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Königin Maria Theresia. Legitimierung weiblicher Herrschaft in der Kunst

Título: Königin Maria Theresia. Legitimierung weiblicher Herrschaft in der Kunst

Tesis (Bachelor) , 2021 , 44 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Bettina Brümmer (Autor)

Historia - General
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Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit zwei Bildnissen Maria Theresias, deren Auftraggeber, Verbreitung und Auswirkung auf die Legitimation Maria Theresias als rechtmäßige Thronerbin des Hause Habsburgs.

Im 18. Jahrhundert, wie auch in vielen Jahrhunderten zuvor, in welchen hauptsächlich Männer herrschten, gab es nur eine Handvoll Ausnahmen. Auch Maria Theresia war Teil der wenigen weiblichen Herrscherinnen, die auf dem Thron saßen. Bei Maria Theresia nimmt die Repräsentation und die Selbstdarstellung in persona einen hohen Stellenwert ein. Insbesondere der Fokus auf die Legitimation Maria Theresias in Kupferstichen und Gemälden verspricht einen hohen Erkenntnisgewinn, da sie versuchte, ihre Anerkennung durch die Verbreitung solcher Zeugnisse zu festigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsstand

2. Politische Karikaturen Maria Theresias

3. Die Repräsentation Maria Theresias als rex hungariae

3.1 Maria Theresia zu Pferd von Frank Leopold Schmittner

3.2 Der Kupferstich und seine ikonografische Bedeutung

3.3 Schmittners Kupferstich im Kontext der Zeit

4. Die Repräsentation Maria Theresias als Ehefrau und Mutter

4.1 Maria Theresia im Kreis ihrer Familie von Martin van Meytens

4.2 Das Gemälde und seine ikonografische Bedeutung

4.3 Van Meytens‘ Gemälde im Kontext der Zeit

5. Das Gemälde und der Kupferstich des 18. Jahrhunderts

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die visuelle Legitimierung weiblicher Herrschaft im 18. Jahrhundert am Beispiel von Maria Theresia. Der Fokus liegt darauf, wie durch gezielte Bildpolitik in Kupferstichen und Gemälden der Anspruch auf den Thron gefestigt und das Bild einer rechtmäßigen Herrscherin unter prekären politischen Umständen konstruiert wurde.

  • Rolle der Bildmedien (Kupferstich und Ölgemälde) als Legitimierungswerkzeuge
  • Historische Einbettung durch politische Karikaturen
  • Ikonografische Analyse der Inszenierung als rex hungariae
  • Familien- und Herrscherbild als Garant für dynastische Kontinuität

Auszug aus dem Buch

3.1. Maria Theresia zu Pferd von Frank Leopold Schmittner

Schmittners Kupferstich ist, wie für das Medium üblich, in schwarz-weiß gehalten. Durch die bildgebende Technik, in der mithilfe eines sog. Stichels das zu druckende Motiv in eine Kupferplatte eingeritzt wird, erscheinen die dargestellten Szenen durch viele kleine, feine Linien auf dem Papier.

Der Stich zeigt eine Frau, die im Damensitz auf einem dunklen Ross auf einen Hügel reitet. Sie trägt ein aufwendiges Gewand mit Spitze und Schleifen, eine Perlenkette, die ebenfalls eine große Schleife ziert, Perlenohrringe, feine Handschuhe und eine Krone, welche mit einem Kreuz in der Mitte versehen ist. Die Krone hat zusätzlich einzelne Pendilien an beiden Seiten, welche neben dem Gesicht der Frau herunterhängen. Auf der Krone, in einem Bogen, ist eine unbestimmbare Person zu erkennen. Über diesem Bogen befindet sich eine weitere dargestellte Figur, die mit einem Herz dargestellt wurde. In der linken Hand hält die Frau die Zügel eines geschmückten Pferdes, welches ähnlich prunkvoll ausgestattet wurde, wie die Reiterin selbst: Das Tier trägt ein luxuriöses Geschirr, in die geflochtene Mähne und den Schweif wurden ebenfalls Schleifen eingearbeitet. In ihrer Rechten hält die Dame ein Schwert in die Höhe, Richtung Himmel. Die Schwertspitze ist von einem Pflanzenkranz umringt, welcher von einer Hand gehalten wird, die aus der großen, dunklen Wolke, die in der Mitte des Gemäldes schwebt, ragt. Über dem Kranz lässt sich die Aufschrift Corona Iustitia (Krone der Gerechtigkeit) lesen. Es wirkt fast so, als würde sich die Wolkendecke genau an der Stelle, wo das Schwert in den Himmel ragt, öffnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsstand: Die Einleitung beleuchtet die historische Ausgangslage Maria Theresias als weibliche Regentin und ordnet ihre Rolle in den Forschungsstand zur Herrscherrepräsentation ein.

