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Geschlechterstereotype von Lehrkräften. Bedeutung für Schülerleistung und Schülerselbstkonzept

Título: Geschlechterstereotype von Lehrkräften. Bedeutung für Schülerleistung und Schülerselbstkonzept

Tesis (Bachelor) , 2015 , 32 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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In dieser Bachelorarbeit geht es um die Geschlechterstereotype von Lehrkräften und deren Bedeutung für die Schülerleistungen und deren Selbstkonzept. Aus den Vorurteilen der Gesellschaft in Verbindung mit individuellen Begabungen und Erfahrungen entnehmen Kinder, wie sie sich „geschlechtertypisch“ und nach Wünschen der Gesellschaft verhalten sollten. Daraus entwickeln sich ihre Fähigkeitsvorstellungen und Erfolgserwartungen. Diese beiden Faktoren können von nahestehenden Personen, wie Eltern, Lehrkräften, Gleichaltrigen/Freund/-innen beeinflusst werden.

In dieser Arbeit wird der Begriff der Geschlechterstereotype näher erläutert. Weiterhin wird untersucht, ob Lehrkräfte von Geschlechterstereotypen gegenüber ihren Schüler/-innen beeinflusst werden und welche Bedeutung das für die Leistung und das Selbstkonzept des Kindes hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Einleitung

Forschungsfrage und Zielsetzung

Gliederung und Vorgehensweise

1 Begriffserklärung Geschlechterstereotype

1.1 Die Entwicklungsphasen der Geschlechterstereotype

1.2 Geschlechterattributionen

2 Die Geschlechterstereotype der Lehrkräfte

2.1 Stereotypattributionen Mädchen

2.2 Stereotypattributionen Jungen

2.3 Stereotypbelastetes Verhalten der Lehrkräfte

3 Bedeutung von Geschlechterstereotypen

3.1 Expectancy-Value Theory of Achievement Motivation

3.2 Bedeutung für die schulischen Leistungen

3.3 Bedeutung für das Selbstkonzept

4 Diskussion und Fazit

4.1 Zusammenfassung meiner Ergebnisse

4.2 Diskussion - Maßnahmen für einen geschlechtergerechten Unterricht

4.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht, inwieweit geschlechtsbezogene Stereotype von Lehrkräften das Unterrichtsgeschehen beeinflussen und welche Auswirkungen dies konkret auf die schulischen Leistungen sowie die Entwicklung des Selbstkonzepts von Schülerinnen und Schülern hat.

  • Einfluss des sogenannten „heimlichen Lehrplans“ auf das Unterrichtsgeschehen
  • Kategorisierung von Schülerinnen und Schülern durch Lehrkräfte (Stereotypattributionen)
  • Bedeutung des Erwartungs-Wert-Modells nach Eccles für die Leistungsmotivation
  • Wirkweise von Rollenerwartungen auf die Notengebung und das Selbstbild von Kindern
  • Ansätze zur Förderung eines geschlechtergerechten Unterrichts

Auszug aus dem Buch

2.3 Stereotypbelastetes Verhalten der Lehrkräfte

Aufgrund der bestehenden Geschlechterstereotype der Lehrkräfte verändert sich ihr Handeln und Denken gegenüber ihren Schüler/-innen. In den ersten Jahren ihrer Berufspraxis versuchen die Lehrer/-innen, ihr Handeln eher von den individuellen Fähigkeiten ihrer Schüler/-innen abhängig zu machen, doch je mehr Berufsalltag sie haben, desto mehr beeinflussen die Geschlechterstereotype, zumeist unabsichtlich, ihr Denken und Handeln (vgl. Hilgers, 1994). Zwar sind Lehrkräfte grundsätzlich der Meinung, dass es keine Geschlechterunterschiede gibt, jedoch haben sie kein Konzept, wie sie die Chancengleichheit im Unterricht umsetzen können (vgl. Kreienbaum & Metz-Göckel, 1992).

