Diese Arbeit richtet sich an Interessierte, die das Spannungsfeld von Führung in der digitalen Transformation verstehen wollen und nach pragmatischen Lösungswegen Ausschau halten. Die Digitalisierung ist in der heutigen Gesellschaft und Wirtschaft allgegenwärtig. Sie verändert unsere Art der Kommunikation, der Informationsverarbeitung und des Lebens im Allgemeinen. In Ihrer Folge entstehen disruptive Innovationen, die massiven Einfluss auf Organisationen ausüben – Branchen erleben Umbrüche, der Innovationsdruck steigt und neue Technologien automatisieren Betriebsabläufe immer stärker. Die Digitalisierung verändert auch die Arbeitswelt: Neue Arbeitsformen entstehen, die Arbeit wird flexibler und mobiler. Führungskräfte werden mit einer Welt konfrontiert, die durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität gekennzeichnet ist.
Dieser Wandel hinterlässt auch bei Führungskräften Spuren und stellt sie vor neue Aufgaben. Insofern setzt sich diese Arbeit mit den Fragestellungen auseinander, wie sich Führung im Zuge der digitalen Transformation gestalten lässt. Sie untersucht geeignete Rollenbilder und Führungsmodelle, um dem Wandel erfolgreich zu begegnen.
Dafür werden die Begrifflichkeiten Führung, Leadership und Management beleuchtet, ehe darüber hinaus eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Ausdruck Digital Leadership stattfindet. Anhand eines neuen Rollenbilds für digitale Führungskräfte wird dann aufgezeigt, wie der Umbruch im Führungsbereich gelingen kann. Zur Umsetzung werden verschiedene Führungsmodelle herangezogen. Im Mittelpunkt steht das VOPA+-Modell, welches als Erfolgsmuster für Führung in Zeiten des digitalen Wandels eingesetzt wird. Schließlich werden die wesentlichen Aussagen zusammengefasst und ein Fazit gezogen, bei dem ein Aufruf zum Richtungswechsel in der Führung erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Rahmenbedingungen
2.1 Digitalisierung
2.2 Digitale Transformation
2.3 Wandel der Arbeitswelt
2.4. VUCA-Umwelt
3. Leadership
3.1 Begriffsdefinition und -abgrenzung
3.2 Digital Leadership
3.3 Neues Rollenbild für digitale Führungskräfte
4. Führungsmodelle
4.1 Klassische Modelle
4.2 Aktuelle Modelle
4.3 VOPA+-Modell
5. Abschluss und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte den Herausforderungen der digitalen Transformation begegnen können, um in einem durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität geprägten Umfeld erfolgreich zu navigieren und moderne Führungsmodelle zielführend einzusetzen.
- Grundlagen der Digitalisierung und digitalen Transformation
- Veränderung der Arbeitswelt und Anforderungen der VUCA-Umwelt
- Definition und Abgrenzung von Leadership und Management
- Neues Rollenverständnis und Kompetenzprofile für digitale Führungskräfte
- Analyse und Anwendung des VOPA+-Führungsmodells
Auszug aus dem Buch
3.2 Digital Leadership
Seit Jahren befasst sich die Literatur und das Internet mit Digital Leadership. Bislang hat sich keine einheitliche Definition für den Begriff gebildet. Bezeichnungen wie «Virtuelle Führung», «Führen auf Distanz» und «Remote Leadership» werden häufig synonym mit Digital Leadership gebraucht. Nach Berninger-Schäfer ist der Begriff Digital Leadership gegenüber den anderen genannten die zeitgemässe Bezeichnung (vgl. Berninger-Schäfer, E. 2020, S.74). Angesichts der stetig veränderten Bedeutung von Digitalisierung ändert sich auch die Bedeutung von Digital Leadership fortlaufend, so dass ältere Definitionsversuche nicht mehr ausreichend sind. Aufgrund dessen bezieht sich die vorliegende Arbeit auf aktuelle Definitionsansätze, welche vornehmliche die Umsetzung und Gestaltung der Digitalisierung thematisieren (vgl. Jäger, S. 2018, S.11).
