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Die attischen Diasia. Das größte Fest des Zeus Meilichios

Título: Die attischen Diasia. Das größte Fest des Zeus Meilichios

Trabajo de Seminario , 2023 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Winfried Kumpitsch (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem bedeutendsten Fest im attischen Jahresverlauf, dem Fest des Zeus Meilichios.

Die erhaltenen Informationen zu den Diasia sind spärlich. Erwähnung finden sie nur bei zwei Autoren des 5. Jh. v. Chr., einem Autor des 2. Jh. n. Chr. und deren Scholiasten und dem byzantinischen Lexikographen. Lange Zeit waren diese literarischen Quellen die einzigen, die für den Versuch einer Rekonstruktion zur Verfügung standen. Im Folgenden werden diese Quellen kurz vorgestellt.

Der attische Jahreslauf war von zahlreichen kleineren und großen Festen geprägt, über die mehr oder weniger konkrete Informationen erhalten sind. Die Einführung einiger dieser Feste fällt in die historische Zeit, während andere ein so hohes Alter aufweisen, dass nicht mehr festgestellt werden kann inwiefern die überlieferte Form der ursprünglichen entspricht, geschweige denn, wann und zu welchem Zwecke das jeweilige Fest eingeführt worden war. Zu dieser zweiten Kategorie zählt das, am 23. Anthesterion gefeierte, bedeutendste Fest des Zeus Meilichios, die Diasia.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Quellenüberblick

1.1. Thukydides († um 400 v. Chr.)

1.2. Aristophanes († um 380 v. Chr.)

1.3. Xenophon († um 354 v. Chr.)

1.4. Lukian von Samosata († um 190 n. Chr.)

1.5. Erwähnungen der Diasia im 4. - 12. Jh. n. Chr.

1.6. Archäologische Befunde

2. Zeus Meilichios

3. Forschungsdiskurs

3.1. Rekonstruktion des Festablaufes

3.2. Zweck des Festes

3.3. Niedergang der Diasia

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit systematisiert den aktuellen Forschungsstand zu den Diasia, dem bedeutendsten Fest des Zeus Meilichios, indem sie die spärliche antike Quellenlage kritisch gegen neue epigraphische und archäologische Erkenntnisse abwägt, um den Festablauf und dessen Zweck zu rekonstruieren.

  • Philologische Deutung der literarischen Quellen von der Antike bis zur byzantinischen Zeit
  • Auswertung der Kultkalender von Thorikos und Erchia zur Bestimmung von Ort und Ritus
  • Analyse des chthonischen Wesens des Zeus Meilichios im Kontext von Sühne und Reinigung
  • Untersuchung der Theorie zum Niedergang der Diasia und ihrer möglichen Integration in Mysterienkulte
  • Kritische Reflexion der Forschungsgeschichte bezüglich des Charakters der Diasia

Auszug aus dem Buch

1.1. Thukydides († um 400 v. Chr.)

Die erste literarische Nachricht über das Fest der Diasia findet sich bei Thukydides. Im Zuge seines Berichtes über den Kylonischen Frevel und den daraus resultierenden Alkmeonidenfluch hält er Folgendes über das höchste attische Zeusfest fest:

„εἰ δὲ ἐν τῇ Ἀττικῇ ἢ ἄλλοθί που ἡ μεγίστη ἑορτὴ εἴρητο, οὔτε ἐκεῖνος ἔτι κατενόησε τό τε μαντεῖον οὐκ ἐδήλου (ἔστι γὰρ καὶ Ἀθηναίοις Διάσια ἃ καλεῖται Διὸς ἑορτὴ Μειλιχίου μεγίστη ἔξω τῆς πόλεως, ἐν ᾗ πανδημεὶ θύουσι πολλὰ οὐχ ἱερεῖα, ἀλλ᾽ <ἁγνὰ> θύματα ἐπιχώρια), δοκῶν δὲ ὀρθῶς γιγνώσκειν ἐπεχείρησε τῷ ἔργῳ.“

Im Scholion zu dieser Textstelle werden diese “θύματα ἐπιχώρια“ (= landestypischen Gaben) als Opferkuchen in Tierform gedeutet.