Marlies Hempel (1996) beschäftigte sich vor allem mit der unterschiedlichen Behandlung von Jungen und Mädchen in Bezug auf die Disziplinierung durch Lehrkräfte. Sie geht davon aus, dass Jungen sich schon sehr früh nicht über ihre Männlichkeit definieren, sondern über ihre „Nicht-Weiblichkeit“ (vgl. Hempel, 1996). Somit seien sie besonders in Bezug auf Mädchen intolerant. Dies führe so weit, dass Jungen sich die Ohren zu halten, wenn ein Mädchen spricht oder nicht neben einem Mädchen sitzen wollen (vgl. Hempel, 1996). Problematisch daran ist, dass Jungen für so ein Verhalten nur sehr selten sanktioniert werden, da die Lehrpersonen der Auffassung sind, dass die Jungen sich mit diesen Schikanen stereotypisch verhalten. Im Gegenteil dazu werden Mädchen für ein ähnliches Verhalten sehr strikt bestraft, da sie sich nicht ihrem Stereotyp entsprechend benehmen (vgl. Hempel, 1996). So wird auch das „Sich-entziehen“ von den Lehrkräften als provokantes Verhalten von Mädchen gesehen, ein ähnliches Verhalten der Jungen wird aber als normal betitelt (vgl. Thies & Röhner, 2000). Trotzdem ist einer der merklichsten Unterschiede zwischen den Geschlechtern, dass Jungen etwa doppelt so häufig getadelt werden, wie Mädchen (vgl. Frasch & Wagner, 1987, In: Kreienbaum & Urbaniak, 2006).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffserklärung Geschlechterstereotype: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Stereotypen, deren Entwicklung über die Lebensspanne und wie geschlechtsspezifische Attributionen entstehen.

2 Die Geschlechterstereotype der Lehrkräfte: Hier wird untersucht, in welche Gruppen Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler auf Basis von Stereotypen einteilen und wie sich diese Vorurteile auf das Lehrerhandeln auswirken.

3 Bedeutung von Geschlechterstereotypen: Dieses Kapitel analysiert mittels des Erwartungs-Wert-Modells den Zusammenhang zwischen den Erwartungen der Lehrkräfte, den schulischen Leistungen und dem Selbstkonzept der Kinder.

4 Diskussion und Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert notwendige Maßnahmen für einen geschlechtergerechten Unterricht und zieht ein abschließendes Fazit für die pädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Geschlechterstereotype, Lehrkräfte, Schülerleistung, Selbstkonzept, heimlicher Lehrplan, Erwartungs-Wert-Modell, Geschlechtstypisierung, Attribution, Unterrichtsgestaltung, Chancengleichheit, Stereotypattributionen, Geschlechtergerechtigkeit, Grundschule, Rollenbilder, Leistungsmotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Geschlechterstereotype von Lehrkräften das Unterrichtsgeschehen und die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen den sogenannten heimlichen Lehrplan, die psychologische Kategorisierung von Schülern durch Lehrpersonen sowie die Auswirkungen dieser Stereotypisierung auf das Selbstbild und die Noten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob Lehrkräfte durch ihre Geschlechterstereotype das Selbstkonzept und die Leistungsentwicklung von Kindern signifikant beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Fallstudien und Interviews aus der pädagogischen Forschung (u.a. von Budde et al. und Retelsdorf et al.).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Stereotypen, die Analyse spezifischer Lehrer-Stereotype gegenüber Jungen und Mädchen sowie die Anwendung des Erwartungs-Wert-Modells auf den schulischen Kontext.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis der Arbeit essentiell?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Geschlechterstereotype, das Erwartungs-Wert-Modell, der heimliche Lehrplan sowie die Fähigkeitsvorstellungen und das Selbstkonzept der Kinder.

Welche Rolle spielt die Notengebung laut den Untersuchungsergebnissen?

Die Autorin stellt fest, dass Noten nicht immer objektiv vergeben werden; so scheint es oft einen "Mädchenbonus" oder spezifische Erwartungen bei Jungen zu geben, die unmittelbar mit dem wahrgenommenen Sozialverhalten korrelieren.

Inwiefern beeinflusst die "zelebrierte Hilflosigkeit" bei Schülern die Lehrkräfte?

Das Phänomen führt bei Lehrkräften oft zu negativen Attributionen und dem Gefühl der Abneigung, was wiederum die pädagogische Unterstützung dieses Schülers schwächen kann.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschlechterstereotype von Lehrkräften. Bedeutung für Schülerleistung und Schülerselbstkonzept
Universidad
Free University of Berlin  (Erziehungswissenschaften)
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
32
No. de catálogo
V1364336
ISBN (PDF)
9783346888884
ISBN (Libro)
9783346888891
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stereotype Geschlechterstereotype Lehrkräfte SchülerInnen Selbstkonzept Schule Geschlechter Schülerleistung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Geschlechterstereotype von Lehrkräften. Bedeutung für Schülerleistung und Schülerselbstkonzept, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1364336
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