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Die Reform der Grundsteuer in Deutschland. Definition, historische Berechnungsweise und Rechtsprechung des BVerfG

Titel: Die Reform der Grundsteuer in Deutschland. Definition, historische Berechnungsweise und Rechtsprechung des BVerfG

Seminararbeit , 2022 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jonas Bonnstaedter (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Seminararbeit wird zuerst die Definition der Grundsteuer mit einer Betrachtung der aktuellen Berechnungsgrundlage dargelegt, um nach einer Erörterung der Rechtsprechung auf die Umsetzungsschritte der Reform und deren Auswirkung einzugehen. Im Anschluss folgt eine Gegenüberstellung der Steuerhöhe mit den Berechnungswerten vor und nach der Reform, um die Seminararbeit mit einem Fazit mit der Bewertung kritischer Expertenmeinungen zur Umsetzung des Gesetzespakets abzuschließen.

Grundsätzlich jeder, der einen festen Wohnsitz in Deutschland hat, ist Grundsteuerpflichtig. Neben Grundstückseigentümer sind auch Mieter von ihr betroffen, wenn der Vermieter die Abgabe mit der Nebenkostenabrechnung umlegt. Die Erlöse dieser Realsteuern fließen in die Kassen der Städte und Kommunen, welche eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen darstellen. So betrug die Grundsteuer B im Jahr 2020 591 Millionen Euro in Rheinland-Pfalz, was einen Gesamtanteil der Steuereinnahmen mitsamt der Grundsteuer A von 13,2% ausmachte. Den größeren Teil trägt die Gewerbesteuer mit 37,8% netto.

Laut einer Studie des IW Consult zahlt der durchschnittliche deutsche Haushalt 478 Euro Grundsteuern im Jahr. Hingegen verlangen die Kommunen in den USA durchschnittlich 2.197 Dollar Grundsteuer p.a., was neben den Hypothekenzahlungen als zweitgrößte Ausgabe vieler Hausbesitzer gilt. Auch im EU-weiten Vergleich liegt Deutschland im hinteren Mittelfeld auf Rangplatz 19. Der Anteil des Grundsteueraufkommens auf das Gesamtsteueraufkommen in der Bundesrepublik entsprach im Jahr 2016 beispielsweise nur 1,2%.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Definition der Grundsteuer

C. Historische Berechnungsweise

1. Einheitswert

2. Grundsteuermessbetrag

3. Hebesatz

D. Rechtsprechung des BVerfG

E. Die Grundsteuerreform

1. Umsetzung

2. Auswirkungen der Reform

3. Kritische Stimmen

F. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die aktuelle Reform der Grundsteuer in Deutschland, beleuchtet die verfassungsrechtliche Notwendigkeit der Neuregelung durch das Bundesverfassungsgericht und bewertet die verschiedenen Umsetzungsmodelle sowie deren Auswirkungen auf die Steuerlast der Bürger.

  • Grundlagen und historisches Berechnungsverfahren der Grundsteuer
  • Die wegweisende Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
  • Struktur und Umsetzung der aktuellen Grundsteuerreform
  • Analyse der Auswirkungen des neuen Modells auf verschiedene Immobilienarten
  • Kritische Expertenmeinungen und Diskussion der Länder-Öffnungsklausel

Auszug aus dem Buch

C. Historische Berechnungsweise

Wie hoch die Grundsteuer für den Eigentümer ausfällt, ist individuell verschieden und wurde bzw. wird mittels dreistufigem Berechnungsverfahren berechnet. Die Einheits- und Grundsteuerwerte werden nach Maßgabe des Bewertungsgesetzes gesondert festgestellt und von dem Finanzamt ermittelt, in dessen Zuständigkeit das Grundvermögen liegt.

Mit den gesetzlich festgelegten Bewertungsmethoden wurde zu erreichen versucht, dass das Ergebnis dem tatsächlichen Markt- bzw. Verkehrswert möglichst nahekommt. Durch die hohe Anzahl an Grundstücken konnten bei der Wertermittlung im Massenverfahren jedoch nicht alle Umstände berücksichtigt werden, die den Wert beeinflussen.

