Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle interkultureller Kompetenzen in der Sozialarbeit mit Flüchtlingen und identifiziert mögliche Herausforderungen in diesem Bereich. Im ersten Abschnitt definiert die Arbeit den Status von Flüchtlingen, unterschiedliche Flüchtlingskategorien und das Asylverfahren, mit besonderem Augenmerk auf die Rechte der Flüchtlinge gemäß der Genfer Konvention.
Im zweiten Abschnitt fokussiert die Studie die Rolle der Sozialarbeit und untersucht, ob und wie die Aufgaben von SozialarbeiterInnen angesichts der Flüchtlingskrise anspruchsvoller geworden sind. Hier wird das Zitat von Pat Parker eingeführt, das den Wunsch nach Gleichheit und gleichzeitig nach Anerkennung der kulturellen Unterschiedlichkeit hervorhebt.
Der dritte Abschnitt offenbart die Herausforderungen, denen SozialarbeiterInnen gegenüberstehen, wenn sie das Bedürfnis nach Anerkennung und kultureller Differenz mit den Anforderungen ihres Berufs vereinbaren müssen. Im vierten Abschnitt werden die interkulturellen Kompetenzen definiert und deren Einfluss auf die Qualität der Sozialarbeit analysiert.
Schlussendlich fasst die Arbeit die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung interkultureller Kompetenzen in der Sozialarbeit mit Flüchtlingen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Flüchtlinge
2.1. Definition
2.2. Unterschied zwischen Flüchtlinge vs. Migranten
2.3. Irreguläre Flüchtlinge
2.4. Asylverfahren
2.5. Die Genfer Konvention
2.6. Rechte von Flüchtlingen
2.7. Aktuelle Zahl
2.8. Die Aktuelle Lage
3. Die Sozial Arbeit
3.1. Geschichtlicher Abriss
4. Herausförderungen
5. Interkulturalität
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle interkultureller Kompetenzen in der professionellen Sozialarbeit im Kontext der Flüchtlingshilfe, um Schwierigkeiten in der Beratungsarbeit zu identifizieren und Lösungsansätze aufzuzeigen.
- Rechtliche und soziale Grundlagen des Flüchtlingsstatus
- Die Entwicklung und Bedeutung der professionellen Sozialarbeit
- Herausforderungen in der interkulturellen Beratungspraxis
- Kompetenzbereiche für eine gelingende interkulturelle Kommunikation
Auszug aus dem Buch
4. Herausförderungen
„Für die Soziale Arbeit ist sowohl das Wissen über Flüchtlingsschutz eine Notwendigkeit wie auch der Umgang mit Flüchtlingen aufgrund ihrer prekären aufenthaltsrechtlichen und sozialen Lage eine besondere Herausforderung...“ (Otterbach & Prölß 2011: S. 9).
Unter diesem Punkt werden die Schwierigkeiten, die die Sozialarbeiter-innen während der Arbeit mit den Flüchtlingen haben können. Die Schwierigkeiten können von beiden Seiten entstehen. D.h. Hemmungen können von Sozialarbeiter-innen sowie von Klienten kommen. Es ist wertvoll zu erwähnen, dass die Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund, die in einer Beratungsstelle oder in einer Behörde auftauchen, viele Geschichten mitbringen. Die Geschichten sind meistens traurig. Wenn die Situation ein Stückt von Hinten betrachtet wird, dann kommt zur Kenntnis dass es Unmöglich ist, hoffnungslose Menschen durch repressive Maßnahmen von der Suche nach einer für sie akzeptableren Existenz aufzuhalten, weil das Leben in dem Herkunftsland nicht mehr Lebenswert geworden ist, und der Tod als ultimative Ende scheint (Erler 2012 zit. In. Seukwa 2014, S. 49). Es kann nicht genug betont werden, dass große Fluchtbewegungen in der menschlichen Geschichte immer auf strukturelle Ursachen zurückzuführen gewesen sind. Europa und westen insgesamt trägt heutzutage eine erhebliche historische Verantwortung in der Schaffung von strukturellen Ungleichheiten in den globalen Skala durch die rücksichtlose Praxis von ungleichem Handel, Militärinterventionen zur Sicherung von natürlichen Ressourcen und geostrategischen Interessen, Entwicklungshilfe- oder besser “tödliche Hilfe“ (ebd.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit interkultureller Kompetenzen in der Sozialarbeit angesichts der aktuellen Fluchtbewegungen und formuliert die entsprechende Forschungsfrage.
2. Flüchtlinge: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen, rechtlichen Rahmenbedingungen wie das Asylverfahren und die aktuelle Lebenssituation von Flüchtlingen in Deutschland.
3. Die Sozial Arbeit: Es wird die Definition, historische Entwicklung und das Rollenverständnis der Sozialarbeit als helfende Profession beschrieben.
4. Herausförderungen: Das Kapitel analysiert die spezifischen Schwierigkeiten und Barrieren, die in der Beratungspraxis zwischen Sozialarbeitern und Klienten aus anderen Kulturen auftreten können.
5. Interkulturalität: Hier werden Begrifflichkeiten, theoretische Kompetenzmodelle und die Bedeutung persönlicher Haltungen für eine gelingende interkulturelle Arbeit definiert.
Schlüsselwörter
Flüchtlinge, Sozialarbeit, interkulturelle Kompetenz, Asylverfahren, Migration, Genfer Konvention, Beratung, Diskriminierung, Integration, kulturelle Differenz, soziale Arbeit, Empowerment, Sprachbarrieren, psychosoziale Belastung, Menschenrechte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen der Sozialarbeit und der Zielgruppe der Flüchtlinge, unter besonderer Berücksichtigung der für diese Zusammenarbeit notwendigen interkulturellen Kompetenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind der rechtliche und soziale Status von Flüchtlingen, das professionelle Selbstverständnis der Sozialarbeit sowie die Hindernisse und Kompetenzanforderungen in der interkulturellen Beratungsinteraktion.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Analyse der Fragestellung, inwiefern interkulturelle Kompetenzen in der modernen Sozialarbeit relevant sind und welche Schwierigkeiten in der Praxis entstehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Fachpublikationen, Konzepte und rechtlicher Grundlagen zur Sozialarbeit und zum Flüchtlingsschutz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Flüchtlingskontextes, die historische Einordnung der Sozialarbeit sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Kompetenzmodellen in der interkulturellen Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Flüchtlingsschutz, interkulturelle Kompetenz, Asylrecht, Beratungspraxis, soziale Teilhabe und Diskriminierung.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Sprachbarrieren?
Sie werden als signifikante Hindernisse in der Beratungsarbeit identifiziert, die durch mangelnde Übersetzungsmöglichkeiten und Überforderung der Fachkräfte oft zu negativen Erlebnissen bei den Ratsuchenden führen.
Welche Barrieren werden seitens der Berater genannt?
Basierend auf Gaitanides werden u.a. nationalistische Tendenzen, Überforderungsgefühle, Kompetenzverlustängste und eine mangelnde Bereitschaft zum Umlernen als mögliche Barrieren aufgeführt.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2015, Die Rolle der interkulturellen Kompetenzen in der Flüchtlingssozialarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366216