Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Leadership and Human Resources - Miscellaneous

Betriebliches Gesundheitsmanagement in Großunternehmen im Fokus einer alternden Gesellschaft

Betriebliche Gesundheitsförderung steigert die unternehmerische Wertschöpfung - Untersuchung allgemein und speziell am Beispiel der Deutschen Bahn AG

Title: Betriebliches Gesundheitsmanagement in Großunternehmen im Fokus einer alternden Gesellschaft

Seminar Paper , 2009 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maike Unger (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gewinnt derzeit immer mehr an Bedeutung.
Wurde früher der Beruf hauptsächlich zur Generierung von Einkommen ausgeübt, so verbinden die Menschen heute mit ihrem Arbeitsplatz oft mehr als nur einen Ort der reinen Pflichtausübung.
Der Anspruch an ein Unternehmen, Leistungen zu bieten, die es als Arbeitgeber attraktiv machen, sind deutlich gestiegen. Eine Veränderung erleben wir aber nicht nur im Denken der Mitarbeiter, sondern auch durch den demografischen Wandel in Deutschland.
Immer mehr wird den Unternehmen bewusst, dass sie mittel- und langfristig einer alternden Gesellschaft – und somit auch einer durchschnittlich älteren Belegschaft – gegenüberstehen.
Diese Entwicklungen erfordern zukünftig höhere Investitionen in ein gesundes Lebens- und Arbeitsumfeld. In Zeiten von drohendem Fachkräftemangel wächst die Anforderung, sich von den Wettbewerbern in Sachen Unternehmensattraktivität überdurchschnittlich abzugrenzen.
BGM ist ein Schlüsselinstrument, um dies zu erreichen. Aber nicht nur auf Grund des langfristigen Wettbewerbsvorteils ist dieser Ansatz interessant, sondern auch weil in diesem Bereich ein enormes präventives Gesundheitspotential steckt. Der volkswirtschaftliche Verlust durch Krankheit geht in die Milliardenhöhe. Hohe Unfallraten, zunehmende psychische Belastungen am Arbeitsplatz und eine durch die Altersstrukturentwicklung bedingte Zunahme an Muskel- und Skeletterkrankungen treiben die krankheitskorrelierten Kosten der Unternehmen in die Höhe. Durch vorbeugende Maßnahmen im Rahmen von BGM bietet sich ein hohes Nutzen- und Einsparpotential für die Arbeitgeber. Ziel der Gesellschaft, der Unternehmen und der Bundesregierung soll sein, Gesundheit als Statussymbol der Zukunft zu sehen. Durch Veränderung der Denkstrukturen und mit Hilfe geeigneter Maßnahmen soll gemeinsam an der Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit gearbeitet werden. Dabei ist im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit schon vieles getan worden und durch Gesetze klar geregelt. Entwicklungsmöglichkeiten gibt es aber noch hinsichtlich der freiwilligen Gesundheitsförderung.
Laut einer großen Studie von ‚EuPD Research‘ (2007) nehmen nur 258 der 800 größten deutschen Konzerne die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter tatsächlich ernst und haben ein professionelles Managementsystem „Gesundheit“ etabliert. Die demografische Entwicklung und die Rente mit 67 wird von anderen Unternehmen einfach verschlafen – auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Demografischer Wandel in Deutschland – Probleme & Chancen

3. Betriebliches Gesundheitsmanagement

3.1 Definitionen und gesetzliche Rahmenbedingungen

3.2 Der strategische Gesundheitsmanagementansatz der Salutogenese

4. Maßnahmen der Gesundheitsförderung

4.1 Maßnahmen auf der Organisationsebene

4.1.1 Denkstrukturen

4.1.2 Gesundheitszirkel

4.2 Maßnahmen auf der Arbeitsebene

4.2.1 Gestaltung des Arbeitsplatzes

4.2.2 Gestaltung der Arbeitsorganisation

4.3 Maßnahmen auf der personellen Ebene

4.3.1 Bewegung

4.3.2 Ernährung

4.3.3 Mentale und emotionale Gesundheit

5. Ökonomischer und gesundheitlicher Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung

