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Staatsbildung und Naturzustand bei Hobbes und Rousseau

Titel: Staatsbildung und Naturzustand bei Hobbes und Rousseau

Hausarbeit , 15 Seiten

Autor:in: Jascha Gustävel (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Bezüglich des Vorgehens sollen zu Beginn das Menschenbild, sowie das Staatskonzept und die Bedingungen für das Zustandekommen eines Gesellschaftsvertrages bei Thomas Hobbes Theorie dargestellt werden. Daran anschließen soll die gleiche, aufeinander aufbauende Analyse bestehend aus zwei Kapiteln für Jean-Jacques Rousseaus Theorie durchgeführt werden. Diese in zwei Einzelkapitel untergliederte Analyse bildet die Vorarbeit für den zweiten Teil dieser Arbeit. In diesem Teil sollen die Wege Hobbes und Rousseaus vom Naturzustand und seiner Überwindung, hin zu Gesellschaften unter Einfluss der Gesellschaftsverträge beschrieben und verglichen werden. Dabei ist es nicht das Ziel, die entstandenen Gemeinschaften einzig anhand von Herrschaftsformen oder praktischen Umsetzungen gegenüberzustellen und die Theoretiker nur anhand der entstandenen Ergebnisse ihrer Verträge zu vergleichen, sondern insbesondere die Wandel im Menschenbild und die Wege hin zu funktionierenden Gemeinschaften unter Einfluss der Gesellschaftsverträge sollen analysiert werden. Abschließend, nachdem auch die skizzierten, gesellschaftlichen Wandel gegenübergestellt und kontextualisiert worden sind, sollen die zentralen Ergebnisse und weitere Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung in einem kurzen Fazit dargelegt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hobbes Menschenbild

3. Hobbes Rahmen- und Vorbedingungen für den Gesellschaftsvertrag

4. Rousseau Menschenbild

5. Rousseaus Rahmen- und Vorbedingungen für den Gesellschaftsvertrag

6. Vergleich Hobbes/Rousseau

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Menschenbilder sowie die Ansätze zur Staatsbildung in den Gesellschaftsvertragstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer staatsphilosophischen Begründung herauszuarbeiten.

  • Analyse des Menschenbildes bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau
  • Untersuchung der Bedingungen für den Abschluss eines Gesellschaftsvertrages
  • Gegenüberstellender Vergleich der staatsphilosophischen Ansätze
  • Diskussion des Konzepts der Souveränität
  • Betrachtung des Konfliktpotenzials im Naturzustand

Auszug aus dem Buch

2. Hobbes Menschenbild

Thomas Hobbes stellt in seinem Menschenbild einen für seine Zeit sehr fortschrittlichen Kernaspekt ins Zentrum seiner Überlegungen: Die Gleichheit aller Menschen. Hobbes beschreibt in seinem Leviathan, dass die Menschen aus seiner Perspektive anthropogen sehr ähnlich ausgestattet sein, mindestens aber so ähnlich, dass eine Gleichwertigkeit entsteht, welche dazu führt, dass prinzipiell keine natürlichen Rangunterschiede durch anthropogene Veranlagungen wie die Ausprägung von Eigenschaften oder die körperliche Überlegenheit eintreten können (Vgl:Hobbes:2010,S115f.). Gleichzeitig hebt er ebenfalls hervor, dass Menschen gleich an Rechten geboren sind und ihre Begehren als gleichwertig zu betrachten sind. Dennoch ist das Menschenbild, welches Hobbes beschreibt ein als negativ zu bewertendes. Dies hängt unter anderem auch mit den bereits angesprochenen Begehren zusammen. Diese sind laut Hobbes nämlich unstillbar und bieten somit natürlicherweise, da alle diese unstillbaren Begehren haben, ein grundsätzliches Konfliktpotential (Vgl:Nida-Rümlein:2008,S.92ff). Er beschreibt die Menschen in seinem Leviathan, dass Eigenschaften wie Habgier, Ruhmsucht, Egoismus und Misstrauen abgeleitet werden können. Konkreter sagt Hobbes „Zorn, Stolz und Begierden aller Art sind natürliche Leidenschaften“ (Hobbes:2010,S.141). Durch die Kombination von natürlicher Gleichheit, inklusive gleichem Begehren, und den sogenannten natürlichen Leidenschaften, welche in Hobbes Leviathan letztlich die eben aufgezählten Negativeigenschaften meinen, kommt es in einem Naturzustand, also in einer Situation, in welcher es keine staatliche Ordnung gibt und sich lediglich die Individuen gegenüberstehen, zwangsläufig und automatisch zu einer Situation eines dauerhaften Kriegszustandes, welcher eine permanente Furcht bei den Menschen verursacht(Vgl:Nida-Rümlein:2008,S.112). Dieser Naturzustand, welcher folglich alleine auf dem zugrundeliegenden Menschenbild basiert, beschreibt Hobbes als einen Krieg „aller gegen alle“(Hobbes:2010,S.116). Gemeint ist damit die Tatsache, dass ein permanentes Konkurrenzdenken die Menschen beherrscht und der Mensch über einen stark ausgeprägten Egoismus verfügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zeitlose Frage nach dem menschlichen Naturell und der Notwendigkeit von staatlicher Ordnung ein und stellt die Relevanz der Theorien von Hobbes und Rousseau dar.

