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Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Auswirkungen auf die Personalbeschaffung und die -auswahl

Wird der Bewerber ausreichend durch das AGG geschützt?

Titel: Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Auswirkungen auf die Personalbeschaffung und die -auswahl

Seminararbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Samuel Blatt (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Bewerbungsprozess ist ein entscheidender Schritt für Unternehmen, um qualifizierte und talentierte Mitarbeiter zu finden. Doch in einer zunehmend vielfältigen und diskriminierungssensiblen Gesellschaft stellt sich die Frage, ob Bewerberinnen und Bewerber ausreichend vor Diskriminierung und Benachteiligung geschützt sind. Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wurde eingeführt, um Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung in verschiedenen Lebensbereichen, einschließlich der Arbeitswelt, sicherzustellen.

Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen des AGG auf die Personalbeschaffung und die -auswahl. Sie analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften des AGG, um festzustellen, inwieweit der Bewerber im Bewerbungsprozess geschützt ist. Dabei werden wichtige Aspekte wie die Vermeidung von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, Religion oder Behinderung betrachtet.

Des Weiteren werden aktuelle Studien, Gerichtsentscheidungen und Praxisbeispiele herangezogen, um aufzuzeigen, ob und in welchem Maße das AGG tatsächlich wirksam ist und mögliche Lücken oder Herausforderungen in der Umsetzung aufzeigt. Zudem werden die Rolle der Unternehmen bei der Einhaltung des AGG und die Bedeutung von Sensibilisierung, Schulung und Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Gleichbehandlung im Bewerbungsprozess untersucht.

Diese Seminararbeit liefert somit einen fundierten Einblick in die Bedeutung des AGG für die Personalbeschaffung und die -auswahl. Sie beantwortet die Frage, ob der Bewerber im Bewerbungsprozess ausreichend geschützt ist und welche Schritte erforderlich sind, um eine diskriminierungsfreie und faire Personalpraxis zu gewährleisten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Allgemeine Grundlagen

2.1. Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

2.1.1. Ziel des Gesetzes

2.1.2. Anwendungsbereich

2.2. Der Bewerbungsprozess

3. Auswirkungen des AGG

3.1. Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Bewerber

3.2. Verstöße

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auf die Personalbeschaffung und -auswahl, um zu analysieren, ob Bewerber im Bewerbungsprozess durch das Gesetz tatsächlich ausreichend vor Diskriminierung geschützt sind.

  • Historische Einführung und Zielsetzung des AGG in Deutschland
  • Struktur und rechtlicher Anwendungsbereich des Gesetzes
  • Definition und Ablauf des modernen Bewerbungsprozesses
  • Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Bewerbern bei der Einhaltung des AGG
  • Sanktionen und Rechtsfolgen bei Verstößen gegen das AGG

Auszug aus dem Buch

3.1. Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Bewerber

In Unterabschnitt zwei des AGG sind die Pflichten des Arbeitgebers geregelt, welche nun genauer erklärt werden. Nach §12 Abs. 1 AGG ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet „erforderliche Maßnahmen zum Schutz vor Benachteiligung wegen eines in §1 genannten Grundes zu treffen“. Unter Arbeitgeber versteht man nach §7 Abs. 2 AGG alle „natürlichen und juristischen Personen sowie rechtsfähige Personengesellschaften“. Im Falle einer Arbeitnehmerüberlassung, gilt auch dieser als Arbeitgeber.

Wisskirchen (2007, S. 2-4) definiert vier verschiedene Phasen im Bewerbungsprozess, in welchen der Arbeitgeber gewisse Pflichten zur Erfüllung des AGG hat.

Die erste Phase des Bewerbungsprozesses beginnt mit der Stellenausschreibung, welche „frei von Diskriminierung sein müssen“ (Wisskirchen, 2007, S. 2). Es besteht eine Pflicht zur neutralen, geschlechtsneutralen und altersneutrale, sowie eine an die Tätigkeit anknüpfende Stellenausschreibung (Wisskirchen, 2007, S. 2, Ohlendorf & Schreier, 2008, S. 2458 und Diskriminierung in Stellenanzeigen, 2018, S.4). In §11 AGG ist geregelt, dass eine Stellenausschreibung nicht gegen §7 AGG verstoßen darf, unter welchem das Benachteiligungsverbot definiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Das Kapitel führt in die historische Entstehung des AGG im Jahr 2006 ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Schutz der Bewerber.

