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Motivationseffekt durch Misserfolg in Wettbewerben. Auswirkungen auf Karriereentscheidungen

Titel: Motivationseffekt durch Misserfolg in Wettbewerben. Auswirkungen auf Karriereentscheidungen

Bachelorarbeit , 2020 , 36 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Seda Akdeniz (Autor:in)

VWL - Arbeitsmarktökonomik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, Antwort auf die Frage zu geben, welche Motivationseffekte durch Misserfolg in Wettbewerben möglich sind und welche möglichen Auswirkungen diese auf Karriereentscheidungen haben. Ein bedeutsamer Aspekt in dieser Hinsicht ist, ob und welche geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Motivation, vor und nach der Teilnahme an einem Wettbewerb existieren.

Die Untersuchung soll zeigen, wie sich die Individuen vor und nach dem Wettbewerb entscheiden und welche möglichen Folgen diese Entscheidungen auf die Karriereentscheidungen haben. Die Arbeit als solche stellt dabei keine eigens geführte Studie dar, sondern soll anhand der Recherche von spezifischen Studien den aktuellen Forschungsstand beleuchten und diskutieren. Dazu werden im folgenden Anreizsysteme vorgestellt und der Gender Pay Gap sowie der Gender Performance Gap erläutert. Somit wird deutlich, welche Auswirkungen verschiedene Auszahlungsformen auf die Entscheidung der Individuen haben und wie diese Entscheidungen zu unterschiedlichen Karrierepfaden führen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anreizsysteme

2.1 Wettbewerb

2.2 Stücklohn

3. Geschlechterunterschiede

3.1 Gender Pay Gap

3.1.1 Unbereinigte Gender Pay Gap

3.1.2 Bereinigte Gender Pay Gap

3.2 Gender Performance Gap

4. Empirische Forschung

4.1 Erfolg im Wettbewerb

4.2 Misserfolg im Wettbewerb

5. Auswertung der empirischen Forschung

5.1 Ursachen für Misserfolg im Wettbewerb

5.2 Ursachen für geschlechtsspezifisch unterschiedliche Motivationseffekte nach Misserfolg

6. Kritische Reflexion

6.1 Mögliche Auswirkungen auf Karriereentscheidungen

6.2 Ausblicke und weitere Lösungsansätze

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Motivationseffekte durch Misserfolg in Wettbewerben entstehen und wie diese das zukünftige Verhalten sowie Karriereentscheidungen von Individuen beeinflussen, mit einem besonderen Fokus auf geschlechterspezifische Unterschiede.

  • Analyse der Funktionsweise von Anreizsystemen (Wettbewerb vs. Stücklohn)
  • Untersuchung geschlechterspezifischer Differenzen bei Lohn (Gender Pay Gap) und Leistung (Gender Performance Gap)
  • Validierung empirischer Forschungsergebnisse zu Erfolg und Misserfolg in Wettbewerbssituationen
  • Diskussion von Ursachen für unterschiedliche psychologische Reaktionen bei Frauen und Männern nach einem Scheitern
  • Betrachtung von Auswirkungen auf die berufliche Laufbahn und Lösungsansätze zur Förderung von Chancengleichheit

Auszug aus dem Buch

4.2 Misserfolg im Wettbewerb

Wenn die Teilnahme am Wettbewerb verpflichtend ist, könnte das übersteigerte Selbstbewusstsein von Männern die geschlechtsspezifischen Unterschiede und somit auch einen Teil des Gender Pay Gap und Gender Performance Gap erklären, da der Leistungsunterschied allein statistisch nicht signifikant ist (Niederle & Vesterlund, 2007).

Wenn die Teilnehmer sich zwischen dem Wettbewerb und dem Stücklohn entscheiden, hängt ihre Entscheidung in beiden Fällen von ihren Erwartungen über ihre relativen Leistungen ab. Falls sie sich für den Wettbewerb entscheiden, erhalten sie Feedback über ihre relative Leistung. Nur wenn sie sich für den Wettbewerb entscheiden, müssen sie sich dieser Feedback-Situation stellen. Daher könnte es sein, dass Frauen welche diese Situation als unangenehm empfinden den Wettbewerb meiden. Das würde bedeuten, dass Frauen gar nicht weniger wettbewerbsfähig oder demotivierter nach einem Wettbewerb sind, sondern das Feedback über ihre Leistung meiden, weil die daraus resultierende Schamsituation, im Fall des Misserfolgs unangenehm ist. (Gneezy, Niederle, & Rustichini, 2003).

