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Leseerwerb mit digitalen Medien. Analyse von Apps und Lernprogrammen auf ihren Beitrag zum Leseerwerb

Titel: Leseerwerb mit digitalen Medien. Analyse von Apps und Lernprogrammen auf ihren Beitrag zum Leseerwerb

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Sonja Heering (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Apps sich eignen, um Kindern an unterschiedlichen Punkten ihres Leseerwerbs im Homeschooling erfolgreich zu unterstützen. Zunächst wird der Leseerwerbsprozess mit seinen möglichen Schwierigkeiten genauer betrachtet und dafür das Stufenmodell von Frith vorgestellt. Anschließend werden einige Apps vorgestellt und untersucht, auf welche Art der Leseerwerb jeweils gefördert wird und wo Vor- und Nachteile liegen.

Der Erwerb der Lesekompetenz gilt als Schlüsselqualifikation für den Schulerfolg. Erst durch sie wird das eigenständige Aneignen weiterer Lerninhalte möglich. Im Frühjahr 2020 wurden als Maßnahme zur Eindämmung des Corona-Virus erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Schulen und Kitas monatelang geschlossen, im Winter 2020 direkt ein weiteres Mal. Distanzunterricht sollte die fortlaufende Bildung der Schüler:innen gewährleisten. Erfahrungen hiermit hatte kaum jemand, einheitliche Konzepte sowie die geeignete Infrastruktur waren kaum vorhanden. Die Aufgaben und Inhalte wurden per E-Mail oder über nach und nach eingerichtete Schulserver verteilt. Speziell für Schulanfänger (die jeweiligen Erstklässler:innen waren gerade erst 4 bzw 7 Monate in der Schule) ergibt sich hier das große Problem der Unzugänglichkeit schriftlich kommunizierter Aufgabenformate. Das Erlernen des Lesens ist ein kognitiv hoch komplexer Vorgang und gerade die Anfangsphase verdient ganz besondere Beachtung. Hier wird oft entschieden, wie motiviert und sicher ein Kind Zugang zur Schriftsprache gewinnt. Und nun hatten Eltern in dieser wichtigen Phase die Aufgabe, den Kindern basale Lesefähigkeiten zu vermitteln, die einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung einer umfassenden Lesekompetenz darstellen. Durch zeitgleiches Arbeiten im Homeoffice oder auch eigener fehlender Kenntnisse der deutschen Sprache waren sie dem oft gar nicht gewachsen. An dieser Stelle entstand mein Interesse an digitalen Medien zur Unterstützung des basalen Leseerwerbs bei Kindern. Der Markt von Lern-Apps und kombinierten Medienangeboten aus audiodigitalen Geräten mit Büchern wie z. B. tip toi ist groß und schwer überschaubar. Einige Schulbuchverlage ergänzen ihre Erst-Lesefibeln selbst um eine digitale Lern-App. Andere Apps locken mit bunten Bildern und Belohnungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stufenmodell der Leseentwicklung

2.1. Logographische Strategie

2.2. Alphabetische Strategie

2.3. Orthographische Strategie

3. Methoden der Vermittlung

4. Förderung der Teilprozesse

5. Ausgewählte Apps für den Leseerwerb

5.1. ANTON

5.1.1. Lesen lernen mit ANTON

5.2. Lies mal App mit dem Küken

5.2.1. Lesen lernen mit Lies mal

5.3. Zebra Lesen 1

5.3.1. Lesen lernen mit Zebra 1

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie digitale Medien, insbesondere Lern-Apps, den schriftsprachlichen Lernprozess von Kindern in der Primarstufe unterstützen können. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern spezifische Apps unterschiedliche Stufen der Leseentwicklung fördern können und wo ihre Grenzen liegen.

  • Theoretische Fundierung der Lese- und Schreibentwicklung
  • Analyse verschiedener pädagogischer Vermittlungsmethoden
  • Evaluation technischer Unterstützungsmöglichkeiten durch Lern-Apps
  • Vergleichende Untersuchung spezifischer App-Angebote (ANTON, Zebra, Lies mal)
  • Reflektion über Vor- und Nachteile digitaler Lernmaterialien

Auszug aus dem Buch

2. Stufenmodell der Leseentwicklung

Wie die Aneignung der Schriftsprache bei Kindern verläuft untersuchte die englische Psychologin Uta Frith, die eines der ersten Entwicklungsmodelle Schriftspracherwerbs entwarf, nach dem es drei Phasen mit einer jeweils dominierenden Strategie gibt: die logographische, die alphabetische und die orthographische Phase (vgl. Frith, 1986).