2. Allgemeine Grundlagen: Hier werden das Ziel, der Anwendungsbereich des AGG sowie die allgemeinen Abläufe eines Bewerbungsprozesses theoretisch definiert.

3. Auswirkungen des AGG: Dieses Kapitel erläutert die konkreten Rechte und Pflichten für Arbeitgeber und Bewerber in verschiedenen Phasen der Personalauswahl sowie die Konsequenzen bei Rechtsverstößen.

4. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass das AGG eine wesentliche Bereicherung für die Chancengleichheit darstellt und Bewerber effektiv schützt.

Schlüsselwörter

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Personalbeschaffung, Personalauswahl, Bewerbungsprozess, Diskriminierungsschutz, Arbeitgeberpflichten, Bewerberrechte, Chancengleichheit, Stellenausschreibung, Arbeitsrecht, Benachteiligungsverbot, Entschädigung, Schadensersatz, Arbeitnehmerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im modernen Personalmanagement, insbesondere bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der rechtliche Schutz vor Diskriminierung bei Bewerbungen, die Pflichten des Arbeitgebers bei der Stellengestaltung sowie die Rechte von Bewerbern im Falle einer Benachteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das AGG in der Praxis ausreicht, um Bewerber effektiv vor Diskriminierung zu schützen und Chancengleichheit zu gewährleisten.

Welche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Aufarbeitung des AGG-Gesetzestextes und eine kritische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur bezüglich dessen Umsetzung in der Personalpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu AGG und Bewerbungsprozessen sowie eine Analyse der Rechte, Pflichten und möglicher Verstöße im Bewerbungsverlauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind AGG, Stellenausschreibung, Diskriminierungsschutz, Personalbeschaffung und Arbeitgeberpflichten.

Was beinhaltet die sogenannte Schulungspflicht für Arbeitgeber?

Arbeitgeber sind gemäß AGG angehalten, präventive Maßnahmen wie die Schulung und Aufklärung ihres Personals zu ergreifen, um Benachteiligungen im Betrieb aktiv zu verhindern.

Wie ist die Last der Beweisführung bei einem AGG-Verstoß geregelt?

Grundsätzlich muss der Beschäftigte Indizien für eine Benachteiligung vorbringen. Gelingt dies, kehrt sich die Beweislast um, und der Arbeitgeber muss nachweisen, dass kein Verstoß vorlag.

Welche Bedeutung haben die Phasen im Bewerbungsprozess laut Wisskirchen?

Wisskirchen definiert vier Phasen – von der Stellenausschreibung über die Einstellung und Durchführung des Arbeitsverhältnisses bis zur Kündigung –, in denen spezifische Schutzpflichten für Arbeitgeber gelten.

Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei Verstößen?

Der Betriebsrat hat die Befugnis, vor Gericht auf die Einhaltung der geltenden Organisations- und Verfahrensvorschriften zu klagen, falls der Arbeitgeber die Pflichten des AGG missachtet.

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Details

Titel
Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Auswirkungen auf die Personalbeschaffung und die -auswahl
Untertitel
Wird der Bewerber ausreichend durch das AGG geschützt?
Hochschule
Hochschule Heilbronn Technik Wirtschaft Informatik
Note
1,7
Autor
Samuel Blatt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1365552
ISBN (PDF)
9783346891860
ISBN (Buch)
9783346891877
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AGG Personalbeschaffung Personalauswahl Bewerber Bewerbungsprozess Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Seminararbeit Auswirkung Auswirkungen schützen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samuel Blatt (Autor:in), 2022, Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Auswirkungen auf die Personalbeschaffung und die -auswahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1365552
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Leseprobe aus  14  Seiten
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