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WPA zwischen der EU und den AKP-Staaten

Título: WPA zwischen der EU und den AKP-Staaten

Trabajo de Seminario , 2007 , 16 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Luzia Schäuble (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Seit dem Abschluss der Römischen Verträge im Jahr 1957 pflegen europäische Staaten besondere Beziehungen zu ihren ehemaligen Kolonien. Die Lomé-Abkommen lieferten in den Jahren 1975 bis 2000 eine vertragliche Grundlage für die Zusammenarbeit. Sie schafften es jedoch nicht, die Entwicklung der AKP-Staaten, einer Anzahl Länder in Afrika, der Karibik und im Pazifikraum, nachhaltig zu fördern. Immerhin ermöglichte das Abkommen den Entwicklungsstaaten einen zollfreien Marktzugang für einen Grossteil ihrer Produkte ohne selber auf Zollschutz verzichten zu müssen. Als Nachfolge-Abkommen folgte 2000 das Cotonou-Abkommen. Mit dem gleichen Fernziel der Armutsbekämpfung verfolgt es die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung der AKP-Staaten und zielt auf Friede und Sicherheit, sowie auf ein stabiles und demokratisches politisches Umfeld. Das Cotonou-Abkommen ist das weltweit wichtigste und umfassendste Entwicklungsabkommen zwischen einer Gruppe von Industrienationen und einer Vielzahl von Entwicklungsländern. Im Rahmen des Cotonou-Abkommens wurden in Anpassung an die Regeln der Weltwirtschaftsorganisation Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA), auch Economic Partnership Agreements (EPAs) oder Freihandelsabkommen genannt, vereinbart. Nach Regeln der WTO müssen Zollbeziehungen immer reziprok sein. Die WPA beinhalten daher die schrittweise Zollbeseitigung bis zur vollständigen Integration der AKP-Länder in die Weltwirtschaft. Über diese Integration erhofft sich die EU längerfristige Wettbewerbsfähigkeit der Entwicklungsländer, regere Handelsbeziehungen und sinkende Armut. Die WPA werden von Gegnern stark kritisiert. Der EU wird vorgeworfen, sie versuche nur vordergründig, die Armut in den AKP-Ländern zu bekämpfen und verfolge als wesentliches Ziel die vollständige Abschaffung der Importzölle, um ihre eigenen Waren exportieren zu können. Im Zusammenhang mit dieser Kritik stellt sich die folgende Frage:
Ist es sinnvoll, die AKP-Staaten im Rahmen der WPA in die Weltwirtschaft zu integrieren? Dazu lässt sich die folgende These aufstellen: Die EU verfolgt in der Entwicklungszusammenarbeit hauptsächlich ihre eigenen Interessen. Es geht ihr mehr um die Verfügung über Rohstoffe und Ressourcen der AKP-Staaten sowie um den vereinfachten Export eigener Produkte als um echte Armutsbekämpfung. Diese Arbeit liefert eine Diskussion zum Sinn der WPA.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Cotonou-Abkommen

2.1 Die fünf Säulen des Cotonou-Abkommens

2.2 Bedeutung und Aktualität der Weltwirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA)

3 Diskussion der Argumente von Kritikern und Befürwortern der WPA

3.1 Bedrohung lokaler Märkte

3.2 Vor- und Nachteile der Aufhebung von Zollschranken

3.3 Wirtschaftliches Wachstum durch Freihandel?

3.4 Alternativen zu den WPA

3.5 Die Interessen der EU an Beziehungen mit den AKP-Staaten

4 Fazit der Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch den Sinn und die Auswirkungen der neuen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen der EU und den AKP-Staaten im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen ökonomischen EU-Interessen und der Armutsbekämpfung beleuchtet wird.

  • Struktur und Grundpfeiler des Cotonou-Abkommens
  • Debatte um Marktöffnung und den Abbau von Zollschranken
  • Argumente von Kritikern und Befürwortern der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen
  • Bedeutung regionaler Integration und wirtschaftlicher Diversifizierung
  • Geopolitische Interessen der EU in den Beziehungen zu den AKP-Staaten

Auszug aus dem Buch

3.1 Bedrohung lokaler Märkte

Mit den Schlagwörtern „Afrika nicht überrollen” und „Stoppt EPAs!“ (Stop EPA 2007) machen Gegner der WPA darauf aufmerksam, dass die AKP-Staaten bei der Aufhebung der Zollpräferenzen besonders im Agrarbereich einer vernichtenden Konkurrenz ausgesetzt wären, die eine steigende Arbeitslosigkeit und zunehmende Armut mit sich bringen würde. Die Existenzgrundlage vieler kleiner Produzenten und lokaler Märkte würde damit zerstört. (Kneifel 2006a) Daten zu Kenyas Milchwirtschaft zeigen die Brisanz des Themas: Ohne den Schutz vor der EU und ihren subventionierten Produkten seien in Kenya 625'000 Arbeitsplätze gefährdet und 65 Prozent der verarbeitenden Industrie bedroht. (Stop EPA 2007)

