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Die Großstadt als Handlungsraum städtischer Kinderbanden in der Kinderliteratur unter besonderer Berücksichtigung der Zeit der Weimarer Republik

Titre: Die Großstadt als Handlungsraum städtischer Kinderbanden in der Kinderliteratur unter besonderer Berücksichtigung der Zeit der Weimarer Republik

Thèse de Bachelor , 2006 , 56 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Marlena Börger (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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„Emil und die Detektive“, „Kai aus der Kiste“ und „Das Rote U“ – wer kennt sie nicht, die kleinen Helden, die mit ihren Banden, die Großstadt unsicher machen, und die auch heute noch Spannung in viele Kinderzimmer bringen und die Phantasie der Kinder anregen.
Kästner, Durian und Matthießen schrieben Romane für Kinder, die sich zu Kinderbuchklassikern entwickelten. Als Kind liest man die Romane mit anderen Erwartungen als Erwachsene, man taucht ein in eine Phantasiewelt und erlebt zusammen mit den kleinen Protagonisten eine aufregende Zeit. Gemeinsam mit ihnen läuft man durch die dargestellte Großstadt und spielt Detektiv. Durch diese Identität mit den kleinen Helden fällt es dabei vielleicht nur wenigen auf, dass in den Romanen eine andere Zeit geschildert wird.
Die heutigen Kinder kennen das Leben ohne Technologisierung und Modernisierung nicht. Für sie sind Fernsehen und Computer vor allem selbstverständliche Gebrauchsgegenstände, aber auch bevorzugte Spielkameraden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung und methodisches Vorgehen

3. Historischer Abriss der Zeit der Weimarer Republik

4. Kultur der Weimarer Republik

4.1 Zeitung, Zeitschriften, Rundfunk und Film der Zeit der Weimarer Republik

4.2 Kunst zur Zeit der Weimarer Republik

4.3 Literatur zur Zeit der Weimarer Republik

5. Die Darstellung der Großstadt in der Kinderliteratur

6. Die Darstellung der Kinderbande in der Kinderliteratur

7. Die Darstellung der Großstadt und Kinderbande an drei exemplarischen Kinderromanen

7.1 Emil und die Detektive

7.1.1 Die Darstellung der Großstadt Berlin

7.1.2 Die Darstellung der Kinderbande im Roman

7.2 Kai aus der Kiste

7.2.1 Die Darstellung der Großstadt im Roman

7.2.2 Die Darstellung der Kinderbande im Roman

7.3 „Das rote U“

7.3.1 Die Darstellung der Großstadt Berlin im Roman

7.3.2 Die Darstellung der Kinderbande im Roman

8. Vergleich der drei Kinderromane

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung der Großstadt als Handlungsraum städtischer Kinderbanden in der deutschen Kinderliteratur, wobei der Fokus gezielt auf die Zeit der Weimarer Republik gelegt wird. Ziel ist es, anhand einer vergleichenden Analyse dreier exemplarischer Kinderromane aufzuzeigen, wie das urbane Leben dieser Epoche literarisch verarbeitet und von den jungen Protagonisten in ihrem sozialen Gefüge der "Straßenbande" bewältigt wird.

  • Historische und kulturelle Einordnung der Weimarer Republik
  • Die literarische Inszenierung der Großstadt als Erfahrungsraum für Kinder
  • Soziologische Aspekte und Funktionen der Kinderbanden
  • Vergleichende Analyse der Romane "Emil und die Detektive", "Kai aus der Kiste" und "Das rote U"
  • Bedeutung der Modernisierung und Technisierung im Kinderroman

Auszug aus dem Buch

7.1.1 Die Darstellung der Großstadt im Roman

Erich Kästner schrieb Emil und die Detektive zu einer Zeit, als in Deutschland realistische Literatur für Kinder noch nicht sehr viel Akzeptanz erfahren hat. Im ersten Kapitel „Die Geschichte fängt noch gar nicht an“ erzählt Kästner (als Erzähler) wie es dazu kam, dieses Buch, mit dem Motiv „Großstadt und Kinderbande“ zu schreiben, denn eigentlich hatte er vorgehabt, ein ganz anderes Buch zu schreiben. Sein Kellner im Restaurant, mit dem er manchmal über seine Arbeiten spricht, brachte ihn angeblich auf die Idee.

