Zur Erhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen und einer Volkswirtschaft sind ständig neue Innovationen notwendig. Diese bieten im Sinne neuartiger Produkte oder Prozesse die Möglichkeit zur Produktivitäts- und Wachstumssteigerung und erhöhen folglich die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Wachstum und Wohlstand
ist also die Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Eine Möglichkeit zur Klärung der Frage, wie die Innovationsfähigkeit eines Landes gefördert bzw. beeinflusst werden kann, ist die Analyse des nationalen Innovationssystems. Dabei spielen vor allem die institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Kompetenzen und die Vernetzung der beteiligten Akteure
eine entscheidende Rolle. Um ein genaueres Bild von dem Innovationssystem eines Landes zu bekommen, sollten möglichst alle für die nationale Innovationsfähigkeit relevanten Kriterien untersucht und analysiert werden.
In der vorliegenden Arbeit wird eine solche Analyse von nationalen
Innovationssystemen durchgeführt und ein Vergleich zwischen ausgewählten Ländern Skandinaviens vorgenommen. Die Länderauswahl fällt auf das Königreich Schweden, das Königreich Norwegen und die Republik Island.
Zu Beginn der Arbeit werden in Kapitel 2 verschiedene theoretische
Sichtweisen auf nationale Innovationssysteme und deren Analyse dargestellt und anschließend eine für diese Arbeit gültige Definition festgelegt. Des Weiteren werden die Bestandteile eines Innovationssystems aufgezeigt und näher erläutert. Zum Abschluss dieses theoretischen Teils der Arbeit erfolgt eine Festlegung und Beschreibung der zu untersuchenden Kriterien für die später folgende Analyse von nationalen Innovationssystemen in Skandinavien.
Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel 3) erfolgt eine Analyse der nationalen Innovationssysteme der ausgewählten skandinavischen Nationen, welche in separaten Abschnitten behandelt werden. Dabei werden zu Beginn jeweils kurze Informationen zu den Ländern selbst gegeben und im Anschluss die beschriebenen Analysekriterien von nationalen Innovationssystemen untersucht. Abschließend wird eine Bewertung des jeweiligen nationalen Innovationssystems vorgenommen.
Im letzten Abschnitt werden die untersuchten Nationen in Hinblick auf die untersuchten Kriterien und die Innovationsleistung miteinander verglichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen den nationalen Innovationssystemen herausgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der Ansatz „Nationales Innovationssystem“
2.1 Theoretische Sichtweisen und Definition
2.2 Kriterien für die Analyse der nationalen Innovationssysteme
3 Analyse und Vergleich von nationalen Innovationssystemen Skandinaviens
3.1 Das nationale Innovationssystem Schwedens
3.1.1 Analyse des nationalen Innovationssystems Schwedens
3.1.2 Zusammenfassung und Bewertung des nationalen Innovationssystems Schwedens
3.2 Das nationale Innovationssystem Norwegens
3.2.1 Analyse des nationalen Innovationssystems Norwegens
3.2.2 Zusammenfassung und Bewertung des nationalen Innovationssystems Norwegens
3.3 Das nationale Innovationssystem Islands
3.3.1 Analyse des nationalen Innovationssystems Islands
3.3.2 Zusammenfassung und Bewertung des nationalen Innovationssystems Islands
3.4 Vergleich der nationalen Innovationssysteme Skandinaviens
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert und vergleicht die nationalen Innovationssysteme Schwedens, Norwegens und Islands anhand eines aktivitätsbasierten Rahmenkonzepts, um deren Innovationsfähigkeit und die Wirksamkeit der jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen zu bewerten.
- Theoretische Grundlagen zum Ansatz des "Nationalen Innovationssystems" (NIS).
- Methodische Definition von sieben zentralen Analysekriterien für Innovationssysteme.
- Detaillierte Untersuchung der Innovationssysteme von Schweden, Norwegen und Island.
- Vergleichende Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den drei Ländern.
- Bewertung der Innovationsleistungen im Kontext volkswirtschaftlicher Gegebenheiten.
