es wird die Rolle des Weltenbaums analysiert, der bei Asturias eine personifizierte, göttliche und zugleich menschliche Dimension annimmt.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, in der festgestellt wird, dass Asturias den alten Mythos durch Neukombination und bewusste Variation transformiert hat.

6.Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Miguel Ángel Asturias, Leyenda de la tatuana, Mayamythos, Magischer Realismus, Literaturanalyse, Maya-Kultur, Weltenbaum, Kosmologie, Symbolik, Identitätsauflösung, Indigene Literatur, Lateinamerika, Mythenrezeption, Erzählstruktur, Popol Vuh

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den Einfluss der Maya-Kultur auf das literarische Werk von Miguel Ángel Asturias, speziell am Beispiel der Erzählung "Leyenda de la tatuana".

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der Magische Realismus, die Rezeption antiker Maya-Mythen sowie die symbolische Bedeutung von Raum, Natur und Identität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Asturias traditionelle Mythen adaptiert, verändert und als "Baumaterial" für eine neue literarische Realität nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verfolgt einen textanalytischen Ansatz und vergleicht dabei inhaltliche Elemente der Erzählung mit mythologischen Überlieferungen.

Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil wird der Vergleich zwischen dem Mayamythos und der Leyenda in den Bereichen Kosmos, Himmelsrichtungen (Wege) und der Weltenbaum-Symbolik detailliert untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Magischer Realismus, Mythenrezeption, Asturias und interkulturelle Literaturwissenschaft charakterisieren.

Wie definiert der Autor die Rolle des "Weltenbaums" in der Erzählung?

Asturias interpretiert den Baum als göttliche Instanz, die vermenschlicht wird, menschliche Züge annimmt und als Verbindung zwischen der irdischen und der übernatürlichen Welt fungiert.

Inwiefern unterscheidet sich die Farbgebung bei Asturias von den Maya-Überlieferungen?

Asturias ordnet die Farben den "Wegen" zu und nicht den Himmelsrichtungen, wobei er diese teilweise aus ästhetischen Gründen, wie etwa bei der Weinranke (grün), von der traditionellen Symbolik abweichend modifiziert.

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Details

Title
Der Bezug zur Mayakultur in Asturias 'Leyenda de la tatuana'
College
University of Münster  (Romanisches Seminar)
Course
Lateinamerikanische Kurzgeschichten
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V136122
ISBN (eBook)
9783640443406
ISBN (Book)
9783640443468
Language
German
Tags
Bezug Mayakultur Asturias Leyenda
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Der Bezug zur Mayakultur in Asturias 'Leyenda de la tatuana', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136122
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