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Cooperatio ad malum

Inwieweit beteiligt sich die katholische Kirche am Bösen, wenn sie Beratungsscheine für eine mögliche Abtreibung ausstellt?

Title: Cooperatio ad malum

Diploma Thesis , 2008 , 75 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Dipl. theol. Christian Oppermann (Author)

Theology - Practical Theology
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Es handelt sich um eine Arbeit, in der die materielle und formelle Mitschuld der katholischen Kirche untersucht wird. Es handelt sich hier um eine fachliche Arbeit in der nicht nur die Meinung der katholischen Kirche widergegeben wird.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

I. Hintergrund und Realgeschichte der Abtreibungsproblematik

1.1 Rückblick auf die rechtliche Reglung bis 1974

1.2 Rechtliche Regelungen zur Abtreibungspraxis in der BRD und DDR bis 1992

1.2.1 Die Gesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland

1.2.2 Die Gesetzgebung in der Deutschen Demokratischen Republik bis 1990

1.2.3 Veränderungen aufgrund einer nötigen Vereinheitlichung des Strafrechts in Ost- und Westdeutschland

1.3 Aktuelle Gesetzeslage

2. Der Konflikt um die Schwangerenberatung innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz

2.1 Chronologischer Verlauf und Ursachen des Streites

2.1.1 Zeitraum bis 1995

2.1.2 Nach der Einführung der Fristenregelung

2.1.3 Die Antwort aus Rom

2.2 Der Streit unter den Bischöfen

2.2.1 Die Positionen um die Bischöfe Lehmann und Kamphaus

2.2.2 Die Position um die Bischöfe Meisner und Dyba

2.2.3 Intervention Roms

2.3 Die Reaktion der Öffentlichkeit

2.4 Inwiefern macht sich die katholische Kirche durch den Verbleib in der Schwangerenkonfliktberatung vom Staat abhängig?

II. Das Problem der `cooperatio´

1. Begriffsgenese der cooperatio

1.1 Unterscheidung von cooperatio positiva und cooperatio negativa

1.2 Begriffsentfaltung der cooperatio: Unterscheidung von cooperatio formalis und cooperatio materialis

1.2.2 Begriffsdefinition der cooperatio nach Mausbach/Ermecke

1.3 Das Prinzip der `dazwischentretenden Handlung´

2.1 Anwendbarkeit der Mitwirkungslehre auf die Situation der Schwangerenkonfliktberatung

2.1.1 Handelt es sich bei einer Schwangerenkonfliktberatung um eine cooperatio formalis im Sinne der Enzyklika Evangelium Vitae Papst Johannes Pauls II.

3.1.2 Robert Spaemanns Kritik an der Position von Johannes Reiter

3.1.3 Ergebnis der vergleichenden Analyse

3.1.4 Ausblick: Weg von der Konzentration auf den Beratungsschein zum flankierenden Beratungsprozess.

III. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die moraltheologische Legitimität der Beteiligung der katholischen Kirche an der staatlich vorgeschriebenen Schwangerenkonfliktberatung in Deutschland. Im Zentrum der Fragestellung steht, ob die Ausstellung des sogenannten Beratungsscheins eine moralisch unzulässige Mitwirkung an einer Abtreibung darstellt.

  • Historische Entwicklung der Abtreibungsgesetzgebung in Deutschland
  • Der innerkirchliche Konflikt innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz
  • Die moraltheologische Unterscheidung von formeller und materieller Mitwirkung
  • Die Rolle des Beratungsscheins als Zugang zu straffreier Abtreibung
  • Möglichkeiten eines flankierenden Beratungsprozesses zum Schutz des Lebens

