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Grundeinkommen: Basis für soziale Inklusion?

Titre: Grundeinkommen: Basis für soziale Inklusion?

Dossier / Travail , 2009 , 38 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jolina Streblau (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das die Diskussion um ein Grundeinkommen gerade aktueller ist denn je, zeigt die Einreichung der Massenpetition am deutschen Bundestag am 17. Februar diesen Jahres, in der über 50.000 Bürger ihre Stimmen für ein bedingungsloses Grundeinkommen abgegeben haben. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern ein Grundeinkommen tatsächlich eine sinnvolle Alternative zum bestehenden Sozialsystem darstellt. Die Meinungen dazu gehen sehr weit auseinander. Während die Befürworter im bedingungslosen Grundeinkommen ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Armut und gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen sehen, befürchten seine Kritiker höchst problematische Anreizwirkungen zum Nichtstun. Die versprochene Freiheit zu einer autonomen Lebensgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe könne sich ins Gegenteil verkehren und eher zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft führen. Dabei wird angenommen, dass Teile der Bevölkerung nicht in der Lage sein werden die neuen Möglichkeiten in Eigeninitiative und –verantwortung für sich zu nutzen und somit dauerhaft ins gesellschaftliche Abseits geraten. Die Hausarbeit soll an diesem zentralen Kritikpunkt ansetzen und beleuchten inwiefern ein Grundeinkommen gesellschaftliche Ausschlussmechanismen tatsächlich durchbrechen kann.Dabei soll die Forderung nach einem allgemeinen Grundeinkommen zunächst erst einmal in die sozialpolitische Diskussion eingeordnet werden.Was also lässt die Forderung nach einem Grundeinkommen als sozialpolitische Perspektive so dringlich erscheinen? Sind in der aktuellen sozialpolitischen Konstellation grundsätzliche Teilhabe- und Partizipations-möglichkeiten in Frage gestellt? Und welche Einsichten und Fallstricke bietet die Diskussion um die soziale Exklusion?Im zweiten Gliederungspunkt soll der grundsätzliche Lösungsansatz des Grundeinkommens untersucht und Kriterien gefunden werden, anhand denen sich die Konzepte gliedern lassen. Dass die zahlreichen Grundeinkommensmodelle in vielen verschiedenen politischen Lagern entwickelt wurden, verweist bereits darauf, dass wir es hier mit sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen zu tun haben. Anschließend sollen drei Konzepte, das Liberale Bürgergeld, die Ansätze des neomarxistischen Sozialphilosophen André Gorz und das Grundeinkommensmodell des dm Markt Chefs Götz Werner, im Hinblick auf die Eingangs gestellte Frage näher untersucht werden, ob und inwiefern ein Grundeinkommen eine Basis für soziale Inklusion bietet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Grundeinkommen: Basis für soziale Inklusion?

Einleitung:

1. Der deutsche Sozialstaat in der Krise:

1.1. Vom strukturellen Dilemma zum Reformkurs

1.2. Arbeitslosigkeit, Armut und Exklusion

2. Das allgemeine Grundeinkommen

2.1. Das liberale Bürgergeld – Arbeit um jeden Preis!

2.2. Der Grundeinkommensvorschlag von André Gorz

2.3. Der Grundeinkommensvorschlag von Götz Werner

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern ein allgemeines Grundeinkommen als sozialpolitische Perspektive dienen kann, um gesellschaftliche Ausschlussmechanismen zu durchbrechen und soziale Inklusion zu fördern. Dabei wird analysiert, ob das Konzept eine sinnvolle Alternative zum bestehenden Sozialstaat darstellt und wie verschiedene Modelle in Bezug auf Zielsetzung und Ausgestaltung bewertet werden können.

  • Kritische Analyse des deutschen Sozialstaats und der Herausforderungen durch Arbeitslosigkeit und Exklusion.
  • Systematische Einordnung und Kriterienanalyse verschiedener Grundeinkommenskonzepte.
  • Vergleich dreier spezifischer Modelle: Das liberale Bürgergeld, der Ansatz von André Gorz und das Modell von Götz Werner.
  • Untersuchung der Entkopplung von Arbeit und Einkommen als Instrument zur sozialen Teilhabe.
  • Diskussion von Finanzierungsfragen und der Wirksamkeit im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

1.2. Arbeitslosigkeit, Armut und Exklusion

Seit Mitte der 90er Jahre bewegt sich die Gesamtzahl der registrierten Arbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschland mit leichten Schwankungen um die 4 Millionen Marke. Massenarbeitslosigkeit hat sich zum politischen Dauerproblem verfestigt, daran konnten auch die mit den Hartz-Reformen eingeführten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen nichts ändern. Jedoch kam es im Rahmen dieser Reformen zu einer weitreichenden Veränderung des wohlfahrtsstaatlichen Arrangements.

Sozialleistungskürzungen und gleichzeitig zunehmende Beschäftigungsunsicherheit erhöhen das Risiko eines soziale Abstiegs erheblich. Staatliche Maßnahmen, die Eigeninitiative und Handlungsautonomie fördern sollen, werden mit den damit verbundenen Sanktionsmechanismen sogleich konterkariert. Der faktische Arbeitszwang entzieht den Arbeitnehmern die Möglichkeit unerwünschte Arbeitsbedingungen zu verweigern. Gleichzeitig wird die Beschäftigungssicherheit durch Flexibilisierungsmaßnahmen untergraben und damit die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer geschwächt.