2. Hobbes Menschenbild: Dieses Kapitel erläutert Hobbes’ Auffassung von der Gleichheit aller Menschen und deren negativen Folgen aufgrund unstillbarer Begehren im Naturzustand.

3. Hobbes Rahmen- und Vorbedingungen für den Gesellschaftsvertrag: Hier wird der Prozess der Staatsbildung bei Hobbes beschrieben, der durch vernunftbasierte natürliche Gesetze und die wechselseitige Übertragung von Rechten gekennzeichnet ist.

4. Rousseau Menschenbild: Das Kapitel analysiert Rousseaus Sicht auf den Menschen als ein von Natur aus freies, instinktgesteuertes Wesen, das erst durch gesellschaftliche Einflüsse und Privateigentum korrumpiert wird.

5. Rousseaus Rahmen- und Vorbedingungen für den Gesellschaftsvertrag: Es wird dargelegt, wie Rousseau durch den Gemeinwillen eine legitime Ordnung schaffen will, die individuelle Freiheit mit kollektiver Verantwortung vereint.

6. Vergleich Hobbes/Rousseau: Dieses Kapitel stellt die fundamental unterschiedlichen Menschenbilder und Staatskonzeptionen beider Theoretiker gegenüber und diskutiert divergierende Ansichten zum Widerstandsrecht.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die Bedeutung beider Vertragstheorien für das heutige Verständnis von Staatlichkeit und Demokratie.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Staatsbildung, Menschenbild, Leviathan, Gemeinwille, Souveränität, Selbsterhaltung, Freiheit, Krieg aller gegen alle, Volkssouveränität, Politikwissenschaft, Staatsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die staatsphilosophischen Kernkonzepte von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, insbesondere ihre jeweiligen Vorstellungen vom Menschenbild und der Entstehung von Gesellschaftsverträgen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt Themen wie den Naturzustand, die unterschiedlichen Freiheitsbegriffe, die Notwendigkeit von staatlicher Ordnung, das Widerstandsrecht sowie die Rolle des Gemeinwohls.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Hobbes und Rousseau in ihren Verträgen ihr Menschenbild verarbeiten, worin sich ihre Theorien ähneln oder unterscheiden und welche Auswirkungen dies auf ihre Staatsmodelle hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse der Primärquellen (Leviathan, Vom Gesellschaftsvertrag) und sekundärwissenschaftliche Einordnung, um die Theorien systematisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in aufeinander aufbauende Analysen zu Hobbes' und Rousseaus Menschenbildern sowie deren jeweilige Rahmenbedingungen für den Gesellschaftsvertrag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Souveränität, Gemeinwille, Leviathan, Menschenbild und Selbsterhaltung.

Wie unterscheidet sich Hobbes' Verständnis des Naturzustands von dem bei Rousseau?

Hobbes sieht den Naturzustand als einen grausamen „Krieg aller gegen alle“, während Rousseau ihn als einen harmonischen, wenn auch durch gesellschaftliche Entwicklung vergangenen Zustand beschreibt.

Welche Funktion hat der sogenannte „Gemeinwille“ bei Rousseau?

Der Gemeinwille dient als oberste Richtschnur für den Souverän und soll sicherstellen, dass die Gesetzgebung nicht nur Einzelinteressen verfolgt, sondern das Gemeinwohl wahrt und eine legitime demokratische Ordnung ermöglicht.

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Details

Titel
Staatsbildung und Naturzustand bei Hobbes und Rousseau
Autor
Jascha Gustävel (Autor:in)
Seiten
15
Katalognummer
V1361258
ISBN (PDF)
9783346881359
ISBN (Buch)
9783346881366
Sprache
Deutsch
Schlagworte
staatsbildung naturzustand hobbes rousseau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jascha Gustävel (Autor:in), Staatsbildung und Naturzustand bei Hobbes und Rousseau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361258
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Leseprobe aus  15  Seiten
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