„Da will ich Ihnen mal einen prima Rat geben“, sagt er, „das Beste wird sein, Sie schreiben über Sachen, die Sie kennen. Also, von der Untergrundbahn und Hotels und solchem Zeug. Und von Kindern, wie sie Ihnen täglich an der Nase vorbeilaufen und wie wir früher einmal selber welche waren“.36

Bevor die eigentliche Geschichte um Emil Tischbein beginnt, stellt der Autor einige Personen und Schauplätze vor. Er nennt das kurze Kapitel „Zehn Bilder kommen jetzt zur Sprache“. Dort wird unter sechstens der erste Einblick in den Handlungsort gegeben. Kästner beschreibt das Hotel am Nollendorfplatz, einen Platz, der in Berlin zu finden ist. Genau weiß er nicht, ob das Hotel am Nollendorfplatz liegt, und nennt einige weitere Berliner Straßen, in denen das Hotel zu finden sein könnte. Das zeitgenössische Berlin mit vielen bekannten Plätzen wird so als Handlungsort eingeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Großstadt-Kinderliteratur und deren zeitgeschichtlicher Kontext der Weimarer Republik.

2. Fragestellung und methodisches Vorgehen: Definition des Forschungsziels und Erläuterung der methodischen Herangehensweise an die vergleichende Literaturanalyse.

3. Historischer Abriss der Zeit der Weimarer Republik: Darstellung der politischen und sozialen Umbrüche in der Zeit von 1918 bis 1933.

4. Kultur der Weimarer Republik: Überblick über Medien, Kunst und Literatur, die das kulturelle Klima der Epoche prägten.

5. Die Darstellung der Großstadt in der Kinderliteratur: Untersuchung des Wandels vom idyllischen Handlungsort zur Metropole als positiver Erfahrungsraum für Kinder.

6. Die Darstellung der Kinderbande in der Kinderliteratur: Analyse der Straßenbande als soziologische Antwort auf die wirtschaftlichen und sozialen Krisen der Weimarer Zeit.

7. Die Darstellung der Großstadt und Kinderbande an drei exemplarischen Kinderromanen: Detaillierte Untersuchung der Romane "Emil und die Detektive", "Kai aus der Kiste" und "Das rote U".

8. Vergleich der drei Kinderromane: Synthese der Analyseergebnisse und Gegenüberstellung der unterschiedlichen Darstellung von Stadt und Gruppe.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der literarischen Konstanten in der Kinderliteratur über Jugendbanden und ihr bleibender Wert.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Großstadtliteratur, Kinderbande, Emil und die Detektive, Kai aus der Kiste, Das rote U, Neue Sachlichkeit, Straßensozialisation, Kinderliteratur, Urbanität, Sozialgeschichte, Literaturanalyse, Berliner Großstadtleben, Jugendbanden, Kinderroman

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Leben in der Großstadt und die Sozialform der Kinderbande in der Kinderliteratur während der Weimarer Republik literarisch dargestellt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der historische und kulturelle Kontext der Weimarer Zeit, die literarische Beschreibung großstädtischer Räume und die Funktion sowie Struktur von Kinderbanden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse von drei ausgewählten Kinderromanen herauszuarbeiten, wie sich das Bild der Großstadt und die Rolle der Kinder darin in der Literatur der 1920er und frühen 1930er Jahre wandelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch sozialhistorische Perspektiven ergänzt wird, um das Verhältnis zwischen zeitgenössischer Realität und literarischer Fiktion zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung zur Weimarer Republik, einen Überblick über die literarische Kultur der Zeit und eine ausführliche Analyse der drei Romane "Emil und die Detektive", "Kai aus der Kiste" und "Das rote U" hinsichtlich ihrer Großstadt- und Bandendarstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Weimarer Republik, Großstadtliteratur, Kinderbanden, Straßensozialisation und Neue Sachlichkeit.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Großstadt in den analysierten Werken?

Während Berlin bei Kästner und Durian als dynamischer, technisierter Erfahrungsraum für Kinder dient, fungiert Düsseldorf bei Matthießen eher als Bedrohungskulisse ("Moloch"), was die Kinder in schützende Räume zurückzieht.

Welche Rolle spielt die "Schwarze Hand" in "Kai aus der Kiste"?

Die "Schwarze Hand" ist eine hochgradig organisierte und solidarische Gemeinschaft, die dem Protagonisten Kai durch ihre Schnelligkeit und Kenntnis der städtischen Informationswege hilft, seinen Wettkampf erfolgreich zu bestreiten.

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Résumé des informations

Titre
Die Großstadt als Handlungsraum städtischer Kinderbanden in der Kinderliteratur unter besonderer Berücksichtigung der Zeit der Weimarer Republik
Université
University of Vechta
Note
2,0
Auteur
Marlena Börger (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
56
N° de catalogue
V136531
ISBN (ebook)
9783640437269
ISBN (Livre)
9783640437405
Langue
allemand
mots-clé
Großstadt Handlungsraum Kinderbanden Kinderliteratur Berücksichtigung Zeit Weimarer Republik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marlena Börger (Auteur), 2006, Die Großstadt als Handlungsraum städtischer Kinderbanden in der Kinderliteratur unter besonderer Berücksichtigung der Zeit der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136531
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Extrait de  56  pages
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