Während arme Länder bei einer Marktöffnung schwach und verletzlich sind, kann die EU ihre Wirtschaft mit Subventionen und Ausländergesetzen schützen. Dies zeigt „Attac” auf, ein Bündnis, das sich gegen die Globalisierungssachzwänge einsetzt und sich unter anderem gegen die WPA ausspricht. (Attac 2007) Der Handel mit der EU macht für die AKP-Staaten fast einen Drittel ihres Aussenhandels aus, für die EU dagegen ist das Handelsvolumen am Gesamtvolumen gemessen sehr gering. (Sozialistische Hochschulzeitung 2007)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und ihren ehemaligen Kolonien ein und erläutert die Umstellung vom Lomé- auf das Cotonou-Abkommen sowie die daraus resultierende Fragestellung bezüglich der Integration der AKP-Staaten in die Weltwirtschaft.

2 Das Cotonou-Abkommen: In diesem Kapitel werden die fünf zentralen Säulen des Cotonou-Abkommens dargelegt und die Bedeutung sowie die entwicklungspolitische Zielsetzung der neuen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) erläutert.

3 Diskussion der Argumente von Kritikern und Befürwortern der WPA: Hier erfolgt eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der Marktöffnung, wobei sowohl die Ängste vor der Zerstörung lokaler Märkte als auch die von der EU prognostizierten Chancen für wirtschaftliches Wachstum gegenübergestellt werden.

4 Fazit der Diskussion und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass reine Handelsliberalisierung ohne flankierende Maßnahmen zur Stärkung lokaler Institutionen und Infrastrukturen unzureichend ist und unterstreicht die Notwendigkeit einer nachhaltigen, entwicklungsorientierten Strategie.

Schlüsselwörter

Cotonou-Abkommen, AKP-Staaten, Europäische Union, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, WPA, Freihandel, Armutsbekämpfung, Marktöffnung, Zollpräferenzen, Weltwirtschaft, Entwicklungspolitik, Regionale Integration, Agrarwirtschaft, Handelsbeziehungen, Neokolonialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen und die Sinnhaftigkeit der neuen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen der Europäischen Union und den Staaten in Afrika, der Karibik und im Pazifik (AKP-Staaten).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das Cotonou-Abkommen, die Auswirkungen von Zollsenkungen auf lokale Märkte, die Problematik der Abhängigkeit von Rohstoffexporten sowie die kritische Gegenüberstellung der EU-Interessen und entwicklungspolitischer Ziele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Ist es sinnvoll, die AKP-Staaten im Rahmen der WPA in die Weltwirtschaft zu integrieren?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, bei der aktuelle Berichte, Studien und konträre Argumentationslinien von Kritikern sowie der EU ausgewertet und synthetisiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Argumente der WPA-Gegner bezüglich lokaler Marktbedrohungen und die Gegendarstellungen der EU diskutiert, die auf die Notwendigkeit von Wettbewerbsfähigkeit und Diversifizierung verweist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Cotonou-Abkommen, WPA, Armutsbekämpfung, Marktöffnung, regionale Integration und die asymmetrische Handelsbeziehung zwischen der EU und den Entwicklungsländern.

Welche Rolle spielen die "nichtstaatlichen Akteure" im Abkommen?

Das Cotonou-Abkommen bindet erstmals explizit nichtstaatliche Akteure wie die Zivilgesellschaft, den privaten Sektor und Interessenverbände in die Kooperation ein, um den Entwicklungsprozess breiter abzustützen.

Warum kritisieren Organisationen wie Attac die EU-Politik?

Kritiker werfen der EU vor, dass die Forderungen nach reziproken Zollsenkungen die strukturell schwächeren AKP-Staaten überfordern, lokale Industrien gefährden und letztlich primär den eigenen Marktzugang der EU sichern sollen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der regionalen Integration?

Die regionale Integration wird als Kernstück der Entwicklungsstrategie angesehen, da der Handel innerhalb der AKP-Regionen bisher gering ist und durch den Abbau interner Schranken langfristig die Abhängigkeit von der EU verringert werden könnte.

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Detalles

Título
WPA zwischen der EU und den AKP-Staaten
Universidad
University of Zurich  (Institut für Politikwissenschaft, Abteilung Internationale Beziehungen)
Curso
Kolloquium Kernkompetenz Internationale Beziehungen
Calificación
1
Autor
Luzia Schäuble (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
16
No. de catálogo
V136143
ISBN (Ebook)
9783640440481
ISBN (Libro)
9783640440405
Idioma
Alemán
Etiqueta
AKP-Staaten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Luzia Schäuble (Autor), 2007, WPA zwischen der EU und den AKP-Staaten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136143
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