Auszug aus dem Buch
Forschung und Entwicklung
Aktivitäten im Bereich von Forschung und Entwicklung (F&E) sind von großer Bedeutung für NIS, da sie die Grundlage für eine Vielzahl von Innovationen bilden; vornehmlich im Ingenieurswesen, in der Medizin und den Naturwissenschaften. Traditionell werden in den meisten Ländern der Welt die Bemühungen und Ausgaben für F&E primär von Universitäten und öffentlichen Einrichtungen oder Instituten unternommen. In einigen, vorrangig wohlhabenden, Ländern (bspw. Japan, Schweden oder die USA) unternehmen jedoch mehr und mehr private Organisationen Aktivitäten im F&E-Bereich (vgl. Edquist/Chaminade, 2006, S. 119). Bei diesem Untersuchungskriterium werden alle wesentlichen Aspekte beleuchtet, welche mit den länderspezifischen Aktivitäten im Bereich F&E in Verbindung stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften ein und definiert den Untersuchungsgegenstand, nämlich den Vergleich der nationalen Innovationssysteme von Schweden, Norwegen und Island.
2 Der Ansatz „Nationales Innovationssystem“: Dieses Kapitel stellt theoretische Sichtweisen auf nationale Innovationssysteme vor, legt eine Definition fest und erläutert die relevanten Kriterien für die nachfolgende Analyse.
3 Analyse und Vergleich von nationalen Innovationssystemen Skandinaviens: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der Innovationssysteme der drei skandinavischen Länder anhand der festgelegten Kriterien, gefolgt von einem direkten Vergleich der Ergebnisse.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert die länderspezifischen Eigenheiten sowie die Herausforderungen der untersuchten Innovationssysteme vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Nationales Innovationssystem, NIS, Skandinavien, Schweden, Norwegen, Island, Forschung und Entwicklung, F&E, Innovationsfähigkeit, Innovationsprozess, KMU, Wissenszentren, Risikokapital, Wettbewerbsfähigkeit, Public Procurement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der nationalen Innovationssysteme von Schweden, Norwegen und Island.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind Forschung und Entwicklung, Kompetenzaufbau bei Arbeitskräften, Schaffung von Nachfrage, Neugründung von Unternehmen, institutionelle Bedingungen, Kooperationen sowie die staatliche Unterstützung innovativer Firmen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie die Innovationssysteme dieser Länder strukturiert sind, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen und wie effektiv diese Systeme zur Steigerung der Innovationsleistung beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein aktivitätsbasiertes Rahmenkonzept nach Edquist verwendet, das sieben spezifische Untersuchungskriterien für die Analyse von Innovationssystemen definiert.
Welche Inhalte deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil analysiert für jedes der drei Länder einzeln die festgelegten Determinanten und schließt mit einer vergleichenden Gegenüberstellung ab.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Kernbegriffe sind Nationale Innovationssysteme (NIS), Innovationsprozess, technologische Wettbewerbsfähigkeit und die Spezifika der skandinavischen Innovationspolitik.
Was genau ist das „Schwedische Paradoxon“?
Es bezeichnet das Phänomen, dass Schweden trotz intensiver Forschungsaktivitäten und hoher Investitionen (Input) nur vergleichsweise geringe Ergebnisse in Bezug auf marktfähige Produktinnovationen (Output) erzielt.
Warum gilt Island als „Sonderfall“?
Aufgrund der geringen Bevölkerungszahl, der geografischen Isolation und der rasanten wirtschaftlichen Transformation vom Rohstoffexporteur zur wissensbasierten Wirtschaft sind die Erfahrungen Islands nur bedingt auf andere Länder übertragbar.
Welches „Puzzle“ wird in Bezug auf Norwegen beschrieben?
Das „Norwegian Puzzle“ beschreibt den starken Kontrast zwischen der außergewöhnlich guten gesamtwirtschaftlichen Situation des Landes und der eher unterdurchschnittlichen Innovationsleistung des nationalen Systems.
- Quote paper
- Christoph Korzenek (Author), 2009, Analyse und Vergleich von nationalen Innovationssystemen Skandinaviens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136653