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Die Moralpädagogik bei Aristoteles und Immanuel Kant. Differenzen und Parallelen

Title: Die Moralpädagogik bei Aristoteles und Immanuel Kant. Differenzen und Parallelen

Term Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Inf. Linda Fremuth (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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In dieser Arbeit werden die moralpädagogischen Konzepte der beiden Philosophen erläutert und gegenübergestellt. Trotz ihrer zeitlichen Distanz finden sich nicht nur Differenzen, sondern durchaus auch nennenswerte Parallelen, wie im Folgenden gezeigt wird.

Die Ansichten darüber, wie der Mensch zu Moral und sittlichem oder tugendhaftem Handeln kommt, unterscheiden sich zwar im Laufe der Geschichte von der Antike bis hin zur Moderne, allerdings sind sie wiederkehrender Gegenstand pädagogischer Überlegungen. Die Relevanz dieses fortwährenden Diskurses liegt darin begründet, dass Menschen grundsätzlich als Mitglieder einer Gesellschaft aufwachsen und auf das Erlernen einer sozialen Handlungsweise angewiesen sind. Die Norm für das, was als sozial angemessen angesehen wird, setzt die Gesellschaft selbst.

Im Spannungsfeld der Theoriebildung bewegt man sich zwischen den Extremen, Moralität durch Imperative erzwingen zu müssen und der Auffassung, dass die Herausbildung moralischen Denkens und Handelns keines externen Einflusses bedarf. Interessanterweise findet man zwei der bedeutendsten moralpädagogischen Konzepte in völlig unterschiedlichen Epochen: bei Aristoteles als wichtigstem Vertreter der Antike und Immanuel Kant, der gut 2000 Jahre später moderne Ansätze prägt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes zur Moralpädagogik

2.1 Moral

2.2 Moralpädagogik und ihre Zielsetzungen

2.2.1 Materiale Moralpädagogik

2.2.2 Formale Moralpädagogik

3. Aristoteles

3.1 Biografie

3.2 Werke

3.3 Ausgangspunkte der Moralpädagogik

3.4 Aristotelische Moralpädagogik

4. Immanuel Kant

4.1 Biografie

4.2 Werke

4.3 Grundlegende Annahmen

4.4 Moralpädagogik nach Kant

5. Gegenüberstellung der Konzepte

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die moralpädagogischen Konzepte von Aristoteles und Immanuel Kant, um trotz ihrer unterschiedlichen zeitlichen Epochen Gemeinsamkeiten sowie Differenzen in ihrem Erziehungsverständnis herauszuarbeiten.

  • Grundlagen der Moralpädagogik und deren Zielsetzungen
  • Anthropologische und philosophische Ausgangspunkte bei Aristoteles
  • Kants Ansatz der Vernunft und des kategorischen Imperativs in der Erziehung
  • Vergleich zwischen Tugendethik und Willensethik
  • Die Rolle von Habitus, moralischer Erziehung und gesellschaftlicher Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3.4 Aristotelische Moralpädagogik

Das Streben nach Glückseligkeit und die sittlichen Handlungen, die zu diesem höchsten Ziel führen, sind in Aristoteles‘ Moralpädagogik zentral. Die „Gewöhnung“ an sittliches Verhalten bedeutet für ihn der wiederholte intentionale und Wert gerichtete Handlungsvollzug, wobei die Normgemäßheit der Einzelhandlung eine untergeordnete Rolle spielt (vgl. Lichtenstein 1976, S. 332-334).

