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Sokratische Gesprächsführung in der Arzt-Patienten-Beziehung. Arzt-Patienten-Kommunikation mit Jugendlichen

Titel: Sokratische Gesprächsführung in der Arzt-Patienten-Beziehung. Arzt-Patienten-Kommunikation mit Jugendlichen

Hausarbeit , 2022 , 26 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Gesundheitswissenschaften - Gesundheitspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, mit Hilfe von drei fiktiven Praxisbeispielen aufzuzeigen, wie unter Anwendung sokratischer Gesprächsführung eine gelingende Arzt-Patienten-Kommunikation mit Jugendlichen zustande kommen kann. Exemplarische Fallbeispiele von sokratisch geführten Gesprächen mit Jugendlichen und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen bieten Ärzten, Therapeuten und Beratern nützliche Hinweise für den eigenen Praxisalltag.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema gelingender Kommunikation, besonders beschäftigt sie sich mit der Kommunikation zwischen Ärzten und Jugendlichen. Solche Arzt-Patienten-Gespräche sind eine besondere Herausforderung. Die Patientengruppe der 13- bis 17-Jährigen befindet sich in einer herausfordernden körperlichen, emotionalen und sozialen Übergangs- und Entwicklungsphase. Auf der anderen Seite befinden sich viele Ärzte unter ständigem Kosten- und vor allem Zeitdruck. Beides schwierige Voraussetzungen für gelingende Kommunikation. Die sokratische Gesprächsführung ist eine Möglichkeit, diese schwierige Arzt-Patienten-Kommunikation zu meistern und Jugendliche so langfristig zu eigenverantwortlichem Handeln zu animieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung in die Fragestellung

1.2 Zielsetzung der Hausarbeit

1.3 Aufbau der vorliegenden Arbeit

2 Theoretischer Teil

2.1 Kommunikation

2.1.1 Das Kommunikationsmodell nach Watzlawick

2.1.2 Das Vier-Seiten-Modell

2.1.3 Voraussetzungen gelingender Kommunikation

2.2 Die Arzt-Patienten-Beziehung

2.2.1 Besondere Anforderungen in der Arzt-Patienten-Kommunikation

2.2.2 Das Modell der sokratischen Gesprächsführung

2.2.3 Die Patientengruppe «Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren»

3 Methodischer Teil

3.1 Anwendung sokratischer Gesprächsführung auf Jugendliche

3.2 Praxisbeispiel 1: Jana wird immer dünner

3.2.1 Kommunikation zwischen Jana, der Mutter und dem Hausarzt

3.2.2 Warum ist die Kommunikation gescheitert?

3.2.3 Wie könnte man es besser machen?

3.3 Praxisbeispiel 2: Sebastian raucht

3.3.1 Kommunikation zwischen Sebastian und dem Suchtberater

3.3.2 Warum ist die Kommunikation gescheitert?

3.3.3 Wie könnte man es besser machen?

3.4 Praxisbeispiel 3: Max hat Prüfungsangst

3.4.1 Kommunikation zwischen Max und der Psychotherapeutin

3.4.2 Warum ist die Kommunikation gescheitert?

3.4.3 Wie könnte man es besser machen?

4 Diskussion

4.1 Kritische Reflexion der Praxisbeispiele

4.2 Handlungsempfehlungen für eine gelingende Arzt-Patienten-Kommunikation

5 Zusammenfassung, Ausblick, Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie durch die Anwendung sokratischer Gesprächsführung eine gelingende Kommunikation zwischen Ärzten und Jugendlichen in herausfordernden Situationen ermöglicht werden kann.

  • Grundlagen der Kommunikationstheorie (Watzlawick, Schulz von Thun)
  • Anforderungen an die Arzt-Patienten-Beziehung bei Jugendlichen
  • Anwendung der sokratischen Gesprächsführung in der medizinischen Praxis
  • Analyse und Optimierung von Fallbeispielen bei Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Wie könnte man es besser machen?

Besser wäre das Gespräch verlaufen, wenn der Arzt nach der Begrüssung die Mutter nach draussen gebeten hätte, um allein mit Jana zu sprechen. Das hätte Jana bestärkt, dass sie eine eigenständige, bald erwachsene Person ist und sie hätte sich von Anfang an ernst genommen gefühlt und die Basis für eine vertrauensvolle Beziehung wäre gelegt gewesen. Nach einem einfühlsamen, empathischen Einstieg ins Gespräch, könnte dieses wie folgt weitergehen:

Arzt: Habe ich dich richtig verstanden, dass du dich zu dick fühlst?

Jana: Ich fühle mich nicht nur zu dick, ich bin zu dick.

Arzt: Was bedeutet «zu dick»?

Jana: Zu dick ist man, wenn man sich in die Hose quetschen muss, die früher noch gepasst hat oder auch wenn man beim Kilometerlauf im Turnunterricht nicht alles rennen kann, weil man keine Luft und brennende Beine hat und dann letzte wird.

Arzt: Schauen wir das Beispiel der zu kleinen Hose etwas genauer an. Weisst du wie gross und wie schwer du bist, Jana?

Jana: Ja, ich bin 1.65m und 44kg schwer, zu schwer.