„Die Ausprägung und der Ablauf der Stufen folgen dabei nicht starr einem inneren Schema, sondern werden von Lernangeboten und direkter Instruktion beeinflusst. Trotzdem lässt sich über Kinder und Methoden hinweg ein gemeinsames Entwicklungsmuster nachweisen.“ (Scheerer-Neumann, 2004, S. 109) Die in den Modellen beschriebenen Entwicklungsschritte sind also nicht strikt voneinander abgegrenzt und vom Kind nicht starr nacheinander zu bewältigen. Die Übergänge sind fließend und werden von manchen Kindern sprunghaft in jeweils individuellen Zeitrahmen vollzogen, während andere Kinder auf der einen oder anderen Stufe länger verharren. Das Entwicklungsmodell von Frith (1986) fand breite Anerkennung, auch wenn es nicht unumstritten ist. Renate Valtin ergänzte das Stufenmodell um weitere Phasen und erwähnte speziell die Vorläufertätigkeiten wie das „Als-ob-Lesen“ und das „Kritzeln“ (vgl. Valtin, 1994).

Die Stufeneinteilung der Phasen oder Strategien bieten den großen Vorteil, die Leseentwicklung eines Kindes unabhängig vom Alter oder einer sozialen Bezugsnorm einzuschätzen. Sie dienen als Orientierung, um den individuellen Lernweg eines Kindes zu beobachten und entwicklungsorientiert und lernförderlich im gesteuerten Schriftspracherwerb zu begleiten (vgl. Jeuk & Schäfer, 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Schriftspracherwerbs, insbesondere unter den erschwerten Bedingungen des Distanzunterrichts während der Pandemie.

2. Stufenmodell der Leseentwicklung: Es werden die entwicklungspsychologischen Stadien nach Uta Frith vorgestellt, die den Weg von der logographischen zur orthographischen Strategie beschreiben.

3. Methoden der Vermittlung: Dieses Kapitel gibt einen historischen und systematischen Überblick über verschiedene Ansätze, von synthetischen Fibellehrgängen bis hin zu späteren analytischen Strategien.

4. Förderung der Teilprozesse: Hier wird die phonologische Bewusstheit als notwendige Voraussetzung für das flüssige Lesen und die erfolgreiche Automatisierung grundlegender Leseprozesse thematisiert.

5. Ausgewählte Apps für den Leseerwerb: In diesem Hauptteil erfolgt eine detaillierte qualitative Untersuchung dreier populärer Lern-Apps (ANTON, Lies mal, Zebra) in Bezug auf deren didaktische Eignung.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung digitaler Lernformate, wobei die Bedeutung der Kombination von Apps mit klassischen Materialien hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Leseentwicklung, Schriftspracherwerb, Lern-Apps, Digitales Lernen, Primarstufe, Phonologische Bewusstheit, Lesedidaktik, Logographische Strategie, Alphabetische Strategie, Orthographische Strategie, Sprachförderung, Medienkompetenz, Differenzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Der Fokus der Arbeit liegt auf der Leseentwicklung bei Schulkindern und der Frage, wie digitale Anwendungen (Apps) diesen spezifischen Lernprozess in verschiedenen Stadien unterstützen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Stufen der Leseentwicklung, didaktische Vermittlungsmethoden im Leseunterricht sowie die Evaluation schulgeeigneter Lern-Apps hinsichtlich ihrer pädagogischen Qualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, ob und wie verschiedene Apps als Unterstützung im Schriftspracherwerb dienen können und wo technische oder inhaltliche Schwachstellen der aktuellen Software liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu entwicklungspsychologischen Grundlagen und einer vergleichenden qualitativen Analyse von ausgewählten Lern-Apps für Erstleser.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Schriftspracherwerbs-Stufen und eine detaillierte, kritische Betrachtung der Apps ANTON, Lies mal und Zebra anhand ihrer Anwendungsgebiete.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Schriftspracherwerb, Leseentwicklung, digitale Lernmaterialien, didaktische Differenzierung und phonologische Bewusstheit beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die Anwendung von Lern-Apps wie ANTON?

Die Autorin hebt die intuitive Bedienung und die inhaltliche Vielfalt von ANTON hervor, weist aber darauf hin, dass eine ergänzende, didaktische Begleitung durch Lehrkräfte notwendig bleibt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen logographischer und orthographischer Strategie wichtig?

Diese Unterscheidung ist zentral, um zu verstehen, auf welchem Leistungsniveau sich ein Kind befindet, da Apps je nach Entwicklungsstand entweder die Laut-Buchstaben-Zuordnung oder die schnelle Worterkennung fördern müssen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leseerwerb mit digitalen Medien. Analyse von Apps und Lernprogrammen auf ihren Beitrag zum Leseerwerb
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Germanistik)
Veranstaltung
Leseerwerb
Note
1.0
Autor
Sonja Heering (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1367316
ISBN (PDF)
9783346896728
ISBN (Buch)
9783346896735
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leseerwerb medien analyse apps lernprogrammen beitrag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sonja Heering (Autor:in), 2021, Leseerwerb mit digitalen Medien. Analyse von Apps und Lernprogrammen auf ihren Beitrag zum Leseerwerb, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367316
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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