1. Einheitswert

Im Rahmen der Feststellung wird der Wert, die Art und Zurechnung des Objektes festgestellt. Je nach Lage, Nutzung und Bebauung unterscheidet sich der Einheitswert stark. Als Formel wird generell die Jahresrohmiete zum Stichtag 1964 respektive 1935 in den ehemaligen DDR-Bundesländern mit einem festgelegten Vervielfältiger multipliziert. Dieser berücksichtigt die Bauweise der Immobilie, das Baujahr sowie die Gemeindegröße. Letzteres ist eine der Gründe für die Forderung einer Reform, da sich die Einwohnerzahlen vor allem in den Städten in den vergangenen Jahrzehnten massiv verschoben haben und sich der Wert der Grundstücke stark verändert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der Grundsteuer als Einnahmequelle für Kommunen und stellt die kritische Ausgangslage dar, die durch veraltete Einheitswerte zur verfassungsrechtlichen Prüfung führte.

B. Definition der Grundsteuer: Hier wird die Differenzierung zwischen Grundsteuer A und B sowie das neue Instrument der Grundsteuer C für Baugrundstücke in Ballungsgebieten definiert.

C. Historische Berechnungsweise: Dieses Kapitel erläutert das bisherige dreistufige System bestehend aus Einheitswert, Grundsteuermessbetrag und Hebesatz.

D. Rechtsprechung des BVerfG: Die Analyse des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, welches die bisherige Einheitsbewertung als verfassungswidrig einstufte, steht hier im Fokus.

E. Die Grundsteuerreform: Dieser Abschnitt beschreibt die neuen Umsetzungsschritte, die Auswirkungen auf die Steuerlast und gibt einen Überblick über die geäußerte Kritik.

F. Fazit: Das Kapitel schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Reform als Kompromiss sowie der Einschätzung der weiteren Entwicklung für die Steuerzahler.

Schlüsselwörter

Grundsteuer, Grundsteuerreform, Einheitswert, Bundesverfassungsgericht, Hebesatz, Grundsteuermessbetrag, Bodenrichtwert, Immobilienbewertung, Steuerrecht, Aufkommensneutralität, Öffnungsklausel, Grundsteuer A, Grundsteuer B, Grundsteuer C, Fiskalpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die grundlegende Reform der Grundsteuer in Deutschland, die als Reaktion auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts eingeleitet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die alte Berechnungsmethodik, die verfassungsrechtlichen Hintergründe, die neuen Umsetzungsregeln sowie die ökonomischen Auswirkungen der Reform.

Welches Ziel verfolgt die Seminararbeit?

Das Hauptziel ist es, die Neuregelung der Grundsteuer verständlich darzulegen und kritisch zu bewerten, inwiefern sie den Anforderungen an Gerechtigkeit und Realitätsnähe gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Gesetzesanalyse sowie der Auswertung finanzwissenschaftlicher Studien und aktueller Rechtsprechung.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die historische Berechnung, das verfassungsrechtliche Urteil, die Struktur des neuen Reformgesetzes und die unterschiedlichen Auswirkungen auf Immobilienbesitzer.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die zentralen Schlagworte sind Grundsteuerreform, verfassungsrechtliche Konformität, Einheitsbewertung und die neue Flexibilität durch die Öffnungsklausel für Bundesländer.

Welche Rolle spielt die neue Grundsteuer C?

Die Grundsteuer C dient als Instrument für Kommunen in Ballungsgebieten, um Spekulationen entgegenzuwirken, indem für unbebaute baureife Grundstücke ein höherer Hebesatz festgesetzt werden kann.

Inwiefern beeinflusst die Öffnungsklausel die Umsetzung?

Die Öffnungsklausel ermöglicht es den Bundesländern, eigene Modelle zu entwickeln und so auf die spezifische regionale Situation zu reagieren, da kein bundesweites Einheitsmodell alle Anforderungen ideal abdeckt.

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Details

Titel
Die Reform der Grundsteuer in Deutschland. Definition, historische Berechnungsweise und Rechtsprechung des BVerfG
Hochschule
Fachhochschule Trier - Umwelt-Campus, Standort Birkenfeld
Veranstaltung
Steuerrecht
Note
1,0
Autor
Jonas Bonnstaedter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1367377
ISBN (PDF)
9783346896940
ISBN (Buch)
9783346896957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundsteuer Steuerrecht Reform Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Bonnstaedter (Autor:in), 2022, Die Reform der Grundsteuer in Deutschland. Definition, historische Berechnungsweise und Rechtsprechung des BVerfG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367377
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Leseprobe aus  13  Seiten
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