Für weniger leistende Teilnehmer weist die Entscheidung dem Wettbewerb beizutreten keinen statistisch signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschied auf. Den signifikanten Unterschied in der Entscheidung am Wettbewerb teilzunehmen gibt es erst für höhere Leistung erbringende Teilnehmer. Somit ist die Entscheidung dem Wettbewerb beizutreten unabhängig von der relativen Leistung (Niederle & Vesterlund, 2007).

Mögliche Nachteile der Frauen wurden durch das Versuchsdesign eliminiert (Niederle & Vesterlund, 2007). Die Wahl von unkomplizierten Additionsaufgaben, sollte die Teilnahmeentscheidung der Frauen am Wettbewerb fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Anreizsystemen auf dem Arbeitsmarkt und das Ziel der Arbeit, geschlechtsspezifische Motivationseffekte nach Misserfolg in Wettbewerben zu untersuchen.

2. Anreizsysteme: Definition und Vergleich von Wettbewerb als relative Vergütungsform und Stücklohn als individuelle Vergütung basierend auf experimenteller Forschung.

3. Geschlechterunterschiede: Erörterung der Lohn- und Leistungsunterschiede (Gender Pay Gap/Gender Performance Gap) sowie deren institutionelle und soziale Einbettung.

4. Empirische Forschung: Darstellung und Analyse von Laborexperimenten, die das Verhalten von Männern und Frauen im Wettbewerb und deren Erfolg oder Misserfolg beleuchten.

5. Auswertung der empirischen Forschung: Kritische Analyse der Ursachen für Misserfolg in Wettbewerben und die Erklärung der geschlechterspezifisch divergierenden Motivationseffekte.

6. Kritische Reflexion: Diskussion der ökonomischen und sozialen Implikationen für Karrierewege sowie Aufzeigen von Lösungsansätzen gegen wettbewerbsbedingte Benachteiligungen.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Einbeziehung der empirischen Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Wettbewerb, Anreizsysteme, Misserfolg, Karriereentscheidungen, Gender Pay Gap, Gender Performance Gap, geschlechtsspezifische Unterschiede, Motivation, Stücklohn, Selbstbewusstsein, Risikoaversion, Feedbackaversion, Arbeitsmarkt, Führungspositionen, empirische Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Wettbewerbssituationen, insbesondere der darin erfahrene Erfolg oder Misserfolg, die Motivation von Individuen beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf ihre zukünftige Karrieregestaltung hat.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Zu den zentralen Themen zählen Anreizsysteme in der Wirtschaft, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Lohnbildung und Leistungsbereitschaft sowie psychologische Faktoren in Wettbewerbssituationen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, welche Motivationseffekte durch Misserfolg im Wettbewerb ausgelöst werden und auf welche Weise diese zu unterschiedlichen Karriereentscheidungen bei Männern und Frauen führen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von aktuellen empirischen Laborexperimenten, insbesondere der Studien von Buser, Gill & Prowse sowie Niederle & Vesterlund.

Welche Schwerpunkte liegen im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung empirischer Forschungsdaten zu den Entscheidungen vor und nach Wettbewerben sowie der psychologischen Ergründung, warum Frauen Wettbewerbe häufiger meiden und Männer in diesen Herausforderungen bestehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wettbewerbsfähigkeit, Gender Pay Gap, Feedbackaversion, Nutzenverlustkompensation und geschlechtsspezifische Sozialisation.

Warum reagieren Frauen nachweislich anders auf Misserfolg als Männer?

Frauen empfinden Misserfolg im Wettbewerb häufiger als unangenehme Schamsituation und weichen aus, während Männer dazu neigen, den erlebten Nutzenverlust als Antrieb für gesteigerte Anstrengung in zukünftigen Wettbewerben zu nutzen.

Spielen Unterschiede in der sozialen Erziehung eine Rolle für das spätere Wettbewerbsverhalten?

Ja, die Arbeit verweist darauf, dass unterschiedliche Prägungen in der Kindheit – bei denen Jungen eher zu kompetitiven Spielen und Mädchen eher zu kooperativen Aktivitäten ermutigt werden – sich bis ins Erwachsenenalter in der Wettbewerbsneigung widerspiegeln können.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Motivationseffekt durch Misserfolg in Wettbewerben. Auswirkungen auf Karriereentscheidungen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Note
2,0
Autor
Seda Akdeniz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
36
Katalognummer
V1366753
ISBN (PDF)
9783346921130
ISBN (Buch)
9783346921147
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Motivationseffekte, Anreizsysteme, Wettbewerb, Führungskräfte Wage gap Frauenquote Gender pay gap Gender performance gap Misserfolg im Wettbewerb
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Seda Akdeniz (Autor:in), 2020, Motivationseffekt durch Misserfolg in Wettbewerben. Auswirkungen auf Karriereentscheidungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366753
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Leseprobe aus  36  Seiten
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