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Demokratie und Personalität - Ethische Grundlagen für die Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen

Title: Demokratie und Personalität - Ethische Grundlagen für die Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen

Scientific Essay , 2008 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Sozialpäd. (FH) Matthias Laub (Author)

Social Work
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Der vorliegende Text widmet sich der Sozialen Arbeit mit PflichtklientInnen und damit Menschen, die sich nicht freiwillig dazu entschieden haben, zu KlientInnen der Sozialen Arbeit zu werden. SozialarbeiterInnen in entsprechenden Praxisfeldern, bspw. der Bewährungshilfe, im Maßregelvollzug oder der forensisch psychiatrischen Nachsorge, stehen durch die Prägung der Pflichtklientschaft vor zahlreichen Herausforderungen und unbeantworteten Fragen. Diese spiegeln das Bedürfnis nach ethischer Orientierung angesichts einer verunsichernden Berufspraxis wider. Der Aufsatz stellt deshalb die Frage, was genau in dieser Sphäre der Sozialen Arbeit danach verlangt, sich auf die Suche nach Orientierungen zu begeben und zwar solchen, die sich auf konkretes (Berufs-)Handeln und dessen sittliche Legitimation beziehen. Es wird untersucht, worauf sich ethische Werte in der Sozialen Arbeit mit PflichtklientInnen beziehen müssen, um eine Ethik der Sozialen Arbeit mit PflichtklientInnen zu begründen. Es geht dabei nicht etwa um eine weitere Spezialethik, sondern schlussendlich um Bestandteile einer allgemein verbindlichen Berufsethik und Werte mit einem kulturell und berufsspezifisch begründeten Ursprung, die für dieses Praxisfeld und seine spezifischen Herausforderungen konkret ausgestaltet werden müssen. Hierfür wird zunächst dargestellt, wodurch eine Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen gekennzeichnet ist und welche Herausforderungen und Problematiken damit verbunden sind. Vertieft behandelt wird dabei die Prägung durch den scheinbaren Widerspruch aus Hilfe und Kontrolle, welche sich als eine evidente Quelle dieser Herausforderungen erweist. Alsdann werden zwei originäre Werte der Sozialen Arbeit (Demokratie und Personalität) auf ihre Tragfähigkeit für eine Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen hin diskutiert. Schließlich werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit als Profession und für die sozialarbeitswissenschaftliche Theorieentwicklung gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen

Pflichtklientschaft

Hilfe und Kontrolle

Konsequenzen

Ethische Orientierungen im Umgang mit Macht und Kontrolle in der Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen

Demokratie als Lebensform

Personalität

Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Fundierung der Sozialen Arbeit im Kontext von Pflichtklientschaften. Ziel ist es, den inherenten Widerspruch zwischen helfendem Auftrag und kontrollierender Machtausübung zu analysieren und ethische Leitlinien zu entwickeln, die eine menschenwürdige und professionelle Praxis unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen ermöglichen.

  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Hilfe und Kontrolle in der Sozialen Arbeit.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Pflichtklientschaften auf Klienten und Fachkräfte.
  • Kritische Reflexion des gesellschaftlichen Mandats und der Machtstrukturen.
  • Erarbeitung von ethischen Orientierungspunkten durch die Konzepte „Demokratie als Lebensform“ und „Personalität“.
  • Diskussion der Konsequenzen für die Professionalisierung der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

Demokratie als Lebensform

Der Menschen als vernunftbegabtes, soziales Wesen auf das Leben in einer sozialen Gemeinschaft ausgerichtet und dadurch beständig konfrontiert mit Fragen bezüglich (Un-) Gleichheit, Macht und Ressourcenverteilung. Er bemüht sich daher stets, das Zusammenleben zu verbessern und befriedigende Antworten auf die gestellten Fragen im sozialen Zusammenleben zu finden.

Demokratie stellt durch Herrschaft des Volkes über sich selbst, durch ihre partizipativen und machtbegrenzenden Strukturen und ihr personales Menschenverständnis hierfür nicht nur die dafür aussichtsreichste aller bekannten Gesellschaftsform dar, sondern ist aus diesem Grunde als Lebensform und eigenständiger Wert fest im Wesen der Sozialen Arbeit verankert.