Arzt: Ich habe hier die Unterlagen deines Kinderarztes. Möchtest du wissen, wie gross und schwer du bei deinem letzten Check vor ziemlich genau einem halben Jahr warst?

Jana: Ja.

Arzt: Du warst 1.60m und 48kg.

Jana: Sehen Sie, da war ich noch dicker.

Arzt: Du bist in die Höhe geschossen, das ist in deinem Alter normal, dass man in kurzer Zeit sehr wächst und auch weiblichere Formen annimmt. Und wegen den weiblicheren Formen und dem Wachsen, wäre es eigentlich normal und gesund auch etwas schwerer zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Herausforderungen der Kommunikation mit Jugendlichen dar und definiert das Ziel der Arbeit, sokratische Gesprächsführung anhand von Fallbeispielen zu erläutern.

2 Theoretischer Teil: Hier werden Kommunikationsmodelle von Watzlawick und Schulz von Thun sowie die Besonderheiten der Arzt-Patienten-Beziehung und der Zielgruppe Jugendlicher erörtert.

3 Methodischer Teil: Dieses Kapitel veranschaulicht die Anwendung der sokratischen Methode anhand von drei fiktiven Praxisbeispielen, analysiert die jeweiligen Kommunikationsfehler und zeigt Best-Practice-Dialoge auf.

4 Diskussion: Es erfolgt eine kritische Reflexion der zuvor beschriebenen Dialoge sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den medizinischen Alltag unter Berücksichtigung von Zeitmanagement und Professionalität.

5 Zusammenfassung, Ausblick, Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Bedeutung von Empathie und Kommunikationstechnik zusammen und gibt einen Ausblick auf ein verbessertes Gesundheitssystem.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Arzt-Patienten-Beziehung, Jugendliche, sokratische Gesprächsführung, Praxisbeispiel, Empathie, Compliance, Kommunikationstheorie, Gesundheitsförderung, Vertrauensaufbau, Gesprächsmodell, Patientenzentrierung, Gesprächstechnik, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Kommunikation zwischen Ärzten und Jugendlichen, die sich in einer schwierigen psychosozialen Übergangsphase befinden, indem sie das Modell der sokratischen Gesprächsführung nutzt.

Welche wissenschaftlichen Theorien bilden das Fundament?

Als Basis dienen die Kommunikationstheorie von Watzlawick, das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun sowie Ansätze der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Ärzten und Beratern nützliche Hinweise zu geben, wie sie mittels sokratisch geführter Dialoge eine tragfähige Arzt-Patienten-Beziehung aufbauen und die Therapietreue der Jugendlichen erhöhen können.

Welche Methode wird zur Veranschaulichung gewählt?

Die Autorin verwendet drei fiktive Praxisbeispiele aus dem medizinischen Alltag, bei denen Fehler in der Kommunikation durch Gegenüberstellung mit einem optimierten, sokratischen Dialog analysiert werden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Voraussetzungen gelingender Kommunikation und wendet diese analytisch auf konkrete Szenarien wie Essstörungen, Suchtproblematiken und Prüfungsangst bei Jugendlichen an.

Was sind die charakteristischen Schlüsselbegriffe der Arbeit?

Essentielle Begriffe sind unter anderem Kommunikation, Arzt-Patienten-Beziehung, Jugendliche, sokratische Gesprächsführung sowie Empathie und Selbstwirksamkeit.

Warum ist das Alter der Patienten (Generation Z) für die Kommunikation besonders herausfordernd?

Jugendliche befinden sich in einer schwierigen Phase der Identitätsfindung zwischen Kindheit und Erwachsensein, in der sie oft auf Distanz gehen oder Kommunikation meiden, was den vorsichtigen Beziehungsaufbau erschwert.

Welche Rolle spielt die Zeit in der Arzt-Patienten-Kommunikation?

Zeitdruck wird als einer der Hauptfaktoren identifiziert, der oft zu einer sachorientierten, empathielosen Kommunikation führt, die bei Patienten Unsicherheit und Widerstände auslöst.

Was zeichnet die "sokratische Gesprächsführung" in diesem Kontext aus?

Sie zielt darauf ab, dass der Patient durch gezielte, provokative Fragen des Arztes eigenständig zu Einsichten gelangt, anstatt belehrt zu werden, was die Akzeptanz und Nachhaltigkeit neuer Erkenntnisse fördert.

Wie sollten Ärzte laut den Handlungsempfehlungen auf eine hektische Atmosphäre reagieren?

Die Autorin empfiehlt, sich kurz vor dem Gespräch physisch und mental zu sammeln, um dem Patienten Ruhe und eine empathische Haltung entgegenzubringen, anstatt den Zeitdruck in das Gespräch zu übertragen.

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Details

Titel
Sokratische Gesprächsführung in der Arzt-Patienten-Beziehung. Arzt-Patienten-Kommunikation mit Jugendlichen
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen  (Gesundheitspsychologie und Prävention)
Note
1.0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
26
Katalognummer
V1361919
ISBN (PDF)
9783346885340
ISBN (Buch)
9783346885357
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sokratische gesprächsführung arzt-patienten-beziehung arzt-patienten-kommunikation jugendlichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Sokratische Gesprächsführung in der Arzt-Patienten-Beziehung. Arzt-Patienten-Kommunikation mit Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361919
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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