Berninger-Schäfer definiert «Digital Leadership als Führung mit Online-Medien, die zur Steuerung von Organisationen agile, zielführende Führungsprozesse nutzt und mediale Tool-Unterstützung zur Erreichung der Organisationsziele ermöglicht und die hierfür notwendige IT-Intrastruktur schafft, Mitarbeitende und Teams in die Lage versetzt, ihre Aufgaben selbstverantwortlich und medienkompetent zu gestalten, sich medial zu vernetzen und vertrauensvoll auszutauschen sowie sich weiterzuentwickeln» (vgl. Berninger-Schäfer, E. 2020, S.76).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der digitalen Transformation ein und definiert die zentralen Fragestellungen sowie die Zielsetzung zur Untersuchung erfolgreichen Führungsverhaltens.
2. Rahmenbedingungen: In diesem Kapitel werden die Treiber des digitalen Wandels, wie Digitalisierung, VUCA-Umwelt und der Wandel der Arbeitswelt, als Kontext für moderne Führung erläutert.
3. Leadership: Der Fokus liegt auf der begrifflichen Abgrenzung von Führung, Management und Digital Leadership sowie der Entwicklung eines zeitgemäßen Rollenbildes für Führungskräfte.
4. Führungsmodelle: Das Kapitel vergleicht klassische Ansätze mit aktuellen Modellen und stellt das VOPA+-Modell als spezifisches Erfolgsmuster für digitale Führung vor.
5. Abschluss und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer neuen Führungskultur, bei der Selbstführung den Ausgangspunkt für wirksame Veränderung bildet.
Schlüsselwörter
Digital Leadership, Digitale Transformation, VUCA-Umwelt, Führungskultur, VOPA+-Modell, Agilität, Vernetzung, Partizipation, Selbstführung, Innovationsförderung, Change Management, Führungskräfteentwicklung, Remote Leadership, Virtuelle Führung, Arbeitswelt 4.0.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Führungskräfte in Zeiten der digitalen Transformation und analysiert, wie moderne Führungsmodelle bei der Bewältigung dieses Wandels helfen können.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die digitale Transformation, die Charakteristika der VUCA-Umwelt, der Wandel der Arbeitswelt sowie die Etablierung moderner Führungsansätze wie Digital Leadership.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für Führung in der digitalen Transformation zu entwickeln und herauszuarbeiten, welche Rollenbilder und Führungsmodelle für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Beantwortung der Fragestellungen erfolgt durch eine fundierte Literatur- und Internetanalyse aktueller Quellen und Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen, die Abgrenzung von Leadership zu Management, neue Rollenbilder für digitale Führungskräfte sowie die praktische Anwendung von Führungsmodellen, allen voran das VOPA+-Modell.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Prägende Begriffe sind insbesondere Digital Leadership, VUCA, Transformation, VOPA+-Modell sowie Agilität und Vertrauenskultur.
Was zeichnet eine hybride Führungskraft im Digital Leadership aus?
Eine hybride Führungskraft kombiniert je nach Situation, Aufgabe und Mitarbeiter verschiedene Rollen – vom Innovator bis hin zum Mentor – um flexibel auf Anforderungen zu reagieren.
Warum ist das VOPA+-Modell für die digitale Führung besonders relevant?
Es verknüpft die fünf Erfolgsfaktoren Vernetzung, Offenheit, Partizipation, Agilität und Vertrauen, um den Umstieg von hierarchischen Strukturen in ein flexibles, vernetztes Arbeitsumfeld zu ermöglichen.
Wie lautet die zentrale Schlussfolgerung für angehende Digital Leader?
Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass gute Führung stets mit einer starken Selbstführung beginnt und Führungskräfte ihre Vorbildfunktion authentisch wahrnehmen müssen.
- Citation du texte
- Michael Sell (Auteur), 2022, Digital Leadership. Führung in Zeiten der digitalen Transformation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366521