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Herrschaftsausübung der Osmanen in südosteuropäischen Städten des 17. Jahrhunderts. Evliya Çelebi und das Seyahâtnâme

Titre: Herrschaftsausübung der Osmanen in südosteuropäischen Städten des 17. Jahrhunderts. Evliya Çelebi und das Seyahâtnâme

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2021 , 16 Pages

Autor:in: Fisnik Zuberi (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Proseminararbeit wird den Fragen nachgegangen:

Wie kann man die Herrschaftsausübung und Einflussnahme durch das Osmanische Reich in den Städten Gjirokastra (ausgesprochen: «Dschirokastra»), Berat, Elbasan und Ohrid («Ochrid») des 17. Jahrhunderts mithilfe des Seyahâtnâme charakterisieren?

Wer waren die wesentlichen Herrschaftsausübenden und wie sah die Art und Weise der Regierungsgewalt aus?

Die Quellen für die vorliegende Proseminararbeit sind Auszüge aus dem Seyahâtnâme, einem zehnbändigen Reisebuch, verfasst vom osmanischen Schriftsteller und Intellektuellen Evliya Çelebi. Dieser lebte von 1611 bis 1683 und bereiste die osmanischen Gebiete in Europa, Asien und Afrika. Dabei entstand zwischen 1630 und 16721 das Seyahâtnâme, das sogenannte Book of Travels. Die UNESCO nahm es 2013 ins Weltdokumentenerbe auf.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Seyahâtnâme – das Book of Travels

2.1 Quellenkritik

2.2 Quelleninterpretation

2.2.1 Aspekte osmanischer Herrschaft in vier Stadtbeschreibungen

2.2.1.1. Gjirokastra

2.2.1.2. Berat

2.2.1.3. Elbasan

2.2.1.4. Ohrid

2.2.2. Aussagewert der Quelle

2.2.2.1 Der Sultan und sein Hof

2.2.2.2. Institutionen, Ämter und gesellschaftliche Oberschicht

2.2.2.3. Osmanische Armee

2.2.2.4. Muslime und Nicht-Muslime

3. Schlusswort

4. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die osmanische Herrschaftsausübung und Einflussnahme in südosteuropäischen Städten des 17. Jahrhunderts. Anhand von Quellenauszügen aus dem „Seyahâtnâme“ des Reisenden Evliya Çelebi wird analysiert, wie sich die zentralstaatliche Verwaltung, die militärische Präsenz sowie gesellschaftliche und religiöse Strukturen in den Städten Gjirokastra, Berat, Elbasan und Ohrid manifestierten.

  • Analyse osmanischer Verwaltungsstrukturen im 17. Jahrhundert
  • Die Rolle von Evliya Çelebis Reisebericht als historische Quelle
  • Militärische Herrschaft und lokale Machtverhältnisse
  • Das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen
  • Soziale Mobilität und die Bedeutung der Konversion zum Islam

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1. Gjirokastra

Evliya beginnt seine Ausführungen zu dieser südalbanischen Stadt mit der Eroberung durch Sultan Bayezid II. (1447–1512), den er wie auch alle anderen erwähnten Sultane als «heilig» bezeichnet. Wie bei jeder anderen Stadt listet er anschliessend alle wichtigen (osmanischen) Autoritäten auf, die anzutreffen sind: den Voyvoda (den militärischen Steuereintreiber), den Kadı (den Bezirksrichter), den Şeyhülislam (den Ober-Mufti der Region), den Nakibüleşraf (den Repräsentanten der Nachfahren des islamischen Propheten Mohammed), den Anführer der Sipahi (der Reitersoldaten), den Kommandanten der Janitscharen (der Elitesoldaten), den Marktaufseher, den Steuereintreiber, den Bürgermeister, den Eintreiber der Kopfsteuer (die alle Nicht-Muslime zu entrichten hatten), den Oberarchitekten, den Subaşı (den Kommandanten eines Sipahi-Regiments mit Polizeifunktionen), den Burgwächter und zudem die 200 Garnisonsoldaten. Zu ergänzen ist auch das Şeriat-Gerichtshaus. Von Sultan Bayezid II. stammt die Moschee innerhalb der Burg.