Auszug aus dem Buch

Die Gesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland

Die vom Deutschen Bundestag beschlossene Reform des § 218 sah vor, dass ein Schwangerschaftsabbruch, solange er von einer schwangeren Frau gewollt und von einem Arzt durchgeführt wird, nach § 218a nicht strafbar ist, wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind. Weiterhin besagte § 218b, dass ein Schwangerschaftsabbruch im Falle einer medizinischen Indikation straffrei ist und im Falle einer eugenischen Indikation bis zur 22. Woche ohne strafrechtliche Folgen bleibt. Die Paragraphen 218c und 219 sahen Strafen für den Arzt, der den Schwangerschaftsabbruch vornimmt, vor, wenn Verstöße gegen die zuerst genannten Paragraphen 218a und b bestanden. Die Schwangere, an der die Abtreibung vorgenommen wurde, blieb jedoch in jedem Fall straffrei. Mit § 218c wurde zum ersten Mal eine Beratungspflicht vor einer Abtreibung eingeführt. Der Arzt durfte demnach eine Abtreibung nur dann durchführen, wenn die Schwangere zuvor im Zuge eines Beratungsgespräches in einer hierzu ermächtigten Beratungsstelle über die zur Verfügung stehenden öffentlichen und privaten Hilfen für Schwangere, Mütter und Kinder unterrichtet wurde. Ziel einer solchen Beratungspflicht sollte ein verbesserter Lebensschutz auf der einen Seite sowie eine Senkung der Zahl der Abtreibungen auf der anderen Seite sein.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit befasst sich mit der moraltheologischen Frage, ob die katholische Kirche durch die Ausstellung von Beratungsscheinen zur Abtreibung mitschuldig wird.

I. Hintergrund und Realgeschichte der Abtreibungsproblematik: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Entwicklung der Abtreibungsparagraphen im historischen Kontext von Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung.

2. Der Konflikt um die Schwangerenberatung innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz: Es wird die jahrelange innerkirchliche Auseinandersetzung über die Beteiligung am staatlichen Beratungssystem und das päpstliche Eingreifen dargestellt.

II. Das Problem der `cooperatio´: Die moraltheologische Analyse der Mitwirkungslehre (cooperatio formalis vs. materialis) bildet das Fundament für die Beurteilung der kirchlichen Beratungspraxis.

III. Persönliches Fazit: Der Autor gelangt zu dem Schluss, dass die Mitwirkung materieller Art und somit nach traditionellen Maßstäben vertretbar ist, sofern sie dem Lebensschutz dient.

Schlüsselwörter

Abtreibung, Schwangerenkonfliktberatung, Beratungsschein, katholische Kirche, moraltheologische Beurteilung, Cooperatio formalis, Cooperatio materialis, Lebensschutz, Schwangerschaftsabbruch, § 218 StGB, Deutsche Bischofskonferenz, Mitwirkung am Bösen, moralische Verantwortung, Gesetzgebung, Gewissensentscheidung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die moraltheologische Frage, ob die Beteiligung katholischer Beratungsstellen am staatlich verordneten Beratungssystem zur Abtreibung ethisch vertretbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die historische Gesetzgebung, die innerkirchliche Debatte unter den deutschen Bischöfen und die moraltheologische Definition der Mitwirkung am Bösen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte moraltheologische Bewertung, ob die Ausstellung des Beratungsscheins eine unzulässige formelle oder eine moralisch vertretbare materielle Mitwirkung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine moraltheologische Analyse auf Basis kirchlicher Lehrmeinungen sowie eine historische Aufarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Realgeschichte der Abtreibungsproblematik und die theoretische Fundierung des Problems der Mitwirkung (cooperatio).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Cooperatio, formelle und materielle Mitwirkung, Schwangerenkonfliktberatung, Lebensschutz und das kirchliche Lehramt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Beratungsscheins?

Der Autor sieht im Beratungsschein keine direkte formelle Mitwirkung, sondern ein verwaltungstechnisches Mittel, das in einem größeren Kontext dem Schutz des Lebens dienen soll.

Warum wird der Begriff "Cooperatio" so intensiv analysiert?

Da der Vorwurf der "Mitwirkung am Bösen" zentral von Kritikern erhoben wurde, ist eine präzise moraltheologische Definition unerlässlich, um die Argumente der Beteiligten wissenschaftlich einzuordnen.

Welche Rolle spielt die Enzyklika "Evangelium Vitae" in der Arbeit?

Die Enzyklika dient als maßgebliche päpstliche Referenz, an der die Positionen der verschiedenen Bischöfe und Theologen im Kontext der deutschen Beratungspraxis gemessen werden.

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Details

Title
Cooperatio ad malum
Subtitle
Inwieweit beteiligt sich die katholische Kirche am Bösen, wenn sie Beratungsscheine für eine mögliche Abtreibung ausstellt?
College
University of Paderborn  (Theologische Fakultät )
Course
Moraltheologie
Grade
1,5
Author
Dipl. theol. Christian Oppermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
75
Catalog Number
V136809
ISBN (eBook)
9783640439447
ISBN (Book)
9783640439348
Language
German
Tags
Cooperatio Inwieweit Kirche Bösen Beratungsscheine Abtreibung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. theol. Christian Oppermann (Author), 2008, Cooperatio ad malum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136809
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