Soziale Arbeit bemüht sich professionell – wo möglich – um Abbau der sozialen Ungleichheiten, Verbesserung des Zusammenlebens und die Lösung sozialer Konflikte. Es ist überhaupt erst die Demokratie, die Soziale Arbeit und ihr intermediäres Wirken zwischen Gesellschaft und Individuum durch Hilfe und Kontrolle erlaubt und weder das eine, noch das andere realisieren lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert den aktuellen „Ethikboom“ und die Herausforderung, ethische Orientierungen für ein spezifisches Berufsfeld wie die Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen zu finden.

Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen: Dieses Kapitel beleuchtet den Widerspruch zwischen dem professionellen Selbstverständnis der Freiwilligkeit und der Realität von Pflichtklientschaften, wobei insbesondere Machtasymmetrien und Kontrollmechanismen analysiert werden.

Ethische Orientierungen im Umgang mit Macht und Kontrolle in der Sozialen Arbeit mit PflichtklientInnen: Hier werden die Konzepte der Demokratie als Lebensform und der Personalität als ethische Grundlage diskutiert, um Machtmissbrauch zu verhindern und die Integrität der Klienten zu wahren.

Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit: Dieses Kapitel resümiert die Notwendigkeit, Macht und Kontrolle als Teil des gesellschaftlichen Mandats anzuerkennen, kritisch zu reflektieren und ethisch in das professionelle Handeln zu integrieren.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Pflichtklientschaft, Ethik, Macht, Kontrolle, Hilfe, Demokratie, Personalität, PflichtklientInnen, Machtausübung, Selbstbestimmung, Menschenwürde, Professionalisierung, Reaktanz, Mandat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ethischen Herausforderungen in der Sozialen Arbeit, wenn diese mit sogenannten PflichtklientInnen arbeitet, die sich nicht freiwillig in diese Hilfebeziehung begeben haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle, der Umgang mit Macht, das gesellschaftliche Mandat der Sozialen Arbeit und die Entwicklung ethischer Leitlinien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit auch unter Zwangskontexten ethisch verantwortlich, professionell und unter Wahrung der Menschenwürde gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Reflexion und Analyse existierender ethischer Diskurse und fachwissenschaftlicher Literatur, um das eigene Handeln in Pflichtklientschaften professionell zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Dynamik von Hilfe und Kontrolle, die Auswirkungen von Pflichtklientschaften auf beide Seiten sowie die Potenziale der Konzepte „Demokratie als Lebensform“ und „Personalität“ als Korrektiv.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Pflichtklientschaft, Macht, Kontrolle, Ethik, Demokratie und Personalität geprägt.

Warum wird „Demokratie“ in der Sozialen Arbeit als so wichtig erachtet?

Demokratie wird als notwendige „Lebensform“ betrachtet, die machtbegrenzende Strukturen bietet und die Partizipation der Klienten fördert, was dem paternalistischen Risiko der Sozialen Arbeit entgegenwirkt.

Welche Rolle spielt die „Personalität“ im ethischen Diskurs der Arbeit?

Das Konzept der Personalität betont den unbedingten Wert des Menschen als Person, der jede professionelle Intervention Grenzen setzt und die Achtung der Willensfreiheit sowie Selbstbestimmung einfordert.

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Details

Title
Demokratie und Personalität - Ethische Grundlagen für die Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen
College
Catholic University of Applied Sciences München
Grade
1,0
Author
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Matthias Laub (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V136383
ISBN (eBook)
9783640447190
ISBN (Book)
9783640446797
Language
German
Tags
Demokratie Personalität Ethische Grundlagen Soziale Arbeit PflichtklientInnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Sozialpäd. (FH) Matthias Laub (Author), 2008, Demokratie und Personalität - Ethische Grundlagen für die Soziale Arbeit mit PflichtklientInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136383
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