Der gleichzeitige Arbeitsplatzmangel legt die Vermutung nahe, dass sich die steigende Arbeitsbereitschaft und –leistung in realen Einkommensverlusten niederschlägt. Dabei werden insbesondere geringqualifizierte zur Akzeptanz niedriger Löhne gedrängt. Die Lohndifferenzen zwischen den Berufgruppen werden steigen und damit steht zu erwarten, dass die soziale Ungleichheit zunimmt. Die wachsende Unsicherheit am Arbeitsmarkt ist für den Einzelnen vor allem auch in der langfristigen Perspektive problematisch.

Zusammenfassung der Kapitel

Grundeinkommen: Basis für soziale Inklusion?: Einführung in die Thematik der garantierten Grundsicherung als Mittel zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

Einleitung:: Darstellung der historischen Entwicklung und der aktuellen Debatte um das Grundeinkommen in Deutschland und Frankreich.

1. Der deutsche Sozialstaat in der Krise:: Analyse der historischen Entstehung und der dualen Struktur des deutschen Sozialleistungssystems sowie dessen Überforderung.

1.1. Vom strukturellen Dilemma zum Reformkurs: Untersuchung der Krisenerscheinungen des Wohlfahrtsstaates und des Übergangs zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik mit den Hartz-Reformen.

1.2. Arbeitslosigkeit, Armut und Exklusion: Erörterung des Zusammenhangs von Massenarbeitslosigkeit, Prekarisierung und dem Begriff der sozialen Exklusion.

2. Das allgemeine Grundeinkommen: Definition und Kategorisierung der verschiedenen Grundeinkommensmodelle anhand von fünf zentralen Kriterien.

2.1. Das liberale Bürgergeld – Arbeit um jeden Preis!: Analyse des FDP-Modells, das auf der negativen Einkommensteuer basiert und strikt an Erwerbsarbeit gekoppelt bleibt.

2.2. Der Grundeinkommensvorschlag von André Gorz: Vorstellung des utopistischen Ansatzes, der auf eine radikale Neuordnung von Arbeit und Gesellschaft abzielt.

2.3. Der Grundeinkommensvorschlag von Götz Werner: Untersuchung des Konzepts einer Konsumsteuerfinanzierung zur Ermöglichung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

3. Resümee: Zusammenfassender Vergleich der Modelle hinsichtlich ihrer Lösungskompetenz für soziale Inklusion.

Schlüsselwörter

Grundeinkommen, Soziale Inklusion, Arbeitsmarkt, Sozialstaat, Hartz-Reformen, Bürgergeld, Exklusion, Umverteilung, Erwerbsarbeit, Konsumsteuer, Negative Einkommensteuer, Sozialpolitik, Existenzminimum, Teilhabe, Arbeitsgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des Grundeinkommens als sozialpolitisches Instrument, um soziale Inklusion in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu gewährleisten und Ausgrenzungsmechanismen zu bekämpfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Krise des deutschen Sozialstaats, die theoretische Definition von Grundeinkommensmodellen, die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit und die kritische Analyse verschiedener Lösungsansätze.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern ein allgemeines Grundeinkommen eine Basis für soziale Inklusion bietet und wie sich unterschiedliche Modelle dabei unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse verschiedener Grundeinkommenskonzepte im Hinblick auf ihre Zielsetzung, Wirkungsweise und Ausgestaltung sowie deren Einordnung in den sozialpolitischen Diskurs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Sozialstaats, eine Kriterienanalyse des Grundeinkommensbegriffs und eine detaillierte Prüfung dreier Modelle (liberales Bürgergeld, André Gorz, Götz Werner).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Inklusion, Bedingungslosigkeit, Arbeitsmarktflexibilisierung, soziale Exklusion und der Wandel der Erwerbsarbeit.

Wie bewertet der Autor das "Liberale Bürgergeld" der FDP?

Der Autor kritisiert, dass dieses Modell weiterhin an den Arbeitsmarkt gekoppelt ist und die soziale Exklusion durch eine Politik der "Arbeit um jeden Preis" eher verschärfen könnte.

Warum wird André Gorz' Ansatz als utopistisch bezeichnet?

Gorz' Modell zielt auf eine vollständige Abkehr von der kapitalistisch verfassten Arbeitsgesellschaft ab, bleibt jedoch in der konkreten Umsetzung, insbesondere bei der Finanzierung, vage.

Fin de l'extrait de 38 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Grundeinkommen: Basis für soziale Inklusion?
Université
Berlin School of Economics and Law
Note
1,0
Auteur
Jolina Streblau (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
38
N° de catalogue
V136719
ISBN (ebook)
9783640450251
ISBN (Livre)
9783640450534
Langue
allemand
mots-clé
Grundeinkommen Liberales Bürgergeld Götz Werner soziale Inklusion André Gorz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jolina Streblau (Auteur), 2009, Grundeinkommen: Basis für soziale Inklusion?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136719
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Extrait de  38  pages
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