5.1 Nutzenaspekte betrieblicher Gesundheitsförderung

5.2 Einsparpotentiale durch betriebliche Gesundheitsförderung

5.3 Indikatoren für die Wirksamkeit und zur Kosten-Nutzen-Analyse betrieblicher Gesundheitsförderung

6. Die Deutsche Bahn AG – Vorstellung des Unternehmens

6.1 Daten und Fakten

6.2 Der Interviewpartner und seine Tätigkeit

7. Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Deutschen Bahn AG

7.1 Historische und aktuelle Beweggründe für und Entwicklungen von BGF

7.2 Umsetzung von BGF anhand ausgewählter Maßnahmen

7.3 Kosten-Nutzen-Analyse: Überprüfung der Indikatoren

7.3.1 Nutzenaspekte

7.3.2 Einsparpotentiale

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht, wie betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als strategisches Managementinstrument eingesetzt werden kann, um in einer alternden Gesellschaft die unternehmerische Wertschöpfung zu steigern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie BGF einen messbaren ökonomischen und gesundheitlichen Nutzen für Unternehmen und Mitarbeiter generiert, wobei die Deutsche Bahn AG als Fallbeispiel für die praktische Umsetzung dient.

  • Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf Unternehmen
  • Grundlagen und theoretische Ansätze des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
  • Kategorisierung von Gesundheitsmaßnahmen (Organisation, Arbeit, Person)
  • Messbarkeit des ökonomischen Nutzens und der Einsparpotenziale von BGF
  • Praxisanalyse der BGF-Strategien bei der Deutschen Bahn AG

Auszug aus dem Buch

3.2 Der strategische Gesundheitsmanagementansatz der Salutogenese

Begründer des Konzepts der Salutogenese ist der amerikanisch-israelische Soziologe Aaron Antonovsky. Dieses entwickelte er während der 70er Jahre, aufbauend auf der Fragestellung „Warum und wie bleibt jemand trotz verschiedener (…) krankheitserregender Bedingungen gesund?“14. Bis dahin wurde entlang der klassischen pathogenen Ursachenanalyse hauptsächlich untersucht, warum und wie ein Mensch krank wird, also welchen krankheitsauslösenden Faktoren er ausgesetzt war und wie die Krankheit bekämpft werden konnte. Das Salutogenese-Konzept schließt Pathogenese nicht aus, sondern bedient sich ihrer als Ressource. Grundsätzlich geht Antonovsky davon aus, dass sich jeder Mensch an einem Punkt im Kontinuum zwischen Krankheit und Gesundheit befindet. Forschungsmittelpunkt war für ihn, warum Menschen, welche den gleichen Stressoren15 ausgesetzt sind, unterschiedliche gesundheitliche Reaktionen zeigen, also ob wir situationelle Einflüsse als stressig, nervend, ermüdend, ärgerlich oder eher als Chance oder Herausforderung ansehen. Seiner Meinung nach liegt die Ursache dafür im sogenannten Kohärenzgefühl. Dieses Gefühl beschreibt „eine Grundstimmung oder Grundsicherheit, innerlich zusammengehalten zu werden, nicht zu zerbrechen und gleichzeitig auch in äußeren Anbindungen Unterstützung und Halt zu finden“16. In Antonovskys Modell der Salutogenese resultiert Gesundheit aus pathogenen Faktoren (physische, soziale,… Stressoren), salutogenen Ressourcen (sozial unterstützende Faktoren wie Kollegen, Familie, positives Betriebsklima,…) und dem Kohärenzgefühl17.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einführung in die wachsende Bedeutung des BGM als Reaktion auf den demografischen Wandel und das Ziel, die unternehmerische Wertschöpfung zu sichern.