In Bezug auf diese Stelle bei Thukydides besteht eine bis heute noch nicht gelöste philologische Debatte, die sich zum einen auf die Lesart von “πολλὰ οὐχ ἱερεῖα“ bezieht, zum anderen auf die Erzählung über den Putsch des Kylon (7. Jh. v. Chr.). Seit Hermann wird immer wieder vorgeschlagen, “πολλὰ“ anstelle von “πολλοὶ“ zu lesen, sprich, dass “keiner“ und nicht nur “die meisten“ normale Opfer darbrachten. Obwohl man diese Debatte aufgrund des weiter unten besprochenen Kalenders von Erchia inzwischen als beendet betrachten kann, flammt sie dennoch immer wieder auf.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Überblick über die Vielfalt attischer Feste und die Einordnung der Diasia als bedeutendstes Fest des Zeus Meilichios am 23. Anthesterion.

1. Quellenüberblick: Vorstellung der relevanten literarischen Quellen von Thukydides bis zum byzantinischen Zeitalter sowie der für die Forschung zentralen archäologischen Funde.

2. Zeus Meilichios: Erörterung der Identität und des chthonischen Wesens des Gottes sowie seiner Bedeutung in Reinigungsritualen und im landwirtschaftlichen Kontext.

3. Forschungsdiskurs: Detaillierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Rekonstruktion des Festablaufs, dem Zweck des Festes und den Theorien zum historischen Niedergang der Diasia.

Resümee: Abschließende Synthese der Erkenntnisse, die die Validität der Kalenderfunde als Korrektiv zur philologischen Debatte betont und offene Forschungsfragen benennt.

Schlüsselwörter

Diasia, Zeus Meilichios, attische Feste, Kultkalender, Erchia, Thorikos, Sühneopfer, Reinigungsrituale, Thukydides, Hellenistik, Agrai, chthonische Gottheiten, Anthesterion, Forschungsgeschichte, griechische Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das antike Fest der Diasia, das zu Ehren des Gottes Zeus Meilichios in Athen gefeiert wurde, und analysiert die historische sowie kultische Bedeutung dieses Ereignisses anhand verfügbarer Quellen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Rekonstruktion des tatsächlichen Festablaufs, die Funktion des Gottes Zeus Meilichios als Sühnegott sowie die Entwicklung der Forschungsdiskussion über verschiedene Epochen hinweg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine kritische Gegenüberstellung von literarischen antiken Zeugnissen und modernen archäologischen Funden (wie den Kultkalendern) ein fundiertes Bild über die Diasia zu erstellen und bisherige Forschungsirrtümer aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es wird eine philologische und archäologisch-historische Analyse durchgeführt, wobei insbesondere Inschriftenfunde aus attischen Demen zur Relativierung der antiken Überlieferung genutzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Quellen, eine Charakterisierung des Zeus Meilichios, eine Rekonstruktion der Riten und eine kritische Auseinandersetzung mit Theorien zum Niedergang des Festes.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Diasia, Zeus Meilichios, Sühneopfer, Reinigungsrituale, Kultkalender und attische Feste charakterisiert.

Welche Bedeutung hat der Kultkalender von Erchia für die Arbeit?

Dieser Kalender ist von entscheidender Bedeutung, da er archäologische Fakten liefert, die frühere, rein auf Interpretation basierende Thesen über die Natur der Opfer (z.B. die Behauptung, es seien ausschließlich unblutige Opfer gewesen) widerlegen.

Warum wird die Klage des Zeus in Lukians Werk als problematische Quelle eingestuft?

Da es sich um ein satirisches Werk handelt, ist die darin enthaltene Behauptung, die Diasia würden nicht mehr gefeiert, nicht als historisches Faktum zu betrachten, sondern muss im Kontext des satirischen narrativen Konzepts bewertet werden.

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Detalles

Título
Die attischen Diasia. Das größte Fest des Zeus Meilichios
Universidad
University of Graz
Calificación
1,0
Autor
Winfried Kumpitsch (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
22
No. de catálogo
V1361327
ISBN (PDF)
9783346883643
ISBN (Libro)
9783346883650
Idioma
Alemán
Etiqueta
Diasia Meilichios Zeus Zeus Meilichios Athen attischer Festkalender kylonischer Frevel Anthesterion Kultkalender Thorikos Erchia Maimaktes Zeus Maimaktes Kephisos Illisos Alopeke Thargelion Pompaia Argivische Tausend Sühneriten Reinigungsriten Sühne Reinigung Selinunt Cyrene Pasikrateia Zeus Eubouleus Zeus Euboulos Zeus Bouleus Dipolieia Eleusis
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GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Winfried Kumpitsch (Autor), 2023, Die attischen Diasia. Das größte Fest des Zeus Meilichios, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361327
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