Die Klasse besucht nach einer ausgiebigen Vorbereitung im Unterricht einen Betrieb. Dieser wird dann unter den vorab erarbeiteten Aufgabenstellungen in einem begrenzten Bereich genauer erkundet.
Der Lehrer hat vorher mit dem Betrieb abgeklärt, welche Bereiche unter welchen Fragestellungen erkundet werden sollen, so dass hier gezielt gearbeitet werden kann. Eine Erkundung eignet sich weniger zum „Zeit-tot-schlagen“ vor den Sommerferien, da der Vorbereitungsaufwand hierfür zu groß ist. Wenn man nach dem Motto: „Heute schauen wir uns einen Betrieb an“, vorgeht, dann ist es bestenfalls eine Besichtigung. Eine Erkundung verfolgt immer ein konkretes Ziel.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition einer Erkundung:
2. Grundsätzliche Überlegungen:
3. Beispiele für Erkundungen:
4. Eine Betriebserkundung splittet sich in 3 Phasen.
4.1.1 Vorbereitungsphase des Lehrers
4.1.2 Vorbereitungsphase mit den Schülern
4.2. Die Durchführung:
4.3. Auswertung (Nacharbeit)
5. Hausaufgabe
6. Auswertung in der Schule
7. Ein praktisches Beispiel
7.1. Voraussetzungen
7.2. Vorbereitung
7.3. Durchführung
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die didaktische Aufbereitung der Betriebserkundung als Methode der Wirtschaftsdidaktik, um Schülern praxisnahe Einblicke in Berufsfelder und wirtschaftliche Abläufe zu ermöglichen.
- Strukturierung der Betriebserkundung in Vorbereitungs-, Durchführungs- und Auswertungsphasen
- Methodische Anforderungen an Lehrkräfte und Schüler
- Förderung von fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen
- Berufsorientierung für verschiedene Jahrgangsstufen und Schularten
- Praxisbeispiele für die Umsetzung im Wirtschaftsunterricht
Auszug aus dem Buch
1. Definition einer Erkundung:
Die Klasse besucht nach einer ausgiebigen Vorbereitung im Unterricht einen Betrieb. Dieser wird dann unter den vorab erarbeiteten Aufgabenstellungen in einem begrenzten Bereich genauer erkundet.
Der Lehrer hat vorher mit dem Betrieb abgeklärt, welche Bereiche unter welchen Fragestellungen erkundet werden sollen, so dass hier gezielt gearbeitet werden kann.
Eine Erkundung eignet sich weniger zum „Zeit-tot-schlagen“ vor den Sommerferien, da der Vorbereitungsaufwand hierfür zu groß ist. Wenn man nach dem Motto: „Heute schauen wir uns einen Betrieb an“, vorgeht, dann ist es bestenfalls eine Besichtigung. Eine Erkundung verfolgt immer ein konkretes Ziel.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition einer Erkundung: Definiert die Betriebserkundung als zielgerichtete, vorbereitete Unterrichtsaktivität zur vertieften Auseinandersetzung mit einem begrenzten Betriebsbereich.
2. Grundsätzliche Überlegungen: Erläutert Anforderungen an die Jahrgangsspezifik, Alltagsbezug und die Funktion der Erkundung zur Berufsorientierung.
3. Beispiele für Erkundungen: Zeigt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten der Methode über verschiedene Schularten und Fächer hinweg auf.
4. Eine Betriebserkundung splittet sich in 3 Phasen.: Führt in die grundlegende Struktur aus Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit ein.
4.1.1 Vorbereitungsphase des Lehrers: Beschreibt die organisatorischen Aufgaben der Lehrkraft von der Informationsbeschaffung bis zur Abstimmung mit dem Betrieb.
4.1.2 Vorbereitungsphase mit den Schülern: Behandelt die methodische Vorbereitung der Lerngruppe, inklusive Gruppeneinteilung und Erarbeitung von Aufgaben.
4.2. Die Durchführung: Skizziert den Ablauf vor Ort, der eine aktive, beobachtende Rolle der Schüler vorsieht.
4.3. Auswertung (Nacharbeit): Beschreibt die Sicherung und Reflexion der im Betrieb gewonnenen Erkenntnisse im Klassenzimmer.
5. Hausaufgabe: Erörtert die Bedeutung der Nachbereitung zur Festigung der fachlichen Inhalte und Schulung der Medienkompetenz.
6. Auswertung in der Schule: Vertieft die Nachbereitung und Reflexion der Ergebnisse sowie die Anknüpfung an die persönliche Berufswahl.
7. Ein praktisches Beispiel: Illustriert die theoretischen Konzepte anhand einer konkreten Planung für eine Wirtschaftskanzlei in einer 10. Klasse.
Schlüsselwörter
Betriebserkundung, Wirtschaftsdidaktik, Berufsorientierung, Praxisbezug, Unterrichtsvorbereitung, Lernziele, Expertenmethode, Sozialkompetenz, Methodik, Fachkompetenz, Schulpraxis, Wirtschaftsunterricht, Schüleraktivierung, Reflexion, Fertigungsbetrieb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Betriebserkundung als wichtige Methode der Wirtschaftsdidaktik, um den Unterricht mit der beruflichen Praxis zu verknüpfen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Zentrum stehen die didaktische Planung, die organisatorische Vorbereitung, die Durchführung im Betrieb sowie die anschließende unterrichtliche Auswertung.
Was ist das primäre Ziel der Erkundung?
Ziel ist es, den Schülern durch eine gezielte, vorbereitete Begegnung mit der Arbeitswelt vertiefte Einblicke in wirtschaftliche Abläufe und Berufsfelder zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Es wird das Konzept der handlungsorientierten Didaktik verwendet, bei dem die Schüler aktiv Aufgabenstellungen in einem begrenzten Betriebsbereich bearbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung sowie ein detailliertes Praxisbeispiel.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Berufsorientierung, Handlungsorientierung, schülerzentrierte Gruppenarbeit und systematische methodische Vorbereitung.
Warum wird betont, dass eine Erkundung keine bloße Besichtigung ist?
Weil eine Besichtigung lediglich einen oberflächlichen Einblick bietet, während eine Erkundung ein konkretes, vorab erarbeitetes Ziel verfolgt und hohe Anforderungen an die Vorbereitung stellt.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft während der Durchführung?
Die Lehrkraft nimmt sich während der Erkundung im Betrieb bewusst zurück und agiert eher im Hintergrund, um die Selbstständigkeit der Schüler in den Gruppen zu fördern.
Wie wird sichergestellt, dass die Schüler ihr Wissen nach der Erkundung reflektieren?
Durch die Nacharbeit im Unterricht, Präsentationen der Ergebnisse (z.B. mittels PowerPoint) und die Verknüpfung mit persönlichen Berufsaspirationen.
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- Thomas Windhoevel (Author), 2009, Unterrichtsskizze: Betriebserkundungen im Fach Wirtschaft- und Rechtslehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136578