2. Politische Karikaturen Maria Theresias: Dieses Kapitel analysiert die prekäre Anfangsphase der Herrschaft und die Nutzung verleumderischer Karikaturen als politisches Instrument gegen die junge Regentin.

3. Die Repräsentation Maria Theresias als rex hungariae: Hier wird die Inszenierung Maria Theresias im ungarischen Krönungskontext und die Bedeutung des Reiterbildnisses als visuelle Machtdemonstration untersucht.

4. Die Repräsentation Maria Theresias als Ehefrau und Mutter: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung des Familienporträts von Martin van Meytens als Symbol für dynastische Stabilität und Fruchtbarkeit.

5. Das Gemälde und der Kupferstich des 18. Jahrhunderts: Ein Vergleich der medialen Strategien, der Reichweite und der politischen Wirkung von Druckgrafik im Gegensatz zum repräsentativen Ölgemälde.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie Maria Theresia ihr Geschlecht und ihre Rolle strategisch zur Konsolidierung ihrer Herrschaft nutzte.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Herrschaftslegitimation, Ikonografie, Kupferstich, Familienporträt, Österreichischer Erbfolgekrieg, Pragmatische Sanktion, rex hungariae, höfische Repräsentation, Bildpolitik, Dynastie, visuelle Kommunikation, 18. Jahrhundert, Weibliche Herrschaft, Staatskunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien der Herrschaftslegitimation von Maria Theresia durch visuelle Medien, insbesondere durch Kupferstiche und Gemälde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die dynastische Selbstdarstellung, die Rolle der Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert und die Bedeutung von Kunst als Mittel der politischen Propaganda.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Maria Theresia durch geschickte Bildinszenierung ihre Position als rechtmäßige Regentin festigte und das Spannungsfeld zwischen weiblicher Identität und männlichem Herrschaftsanspruch überbrückte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt für die detaillierte Analyse der Bildquellen die kunsthistorische Methode nach Erwin Panofsky.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse politischer Karikaturen als Kontext, das Reiterbildnis von Schmittner zur Krönung als rex hungariae und das Familienporträt von Van Meytens als Inszenierung von Fruchtbarkeit und dynastischer Stärke.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildpolitik, Herrscherrepräsentation, Legitimation, dynastische Kontinuität und Ikonografie.

Warum spielt das ungarische Königswappen auf dem Kupferstich eine besondere Rolle?

Das Wappen dient als starkes Symbol der Identifikation mit dem Königreich Ungarn, auch wenn die seitenverkehrte Darstellung als technischer Fauxpas der damaligen Kupferstecher gedeutet wird.

Welche Funktion hatte das Familienporträt von Martin van Meytens?

Es fungierte als "visuelle Propaganda", um die Sicherung der Thronfolge durch zahlreiche Kinder sowie die glückliche Ehe unter Beweis zu stellen und damit die dynastische Zukunft zu garantieren.

Wird die Rolle von Maria Theresias Ehemann in den Bildern kritisch hinterfragt?

Ja, die Arbeit thematisiert, dass Franz Stephan von Lothringen zwar oft als Familienoberhaupt dargestellt wird, Maria Theresia jedoch in der Bildsprache als die regierende Monarchin und legitimierte Herrscherin (z.B. durch die Nähe zu den Kronen) hervorgehoben wird.

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Detalles

Título
Königin Maria Theresia. Legitimierung weiblicher Herrschaft in der Kunst
Universidad
University of Paderborn
Calificación
1,1
Autor
Bettina Brümmer (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
44
No. de catálogo
V1366893
ISBN (PDF)
9783346895639
ISBN (Libro)
9783346895646
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildpolitik Maria Theresia Inszenierung Propaganda Legitimation weibliche Herrschaft Frühe Neuzeit Geschichtswissenschaften Kunstgeschichte Habsburg Reiterbildnis Flugblatt Kupferstich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bettina Brümmer (Autor), 2021, Königin Maria Theresia. Legitimierung weiblicher Herrschaft in der Kunst, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1366893
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