Diese Hausarbeit beinhaltet eine Erörterung der Umstrukturierung des Gehirns, welche sich während dem Jugendalter vollzieht und deren Effekt auf das Verhalten. Eine Vorstellung verschiedener Theorien der Sprachentwicklung und kritische Bewertung dessen. Zuletzt eine Vorstellung von Ansätzen der Emotionsforschung.
Bis vor wenigen Jahren gingen die Entwicklungspsychologie und die Neurowissenschaften davon aus, dass sich größere Veränderungen in der Architektur und Funktion des Gehirns auf die pränatale Zeit oder die ersten fünf oder sechs Lebensjahre beschränken. Der derzeitige Wissensstand erfordert jedoch eine Revision dieser Annahme.
Inhaltsverzeichnis
- Entwicklungsveränderungen im Jugendalter
- Hintergrund
- Kenntnisstand zur Hirnentwicklung in der Adoleszenz
- Hirnfunktion
- Besonderes Verhalten
- Sprachentwicklung
- Behaviorismus
- Nativismus
- Emotionale Entwicklung
- Soziale Entwicklungstheorien
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit den Entwicklungsveränderungen im Jugendalter, insbesondere den neurobiologischen und kognitiven Veränderungen sowie der Sprachentwicklung. Er untersucht die Veränderungen im Gehirn, insbesondere die Reifungsprozesse der Grauen und Weißen Substanz und deren Auswirkungen auf emotionale und kognitive Fähigkeiten.
- Hirnentwicklung in der Adoleszenz und deren Reorganisation
- Entwicklung von kognitiven Fähigkeiten und exekutiven Funktionen
- Verhaltensmuster und Risikobereitschaft im Jugendalter
- Theorien zum Spracherwerb, insbesondere Behaviorismus und Nativismus
- Zusammenhang zwischen Hirnentwicklung und emotionaler Entwicklung
Zusammenfassung der Kapitel
Entwicklungsveränderungen im Jugendalter
Dieses Kapitel beleuchtet die neurobiologischen Veränderungen im Jugendalter. Es beschreibt die Reorganisation des Gehirns, die Abnahme der Grauen Substanz durch synaptisches Pruning und die Zunahme der Weißen Substanz durch Myelinisierung. Außerdem werden die Auswirkungen dieser Prozesse auf die Entwicklung von kognitiven Fähigkeiten, exekutiven Funktionen und emotionalem Verhalten diskutiert.
Sprachentwicklung
Dieses Kapitel betrachtet verschiedene Theorien zum Spracherwerb, insbesondere den Behaviorismus und den Nativismus. Der Behaviorismus erklärt den Spracherwerb durch Lernen durch Verstärkung, während der Nativismus von einer angeborenen Fähigkeit zur Sprache ausgeht.
Schlüsselwörter
Jugendalter, Hirnentwicklung, Synaptisches Pruning, Myelinisierung, Kognitive Entwicklung, Exekutive Funktionen, Emotionale Entwicklung, Risikobereitschaft, Spracherwerb, Behaviorismus, Nativismus.
Häufig gestellte Fragen
Wie verändert sich das Gehirn in der Adoleszenz?
Es findet eine massive Umstrukturierung statt: Graue Substanz wird durch "synaptisches Pruning" abgebaut, während die Weiße Substanz durch Myelinisierung zunimmt, was die Informationsverarbeitung effizienter macht.
Warum neigen Jugendliche zu höherer Risikobereitschaft?
Dies liegt oft an der zeitlich versetzten Reifung des Belohnungssystems und des präfrontalen Cortex, der für die Impulskontrolle zuständig ist. Letzterer ist erst Mitte 20 voll entwickelt.
Was ist der Unterschied zwischen Behaviorismus und Nativismus beim Spracherwerb?
Der Behaviorismus sieht Sprache als erlerntes Verhalten durch Verstärkung, während der Nativismus von angeborenen Strukturen im menschlichen Gehirn ausgeht, die den Spracherwerb ermöglichen.
Was versteht man unter "synaptischem Pruning"?
Es ist der Prozess, bei dem ungenutzte Nervenverbindungen im Gehirn entfernt werden, um Platz für spezialisierte und effizientere neuronale Netzwerke zu schaffen.
Welchen Einfluss hat die Hirnentwicklung auf die Emotionen?
Die Reorganisation führt oft zu emotionaler Instabilität, da die Verarbeitung emotionaler Reize im Gehirn während der Pubertät noch nicht vollständig mit den kognitiven Kontrollzentren abgestimmt ist.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Entwicklungsveränderungen im Jugendalter. Sprachentwicklung und Emotionsforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366229