Evliya schreibt auch über die Einwohner von Gjirokastra. So sollen 700 Männer bei der Belagerung von Candia (heute Heraklion auf Kreta) gefallen sein. Ihre Häuser seien nun verlassen. Aufschlussreich in Bezug auf das alltägliche Leben und seine osmanisch-islamischen Elemente ist zudem der Abschnitt mit dem (von Dankoff übersetzten) Titel «Another bad habit of the people of Gjirokastër.» – «Gjirokastër» ist im Übrigen die im Albanischen nicht-deklinierte Form von «Gjirokastra». – Obwohl die meisten Stadtbewohner muslimischen Glaubens gewesen sein sollen, sollen sie nicht nur die zwei islamischen Hauptfeste (Bayram) gefeiert haben, sondern auch die christlichen Namenstage von St. Georg, St. Demetrios und St. Nikolaus sowie das ursprünglich persisch-zoroastrische Nouruz. Dabei soll viel Alkohol getrunken worden sein und auch Paare sollen sich ganz ungeniert der Liebe und dem Tanz hingegeben haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung des zehnbändigen „Seyahâtnâme“ als zentrale Quelle und formuliert die Forschungsfrage zur osmanischen Herrschaftsausübung in ausgewählten Städten.

2. Das Seyahâtnâme – das Book of Travels: In diesem Kapitel wird das Reisebuch quellenkritisch eingeordnet und die osmanische Verwaltungspraxis sowie das gesellschaftliche Zusammenleben detailliert analysiert.

3. Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert das Spannungsfeld zwischen Fiktion und Realität im Werk Evliyas und unterstreicht dessen Bedeutung für die moderne Geschichtswissenschaft.

4. Bibliografie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Literatur auf, die für die Analyse herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Osmanisches Reich, Evliya Çelebi, Seyahâtnâme, Südosteuropa, Herrschaftsausübung, Gjirokastra, Berat, Elbasan, Ohrid, Verwaltung, Islam, Nicht-Muslime, Quellenkritik, 17. Jahrhundert, Reâyâ

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Methoden der osmanischen Herrschaftsausübung im 17. Jahrhundert anhand der detaillierten Stadtbeschreibungen des Reisenden Evliya Çelebi.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die osmanische Verwaltung, die militärische Organisation, das soziale Leben und die Religionspolitik in den südosteuropäischen Städten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, wie osmanische Einflussnahme in Gjirokastra, Berat, Elbasan und Ohrid charakterisiert werden kann, wer die Akteure waren und wie die Regierungsgewalt funktionierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse basiert auf der Quelleninterpretation des Reiseberichts „Seyahâtnâme“ unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur und historischer Kontexte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Untersuchung des Reisebuchs und eine thematische Analyse der Herrschaftsaspekte (Sultanat, Armee, soziale Schichten und religiöse Vielfalt).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Osmanisches Reich, Evliya Çelebi, Herrschaftsausübung, Stadtgeschichte, Religionspolitik und Verwaltung im 17. Jahrhundert.

Welche Rolle spielt die christliche Bevölkerung in den Beschreibungen des Autors?

Evliya dokumentiert sowohl eine strikte religiöse Trennung als auch punktuelle Ausnahmen, bei denen Christen und Muslime gemeinsame Orte oder religiöse Bräuche teilten.

Warum wird Evliya Çelebi in der modernen Forschung teilweise kritisch gesehen?

Da er als Erzähler auch unterhalten wollte, neigte er dazu, Zahlen zu übertreiben oder Geschichten zu schmücken, weshalb eine klare Unterscheidung zwischen Fiktion und historischen Fakten notwendig ist.

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Résumé des informations

Titre
Herrschaftsausübung der Osmanen in südosteuropäischen Städten des 17. Jahrhunderts. Evliya Çelebi und das Seyahâtnâme
Université
University of Zurich  (Historisches Seminar)
Cours
Proseminar 2 (Basismodul I)
Auteur
Fisnik Zuberi (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
16
N° de catalogue
V1362945
ISBN (PDF)
9783346886330
ISBN (Livre)
9783346886347
Langue
allemand
mots-clé
Osmanisches Reich Osmanen Albanien Mazedonien Herrschaft Macht Evliya Çelebi Islam Ämter Politik Militär Verwaltung Gjirokastra Elbasan Ohrid Berat
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fisnik Zuberi (Auteur), 2021, Herrschaftsausübung der Osmanen in südosteuropäischen Städten des 17. Jahrhunderts. Evliya Çelebi und das Seyahâtnâme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1362945
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Extrait de  16  pages
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