Auch wenn es scheint, als würde Aristoteles‘ Moralerziehung grundlegend durch den Erwerb ethischer Tugenden definiert sein, so fällt die Bildung der Verstandestugenden dennoch entscheidend ins Gewicht. Denn durch die Bildung wird der Mensch urteilsfähig und vermag zwischen sittlichem und unsittlichem Handeln zu unterscheiden (vgl. Ballauff 1969, S. 119). Das auf Tugend gerichtete Handeln soll dem Menschen schließlich zur zweiten Natur werden (vgl. Hoyer 2005b, S. 197): „aus gleichen Tätigkeiten erwächst der gleiche Habitus“ (NE II 1103b 22f). Dieser zeichnet sich dadurch aus, die Mitte zwischen einem Zuviel und Zuwenig an Affekten und Handlungen zu wählen (vgl. ebd. 1106b 36 – 1107a 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz moralischer Erziehung ein und erläutert die Ausgangslage sowie das Ziel der vergleichenden Betrachtung der Konzepte von Aristoteles und Kant.

2. Grundlegendes zur Moralpädagogik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Moral und unterscheidet zwischen materialen (Tugend-)Ansätzen und formalen (Willens-)Ansätzen der Erziehung.

3. Aristoteles: Hier werden Leben, Werk und die anthropologischen Grundlagen Aristoteles' betrachtet, mit besonderem Fokus auf die tugendbasierte Moralpädagogik und die Rolle der Gewöhnung.

4. Immanuel Kant: Dieses Kapitel beleuchtet Kants Biografie und seine anthropologischen Voraussetzungen, insbesondere die Bedeutung der praktischen Vernunft und des kategorischen Imperativs für die Erziehung.

5. Gegenüberstellung der Konzepte: Dieser Abschnitt vergleicht die Ansätze, arbeitend die Unterschiede zwischen Strebensethik und Willensethik sowie die Gemeinsamkeiten in der kindlichen Erziehung und im gesellschaftlichen Anspruch heraus.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die anhaltende Bedeutung beider Philosophen für das Verständnis von Bildung und moralischer Reifung.

Schlüsselwörter

Moralpädagogik, Aristoteles, Immanuel Kant, Tugendethik, Willensethik, Glückseligkeit, Kategorischer Imperativ, Erziehung, Sittlichkeit, Habitus, Vernunft, Charakterbildung, Anthropologie, Aufklärung, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der moralpädagogischen Theoriebildung und vergleicht dazu die Ansätze der antiken Philosophie von Aristoteles mit der Aufklärungsphilosophie von Immanuel Kant.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind die moralische Erziehung, der Erwerb von Tugenden, das Streben nach Glück, die Rolle der Vernunft und die Funktion von Erziehung innerhalb der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung und Gegenüberstellung der moralpädagogischen Konzepte beider Philosophen, um Differenzen sowie nennenswerte Parallelen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse, um die theoretischen Schriften zur Moralpädagogik deskriptiv aufzuarbeiten und komparativ in Bezug auf ihre pädagogische Implikation zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aristotelischen Annahmen (Natur der Dinge, Tugend) und Kants Position (praktische Vernunft, kategorischer Imperativ) sowie eine detaillierte Gegenüberstellung dieser Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Moralpädagogik, Tugendethik, Willensethik, Vernunft und Habitus charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich Aristoteles' Sicht auf Lust und Unlust von Kants Position?

Aristoteles sieht Gefühle wie Lust und Unlust als zentrale Instrumente der Erziehung zur Tugend, während Kant diesen empirischen Einfluss für die rein moralische Willensbildung ausschließt.

Wie bewerten die beiden Philosophen die Rolle der Gesellschaft bei der Erziehung?

Beide stimmen überein, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, das sich in die Gesellschaft einfügen muss; für Aristoteles steht dabei die Teilhabe am Staat im Vordergrund, bei Kant das Handeln nach autonomen, sittlichen Maximen.

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Details

Title
Die Moralpädagogik bei Aristoteles und Immanuel Kant. Differenzen und Parallelen
College
University of Augsburg
Grade
1,3
Author
Dipl.-Inf. Linda Fremuth (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1362166
ISBN (PDF)
9783346884794
ISBN (Book)
9783346884800
Language
German
Tags
moralpädagogik aristoteles immanuel kant differenzen parallelen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Inf. Linda Fremuth (Author), 2022, Die Moralpädagogik bei Aristoteles und Immanuel Kant. Differenzen und Parallelen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1362166
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