2. Demografischer Wandel in Deutschland – Probleme & Chancen: Analyse der alternden Gesellschaft und der daraus resultierenden Notwendigkeit für Unternehmen, die Arbeitsfähigkeit älterer Belegschaften zu erhalten.

3. Betriebliches Gesundheitsmanagement: Definition von BGM und Vorstellung des salutogenen Ansatzes als strategische Grundlage für Gesundheit im Betrieb.

4. Maßnahmen der Gesundheitsförderung: Darstellung konkreter präventiver Ansätze auf Organisations-, Arbeits- und Personalebene.

5. Ökonomischer und gesundheitlicher Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung: Erläuterung der Nutzenaspekte und Indikatoren, um die Wirksamkeit von Gesundheitsförderung zu bewerten.

6. Die Deutsche Bahn AG – Vorstellung des Unternehmens: Kurzer Überblick über die Strukturen der Deutschen Bahn und die Relevanz von BGM für diesen Großkonzern.

7. Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Deutschen Bahn AG: Detaillierte Untersuchung der BGF-Umsetzung bei der Bahn, inklusive einer Überprüfung der Nutzen-Indikatoren.

8. Schlussbetrachtung: Fazit zur Bedeutung von strategischem BGM als unumgängliche Investition in das Humankapital zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Demografischer Wandel, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Wertschöpfung, Deutsche Bahn AG, Fehlzeiten, Prävention, Arbeitsumfeld, Gesundheitszirkel, Lebensarbeitszeit, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Großunternehmen als Antwort auf die demografischen Veränderungen der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des BGM, die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sowie die ökonomische Bewertung des Nutzens solcher Investitionen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der These, dass betriebliche Gesundheitsförderung die unternehmerische Wertschöpfung steigert, analysiert am Beispiel der Deutschen Bahn AG.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung in Form eines Experteninterviews mit dem Leiter der Abteilung Gesundheits- und Sozialpolitik der Deutschen Bahn AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu BGM-Maßnahmen und eine detaillierte Fallstudie zur praktischen Umsetzung und Kosten-Nutzen-Analyse bei der Deutschen Bahn AG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den Kernbegriffen zählen betriebliches Gesundheitsmanagement, demografischer Wandel, Wertschöpfung, Prävention, Salutogenese und die Deutsche Bahn AG als Fallbeispiel.

Wie bewertet der Autor die Rolle älterer Arbeitnehmer?

Der Autor betont auf Basis des Salutogenese-Modells, dass ältere Mitarbeiter trotz biologischer Alterungsprozesse nicht generell weniger leistungsfähig, sondern lediglich anders belastbar sind und durch gezielte Förderung einen wertvollen Beitrag leisten.

Warum ist die Kosten-Nutzen-Analyse von BGM laut der Arbeit so komplex?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine rein quantitative Erfolgsmessung aufgrund zeitlicher Verzögerungen zwischen Investition und Nutzen sowie der Schwierigkeit, Kausalitäten zwischen BGM-Maßnahmen und Geschäftserfolg eindeutig zuzuordnen, methodisch herausfordernd bleibt.

Excerpt out of 35 pages  - scroll top

Details

Title
Betriebliches Gesundheitsmanagement in Großunternehmen im Fokus einer alternden Gesellschaft
Subtitle
Betriebliche Gesundheitsförderung steigert die unternehmerische Wertschöpfung - Untersuchung allgemein und speziell am Beispiel der Deutschen Bahn AG
College
University of Constance
Course
Betriebspädagogik III
Grade
1,0
Author
Maike Unger (Author)
Publication Year
2009
Pages
35
Catalog Number
V136300
ISBN (eBook)
9783640443055
ISBN (Book)
9783640442690
Language
German
Tags
Deutsche Bahn Gesundheitsmanagement Betriebliche Gesundheitsförderung Großunternehmen Betriebspädagogik Gesundheit Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Unger (Author), 2009, Betriebliches Gesundheitsmanagement in Großunternehmen im Fokus einer alternden Gesellschaft , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136300
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint